Mal abgesehen davon, dass der Thread weg vom Thema und sehr massiv in eine andere Richtung gezogen wurde ...
Malvine hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 13:33
Es gibt hier gerade 2 Ansatzpunkte in der Diskussion:
Ich denke jeder von uns hier weiß, das die Gewaltprävention an erster und wichtigster Stelle steht. Dies ist auch für mich deas erste Ziel für meine Handel.
Das sollte bei allen unstrittig sein, hoffe ich zumindest.
Allerdings setzt Gewaltprävention deutlich früher an .. und endet auch früher. Eine Waffe in der Handtasche gehört nicht dazu, sondern ist einkalkulierte Gewalt.
Malvine hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 13:33
Dann habe ich aber das Gefühl, das der oder die Andere nicht mehr weiter denken mag, wenn die Prävention versagt und ich Opfer eines Übergriffes werde.
Ich sehe vielmehr den Punkt, dass hier wiederholt Aufrüstung im zivilen Bereich als Prävention eingeordnet wurde.
Und genau da ist doch das Problem: "Waffen für alle" bedeutet zwangsläufig, dass auch die Täter bewaffnet sind, und natürlich damit rechnen, dass ihr Opfer bewaffnet ist. Daraus resultierend sitzen die Waffen der Täter viel lockerer. Und weil der Täter im Gegensatz zum Opfer die Tat plant, ausführt, sich deswegen auf die Situation, den Augenblick besser vorbereiten kann, und weil der, der zuerst schießt, mit höherer Wahrscheinlichkeit überlebt, kann man sich leicht ausrechnen, dass es dann mehr tote Opfer geben muss. Und das passiert nicht nur bei einer versuchten Vergewaltigung, sondern .. und das viel wahrscheinlicher .. wegen einer geraubten Brieftasche.
Malvine hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 13:33
Hier kommt jetzt das "sich wehre" dazu, um seine eigene Unversehrtheit zu erhalten.
Dahinter steckt die idealisierte Vorstellung, man könne mit den Kriminellen ganz leicht auf Augenhöhe kommen, indem man sich eine Waffe zulegt.
Aber: Eine Bewaffnung würde allenfalls dann helfen, wenn sie nur den Schwächeren vorbehalten wäre, die tatsächlich Bedarf hätten, sich mit Gewalt zu schützen. Aber es dürfte allen Beteiligten klar sein, dass das nur eine Utopie ist. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, erschossen zu werden. Aber hey .. was weiß ich schon. Vielleicht ist Frau ja die Chance, mit höherer Wahrscheinlichkeit erschossen zu werden, lieber, als der Verlust ihrer Brieftasche.
Malvine hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 13:33
Wie dieses sich wehren dann genau zeigt, ist für mich aber von der persönlichen und emotionalen Bindung zum Täter abhängig. Beispiel, wie Gewalt in einer Beziehung ausgeübt wurde haben wir hier schon bekommen. Und ich bin mir sicher, das es eine Unterschied zwischen dem Partner und dem Vergewaltiger im Park gibt.
Zu diesem Teil hätte gerne mal eine Erklärung, wie du das meinst.