chrisi3210 hat geschrieben: So 10. Jan 2016, 19:42
Wieviele Crossdresser auch Damenunterwäsche? Sind das fast alle?
Hallo Chrisi, @all:
Es ist ja schon sehr viel Richtiges und Interessantes gesagt worden. Nur noch kurz meinen Senf dazu ...
Noch lange bevor ich wusste, dass ich ein CD sein könnte, habe ich mich schon als Jugendlicher darüber geärgert und aufgeregt, dass die Herren-Unterwäsche immer schon weder matrialtechnisch angenehm war (kratzige Stoffe, kein Elasthan beigemischt, Nähte und Schnitte einfach unmöglich, damals sogar noch überwiegend mit Eingriff wie bei meinem Opa), kurz; bestenfalls funktional bei viel gutem Willen.
Da habe ich schon die damals noch wesentlich überschaubareren, aber dennoch VIELFÄLTIGEN Auswahlmöglichkeiten die die Mädels haben, neidisch betrachtet. Selbst die schlichtesten Slips und Panties waren aus hautschmeichelnden Materialmixen, tollen Farben, saßen wie eine zweite Haut, waren selbst nach dem Waschen genauso gut in Form, wie die sündhaft überteuerten Herren-Feinripp "Verpackungen"!
Sieht man / Frau noch dazu die Werbung seit Jahrzehnten dafür an, dürfen / sollen Frauen sich von "der Sinnlichkeit auf ihrer Haut" verführen lasen, sich das "Erlebnis der seidigen Schmeichelei" gönnen, "sexy und verführerisch aussehen" ... Habt Ihr etwa schon mal nur eines dieser Attribute bei Männer-Wäsche gesehen? "Markant. Funktional. Eben echt männlich!" Na danke, aber NEIN DANKE.
Ergo interessierte ich mich schon früh für die weitaus bequemere, bessere und angenehmere Alternative im "feindlichen Lager". Bald hatte ich auch keine Probleme mehr, die ersten Einkäufe nicht klammheimlich und verschämt in den Dessous-Abteilungen (die damals noch von Wäsche- und Miederwaren-Beraterinnen streng verwaltet waren!) zu tätigen, war immer ein bisschen stolz, wenn ich mal wieder einen kleinen Raubzug geschafft hatte.
Während ich viele, fast ALLE meiner Bio-Geschlechtsgennossen kenne, denen die Mütter oft bis ins Erwachsenen Alter die "5-er Packs Herren Schießer Slips" mitbrachten, eine Unsitte, die auch viele Partnerinnen oft forftführen. Bis HEUTE noch!!!
Als dann in den 1980ern eine kurze Phase des modischen ERWACHENS auch den Männern vergönnt war, plötzlich tolle Slips, Schnitte und Materialien an den Mann gebracht werden sollten, ja sogar Herren BODIES in guten Geschäften Urständ feierten, dachte man(n): Hey, es tut sich was! Ich war sicher einer der Ersten, die diese Welle nutzten, in der Hoffnung, dass die Nachfrage in unserer Wirtschaft ja angeblich das Angebot bestimmt.
Doch die Morgendämmerung unter der konventionellen, normierten Herrenoberbekleidung war nur von kurzer Dauer: Bereits Ende der 1980er etwa verschwanden die hübschen Teile wieder klammheimlich aus dem breiteren Angebot. Rolle rückwärts in die Steinzeit des Wäschesortiments. Heute sind wir ja endgültig bei den EinheitsBoxerShorts angelangt. Die Farbigjkeit ist eher die Palette von "All-SHADES-OF-GRAY" ... Fürchterlich!
Muss ich noch betonen, dass ich heute fast nur noch mich in aus dem unendlich großen Sortimet der Damenwäsche bediene? Nur für die von anderen genannte extremen "Notälle" wie Arztbesuche oder Krankenhaus habe ich ein paar der besseren Sets für den Mann noch im Schrank. Als aktiver CD gehört das Tragen von entsprechender Wäsche für mich selbstverständlich dazu.
Wer uns jetzt vorhält, wir seien lediglich Fetischisten, dem entgegne ich: Wenn das so ist, dann sind 99% unserer Gesellschaft von diversen FETISCHEN beherrscht, ob das die Autofreaks sind, die das heilige Blech mehr lieben als ihre eigene Frau, oder all die anderen Fetische, die mehrheitsfähig und daher akzeptiert sind. Hey, da sind wir CDs ja richtige sinnliche Edelfetischisten!
In diesem Sinne: Leute tragt doch, was Ihr wollt. Es sind am Ende des Tages NUR Klamotten, denen es völlig schnuppe ist, wer darin steckt!
GLG Ronda_PTL