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Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 13:01
von Vivian Cologne
Hallo Marie,

bekanntlich ist der Weg über den Endokrinologen nur einer von vielen, um in den Genuss von Hormonen zu kommen.

Ich gehe diesen Weg, wahrscheinlich weil ich so konservativ bin. Einige hier im Forum machen es anders. Auch der Hausarzt oder der Urologe kann Hormone verordnen, und die Indikation des Therapeuten (F64.0) ist keine Pflicht, sondern eine Empfehlung. Und die ganze Verordnungspraxis hat immer mit Budgets, Haftung usw. zu tun.

In den Hormon-Threads haben wir das schon öfter diskutiert.

Vivian

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 14:57
von MarieB
Vivian Cologne hat geschrieben:Hallo Marie,

bekanntlich ist der Weg über den Endokrinologen nur einer von vielen, um in den Genuss von Hormonen zu kommen.

Ich gehe diesen Weg, wahrscheinlich weil ich so konservativ bin. Einige hier im Forum machen es anders. Auch der Hausarzt oder der Urologe kann Hormone verordnen, und die Indikation des Therapeuten (F64.0) ist keine Pflicht, sondern eine Empfehlung. Und die ganze Verordnungspraxis hat immer mit Budgets, Haftung usw. zu tun.

In den Hormon-Threads haben wir das schon öfter diskutiert.

Vivian

OK. Das wusste ich nicht, und ich weiß auch gerade nicht, was ich davon halten soll. Das ein Hausarzt oder Urologe Hormone verschreibt ohne vorher ein Bericht oder Gutachten eines Psychotherapeuten zu sehen, hmmm.

Es kann doch nicht sein, dass man zum Hausarzt geht, dann sage ich "ich bin transsexuell" und er sagt wunderbar und beginnt von sich aus eine Hormonbehandlung! Hoffentlich wird vorher mal der Hormonspiegel festgestellt usw.
Dann nach 3 oder 4 Jahren gehe ich zu Arzt und sage, so, jetzt bin ich nicht mehr transexuell und lasse es jetzt wieder. Oje. Was passiert dann eigentlich mit dem Körper wenn ich nach Jahren die Hormone einfach wieder absetze und vorher keine GAOP hatte, frage ich mich gerade.

LG
Marie

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 20:57
von petra
MarieB hat geschrieben:OK. Das wusste ich nicht, und ich weiß auch gerade nicht, was ich davon halten soll.
Das ein Hausarzt oder Urologe Hormone verschreibt ohne vorher ein Bericht oder Gutachten
eines Psychotherapeuten zu sehen, hmmm.
Es kann doch nicht sein, dass man zum Hausarzt geht, dann sage ich "ich bin transsexuell" und
er sagt wunderbar und beginnt von sich aus eine Hormonbehandlung! Hoffentlich wird vorher
mal der Hormonspiegel festgestellt usw.
Dann nach 3 oder 4 Jahren gehe ich zu Arzt und sage, so, jetzt bin ich nicht mehr transexuell
und lasse es jetzt wieder. Oje. Was passiert dann eigentlich mit dem Körper wenn ich nach
Jahren die Hormone einfach wieder absetze und vorher keine GAOP hatte, frage ich mich gerade.
LG
Marie
ja, du hast natürlich Recht.
Ich kenne meinen Arzt (Internist) schon seit über 20 Jahren. Er hat mich in vielen Situationen, auch vielen depressiven
Phasen, begleitet - damals mit zusätzlicher Überweisung zum Psychologen und 50 Sitzungen, von denen ganze 3 für
mich eine Lösung meiner damaligen Probleme hilfreich waren .... (wie lachhaft)
Er kennt mich dementsprechend gut und ich kann jederzeit, wenn ich das will einen Psychologen zu Rate ziehen.
Das haben wir so abgesprochen und ich bekomme sofort eine Überweisung. Bisher waren wir übereinstimmend der
Meinung, dass dies zur Zeit nicht nötig sei. Und ja, es wurde ein Hormonstatus zu Beginn der HRT gemacht, des weiteren
auch alle damit in Zusammenhang stehenden Werte ermittelt und bewertet.
In Absprache werde ich kein Antrocur oder -derivate nehmen. Spironolacton z.B. kann ich nicht nehmen, wg. vorge-
schädigter Nieren, !!ist aber auch zur Zeit noch nicht geplant gewesen!!. Als möglichen Ersatz gäbe es da ein
nebenwirkungsarmes Medikament, das Chlormadinon. Aber wie gesagt, das ist zurZeit noch nicht in Planung...
Also alles in allem ein Arzt meines Vertauens, mit dem ich, wann immer nötig, im Gespräch bin!

Wobei dies alles eigentlich mit dem Thema nichts zu tun hat.

Bis denne
LG
Petra

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 22:28
von Daniela.transg
Ich hab da auch meine Bedenken - Datenschutz scheint ja beim DGTI nicht wirklich ein Thema zu sein. jedenfalls blieben meine Mailanfragen zu dem Thema seit 2 jahren unbeantwortet - auch die Frage, wer alles Zugang zu den eingereichten Unterlagen hat und wo diese aufgehoben werden

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 23:35
von ExuserIn-2022-05-28
Hallo Marie ,

es reicht auch eine Überweisung zum Psycho wegen Verdacht auf TS vom Hausarzt, ob Du dann hingehst bleibt Dir überlassen.

LG Chrissie

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 06:59
von MarieB
petra hat geschrieben:
MarieB hat geschrieben:OK. Das wusste ich nicht, und ich weiß auch gerade nicht, was ich davon halten soll.
Das ein Hausarzt oder Urologe Hormone verschreibt ohne vorher ein Bericht oder Gutachten
eines Psychotherapeuten zu sehen, hmmm.
Es kann doch nicht sein, dass man zum Hausarzt geht, dann sage ich "ich bin transsexuell" und
er sagt wunderbar und beginnt von sich aus eine Hormonbehandlung! Hoffentlich wird vorher
mal der Hormonspiegel festgestellt usw.
Dann nach 3 oder 4 Jahren gehe ich zu Arzt und sage, so, jetzt bin ich nicht mehr transexuell
und lasse es jetzt wieder. Oje. Was passiert dann eigentlich mit dem Körper wenn ich nach
Jahren die Hormone einfach wieder absetze und vorher keine GAOP hatte, frage ich mich gerade.
LG
Marie
ja, du hast natürlich Recht.
Ich kenne meinen Arzt (Internist) schon seit über 20 Jahren. Er hat mich in vielen Situationen, auch vielen depressiven
Phasen, begleitet - damals mit zusätzlicher Überweisung zum Psychologen und 50 Sitzungen, von denen ganze 3 für
mich eine Lösung meiner damaligen Probleme hilfreich waren .... (wie lachhaft)
Er kennt mich dementsprechend gut und ich kann jederzeit, wenn ich das will einen Psychologen zu Rate ziehen.
Das haben wir so abgesprochen und ich bekomme sofort eine Überweisung. Bisher waren wir übereinstimmend der
Meinung, dass dies zur Zeit nicht nötig sei. Und ja, es wurde ein Hormonstatus zu Beginn der HRT gemacht, des weiteren
auch alle damit in Zusammenhang stehenden Werte ermittelt und bewertet.
In Absprache werde ich kein Antrocur oder -derivate nehmen. Spironolacton z.B. kann ich nicht nehmen, wg. vorge-
schädigter Nieren, !!ist aber auch zur Zeit noch nicht geplant gewesen!!. Als möglichen Ersatz gäbe es da ein
nebenwirkungsarmes Medikament, das Chlormadinon. Aber wie gesagt, das ist zurZeit noch nicht in Planung...
Also alles in allem ein Arzt meines Vertauens, mit dem ich, wann immer nötig, im Gespräch bin!

Wobei dies alles eigentlich mit dem Thema nichts zu tun hat.

Bis denne
LG
Petra
Hallo Petra, das finde ich super, dass Du so einen Arzt an der Seite hast.

LG Marie

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Sa 15. Nov 2014, 10:50
von ChristinaF
Also mir half und hilft der EA nach wie vor. Ich sehe es ja eben in unserem Urlaub in Spanien. Auch beim Herflug beim einchecken. Und nicht zuletzt gibt mir der Ausweis auch eine Art Sicherheit.
Die Ausstellung war bei meinem denkbar einfach. Ohne Psychologe usw. Meiner Hausärztin einfach geschildert wie ich mich fühle und ihr ein von mir vorverfasstes Schreiben vorgelegt indem stand, dass ich vermutlich transsexuell sei. Das wurde von ihr unterschrieben und fertig.
Chrssie

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: Sa 15. Nov 2014, 23:59
von Inga
Chrissie hat geschrieben:Hallo Marie ,

es reicht auch eine Überweisung zum Psycho wegen Verdacht auf TS vom Hausarzt, ob Du dann hingehst bleibt Dir überlassen.

LG Chrissie
"Verdacht auf Ts" - interessante Formulierung ...

Liebe Grüße
Inga

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: So 16. Nov 2014, 00:05
von Anne-Mette
Moin,
Verdacht
Nein, von "Verdacht" weiß ich nichts (smili)

"... liegt eine vermutete Transsexualität vor..." ist wohl der richtige (offizielle) Wortlaut, obwohl "... vermute ich Transsexualität..." das sicherlich noch besser beschreibt.

Gruß
Anne-Mette

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: So 16. Nov 2014, 01:31
von Ulrike-Marisa
Moin,

da blicke ich einfach nicht mehr durch, was nun wirklich erforderlich ist, um den Ausweis zu bekommen und was nicht.
Verdacht hin oder her - was brauche ich; Bescheinigung, dass ich trans bin oder nur Überweisung zum Psychologen?????

Gruß, Ulrike-Marisa

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: So 16. Nov 2014, 08:37
von Anne-Mette
Moin Ulrike-Marisa,

es führen mehrere Wege nach Rom - und zum dgti-Ergänzungsausweis (smili)

Die Bescheinigung einer Ärztin/eines Arztes über eine "vermutete Transsexualität" wird ebenso akzeptiert wie eine Überweisung zu einem Psychologen...

Gruß und schönen Sonntag
Anne-Mette

Re: Ergänzungsausweis - Überlegungen

Verfasst: So 16. Nov 2014, 10:33
von ChristinaF
Sorry, hab mich da echt falsch ausgedrückt. Meinte natürlich auch "vermutete Transsexualität"
LG
Chrissie