Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt. - # 6

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Anne-Mette
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 76 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Dali hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 09:31 Alles gut. Tschuldigung. Ich reagiere bei dem Thema gerne etwas über.
Damit bist du wahrscheinlich nicht alleine. Es wäre vielleicht gut, das Thema etwas pausieren zu lassen.
Annette
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 77 im Thema

Beitrag von Annette »

Wenn ich Mitglied eines Vereines bin, und ich weiss, dass dieser Verein verantwortlich für soviel Elend, Verbrechen und Unterdrückung ist, wenn ich weiss dass viele von dessen aktiven Mitgliedern sich nur zu gerne der Kinderschänderei hingeben, wenn ich weiss dass die Obrigkeit dieses Clubs all das auch noch duldet, wenn nicht gar fördert,...

...dann gibt es nichts zu entschuldigen. Es ist meine Pflicht als Mensch, diesem Terror-Club umgehend den Rücken zu kehren und diese Ungerechtigkeiten zu bekämpfen.

Stattdessen wird denen nach wie vor den Hof gemacht. Damit wird das ganze, von den Kirchen hervorgerufene Elend billigend in Kauf genommen. Jeder einzelne schweigende, katzbuckelnde Kirchengänger ist mit verantwortlich!

Annette
Anne-Mette
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 78 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Sicherlich ist die katholische Kirche nicht mit einem Verein zu vergleichen.
Die gesamte Mitgliedschaft ist vielschichtig - und es gibt durchaus "kritische Bewegungen", die "von innen" Reformen gestalten wollen, anstatt "den Rücken zu kehren".
conny
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 79 im Thema

Beitrag von conny »

Danke, Anne-Mette.
Wie ich bereits vor einer Woche schrieb:
"Es wäre schön, wenn an der einen oder anderen Stelle eine differenziertere und rücksichtsvollere Sichtweise erkennbar wäre. Gerade das wird in diesem Forum ja unermüdlich eingefordert."
Aber für manche ist gepflegtes schwarz-weiß-Denken eben einfacher.
Laila-Sarah
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 80 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Es geht doch nicht ums Rückenkehren oder Bleiben. Es geht mMn um die Relativierung der Verbrechen religiöser Institutionen, die die Menschen so aufregt. Da vergeht man sich organisiert an Kinder und es wird seit Jahrzehnten weg gesehen. Es dürfen keine anderen Standards und Moralvorstellungen für religiöse Institutionen geben und sie müssen für ihr Handeln genau wie weltliche Organisationen und Personen vor Gerichten haftbar gemacht werden.

Letztens diesen Witz gehört:

Katholischer Pfarrer möchte Urlaub machen und fragt einen evangelische Kollegen ob er ihn vertreten kann. Der evangelische Kollegen sagt er könne nicht helfen, denn er wisse nicht wie es bei den Katholiken funktioniert. Darauf hin der Pfarrer : ich habe hier eine Liste wo alles drauf steht. Bei Lügen z.b. drei Ave Marias. Darauf hin willigt der evangelische Kollege ein. Später als er stellvertretend die Beichte abnimmt kommt ein Junge und meint er hätte Analverkehr. Das steht nicht auf der Liste. Also ruft der evangelische Kollege schnell den Priester im Urlaub an und fragt: was gibt es beim Analverkehr? Darauf hin die Antwort: zwei Duplos und drei Snickers.

Es ist traurig das diese Missstände so weit Realität geworden sind, das die Bevölkerung über solche Witze lacht.
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Blossom
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 81 im Thema

Beitrag von Blossom »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 10:17 und es gibt durchaus "kritische Bewegungen", die "von innen" Reformen gestalten wollen, anstatt "den Rücken zu kehren".
Man kann als klares Zeichen aber auch Aus- und nach Änderung wieder eintreten. Unabhängig davon: Zustimmung ... leider nicht wirklich sichtbar. Ich wünschte mir einen Aufschrei gleich dem, den es im Rahmen einer Impfpflicht gibt. Möglicherweise würde sich da eher was tun.
Abgesehen davon erlebe ich die Veränderung ja persönlich jeden Tag an meiner Arbeitsstelle - auch dort ist obiges, aber auch Diversität, Thema ... alle sind für Veränderung, würden aber nicht dafür auf die Straße gehen - was ich sehr schade finde.
Zuletzt geändert von Blossom am Mo 31. Jan 2022, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 82 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 11:00 Es ist traurig das diese Missstände so weit Realität geworden sind, das die Bevölkerung über solche Witze lacht.
Es tut mir leid, aber den "Witz" finde ich, auch als Zitat, unangebracht.
Blossom
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 83 im Thema

Beitrag von Blossom »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 11:00 Es ist traurig das diese Missstände so weit Realität geworden sind, das die Bevölkerung über solche Witze lacht.
Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass darüber jemand lacht! Halte es wie Anne-Mette: unangebracht ... und füge hinzu: voll daneben.
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 84 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Blossom hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 11:03 alle sind für Veränderung, würden aber nicht dafür auf die Straße gehen - was ich sehr schade finde.
Ist das nicht bei vielen Gelegenheiten so?
Einsatz, der über das Schreiben von kurzen Postings hinaus geht, ist bei vielen Menschen unbeliebt.
Sogar wenn es um ureigene Bedürfnisse (z.B. bessere Arbeitsbedingungen) geht, ist die Bereitschaft, sich tatkräftig und sichtbar zu engagieren, nicht sehr hoch - ganz zu schweigen von gelebter Solidarität für Andere.
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 85 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Humor wird ja leider aus Leid geboren. Diese Witze werden wirklich erzählt. Und Leute lachen wirklich darüber. Auch weil ihnen eigentlich zum Weinen ist. Schweigen als Lösung ist ja das anfängliche Problem.
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 86 im Thema

Beitrag von Annette »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 11:17 Humor wird ja leider aus Leid geboren. Diese Witze werden wirklich erzählt. Und Leute lachen wirklich darüber. Auch weil ihnen eigentlich zum Weinen ist. Schweigen als Lösung ist ja das anfängliche Problem.
Hi Laila

mach dir darüber keinen Kopf, dieser Witz, wie viele andere auch, ist mir seit langem bekannt. Und ja, ich lache auch über diese Witze. Allerdings kommt es auf den jeweiligen Moment an, in dem der Witz vom Stapel rollt,... hier vielleicht etwas unangebracht, angesichts der Ernsthaftigkeit dieses Threads. Aber wie gesagt, niemand sollte ein Fass deswegen aufmachen. Was ich persönlich viel, viel schlimmer finde, ist, wie sich manche ins Zeug werfen und diese kirchlichen Verbrecher-Ideologien geradezu vehement verteidigen. Auch ist mir der Gegenwind, der mir entgegenbläst, keineswegs entgangen, sofern ich mich als Atheistin äusserte. Eine Userin hatte mich einst sogar ganz offen zu ihrer Feindin erklärt, aufgrund der Tatsache dass ich offen zugebe was ich von Religionen halte. Soviel zur Toleranz! Und nun ahne ich bereits was...

LG,
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 87 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo Annette,

Ich bin da völlig bei dir.

Die Frage ob es geschmacklos oder angebracht ist stellt sich meines Erachtens nich. Weil, ich habe den Witz ja nicht erzählt um einen Witz zu machen sondern weil ich es traurig finde das es leider soweit kommt. Steht auch im Beitrag.

Frei nach dem Motto: Jemanden auszurauben wird geduldet. Den Räuber Dieb zu nennen ist geschmacklos. Mach dieses System Mal wieder heil.

LG
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conny
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 88 im Thema

Beitrag von conny »

Oho, jetzt wird das Thema schon zu einer "Ideologie" erhoben.
Was kommt als nächstes? Etwa, dass der Papst die Mißbräuche angeordnet hat?
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 89 im Thema

Beitrag von Blossom »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 11:11 Ist das nicht bei vielen Gelegenheiten so?
Einsatz, der über das Schreiben von kurzen Postings hinaus geht, ist bei vielen Menschen unbeliebt.
Sogar wenn es um ureigene Bedürfnisse (z.B. bessere Arbeitsbedingungen) geht, ist die Bereitschaft, sich tatkräftig und sichtbar zu engagieren, nicht sehr hoch - ganz zu schweigen von gelebter Solidarität für Andere.
Absolute Zustimmung ... lange Zeit habe ich es mit Winston Churchill gehalten, der einmal sagte: Gebt dem Volk so viel Bildung wie möglich, dann wird es rechtzeitig auf die Straße gehen, Missstände anprangern und protestieren ... doch es zeigt sich, dass selbst die, die es wirklich durchschauen, zu bequem geworden sind (möglicherweise geht es ihnen auch noch zu gut oder das Thema berührt nicht unmittelbar ihre Sphäre).
Oft kann ich es inzwischen aber auch verstehen. Wie oft bin ich mit anderen Pflegekräfte auf die Straße gegangen, nur um einzufordern, was uns seit vielen Jahrzehnten versprochen wurde. Oh, es kam sogar häufig in die Medien ... aber die Hartnäckigkeit der Ignoranz seitens der Politik hat es zum Erliegen gebracht. Die Leute sind müde geworden, kein Gehör zu finden.

Liebe Grüße vom
Blümchen (na)
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Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.

Post 90 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ohje, ich wurde auf etwas aufmerksam gemacht:
https://www.fr.de/politik/missbrauch-ka ... 81791.html

Zitat: Der Bischof verwies darauf, dass eine Strafrechtsreform von 1973 Kindesmissbrauch nicht mehr als Verbrechen gewertet habe "und zwar auf der Basis von sexualwissenschaftlichen Urteilen, die davon ausgehen, dass für die betroffenen Kinder und Jugendlichen "die Vernehmungen wesentlich schlimmer sind als die im Grunde harmlosen Missbrauchsfälle". Wenn man heute über die Kirche in den 1970er und 80er Jahre urteile, müsse dies berücksichtigt werden, erläuterte Voderholzer. Verschiedene katholische Delegierte verurteilten Voderholzers Äußerung scharf. So sagte etwa der Bochumer Theologe Matthias Sellmann: "Ich bin Vater von drei Kindern und ich bin entsetzt, wenn ein Bischof der katholischen Kirche in Deutschland hier in dieser Öffentlichkeit sagt, die aufklärenden Gespräche mit Kindern seien schlimmer als der an sich harmlose sexuelle Missbrauch"........

weiteres Zitat : .....Daraufhin meldete sich der Bischof noch einmal zu Wort und versicherte, er sei missverstanden worden und habe sich die damals verbreitete Auffassung nicht zu eigen machen wollen. Er habe ein Zitat nicht hinreichend als solches kenntlich gemacht. Ihm sei es mit seinen Ausführungen darum gegangen, die von ihm zitierte Verharmlosung des Missbrauchs in den 1970er Jahren zu kritisieren, "Ich halte die Verharmlosung des sexuellen Missbrauchs für verheerend", beteuerte er.....................

weiteres Zitat: Bischof Voderholzer war jedoch schon am Mittwoch (02.02.2022) aufgefallen, als er sich schützend vor den ehemaligen Papst Joseph Ratzinger gestellt hatte. Der hatte zugegeben, entgegen vorheriger Darstellungen an der Sitzung im Januar 1980 teilgenommen zu haben, als über Pfarrer H. gesprochen wurde. Der hatte in Essen Kinder missbraucht.
Voderholzer gibt Ratzinger jetzt Rückendeckung. Als einen "aufrichtigen und grundehrlichen, auch einen sensiblen und liebenswürdigen Menschen" habe er diesen kennengelernt, sagte er im Regensburger Dom. In diesen Tagen müsse "Benedikt" miterleben, "wie von verschiedenen Seiten versucht wird, sein Lebenswerk zu zerstören". Der Bischof verwies darauf, dass es ihm "nicht um Apologetik oder Mitleid, oder gar um eine erneute Leugnung von Schuld und Versagen" gehe, sondern um das Festhalten von Gerechtigkeit

https://www.br.de/nachrichten/bayern/re ... en,SwUBsuG
Zitat: Voderholzer sagt, es war ein Missverständnis
Bereits nach der Versammlung am Donnerstag hatte Voderholzer beteuert, er sei missverstanden worden ...............

Der Bischof sollte von seinen Ämtern zurücktreten, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Der weiß doch wie seine Worte aufgefasst werden und welches Gewicht seine Worte haben.

Nachdenkliche Grüße Jasmine
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