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Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 18:53
von Vanessa_T
[quote="Sabrina Verena"]Liebe Vanessa!
Danke für die Antwort. Ich habe allerdingst den Eindruck gewonnen, dass hier fast Jede/r vor etwas Angst hat. (...)

Hi, Sabrina Verena,

na klar hat jeder vor irgendetwas Angst. Das gehört doch zu uns als Menschen dazu. Ich meine nur, dass Angst auf Dauer ein schlechter Ratgeber ist, weil der Blick vernebelt wird, ich zur Flucht neige und keine alternativen Handlungsoptionen mehr entwickeln kann.

Ein Beispiel, ganz real aus meinem Leben. Ich habe Angst davor, dass meine Frau mich verlässt, weil sie mit meiner Neigung als Transvestit nicht zurecht kommt. Von ihr verlassen zu werden wäre eine absolute Katastrophe für mich und hätte vielleicht ganz fatale Folgen. Nun könnte ich aus Angst auf alles verzichten. Geht aber nicht, dazu ist der Drang zu stark. Also gebot mir meine Angst immer, alles geheimzuhalten. Zum ersten Mal erwischt worden und aus Angst alles kleingeredet, anstatt die ganze Wahrheit auf den Tisch zu bringen. Wieder erwischt worden und dann habe ich endlich die Angst überwunden und ihr alles gesagt. Hätte ich mich schon vorher getraut, wäre uns vieles erspart worden und plötzlich zeichnen sich Lösungen ab, die immer noch viele Haken haben aber viel besser sind als die Geheimnistuerei.

Ich weiss, jeder Vergleich hinkt. Aber, um auch den Schwenk zum Thema zurück zu kriegen, nicht umsonst ist der Begriff "German Angst" inzwischen weltweit ein Begriff. Ich finde, dass sollte uns zu denken geben, bei allen grossen politischen Entscheidungen, die anstehen. Keine Euphorie, kein blinder Hurra-Stil, eine durchaus kritische Herangehensweise, aber nicht immer diese nur um ihrer selbst willen aufrechterhaltene typisch deutsche Bedenkenträgerei.

LG, Vanessa.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 18:55
von Sabrina Verena
Hallo Hühnchen!
Die Wissenschaft hat längst eingeräumt, dass auch der Mensch sein Anteil am Klimawandel trägt, und dass der Klimawandel schneller abläuft als erwartet. Bezüglich der gern verdrängten natürlichen Ursachen ist sie sich aber nicht einig, ob es ein endgültiger Wandel ist, oder wie so oft im Lauf der Erdgeschichte ein Vorrübergehender. Tatsache ist aber, dass der Mensch Kohle und Öl aus der Erde gekratzt hat und gleichzeitig ganze Wälder abgeholzt und Moore ( Beides natürliche CO2 Speicher) trocken gelegt hat. Tatsache ist, dass wir zuviel CO2 in der Atmosphäre haben, und CCS eine unverschämte, dreiste Ausrede ist.
Liebe grüße
Verena

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 19:26
von exuser-23-02-2013
Lasst uns dem Thema doch mal eine neue Wendung geben:

Ich denke, es besteht Konsens, dass es nichts bringt, auf eine "große" Lösung zu warten, sondern wir alle unseren Beitrag werden leisten müssen. Wie steht es denn bei uns damit?

Ich beziehe meinen Strom aus Wasserkraft, der in regionalen und schon vor Jahrzehnten erbauten Staustufen gewonnen wird. Ökologisch sicher nicht optimal, aber in jedem Fall CO2-frei und durch den Bezug aus der Region auch ohne die Stromtrassenproblematik; dazu erzeuge ich noch Strom mittels PV-Anlage auf dem Dach. Das Haus wird von einer Luft-Wärmepumpe geheizt, ebenso das warme Wasser erzeugt, also auch wieder CO2-frei; dafür sind eben, um das energetisch sinnvoll betreiben zu können, Raumtemperaturen zwischen 20 und 21 Grad und eine Warmwassertemperatur von knapp oberhalb von 50 Grad das Maximum. Meinen Kraftstoffverbrauch habe ich auf etwa 6 Liter auf 100 km reduziert (meist noch weniger) und die Fahrleistung auf weniger als 5000 km im Jahr eingeschränkt, der Rest wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt. Der sparsame Umgang mit Energie allgemein gehört selbstverständlich dazu, weniger als 6000 kwh im Jahr für 5 Personen (incl. etwa 4000 kwh für Heizung und Warmwasser, s.o.), davon gut 2000 kwh selbst erzeugt, braucht sich zumindest nicht zu verstecken.

Das soll jetzt nicht selbstgerecht klingen und auch ich weiß, wo noch Potenzial besteht, denke aber, dass ich zumindest ein paar Schritte in die richtige Richtung bereits getan habe, auch wenn ich noch nicht am Ende des Weges angekommen bin.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 20:42
von ab08
Danke Sumpfhuhn, danke Saari,

ich erlaube mir Euch zwischendurch mal von ganzem Herzen zuzustimmen. Wie man im Süden sagt "Kleinvieh macht auch Mist!" Die Welt durch Großvorhaben verändern zu wollen, ist oft problematisch. Wir sollten uns wirklich zuerst überlegen, wo wir mit kleinen, einfachen Schritten auch etwas erreichen können, denn das klappt schneller und kann recht effektiv sein!

LG
ab

P.S. Herzlichen Dank auch an alle anderen. Ich lese hier gern mit!! Die nächste 8. Klasse, die ich in Physik (Thema "Energie") unterrichte, profitiert sicher von meinen Inspirationen. Unterricht sollte nie langweilig werden, sonst lernen die Schüler nix!! :wink:

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 21:48
von Yasmine
...ich nutze eh seit Jahren nur recycelte Bytes. Zudem spare ich neue Buchstaben, indem ich alte mit STRG-C und STRG-V kopiere :).
Wo wir gerade dabei sind, ich wollte mir auch eine Sache patentieren lassen. Vielleicht kommen wir ja damit zu einem Konsens.
Hier also meine Idee:
Atomstrom: Vorteil: Immer verfügbar und ausreichend da. Nachteil: Bedenklich, wenn was schief geht
Strom durch Wind: Vorteil: Geringes Risiko, hohe Akzeptanz. Nachteil: Nicht immer da.
Lösung: Man entwickelt einen Naturstromkoppler!
Alles, was man braucht ist ein großer Propeller und ein Windrad.
Mit Atomstrom erzeugt man Wind. Wind ist natürlich. Damit betreibt man ein Windrad und erhält: NATURSTROM!!!!
Genial oder?
Übrigens gibt es so was schon. Wenn ich das richtig gehört habe, dann pumpen die in Österreich Wasser im Pumpkraftwerke nachts mit
deutschem Atomstrom hoch, die dann tasüber was erzeugen?? Aber ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt. Will das also nicht gesagt haben.
Möglich ist aber alles...
LG
Yasmine

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 22:14
von Inga
Liebe Vanessa_T,

zwischen der Angst, als heimlicher Transvestit "ertappt" zu werden, und dem unguten Gefühl, dass von einer chemischen Substanz über Jahre hinweg langsam dein Körper zerfressen wird, weil es bei Nachbarn und/oder Arbeitskollegen auch schon passiert ist, ist m. E. ein himmelweiter Unterschied. Eine Gleichsetzung, wie du sie hier wohl unbewusst betreibst, ist dem Leiden der Betroffenen einfach nicht würdig.

Sprich mal mit Leuten, die vor 30 und 40 Jahren intensiv mit Asbestfasern gearbeitet haben, etwa beim feuerfesten Innenausbau von Seeschiffen. Es leben eigentlich nur noch die, die damals oder seitdem den Körper nicht noch durch Rauchen und Alkohol zusätzlich strapaziert haben. Die heute noch Lebenden haben Probleme mit der Lunge und allgemeiner Körperschwäche .... Nee, ist kein schönes Kapitel, wie Menschen unter der damals hoffnungsvollen Industrie leiden, und heute feststellen, es war im wahrsten Sinne ein todsicherer Job. Ich weiche ab. Darum: Recherchier mal etwas über Uranabbau und dessen Folgen, etwa in der ehemaligen DDR, in Kasachstan, Kanada, etc. Dann bekommst du schnell die Fakten, die du so vermisst.

Ein schweres militärisches Bombardement hat es seit Bestehen der Bundesrepublik nicht gegeben, aber wenige Jahre vorher, wo die politische Situation eine andere war. Die bittere Pille eines dritten Weltkriegs ist uns in Deutschland erspart geblieben. Hätte aber beigetragen zur sabilität von Kernenergiebauten. Die letzten Jahrzehnte haben auf dem Balkan gezeigt, dass selbst Europa nicht gegen Kriege immun bleiben muss. Sie lehren uns, dass politische Situationen und politische Stabilitäten sich verändern können.

Mit Fakten gespickt und empfehlenswert ist auch auf eine Studie aus Österreich über die Lebenszyklusanalyse der Kernenergie (11/2011)

"Auch nach dem Unfall in Fukushima im März 2011 stehen immer noch Pläne zum Neubau von Kernkraftwerken zur Diskussion. Die Berechnungen der neu erschienenen Studie "Energiebilanz der Nuklearindustrie" des Österreichischen Ökologie-Instituts und der Österreichischen Energieagentur zeigen, dass Strom aus Kernkraftwerken keinesfalls "klimaneutral" ist.

Folgende wesentliche Probleme bestehen:

Zu wenig Uranressourcen für die ehrgeizigen Ausbaupläne von Kernkraftwerken
Ein Kraftwerk, das jetzt gebaut wird, könnte unter Annahme des niedrigen Ausbauszenarios der WNA (World Nuclear Association) nicht bis zum Ende seiner Nutzungsdauer mit Uran versorgt werden.

Steigende CO2-Emissionen
Noch kann eine KWh Strom aus Kernenergie mit relativ wenig Treibhausgasemissionen erzeugt werden. Dies wird sich aber in Zukunft ändern, wenn, wie Studien prognostizieren, der Uranerzgehalt sinken wird. Es muss dann wesentlich mehr Gestein für den gleichen Energieoutput gefördert werden, was die CO2-Emissionen deutlich über jene von erneuerbaren Energien ansteigen lässt.

Durch die Beschränkung der Betrachtung der Kernenergie auf die Betriebsphase von KKW hat sich ein falsches Bild von ihren Auswirkungen gebildet. Die Fokussierung auf den sicheren Betrieb drängt in der Debatte über die Zukunft der Kernenergie - durchaus auf Betreiben der Vertreter der Kernenergie - die oben genannten Probleme wie auch den Uranbergbau und die Endlagerfrage in den Hintergrund.

Die vorliegende Studie soll durch die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus der Kernenergie Lücken schließen ... "

Die genaue Quellenangabe kann im Internet schnell ergooglet werden.

@Carat

Danke über die Aufklärung der Größe, die ferngesteuerte Drohnen haben können, und deren Wirkungen. Ich bin mit meinem Wissen über militärische Waffentechnik halt nicht mehr auf dem Laufenden ...

Liebe Grüße
Inga

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 22:33
von Inga
Yasmine hat geschrieben:...Wenn ich das richtig gehört habe, dann pumpen die in Österreich Wasser im Pumpkraftwerke nachts mit deutschem Atomstrom hoch, die dann tasüber was erzeugen?? Aber ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt. Will das also nicht gesagt haben.
Möglich ist aber alles...
LG
Yasmine
So etwas ähnliches gibt es auch in Geesthacht bei Hamburg (da wo Krümmel ist). funktioniert nur ohne Atomstrom. In das Pumpspeicherbecken wird nachts mit überflüssigen Strom z.B. aus Windenergieanlagen Wasser aus der Elbe hoch gepumpt, das am Tage zu Spietzenlastzeiten abgelassen wird und zur Abdeckung der Stromspitzen wie beim Staudamm Turbinen antreibt. Es war jahrelang außer Betrieb und wird jetzt mit der endgültigen Abschaltung des KKWs wieder reaktiviert. Geesthacht strebt übrigens an, allein mit erneuerbaren Energie in der Stromversorgung autark zu werden.

Interessant dabei ist nicht nur die Verwendung von Stromüberschüssen aus Windenergieanlagen, sondern auch dass es in der Norddeutschen Tiefebene ist. Man muss solche Objekte gar nicht in Norwegen bauen. Es geht mit weniger Stromtransport auch hier im Lande, wenn man will und gewillt ist, die planungsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

Liebe Grüße
Inga

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 29. Aug 2012, 22:48
von exuser-08-03-2013
Ich finde ja sumpfhuhns persönliche ökobilanz und Vorschläge sehr gut.
Trotzdem will ich zu andern Aspekten noch meinen Kommentar abgeben...
Vanessa_T hat geschrieben: Ich weiss, jeder Vergleich hinkt. Aber, um auch den Schwenk zum Thema zurück zu kriegen, nicht umsonst ist der Begriff "German Angst" inzwischen weltweit ein Begriff. Ich finde, dass sollte uns zu denken geben, bei allen grossen politischen Entscheidungen, die anstehen. Keine Euphorie, kein blinder Hurra-Stil, eine durchaus kritische Herangehensweise, aber nicht immer diese nur um ihrer selbst willen aufrechterhaltene typisch deutsche Bedenkenträgerei.
LG, Vanessa.
Vanessa, solche Formulierungen werden immer sehr gern von Politikern gebraucht, um Kritik zu unterbinden. Das ist der alte Trick, dem politischen Gegner Schwächen zu unterstellen - Angst , Kleinkrämerei, "typisch deutsch (neidisch, bürokratisch ...)" , um selber als stark und Strahlemann da zu stehen. Komischerweise fällt es niemandem auf, dass das auch immer Deutsche sind, die da auf die Deutschen schimpfen. Das erspart diesen Leuten , auf Argumente einzugehen, es ist ja viel einfacher mit solchen Klischees zu operieren.
Also ich halte auch nicht viel von Angst, dagegen sehr viel von kritischer Analyse, um damit auch wieder auf das Thema Energiewende zurück zu kommen - aus meiner persönlichen kritischen, materiellen Einschätzung, (und eben nicht aus Angst), sehe ich die erneuerbaren Energien als den Weg der Gegenwart und Zukunft, und die Atomenergie als Auslaufmodell.
Die Argumente dazu sind wahrscheinlich schon fast alle gesagt worden, ich habe auch nicht alles gelesen. Für mich sind die Stichworte bei der
Atomenergie:
  • hochsubventioniert
    die Profiteure kümmern sich einen Dreck um den Atommüll
    wenn mal was grösseres passiert, dann ist der Schaden nicht mehr zu stoppen (Fukushima)
    die Rohstoffe sind genauso fossil/beschränkt wie bei Öl
erneuerbare:
  • "unbeschränkt" verfügbar, welche Form davon ökonomischer ist kommt auf den Standort an
    die Subvention ist geringer
    keine Risiken
    weniger zentral
Natürlich gibt es da auch problematische Entwicklungen. Bei dem offshore sehen wir, dass die Bundesregierung erstmal die Weichen so gesetzt hat, dass diese hoch subventioniert werden, im Gegensatz zu landgestützten Anlagen. Mit kritischem Blick sieht man schnell, dass da die Lobby der Energiekonzerne dahinter steht, welche offshore Projekte bauen und betreiben. Dann wurde auch noch die Kabelanbindung schlecht geplant. Bei landgestützten Windparks sieht es ganz anders aus (dezentral, billiger, Kleinanleger).
Oder es wird gerne auf die Solaranlagen in Deutschland geschimpft, die dezentral auf's ganze Land verteilt Strom einspeisen, aber gleichzeitig lamentiert, man bräuchte soviele neue Leitungen , um Strom von Nord nach Süd zu transportieren.
Die gleichen bringen dann noch die Schnapsidee von Riesen-Solaranlagen in der Sahara auf, da spielen die Transport/Infrastruktur-kosten dann plötzlich keine Rolle mehr, auch nicht die militärischen Nebenkosten zur Durchsetzung.
Es lohnt sich zu schauen wer profitiert von was, dann weiss man , warum wer welche "Argumente" vorbringt.
Drum sage ich auch nicht, die Regierung und Eon etc. haben "Angst" vor dezentralen Land-Windparks, Solardächern und Biomasseanlagen, sondern sie stehen deren Interessen entgegen, und versuchen deshalb wieder den Kurs zurück zu Atomenergie (und wenn schon EE, dann offshore) zu stellen.
Das waren nur mal so meine spontanen Gedanken zu dem Thema ...

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Do 30. Aug 2012, 10:54
von Vanessa_T
Guten Morgen,

@Inga, Edeka u.a., ich gebe auf, aber nicht, weil mich Eure Argumente überzeugt hätten, sondern weil eigentlich alles gesagt ist und wir sowieso zu keinem Konsens kommen werden, aber das war ja von vornherein klar. Dass Eure Haltung aktuell "Mainstream" ist und auch politisch gewünscht, finde ich zwar schlecht, aber so ist das nun einmal in einer Demokratie.

Wenden wir uns also wieder den wirklich wichtigen Dingen im Leben einer Frau zu! :lol:

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Do 30. Aug 2012, 11:37
von Heike40HH
Hallo Ihr,

hier ein Text aus Wikipedia zum Thema Bassel:

Kleinhüningen bei Basel/Schweiz (2006) [Bearbeiten]

Bei dem Geothermieprojekt Deep Heat Mining Basel in Kleinhüningen im Großraum Basel/Schweiz gab es seit dem 8. Dezember 2006 im Abstand von mehreren Wochen bis zu einem Monat fünf leichte Erschütterungen mit abnehmender Magnitude (von 3,4 bis 2,9).[49][50][51] Dadurch soll ein Schaden zwischen 3 und 5 Mio. Schweizer Franken (ca. 1,8 bis 3,1 Mio. Euro) entstanden sein[52], verletzt wurde niemand.

Die Staatsanwaltschaft in Basel hat gegen den Geschäftsführer der Firma Geothermal Explorers Ltd. wegen
Sachbeschädigung mit großem Schaden[53] sowie
der Verursachung eines Einsturzes[54]

Anklage erhoben.[55] Das Gericht hat den Geologen jedoch freigesprochen, das strafrechtliche Verfahren ist damit beendet.[56][57]

Inzwischen wurde entschieden, das Vorhaben nicht fortzusetzen, da gemäß einer am 10. Dezember 2009 vorgestellten Risikoanalyse allein während des Anlagenbaus mit weiteren schweren Erdbeben und mit Schäden von rund 40 Millionen Franken gerechnet wird. Während des Betriebs sind zusätzlich Schäden von rund sechs Millionen Schweizer Franken pro Jahr zu erwarten.[40]

Die Erde beruhigt sich nach derartigen Vorfällen meist nur langsam und es kommt oft zu einer ganzen Serie kleinerer Erdstöße.
Es ist also auch wichtig wo diese anlagen gebaut werden.

Gruß
Heike

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Fr 19. Okt 2012, 14:08
von exuser-23-02-2013
Zeit, das Thema noch einmal aufzugreifen. Nein, nicht wegen der Erhöhung der Ökostromumlage und die Frage, warum so viele Industriezweige davon befreit sind, diskussionswürdig wäre. Und auch nicht wegen der Diskussion um den Strompreis an sich, wobei es dort durchaus zu merkwürdigen Effekten kommt, weshalb sich ein zeitweises Überangebot dennoch nicht preisdämpfend auswirkt - wenigstens für Privatverbraucher.

Ich las diese Woche in der Financial Times Deutschland eines sehr interessanten Artikel, dass Deutschland wegen der Energiewende international sehr genau beobachtet wird, weil wir das einzige Land sind, welches eine solche Operation "am offenen Herzen" wagt. Natürlich sind auch dort die Leute, welche die Bestätigungen "Geht doch" bzw. "Nicht umsetzbar" suchen, zu finden, dennoch ist es auffällig, dass sich neben "kleinen" Staaten wie der Schweiz auch die große Industrienation Japan höchst interessiert zeigt. Dazu passt auch, dass Japan zwar bisher nicht nomiell, aber faktisch auf einen endgültigen Atomausstieg zu steuern scheint.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Sa 20. Okt 2012, 11:36
von exuser-12-02-2013
Hallo
das stimmt mit Sicherheit, ich würde auch erstmal prüfen, ob D auf die Nase fällt oder nicht bevor ich eine solche umstellung wagen würde. Besonders für kleine Staaten, für die Kernenergie keine option ist, ist das nur logisch, bedenkt man die immer knapper werdenden fossilen Energieträger. Um die sich schließlich bereits "die großen" streiten.
Allerdings finde ich es kaum verwunderlich, dass Japan auf den Zug aufspringen will. Wegen Fukoshima ist das Volk traumatisiert, und da das Land sehr viel Energie braucht und seine Politiker wiedergewählt werden wollen...

lg
Sophie

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Sa 20. Okt 2012, 20:02
von Sabrina Verena
Hallo!
Mich wundert es eigentlich nicht, dass Deutschland kritisch bis mißtrauisch beobachtet wird. Macht Deutschland im Ausland doch gerne mal den Oberumweltschützer (Leider oft nur Fassade).
Was die Operation am offenen Herzen betrifft, ist es nicht anders möglich, es sei denn Deutschland würde vorübergehend verstärkt Strom imoprtieren. Einzelne Kraftwerke können aber jederzeit durch andere ersetzt werden. Die eigentliche Herausforderung ist ein intelligentes Netz und intelligente Verbraucher (Geräte und Anlagen, aber auch Menschen).
Liebe Grüße
Verena

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 12. Aug 2020, 22:05
von Diana.65
Hallo zusammen.

Auch wenn dieser Thread inzwischen schon seit einigen Jahren in den Tiefen des Forums geschlummert hat, so ist das Thema Energiewende ja immer noch sehr aktuell.
Das das Thema alternative Energien keine Erfindung der letzten Jahre ist, konnte ich gerade im MDR erfahren. Hier der Link zur Sendung "Echt":

https://www.ardmediathek.de/mdr/video/e ... E2NWUxZjc/

Auch wenn ich für die Politik des Dritten Reiches nichts übrig habe, so fanden doch einige technische Entwicklungen ihren Anfang in dieser Zeit.

Grüße, Diana.

Re: Politik: Energiewende...

Verfasst: Mi 12. Aug 2020, 22:51
von Michi
Diana.65 hat geschrieben: Mi 12. Aug 2020, 22:05 Hier der Link zur Sendung "Echt":

https://www.ardmediathek.de/mdr/video/e ... E2NWUxZjc/
Liebe Diana,

der Link funktioniert bei mir leider nicht. Ich bekomme leider nur etwas völlig kaputtes und unbedinbares angezeigt. Schade. Vielleicht kannst du das noch mal verbessern?

Liebe Grüße
Michi