Re: Ausser Frauenkleidung?
Verfasst: Mi 31. Dez 2014, 21:53
Wir kommen der Sache näher. Reden wir mal über Unterschiede, und zwar abseits der direkten Genetik. (Intersexuelle Menschen also auch mal ausgeklammert). Den Mann von 1m65 und 65kg gegenüber der Frau von über 1m80 und knapp 100kg. Oder umgekehrt. Und da meine ich keine Transpersonen! Klar gibt es irgendwo Häufungen, aber die Bandbreite ist doch riesig! Breites Kreuz, schmales Kreuz, lange oder kurze Beine, viele, wenige, dicke oder dünne Haare, viel Körperbehaarung oder wenig, sportlich oder weniger, gute oder schlechte Futterverwerter, Allergiker aller Kategorien, etc.pp.Lukretia hat geschrieben:Feststellen lässt sich, dass Männer und Frauen unterschiedlich körperlich gebaut sind, oder möchtest Du auch das bestreiten?
Abgesehen von den Reproduktionsorganen - und da könnten wir beginnen, über trans und inter zu reden - ist die Schnittmenge größer als die Extreme.
Und das ist nur die Variationsbreite körperlicher Erscheinung. Wir waren ja bei der Psyche. Ich weiss immer noch nicht, in wie weit Du Physis und Psyche miteinander verquicken willst. Schliesst Du von der Genetik auf die psychischen Eigenschaften? Deshalb meine Frage:
Das ist vollkommen ernst gemeint. Ohne Deine persönliche Erklärung, was für Dich "Mann" bzw. "Frau" ist, sind Deine Behauptungen erst mal vollkommen im luftleeren Raum.Lukretia hat geschrieben:Du fragst mich:Ist das ernst gemeint?Wer wäre denn für Dich Mann und wer Frau?
Hab ich Dir genannt. Vor allem habe ich Dir aufgezeigt, dass die empirische Erhebung sehr schwierig ist.Lukretia hat geschrieben:Im Verhalten von Männer und Frauen sind bestimmte Muster empirisch belegbar, unterschiedliche Muster, zum Beispiel die Vorliebe von Frauen für Kindererziehung. Du behauptest, das sei der Erziehung geschuldet. Quellen, Beweise?
Im übrigen: _Du_ hast die Behauptung aufgestellt, also musst Du sie beweisen. Wenn "männliche" bzw. "weibliche" psychische Eigenschaften empirisch belegbar sind, dann bitte her mit den Quellen. Aber bitte unter Berücksichtigung der aufgezeigten Probleme:
- Was genau sind Deine Kriterien für "Mann" oder "Frau"? Trans? Inter? Asexuell?
- Was genau sind die Eigenschaften, die ausschliesslich auf Männer oder ausschliesslich auf Frauen zutreffen?
- Wie werden die sozialen Einflüsse auf den Rohdaten ermittelt? Erwartungen? Gruppendruck?
Das ist doch gerade der Knackpunkt. Du behauptest eine scharfe Trennung zwischen "Männern" und "Frauen", und ich weise auf jede Menge Ausnahmen hin, die auf ein Kontinuum von Grauschattierungen hindeuten. Alle Ausnahmen, Nischen und Minderheiten zusammengenommen sind eben nicht einstellige Prozente, sondern vielleicht irgendwas bei 30-40% an Menschen, die nicht in die scharf abgegrenzten Gehege passen.Lukretia hat geschrieben:Transpersonen sind ebenso Ausnahmen. Hast Du Quellen, die das Gegenteil beweisen?
Jetzt noch das Highlight. Du hast das Ying/Yang-Modell angesprochen. Netter Ablenkungsversuch, aber eher ein Eigentor.
Erstens steckt in der Mitte beider Extremen jeweils auch ihr Gegenteil; das sind die beiden Punkte im bekannten Symbol. Zweitens gehen die beiden Pole sanft ineinander über. Statt zwei sortenreinen Kategorien - in Deinem Fall "Mann" vs. "Frau" - gibt es einen Graubereich, der zusammen genommen die Hälfte der Gesamtmenge ausmacht.
Umgerechnet auf die Geschlechter: Mehr als die Hälfte aller Menschen wäre nach diesem Modell nicht eindeutig "Mann" bzw. "Frau", sondern auf einer Skala irgendwas bei 70/30 oder 20/80 oder vielleicht sogar 50/50.
Und deshalb meine Frage, wie Du "Mann" und "Frau" definieren möchtest, um diesen großen Graubereich sauber in die beiden Schälchen zu sortieren.
Ich behaupte: Das geht nicht. Bisher von Dir keine brauchbare Erklärung.
Nachtrag zu meinen Referenzen, die Du offenbar nicht gelesen hast:
Hab ich im zweiten Link exemplarisch geliefert für aussereheliche Kontakte: 50-60% bei Männern vs. 45-55% bei Frauen.Lukretia hat geschrieben:Deiner Behauptung nach ist die "schwule Promiskuität" überholt. Quellen, Beweise?
Steht in den referenzierten Publikationen: Zwischen 25 und 30% bei Männern (als Partner einer schwangeren Frau).Lukretia hat geschrieben:Postnatale Depressionen mögen bei Männern bekannt sein, ebenso Parallelschwangerschaften. Hast Du nachprüfbare Quellen, aus denen hervorgeht, dass es sich nicht um Ausnahmen, sondern um Fälle handelt, die genau so häufig wie bei Frauen auftreten? Bitte um Verweis.
Gruß,
Jaddy