Danke für den Link, liebe Anne-Mette,
grundsätzlich begrüße ich die Broschüre, denn sie enthält brauchbare Fakten, die sicher nicht überall bekannt sind.
Leider, und auch das ist bei "Schulbüchern" überhaupt nicht ungewöhnlich, sind auch Fehler bzw. fehlerhafte Darstellungen vorhanden:
So steht z.B. auf Seite 50 bei Transsexuell / Transsexualität
Zitat - problematische Begriffe markiert: "Transsexuelle sind Menschen, die bei der Geburt einem biologischen Geschlecht zugewiesen wurden, welches nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt. Viele Transsexuelle haben den Wunsch, ihr biologisches Geschlecht mit Operationen und/oder durch Hormoneinnahme anzupassen, um so ihrer eigenen Geschlechtsidentität ganz zu entsprechen." Der Teil wird von ATME natürlich heftig kritisiert.
("Geschlechtsumwandlung")
Persönlich bin ich hier ambivalent (also 'zwiegespalten'), denn ich bin es gewohnt, mit Arbeitsmaterialen umzugehen, die unter anderem Fehler enthalten.
Häufig hat man einfach nix besseres, daher nimmt man, was da ist. Die Lehrkraft weist bei der Verwendung halt auf das Problem hin und korrigiert die Fehlvorstellung.
Gerade bei Schulbüchern wird die Sache ja in späteren Auflagen dann meist richtiggestellt.
==> Daher mein Fazit: Insgesamt brauchbar, aber verbesserungsfähig.
Ich begrüße die Broschüre, aber
da ich nicht in BW tätig bin,
warte ich lieber die zweite Auflage ab.
Liebe Grüße
Andrea
P.S.

Bin halt Lehrerin, daher fühle ich mich häufig verpflichtet, Fehlvorstellungen zu korrigieren
Inhaltliche Erläuterung: Genaugenommen gibt nämlich die hier künstlich herbeigeführte Unterscheidung
biologisches Geschlecht - Geschlechtsidentität nicht, sondern nur
ein, eindeutig definiertes, Geschlecht. (Psychisch gesunde Personen kennen ihr Geschlecht, die kann man, wenn Zweifel bestehen, fragen.)==> Die Bayerische Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (Dillingen a. d. Donau) präsentiert das hier
http://gendersensibel-unterrichten.alp. ... Itemid=136 in einer brauchbareren Darstellung: - Zitat:
- "Berücksichtigt man die Vielzahl der genannten biologischen Aspekte, dann können Geschlechtsausprägungen nicht als sich ausschließende Kategorien - männlich oder weiblich - verstanden, sondern müssen auf einem Kontinuum eingeordnet werden."
Quelle: Prof. Dr. Werner Sacher, hier federführend Andrea Sälzer