Therapieerfahrungen - werde ich mein CD mal los ? - # 4
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Holzwurm
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo,
na bravo, jetzt geht der Streit zwischen Wissenschaftsverfechtern u. -skeptikern (und allen Zwischenformen) in die 25ste Runde... und nun kommt noch die Logik dazu "¦ noch unangreifbarer und der Weisheit allerletzter Schluß.
Ich begnüge mich mit der Geschichte der Hummel : Im Anfang der Aerodynamik konnte diese nicht erklären, wieso die Hummel fliegen konnte. Später kamen die Wissenschaftler dahinter. Die Hummeln sind trotzdem schon vorher geflogen. Und da mir die Wissenschaften nicht sagen können, welche alternativen Therapien irgendwann, weil "prinzipiell" beweisbar sind, lasse ich mich durch ihren jetzigen Stand nicht einschränken.
(was umgekehrt ja nicht heißt, - Logik hin oder her — daß ich grundsätzlich einen Bogen um alle exakte Wissenschaft machte).
Ich versuche mal, wieder zum eigentlichen Thema zu kommen. (Zur Wiederholung : nur als subjektiven Erlebnisbericht, mit persönlichen Gedanken und Interpretationen. Wer davon was für sich interessant oder passend findet, mag sich bedienen — die anderen eben nicht.)
Es hat mich zwischendurch ein paar Mal heftig gebeutelt. Zweimal bin ich dann auf 16 cm durch den Bahnhof einer Großstadt gegangen, in Geschäfte, und habe mich dann ins Zugbistro gesetzt. In der Folgezeit war der Drang so stark, daß ich selbst zur Meditation die Schuhe anbehielt. Es tauchten dann ganz verschiedene Bilder und Themen während der Meditation auf : z.T. sehr unangenehme Szenen von Prostitution und Mißbrauch. Auch wenn mich hier einige jetzt lynchen wollen (oder vollends für verrückt halten) : das hatte für mich was von früheren Leben, und der Kontakt mit dem Leid der Frauen und die Reue, die sich dann einstellte, waren im Ergebnis entlastend. Ich verspürte kein Bedürfnis mehr nach den Schuhen und stellte sie für den Rest der Meditation an die Seite.
Andere Themen waren das Ausweichen — das kündigte sich schon länger an : irgendeine unangenehme Arbeit stand an und ich versuchte ich durch mich durch die Schuhe davon abzulenken. Das hat dann drei Wochen lang richtig Spaß gemacht, mir auf die Schliche zu kommen und die Erleichterung zu spüren, wenn ich mich an die drängenden Aufgaben machte. Im Moment hat diese Fluchttendenz nachgelassen.
Ein weiteres wichtiges Erlebnis war in einer Supervisionssitzung : Es ging um einen Mann, der als Kind von seiner Mutter männlichen Freiern zugeführt wurde. Da mein Kontakt zu diesem Mann unbefriedigend verlaufen war, fragte mich der Supervisor, ob ich ähnliche Themen in meiner Biographie kennen würde. Ich spürte nach und landete bei meiner Wut, daß ich weder von meiner Mutter, noch von meiner Großmutter als Junge bzw. Mann gewollt war. Diese Wut war ein gutes befreiendes Erlebnis. (Hierbei kommt mir ein Gedanke : Vielleicht rasselt es zwischen mir und einigen von Euch auch deshalb so heftig, weil wir da spiegelbildlich sind ? Ihr kämpft darum, Eure weibliche Seite ausleben zu können und zu dürfen — und mir geht es so mit meinem Mann-Sein ?).
LG
Holzwurm
na bravo, jetzt geht der Streit zwischen Wissenschaftsverfechtern u. -skeptikern (und allen Zwischenformen) in die 25ste Runde... und nun kommt noch die Logik dazu "¦ noch unangreifbarer und der Weisheit allerletzter Schluß.
Ich begnüge mich mit der Geschichte der Hummel : Im Anfang der Aerodynamik konnte diese nicht erklären, wieso die Hummel fliegen konnte. Später kamen die Wissenschaftler dahinter. Die Hummeln sind trotzdem schon vorher geflogen. Und da mir die Wissenschaften nicht sagen können, welche alternativen Therapien irgendwann, weil "prinzipiell" beweisbar sind, lasse ich mich durch ihren jetzigen Stand nicht einschränken.
(was umgekehrt ja nicht heißt, - Logik hin oder her — daß ich grundsätzlich einen Bogen um alle exakte Wissenschaft machte).
Ich versuche mal, wieder zum eigentlichen Thema zu kommen. (Zur Wiederholung : nur als subjektiven Erlebnisbericht, mit persönlichen Gedanken und Interpretationen. Wer davon was für sich interessant oder passend findet, mag sich bedienen — die anderen eben nicht.)
Es hat mich zwischendurch ein paar Mal heftig gebeutelt. Zweimal bin ich dann auf 16 cm durch den Bahnhof einer Großstadt gegangen, in Geschäfte, und habe mich dann ins Zugbistro gesetzt. In der Folgezeit war der Drang so stark, daß ich selbst zur Meditation die Schuhe anbehielt. Es tauchten dann ganz verschiedene Bilder und Themen während der Meditation auf : z.T. sehr unangenehme Szenen von Prostitution und Mißbrauch. Auch wenn mich hier einige jetzt lynchen wollen (oder vollends für verrückt halten) : das hatte für mich was von früheren Leben, und der Kontakt mit dem Leid der Frauen und die Reue, die sich dann einstellte, waren im Ergebnis entlastend. Ich verspürte kein Bedürfnis mehr nach den Schuhen und stellte sie für den Rest der Meditation an die Seite.
Andere Themen waren das Ausweichen — das kündigte sich schon länger an : irgendeine unangenehme Arbeit stand an und ich versuchte ich durch mich durch die Schuhe davon abzulenken. Das hat dann drei Wochen lang richtig Spaß gemacht, mir auf die Schliche zu kommen und die Erleichterung zu spüren, wenn ich mich an die drängenden Aufgaben machte. Im Moment hat diese Fluchttendenz nachgelassen.
Ein weiteres wichtiges Erlebnis war in einer Supervisionssitzung : Es ging um einen Mann, der als Kind von seiner Mutter männlichen Freiern zugeführt wurde. Da mein Kontakt zu diesem Mann unbefriedigend verlaufen war, fragte mich der Supervisor, ob ich ähnliche Themen in meiner Biographie kennen würde. Ich spürte nach und landete bei meiner Wut, daß ich weder von meiner Mutter, noch von meiner Großmutter als Junge bzw. Mann gewollt war. Diese Wut war ein gutes befreiendes Erlebnis. (Hierbei kommt mir ein Gedanke : Vielleicht rasselt es zwischen mir und einigen von Euch auch deshalb so heftig, weil wir da spiegelbildlich sind ? Ihr kämpft darum, Eure weibliche Seite ausleben zu können und zu dürfen — und mir geht es so mit meinem Mann-Sein ?).
LG
Holzwurm
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Timi45
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo,
es geht nicht darum, zu wissen, weshalb die Hummel fliegt. Sondern, ich zitiere, "gesichertes Wissen" darüber zu haben, OB die Hummel fliegt.
Auf Therapie bezogen, es ist egal zu wissen, wie und weshalb die Therapie das Leiden lindert, sondern zu wissen, OB.
Eine "Quaksalbertherapie" bietet viel Beschäftigung und Action und man glaubt subjektiv, dass unheimlich viel geschehe. Mag auch stimmen, aber hilft's auch?
Ich habe grad was im Buch gelesen, kurz zusammengefasst.
Mutter ist sehr bestimmend und erlaubt Sohn nicht, als Mann stark zu werden.
Mann will aber stark werden, und versucht das über das Tragen der Kleider der Mutter oder allgemein von Frauenklamotten.
Letztlich mangelhafte Loslösung von der Mutter.
Es werden auch die Schuldgefühle beschrieben.
Von einer "Heilung vom Transvestismus" lese ich jedoch nichts.
Von daher könnte man davon ausgehen, dass der Wunsch nach CD bleibt.
es geht nicht darum, zu wissen, weshalb die Hummel fliegt. Sondern, ich zitiere, "gesichertes Wissen" darüber zu haben, OB die Hummel fliegt.
Auf Therapie bezogen, es ist egal zu wissen, wie und weshalb die Therapie das Leiden lindert, sondern zu wissen, OB.
Eine "Quaksalbertherapie" bietet viel Beschäftigung und Action und man glaubt subjektiv, dass unheimlich viel geschehe. Mag auch stimmen, aber hilft's auch?
Ich habe grad was im Buch gelesen, kurz zusammengefasst.
Mutter ist sehr bestimmend und erlaubt Sohn nicht, als Mann stark zu werden.
Mann will aber stark werden, und versucht das über das Tragen der Kleider der Mutter oder allgemein von Frauenklamotten.
Letztlich mangelhafte Loslösung von der Mutter.
Es werden auch die Schuldgefühle beschrieben.
Von einer "Heilung vom Transvestismus" lese ich jedoch nichts.
Von daher könnte man davon ausgehen, dass der Wunsch nach CD bleibt.
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rosi
- Beiträge: 11
- Registriert: Fr 30. Dez 2011, 09:58
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Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Ich habe letztes Jahr in der Reha (psychosomatisch) meine Therapeutin gefragt, ob sie mir wegen meins CD helfen könne.
Ihre Antwort war: sie könne mir nicht helfen, da CD keine Krankheit ist und nur Krankheiten therapiert werden können. Damit habe ich mich letztendlich abgefunden.
LG,
Rosi
Ihre Antwort war: sie könne mir nicht helfen, da CD keine Krankheit ist und nur Krankheiten therapiert werden können. Damit habe ich mich letztendlich abgefunden.
LG,
Rosi
wer zufrieden ist, ist auch glücklich
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Timi45
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo,
in dem Buch, was ich gerade lese, steht sinn gemäß drin, dass das Bedürfnis, zeitweise oder ganz als das andere Geschlecht [als durch die Cromosomen festgelegt] zu leben, bleibt und nicht "wegtherapiert" werden kann. Weiters steht dort, dass Transvestiten wohl Phasen haben, in denen das Bedürfnis nicht so stark oder gar nicht aufkommt, aber insgesamt wohl lebenslang bestehen bliebe.
Somit gehe ich mal davon aus, dass eine Therapie mit Ziel, vom CD wegzukommen, in die falsche Richtung zielt.
Meine persönliche Meinung ist, Ziel müsse es sein, mit sich selber besser zurecht zu kommen; sich selber zu akzeptieren wie man ist (wobei CD nur ein mehr oder weniger großer, wenn auch "spektakulärer" Teilaspekt der Persönlichkeit ist), um selbstbewusster zu werden und mit sich selbst im reinen zu sein.
Grüße
in dem Buch, was ich gerade lese, steht sinn gemäß drin, dass das Bedürfnis, zeitweise oder ganz als das andere Geschlecht [als durch die Cromosomen festgelegt] zu leben, bleibt und nicht "wegtherapiert" werden kann. Weiters steht dort, dass Transvestiten wohl Phasen haben, in denen das Bedürfnis nicht so stark oder gar nicht aufkommt, aber insgesamt wohl lebenslang bestehen bliebe.
Somit gehe ich mal davon aus, dass eine Therapie mit Ziel, vom CD wegzukommen, in die falsche Richtung zielt.
Meine persönliche Meinung ist, Ziel müsse es sein, mit sich selber besser zurecht zu kommen; sich selber zu akzeptieren wie man ist (wobei CD nur ein mehr oder weniger großer, wenn auch "spektakulärer" Teilaspekt der Persönlichkeit ist), um selbstbewusster zu werden und mit sich selbst im reinen zu sein.
Grüße
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Timi45
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo,rosi hat geschrieben:Ich habe letztes Jahr (...) meine Therapeutin gefragt, ob sie mir wegen meins CD helfen könne.
Ihre Antwort war: sie könne mir nicht helfen, da CD keine Krankheit ist (...).
so sehe ich es im Prinzip auch. Allerdings kann es im Zusammenhang mit CD zu einem Leidensdruck (Schuldgefühle, Depressionen, Verstecken, etc.) beim, ich sag mal, Patienten kommen. Da muss nun nicht CD die eigentliche Ursache sein, aber da CD sozusagen spektakulär 1) ist, ist das vieleicht das auffälligste Symptom.
Meiner Meinung nach sollte eine Therapie bei den tieferliegenden Ursachen (Schuldgefühle, Depression, was auch immer) ansetzen, und insgesamt die Persönlichkeit stärken.
Objektiv gesehen ist CD doch nur ein bestimmter Kleidungsstil, verbunden mit Make-Up und Perückentragen. Warum gibt es überhaupt ein Bohei deswegen? Warum muss man sich deswegen verstecken und schließlich outen?
Warum müssen sich nicht die Anzüge und Schlipsträger, die in ihrer Freizeit in schlabbrigen Jogginhosen und Fußball-Fan-Trikots herumlaufen, verstecken oder outen? Ist deren Freizeitkleidung für sie etwa nicht entspannend, ihrer Person entsprechend, oder sogar leicht erotisch aufgeladen?
Beste Grüße
Timi
1) "Schillernder" zumindest als Modeleisenbahn oder Briefmarkensammeln als Hobby, obwohl diese beiden Hobbies auch objektiv gesehen komplett nutzlos sind.
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Holzwurm
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo,
ich knüpfe mal an Timi45 an. "Meine persönliche Meinung ist, Ziel müsse es sein..." "¦ angenehm zu lesen, daß Du (im Gegensatz zu "Daraus folgt, was nicht durch die Wissenschaften nachweisbar ist, existiert nicht. Punkt.") Deine Ansicht so als persönliche Meinung kennzeichnest.
So können wir unsere unterschiedlichen Meinungen nebeneinander stehen lassen : Du Deine, die Du Dir aus besagten Büchern (und anderen Quellen) gebildet hast — und ich meine, die ich mir aus anderen Büchern und meinen Erfahrungen gebildet habe (und da empfinde ich meine innere Verfassung als deutlich verschieden von den meisten hier im Forum) .
Und Rosi kann ihre Entscheidung, sich mit der Einschätzung der Reha-Therapeutin abzufinden, ebenfalls danebenstellen (ich interpretiere Deinen Beitrag mal als einfache Mitteilung Deiner Erfahrung..., Rosi).
Dieses Zu-der-eignen-Meinung-Stehen hat für mich sowieso eine große Bedeutung (okay, brauche ich vielleicht auch mehr, weil ich mich mit dem Stand der exakten Wissenschaften nicht zufrieden gebe). Da finde ich ab08's Entscheidung, aus Unsicherheit lieber gar nichts zu sagen, bedauerlich. Sollen wir uns wirklich nur mit dem begegnen dürfen, was wissenschaftlich einwandfrei abgesichert ist ? In der Pädagogik wird der Mut zu Fehlern als wichtiger Baustein der Lernfähigkeit angesehen.
Oder wenn ich mir die zig-fache Bestätigung hier auf diesem Forum durchlese, die Ihr Euch gebt, daß CD usw. "normal", biologisch richtig usw. sei — ich empfinde das als Kampf um "die richtige" gesellschaftliche Norm bzw als Versuch, Euch Eure eigene Norm zu geben. Ist ja auch in Ordnung — gesellschaftliche Normen bedürfen ja laufend der Anpassung an die gesellschaftliche und menschliche Entwicklung. Und doch gibt es auch die andere Ebene : die eigene Wahrheit zu leben, auch wenn die allgemeinen Normen entgegenstehen. (Und letztere haben natürlich ihre Kraft — wenn es mich mal wieder packt, suche ich mir ja auch einen anderen Ort als meinem Wohnort, um in meinen Highheels zu laufen). Ob die Norm nun Wissenschaftlichkeit heißt, eindeutige Geschlechtszuordnug, Leistungsfähigkeit oder Schönheit — wenn ich es hoch hängen will, geht es für mich immer darum, die Würde und Selbstbestimmung des einzelnen Menschen gegen das Urteil der Norm zu verteidigen.
Irgendwie empfinde ich den Verlauf der Diskussion hier als Ironie : Ihr kämpft mit Millionen von Buchstaben gegen die Norm "ein Mensch mit Penis muß sich innerlich als Mann fühlen" und stellt dabei die neue Norm auf "ein Mensch mit Penis, der gerne Frauenkleidung trägt, ist innerlich eine Frau — und diese weibliche Seite ist seine/ihre eigentliche Bestimmung" - und gegen diese Norm wehre ich mich wiederum. Oder eigentlich nicht wirklich : ich glaube einfach nicht, daß die Lösung auf der Ebene verallgemeinernder Aussagen (=Normen) zu finden ist. Da meint dann immer die eine Seite der anderen sagen zu können, wie diese gefälligst zu denken, fühlen, letztlich : zu leben habe.
LG Holzwurm
ich knüpfe mal an Timi45 an. "Meine persönliche Meinung ist, Ziel müsse es sein..." "¦ angenehm zu lesen, daß Du (im Gegensatz zu "Daraus folgt, was nicht durch die Wissenschaften nachweisbar ist, existiert nicht. Punkt.") Deine Ansicht so als persönliche Meinung kennzeichnest.
So können wir unsere unterschiedlichen Meinungen nebeneinander stehen lassen : Du Deine, die Du Dir aus besagten Büchern (und anderen Quellen) gebildet hast — und ich meine, die ich mir aus anderen Büchern und meinen Erfahrungen gebildet habe (und da empfinde ich meine innere Verfassung als deutlich verschieden von den meisten hier im Forum) .
Und Rosi kann ihre Entscheidung, sich mit der Einschätzung der Reha-Therapeutin abzufinden, ebenfalls danebenstellen (ich interpretiere Deinen Beitrag mal als einfache Mitteilung Deiner Erfahrung..., Rosi).
Dieses Zu-der-eignen-Meinung-Stehen hat für mich sowieso eine große Bedeutung (okay, brauche ich vielleicht auch mehr, weil ich mich mit dem Stand der exakten Wissenschaften nicht zufrieden gebe). Da finde ich ab08's Entscheidung, aus Unsicherheit lieber gar nichts zu sagen, bedauerlich. Sollen wir uns wirklich nur mit dem begegnen dürfen, was wissenschaftlich einwandfrei abgesichert ist ? In der Pädagogik wird der Mut zu Fehlern als wichtiger Baustein der Lernfähigkeit angesehen.
Oder wenn ich mir die zig-fache Bestätigung hier auf diesem Forum durchlese, die Ihr Euch gebt, daß CD usw. "normal", biologisch richtig usw. sei — ich empfinde das als Kampf um "die richtige" gesellschaftliche Norm bzw als Versuch, Euch Eure eigene Norm zu geben. Ist ja auch in Ordnung — gesellschaftliche Normen bedürfen ja laufend der Anpassung an die gesellschaftliche und menschliche Entwicklung. Und doch gibt es auch die andere Ebene : die eigene Wahrheit zu leben, auch wenn die allgemeinen Normen entgegenstehen. (Und letztere haben natürlich ihre Kraft — wenn es mich mal wieder packt, suche ich mir ja auch einen anderen Ort als meinem Wohnort, um in meinen Highheels zu laufen). Ob die Norm nun Wissenschaftlichkeit heißt, eindeutige Geschlechtszuordnug, Leistungsfähigkeit oder Schönheit — wenn ich es hoch hängen will, geht es für mich immer darum, die Würde und Selbstbestimmung des einzelnen Menschen gegen das Urteil der Norm zu verteidigen.
Irgendwie empfinde ich den Verlauf der Diskussion hier als Ironie : Ihr kämpft mit Millionen von Buchstaben gegen die Norm "ein Mensch mit Penis muß sich innerlich als Mann fühlen" und stellt dabei die neue Norm auf "ein Mensch mit Penis, der gerne Frauenkleidung trägt, ist innerlich eine Frau — und diese weibliche Seite ist seine/ihre eigentliche Bestimmung" - und gegen diese Norm wehre ich mich wiederum. Oder eigentlich nicht wirklich : ich glaube einfach nicht, daß die Lösung auf der Ebene verallgemeinernder Aussagen (=Normen) zu finden ist. Da meint dann immer die eine Seite der anderen sagen zu können, wie diese gefälligst zu denken, fühlen, letztlich : zu leben habe.
LG Holzwurm
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SamX
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Ich gebe zu, ich habe nicht alle Antworten auf die Frage "Wie werde ich mein CD wieder los?" gelesen. Ich glaube das spielt auch keine Rolle. Ich habe ebenfalls 15 Jahre versucht, meine "Neigung" loszuwerden, weil gesellschaftliche Akzeptanz mir wichtig erschien. Seit ich als Jugendlicher in der Klamotten meiner Schwester durch die Gegend stolzierte habe ich mein eigentliches "Ich" unterdrückt, versteckt, ausgeblendet und verheimlicht. Losgeworden bin es nie. Wer sein Inneres reflektiert und prüft, ist auf dem besten Weg herauszufinden, wer man ist. Wer sein Erkenntnis aber dann versteckt oder "loswerden" möchte, belügt sich selbst. Egal in welche Schublade man sich einsortieren möchte. Egal ob es sich um Fetisch, TG, TS, TV oder CD dreht, man macht das, weil es einen glücklicher und zufriedener macht. Sich selbst zu lieben ist der schwierigste Schritt. Loswerden kann man das meiner Meinung nach nicht, sonst wird man nie einen Zustand erreichen, in dem Inneres und Äußeres im Gleichgewicht sind.
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ab08
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Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Lieber Holzwurm,Holzwurm hat geschrieben:Da finde ich ab08's Entscheidung, aus Unsicherheit lieber gar nichts zu sagen, bedauerlich. Sollen wir uns wirklich nur mit dem begegnen dürfen, was wissenschaftlich einwandfrei abgesichert ist ? In der Pädagogik wird der Mut zu Fehlern als wichtiger Baustein der Lernfähigkeit angesehen.
LG Holzwurm
danke für Dein Mitgefühl.
- ( Bereits seit Jahrzehnten bin ich oft auf Tagungen / durch das Outing änderte sich da nix! / Es macht mir also nichts aus, vor Hunderten von Menschen zu sprechen. )
Wenn ich nichts sage, geschieht dies bewußt. Also nochmals zum Verständnis: Ich lasse mich von niemand zu einer Aussage zwingen! Wenn zu mir jemand sagt: "Dazu mußt Du Dich doch äußern!" betrachte ich dies als Nötigung. Je aggressiver dies geschieht, desto beharrlicher schweige ich im Allgemeinen... (Unsicher war ich vor meinem Outing häufig - das war ein Problem - heute ist das gottseidank verschwunden.) Nur lass ich mir, meine Handlungen von niemand vorschreiben, und bemühe mich, anderen die Freiheit zu lassen, selber zu entscheiden, was sie tun.
- Über das Thema "Aus Fehlern lernen" hab ich mehrfach referiert - Die Formulierung "Mut zu Fehlern" finde ich nicht schlecht, aber weniger gut. Man sollte nicht versuchen, möglichst viele Fehler zu machen. Ich würde die Formulierung "Keine Angst vor Fehlern" vorziehen.
Nix für ungut!
Liebe Grüße
ab
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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ab08
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Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Nachtrag für alle anderen:
Meine Lieben,
zu Therapien kann ich nix sagen, da ich nie eine hatte.
Meine obigen Erläuterungen stellen daher nur meine Lebenseinstellung dar und sind allgemein gedacht.
Trotzdem wollte ich mich zum Begriff "Unsicherheit" äußern, da ich das erhebliche Missverständnis ausräumen wollte.
Durch die persönliche Situation bedingt, war bei mir das Outing extrem öffentlich. Da ich sehr bekannt bin, wurde es von vielen diskutiert. Wohlgemerkt, das machte & macht mir nichts aus, denn damit hatte ich gerechnet. Mir war wichtig, dass sich bei mir bis auf das offizielle Geschlecht beruflich & privat nichts änderte.
Manchmal ist es auch wichtig, an einem Beispiel zu zeigen, dass etwas geht. - Ich bin Lehrerin.
Grundvoraussetzung ist dabei aber, dass frau sich alles genau überlegt.
Es bedeutet auch, dass Tipps / Gedanken von anderen, zwar registriert, aber oft nicht aufgegriffen werden! *)
Denn erstens bekomme ich von vielen Tipps und zweitens denke ich bisweilen sogar selber
Liebe Grüße
ab
*) vgl. 'absichtliches' Schweigen - Manche Diskussionen führen in meinen Augen nicht weiter, daher hab ich dazu keine Lust...
Lieber Holzwurm: Ich bitte Dich ganz, ganz herzlich, meine Abweichung vom Thema zu entschuldigen
Meine Lieben,
zu Therapien kann ich nix sagen, da ich nie eine hatte.
Meine obigen Erläuterungen stellen daher nur meine Lebenseinstellung dar und sind allgemein gedacht.
Trotzdem wollte ich mich zum Begriff "Unsicherheit" äußern, da ich das erhebliche Missverständnis ausräumen wollte.
Durch die persönliche Situation bedingt, war bei mir das Outing extrem öffentlich. Da ich sehr bekannt bin, wurde es von vielen diskutiert. Wohlgemerkt, das machte & macht mir nichts aus, denn damit hatte ich gerechnet. Mir war wichtig, dass sich bei mir bis auf das offizielle Geschlecht beruflich & privat nichts änderte.
Manchmal ist es auch wichtig, an einem Beispiel zu zeigen, dass etwas geht. - Ich bin Lehrerin.
Grundvoraussetzung ist dabei aber, dass frau sich alles genau überlegt.
Es bedeutet auch, dass Tipps / Gedanken von anderen, zwar registriert, aber oft nicht aufgegriffen werden! *)
Denn erstens bekomme ich von vielen Tipps und zweitens denke ich bisweilen sogar selber
Liebe Grüße
ab
*) vgl. 'absichtliches' Schweigen - Manche Diskussionen führen in meinen Augen nicht weiter, daher hab ich dazu keine Lust...
Lieber Holzwurm: Ich bitte Dich ganz, ganz herzlich, meine Abweichung vom Thema zu entschuldigen
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Holzwurm
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo SamX,
"man macht das, weil es einen glücklicher und zufriedener macht.". Wenn Du wirklich wissen willst, wieso ich mein CD anders empfinde, lies bitte doch mal meine Beiträge oben, habe keine Lust, das zum x-ten Male zu wiederholen. (Und wenn nicht, na gut, dann eben nicht.)
@ab08 : ich hoffe, "Ich lasse mich von niemand zu einer Aussage zwingen!" war nicht auf mich gemünzt ? Dich zu etwas zu zwingen war nun überhaupt nicht meine Absicht. Mir ging es um das Thema "keine Angst vor Fehlern" bzw. Mut zur eigenen Persönlichkeit, mit allem Unfertigen und Vorläufigen.
LG Holzwurm
"man macht das, weil es einen glücklicher und zufriedener macht.". Wenn Du wirklich wissen willst, wieso ich mein CD anders empfinde, lies bitte doch mal meine Beiträge oben, habe keine Lust, das zum x-ten Male zu wiederholen. (Und wenn nicht, na gut, dann eben nicht.)
@ab08 : ich hoffe, "Ich lasse mich von niemand zu einer Aussage zwingen!" war nicht auf mich gemünzt ? Dich zu etwas zu zwingen war nun überhaupt nicht meine Absicht. Mir ging es um das Thema "keine Angst vor Fehlern" bzw. Mut zur eigenen Persönlichkeit, mit allem Unfertigen und Vorläufigen.
LG Holzwurm
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SamX
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo Holzwurm,
stimmt ich hätte besser lesen sollen, das war mein Fehler. Offensichtlich habe ich vorschnell von mir auf andere geschlossen, ich habe impulsiv gehandelt. Nicht böse sein
In meiner Vorstellung ist das CD eben nicht negativ behaftet, so wie bei Dir. Ich lese mir alles nochmal in Ruhe durch und werde Dir dann eine bessere Antwort geben.
stimmt ich hätte besser lesen sollen, das war mein Fehler. Offensichtlich habe ich vorschnell von mir auf andere geschlossen, ich habe impulsiv gehandelt. Nicht böse sein
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ab08
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Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Lieber Holzwurm,Holzwurm hat geschrieben: @ab08 : ich hoffe, "Ich lasse mich von niemand zu einer Aussage zwingen!" war nicht auf mich gemünzt ? Dich zu etwas zu zwingen war nun überhaupt nicht meine Absicht. Mir ging es um das Thema "keine Angst vor Fehlern" bzw. Mut zur eigenen Persönlichkeit, mit allem Unfertigen und Vorläufigen.
LG Holzwurm
nein, das Du mich zu etwas zwingen wolltest, so hab ich es auch nicht aufgefasst!!
Die Aussage meinte ich allgemein zur Information und bezog sich wirklich keinesfalls auf Dich.
Eigentlich bemühe ich mich stets, dass ich niemanden angreife. Wenn ich seit 2008 wirklich mal von jemand aggressiv angegangen werde, was im RL bisweilen passiert, ziehe ich mich zurück oder versuche wo möglich, die Wogen zu glätten. Nach dem, was ich alles durchstand, bin ich überhaupt auch sonst nicht mehr so leicht zu erschüttern...
Wenn Du oder andere hier im Forum mehr von mir lest, werdet ihr merken, dass es mir darauf ankommt, dass jede / jeder zu ihrem / seinem Recht kommt.
Manche Menschen werden im Alltag von anderen 'untergebuttert' - Wenn ich eine Möglichkeit sehe, dies zu verhindern, schalte ich mich - nicht nur in der Schule - ein.
Um mich nochmal selbst zu zitieren, ist aber auch dabei mein Motto:
"Nur lass ich mir, meine Handlungen von niemand vorschreiben, und bemühe mich, anderen die Freiheit zu lassen, selber zu entscheiden, was sie tun."
Übrigens, wenn ich früher über "Aus Fehlern lernen" referierte, ging es um meine Fächer Mathematik / Physik -
Inhaltlich sind wir in dem Punkt, meinem Eindruck nach, auf der selben Linie - Natürlich ist auch mein Bestreben, Mitmenschen / also auch Schülern, Mut zu machen, auch "Mut zur eigenen Persönlichkeit", - "mit allem Unfertigen und Vorläufigen" mal anfangen, - nicht zu kritisch mit sich selbst zu sein - usw.
Liebe Grüße
ab
P.S. Entschuldige bitte, aber vielleicht war ich - wie schon so oft - zu kurz, was natürlich dann auch sehr leicht missverstanden werden kann...
P.S.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Timi45
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Holzwurm,
ich glaube, Du mißverstehst mich.
Wenn ich Dir von Büchern schreibe, in denen steht, dass nach wiss. Erkenntnis das CD-Tum nicht "heilbar" ist, und ich daraus die Schlußfolgerung ziehe, Therapie mit Ziel, CD-Tum zu "heilen", sei Mumpitz, so sehe ich das durchaus als objektiv an. Punkt.
Verschwende Deine Zeit und Dein Geld nicht damit. Punkt.
Aus eigener Erfahrung finde ich persönlich, man sollte lernen, seinen eigenen Stiefel zu leben, seine eigenen Fußspuren zu hinterlassen. Nicht bloß in den eingetretenen Pfaden anderer nachzulaufen. Vor allen Dingen nicht, wenn diese Pfade Dich nicht an Dein innerstest Ziel führen.
Zweitens verstehst Du auch einiges an der Diskussion falsch. Es geht nicht um ein entweder (Penis = Männerklamotten) oder (Frauenklamotten = "innere" Frau). Sondern um alles von-bis, also auch dazwischen. Männer tragen auch Frauenklamotten, weil sie sie schöner finden, oder sie sexuell erregt, oder was auch immer. Ist aber alles OK. (Wahrscheinlich gibt es auch Männer, die es sexuell erregt, in Männeranzügen, mit Schlips und Krawatte, herumzulaufen.)
Manche Männer ziehen Befriedigung daraus, ihr Auto mit Spoilern, krachender Auspuffanlage und Fensterfolie zu tunen. Und damit in der Stadt beim Bäcker Brötchen zu kaufen und von möglichst vielen gesehen zu werden.
Andere ziehen Befriedigung daraus, in Stöckelschuhen durch die Stadt zu gehen und dabei gesehen zu werden.
Es sind beides harmlose Hobbies, die niemandem schaden. Beide Hobbies ziehen Spot auf sich ("getunter Golf-GTI=Schwanzverlängerung"; Mann in Stöckelschuhen="schwuchtelige Tunte"), aber niemand wird dadurch geschädigt.
Ich denke, Du bist jetzt soundsoviel Jahre alt. Du hast jetzt noch einen ansehnlichen Körper, mit dem es Dir Spass machen könnte, mit Frauenklamotten rumzugehen.
Warum willst Du Dir das jetzt versagen? Wegen der Meinung der "Leute"?
In 20 oder 30 Jahren bist Du vieleicht körperlich gebrechlich, nicht mehr so schön anzusehen; kannst nicht mehr so elegant in Stöckelschuhen daherlaufen; hast künstlichen Darmausgang. Und dann bereust Du, nicht damals, als Du es noch konntest, diese Erfahrungen gemacht, und zwar mit Genuss, gemacht zu haben.
Ich finde, man soll sich seinen Lebenstil nicht durch die vermeintliche Meinung der "Leute" verderben lassen.
Ich finde, man soll sein eigenes Leben leben, sich nicht von der Meinung der anderen abhängig machen lassen, sondern genau das machen, was man eigentlich selber will. Obwohl es gesellschaftlich ausgegrenzt ist, obwohl es Spott auf sich zieht. (Solange man anderen dadurch nicht schadet.) Denn sonst hat man sein eigenes Leben am Ende des Lebens nicht gelebt.
Ich finde, ein Mann, der seinen Stiefel durchzieht, auch auf Stöckelschuhen, hat für mich mehr Eier in der Hose als ein stets angepasster Beamtentyp, der sein Leben lang sich immer nur daran ausgerichtet hat, was denn die "Leute" sagen und nie aus sich heraus gekommen ist. So ein Leben sehe ich als halbwegs vergeudet an.
MfG
ich glaube, Du mißverstehst mich.
Wenn ich Dir von Büchern schreibe, in denen steht, dass nach wiss. Erkenntnis das CD-Tum nicht "heilbar" ist, und ich daraus die Schlußfolgerung ziehe, Therapie mit Ziel, CD-Tum zu "heilen", sei Mumpitz, so sehe ich das durchaus als objektiv an. Punkt.
Verschwende Deine Zeit und Dein Geld nicht damit. Punkt.
Aus eigener Erfahrung finde ich persönlich, man sollte lernen, seinen eigenen Stiefel zu leben, seine eigenen Fußspuren zu hinterlassen. Nicht bloß in den eingetretenen Pfaden anderer nachzulaufen. Vor allen Dingen nicht, wenn diese Pfade Dich nicht an Dein innerstest Ziel führen.
Zweitens verstehst Du auch einiges an der Diskussion falsch. Es geht nicht um ein entweder (Penis = Männerklamotten) oder (Frauenklamotten = "innere" Frau). Sondern um alles von-bis, also auch dazwischen. Männer tragen auch Frauenklamotten, weil sie sie schöner finden, oder sie sexuell erregt, oder was auch immer. Ist aber alles OK. (Wahrscheinlich gibt es auch Männer, die es sexuell erregt, in Männeranzügen, mit Schlips und Krawatte, herumzulaufen.)
Manche Männer ziehen Befriedigung daraus, ihr Auto mit Spoilern, krachender Auspuffanlage und Fensterfolie zu tunen. Und damit in der Stadt beim Bäcker Brötchen zu kaufen und von möglichst vielen gesehen zu werden.
Andere ziehen Befriedigung daraus, in Stöckelschuhen durch die Stadt zu gehen und dabei gesehen zu werden.
Es sind beides harmlose Hobbies, die niemandem schaden. Beide Hobbies ziehen Spot auf sich ("getunter Golf-GTI=Schwanzverlängerung"; Mann in Stöckelschuhen="schwuchtelige Tunte"), aber niemand wird dadurch geschädigt.
Ich denke, Du bist jetzt soundsoviel Jahre alt. Du hast jetzt noch einen ansehnlichen Körper, mit dem es Dir Spass machen könnte, mit Frauenklamotten rumzugehen.
Warum willst Du Dir das jetzt versagen? Wegen der Meinung der "Leute"?
In 20 oder 30 Jahren bist Du vieleicht körperlich gebrechlich, nicht mehr so schön anzusehen; kannst nicht mehr so elegant in Stöckelschuhen daherlaufen; hast künstlichen Darmausgang. Und dann bereust Du, nicht damals, als Du es noch konntest, diese Erfahrungen gemacht, und zwar mit Genuss, gemacht zu haben.
Ich finde, man soll sich seinen Lebenstil nicht durch die vermeintliche Meinung der "Leute" verderben lassen.
Ich finde, man soll sein eigenes Leben leben, sich nicht von der Meinung der anderen abhängig machen lassen, sondern genau das machen, was man eigentlich selber will. Obwohl es gesellschaftlich ausgegrenzt ist, obwohl es Spott auf sich zieht. (Solange man anderen dadurch nicht schadet.) Denn sonst hat man sein eigenes Leben am Ende des Lebens nicht gelebt.
Ich finde, ein Mann, der seinen Stiefel durchzieht, auch auf Stöckelschuhen, hat für mich mehr Eier in der Hose als ein stets angepasster Beamtentyp, der sein Leben lang sich immer nur daran ausgerichtet hat, was denn die "Leute" sagen und nie aus sich heraus gekommen ist. So ein Leben sehe ich als halbwegs vergeudet an.
MfG
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Joe95
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Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
timi, das hast du sehr schön gesagt.
danke...
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Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Holzwurm
Re: Therapieerfahrungen „ werde ich mein CD mal los ?
Hallo Timi,
ich habe nicht den Eindruck, daß Du auch nur ein bißchen von mir als Person und "meinem CD" verstanden hast.
Dafür ein Sack voll Punkten, Ratschlägen und Unterstellungen oder Übertragungen Deiner Selbstbilder und Entscheidungen auf mich — insgesamt einfach nur oberlehrerhafte Besserwisserei.
Joe und andere mögen Deine Beiträge ja als Bestätigung ja genießen, mir reichts — ich werde mir Deine Beiträge nicht mehr durchlesen.
Holzwurm
ich habe nicht den Eindruck, daß Du auch nur ein bißchen von mir als Person und "meinem CD" verstanden hast.
Dafür ein Sack voll Punkten, Ratschlägen und Unterstellungen oder Übertragungen Deiner Selbstbilder und Entscheidungen auf mich — insgesamt einfach nur oberlehrerhafte Besserwisserei.
Joe und andere mögen Deine Beiträge ja als Bestätigung ja genießen, mir reichts — ich werde mir Deine Beiträge nicht mehr durchlesen.
Holzwurm