Tag gegen Gewalt an Frauen
Tag gegen Gewalt an Frauen - # 4

Dietlind
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 46 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Kerstin hat geschrieben: Mo 28. Nov 2022, 22:45
@Linde
Ich hoffe du trägst deine Kanone nicht nur spazieren sondern trainierst auch entsprechend, andern falls nützt sie dir nichts.
Ja, ich gehe regelmäßig auf den Schiessplatz, und ballere einige Runden. Ich habe auch ein Concealed Carry Permit, und musste dafür einen mehrtägigen Kurs machen.

Linde
Karla
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 47 im Thema

Beitrag von Karla »

...das heißt, daß Du die Waffe auch verdeckt tragen darfst...

a) hoffentlich kommst Du in einer Notlage rechtzeitig dazu, die Waffe zu ziehen und schußbereit zu machen
b) Kriminelle tragen ihre Waffe u.U. auch verdeckt - wer zuerst zieht, hat gewonnen...
Dietlind hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 03:22 Ich habe auch ein Concealed Carry Permit, und musste dafür einen mehrtägigen Kurs machen
LG Karla
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Violetta Arden
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 48 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

...ich finde es wichtig, daß Gewalt gegen Frauen thematisiert wird und es auch dafür einen speziellen Erinnerungstag gibt. Aber es ist wieder mal typisch, daß die Rückmeldung, Frauen sollten Waffen tragen von einer aus den USA kommt....lernt ihr denn niemals dazu?
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
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Malvine
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 49 im Thema

Beitrag von Malvine »

Violetta Arden hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 22:31 ...... Frauen sollten Waffen tragen von einer aus den USA kommt....lernt ihr denn niemals dazu?

Dietlind hat niemanden aufgefordert Waffen zu tragen, sondern nur von sich und ihrer Einstellung dazu erzählt.

Zum anderen Stelle ich bei vielen Beiträgen hier wieder fest, wie Selbstgerecht wir Deutschen doch wieder andere Länder und Kulturen verurteilen, ob es nun die Fifa-WM in Katar oder hier die Einstellung von US-Bürgern zum Umgang mit Waffen geht.
In den meisten Beiträgen höre ich eine anmaßende Selbstgerechtigkeit heraus, die unsere deutschen und europäischen Werte über die Kultur und Historie anderer Kulturkreise und Nationen stellt.

Wie weit gestehen wir anderen Kulturen eine andere Entwicklung zu, die nicht unserer humanistischen aufgeklärten Sichtweise entspricht?

Ja, ich bin froh, das wir in Europa sehr scharfe Waffengesetze haben, durch die viele Leben garnicht erst in Gefahr geraten, ausgelöscht zu werden.

Malvine
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 50 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Malvine hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 23:29
Violetta Arden hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 22:31 ...... Frauen sollten Waffen tragen von einer aus den USA kommt....lernt ihr denn niemals dazu?

Dietlind hat niemanden aufgefordert Waffen zu tragen, sondern nur von sich und ihrer Einstellung dazu

Malvine
Aber genau DAS meine ich....
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 51 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Violetta Arden hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 23:56
Malvine hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 23:29
Violetta Arden hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 22:31 ...... Frauen sollten Waffen tragen von einer aus den USA kommt....lernt ihr denn niemals dazu?

Dietlind hat niemanden aufgefordert Waffen zu tragen, sondern nur von sich und ihrer Einstellung dazu

Malvine
Aber genau DAS meine ich....
Und was meinst du, wie ich mich gegen Überfalle verteidigen könnte? Ich bin eine ältere Frau, mit relativ geringer Muskelkraft und leichter Gehbehinderung. Da ich nie ein biologischer Mann war, und weder mein Skelet noch meine Muskeln sich je männlich entwickelt hatten, habe ich einem potentiellen Angreifer wenig entgegen zu setzen. Ich habe das Gefühl, dass ein Mensch, der sich männlich entwickelt hat, und einen Großteil seines Lebens als Mann gelebt, sich scheinbar kaum vorstellen kann, wie eine Frau sich fühlt, die Angst davor hat vergewaltigt zu werden! Lies dich mal durch Erfahrungsberichte, und lass mich wissen, wie du dich wehren würdest?

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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 52 im Thema

Beitrag von Frieda »

Wir Deutschen haben das Problem mit der Autolobby und die Amis mit der Waffenlobby"¼ï¸


Malvine hat geschrieben: So 27. Nov 2022, 23:22 .. Gegenüber fremden Personen, zu denen ich keine emotionale Bindung habe, würde ich zumindest in der Verteidigung alles mögliche Einsetzen um mich zu schützen. Das ist zumindest die Reaktion, die ich bei vielen Menschen gesehen habe.
Schlimm, echt schlimm"¼ï¸
Jeder Mensch ist von irgendjemanden Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Bruder, Schwester usw.
Zum größten Teil gibt es immer eine Bezugsperson die trauert, wenn irgendjemand verletzt wird❣️
Und man stellt sich selbst über die anderen, wenn man sagt, zu Fremden habe ich keine emotionale Bindung, also ist es egal ob ich ihn verletze oder gar töte"¼ï¸🤨


Malvine hat geschrieben: So 27. Nov 2022, 22:51 Jetzt stelle ich hier mal eine wilde These in den Raum
Wieviel Frauen in Deutschland hätten Gewaltverbrechen entkommen können, wenn sie sich mit Waffengewalt hätten wehren können?
Ich reden hier von Notwehr!

Überlegt euch doch einfach mal, wie ihr reagieren würdet - und seit ehrlich euch gegenüber...

Malvine
Du schreibst nur in emotionalen Reaktionen auf eine Situation, die Du (scheinbar?) noch nie erlebt hast"¼ï¸
1. Hast Du in meiner Wahrnehmung nicht allumfassend nachgedacht.
2.Bist Du mit einem solchen Denken und schlimmsten falls Handeln, kein Stück klüger, als irgendein Täter.




In mir brodelt es gerade, wenn ich diesen Thread hier lese"¼ï¸
Niemals wird Gewalt durch Gewalt beendet werden... Niemals und nirgendwo"¼ï¸

Niemals kam mir damals der Gedanke, meinem Mann erschießen oder erstechen zu wollen, auch nicht in diesem Moment, als er mir sagte, dass er mir am liebsten ein Messer zwischen meine Rippen schieben möchte.

Eure eigenen Gedanken machen einen Großteil der Situationen aus, wie schlecht ihr eure Mitmenschen seht❣️
Könnt ihr eigentlich noch vertrauen?

Egal wie scheiße mein Mann zu mir war, trotzdem habe ich damals immer seine Vergangenheit gesehen, den Grund warum er so geworden ist. Warum wollt ihr nur, wie die Urmenschen ohne Zivilisation aufeinander eindreschen und neues Leid verursachen? Was bildet ihr euch ein wird dadurch geändert?
Ich saß mit meinem Mann in Familientherapie, wo herausgefunden wurde, welche Probleme er hat.
Es gibt bei uns eine Anlaufstelle "Orange", man ist dort für gewalttätige Männer da❣️
Ich habe meinen Mann immer und immer wieder unterstützt sich dort Hilfe zu holen, es hat 5 Jahre gedauert, bis mein Mann diesen Schritt gegangen ist. Für unsere Ehe war es zu spät, weil in der Zeit hatte ich ihn verlassen, aber er ging den Schritt trotzdem, bis zu seinem Tod. Ich weiß davon, weil mein Mann obwohl wir bereits getrennt lebten, mich als Kontaktperson dort angegeben hatte und obwohl er bereits in einer neuen Beziehung lebte. Als mein Mann eines Tages nicht zur Therapiestunde kam, wurde ich von seinem Therapeuten für mich total überraschend angerufen. Ich sagte ihm dann, dass mein (zu diesem Zeitpunkt dann) Exmann kürzlich verstorben ist.

Unsere Gesellschaft verroht immer mehr, und in den unterschiedlichsten Thread's wurde das in der Vergangenheit hier mehrfach schon von unterschiedlichen Forenmitgliedern angesprochen.
Ich bin total dagegen, Täter sooo zu verurteilen, ohne nach Gründen zu suchen. Kein Mensch wird als böser Mensch geboren. Umstände, falsche Entscheidungen, oder auch falscher Umgang bringen die Menschen oft vom richtigen Weg ab. Niemand erreicht etwas positives, wenn diese Menschen (die ebenso ein Menschenrecht haben) einfach nur abgeknallt, ausgeschlossen, gemobbt, verurteilt und Menschenverachtend behandelt werden.
Für einen Autisten haben wir Verständnis, wenn er Probleme hat sich zwischenmenschlich zurecht zu finden.
Ein Mensch der in ein brutales Umfeld hineingeboren wurde, der nie gelernt bekommen hat, das es Mitgefühl und Liebe für andere Menschen gibt, den verurteilen wir sein komplettes Leben lang?
Habt ihr eine Vorstellung, was zB Priester oder Mönche für eine gigantische psychische Meisterleistung an den Tag legen, wenn sie sich beständig mit solchen Menschen aus unserer Gesellschaft zB in Gefängnissen beschäftigen, um ihnen helfen zu können?! Ich kenne einen Priester und ich stehe voller Bewunderung und tiefsten Respekt vor ihm, wenn er uns von seinen Erlebnissen mit Gefängnisinsassen erzählt.
Wenn wir als Gesellschaft Tätern, Menschen aus unserer Mitte nicht helfen wollen, dann haben wir als Gesellschaft wiederholt versagt"¼ï¸

Namaste 🙏
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 53 im Thema

Beitrag von Frieda »

Nico hat geschrieben: Mo 28. Nov 2022, 13:16 Was hier vergessen wird: Zu 80% kommen die Täter:innen bei sexuellen Übergriffen aus dem familiären oder bekannten Umfeld.

Fühle mich eigentlich recht sicher, wenn ich unterwegs bin. Das einzige was ich meide sind besoffene Menschen.
Daaaanke... Ganz großes Danke und Lob für diese Worte❣️🙏👍
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 54 im Thema

Beitrag von Frieda »

Mein Hirn rattert wegen diesem Threadverlauf hier und ich komme kaum zur Ruhe deswegen.


Ich befinde mich hier an einem Ort, wo die Fahne der Gerechtigkeit und des Verstehens von Anderen (die nicht in die Schubladen der Norm einer breiten Masse passen) sehr hoch gehängt wird.
Und ich verstehe es nicht, warum sich hier nicht bemüht wird, Menschen die nochmal anders sind, verstehen zu wollen?
Nicht jeder wird als Cis geboren und genau deswegen wünscht ihr euch, von Cis-Menschen gesehen, respektiert und beachtet zu werden.
Nicht jeder wird unter optimalen Umständen in liebevolle Familien geboren. Der Kontakt zu Alkohol und Rauschmittel unterschiedlichster Art ist für diese Kinder all zu oft vorprogrammiert!
Viele Menschen hatten eine Kindheit, die wir uns kaum vorstellen können.
Mir ist es echt zu hoch, ich verstehe es nicht, warum gerade an diesem Ort hier, nicht versucht wird anders Andere verstehen zu wollen?! 😳🤔
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 55 im Thema

Beitrag von Blossom »

Frieda hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 09:36 Niemals wird Gewalt durch Gewalt beendet werden... Niemals und nirgendwo"¼ï¸
Auch wenn ich einem Beitrag zustimme, habe ich hier eine differenzierte Meinung. Wenn wie in Ex-Jugoslawien eine ganze Bevölkerungsgruppe einem Genozid ausgesetzt ist - Krieg ist ja nun auch Gewalt, und dies in schlimmster Form - so gibt es wohl keine andere Option als mit gleichen Mitteln zu reagieren. Und vergessen wir nicht die "Notwehr", die wenn nachgewiesen, auch bei tödlichem Verlauf, straffrei bleibt.

Die Welt funktioniert leider nicht so friedlich, wie wir es uns alle wünschen würden.

Und wäre ich nicht inzwischen zu alt und noch beim Militär, so würde ich jederzeit wieder in den Einsatz gehen, um bedrohte Menschen zu schützen. Dass dies nicht ohne Waffengewalt geht, steht dabei außer Frage. Ist es ein Widerspruch einerseits Militär und zugleich Pazifistin zu sein?

Und ja, ich weiß durchaus, dass diese Anmerkung nicht direkt etwas mit dem Ursprungsthema zu tun hat.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 56 im Thema

Beitrag von conny »

Blossom hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 10:52 Und vergessen wir nicht die "Notwehr", die wenn nachgewiesen, auch bei tödlichem Verlauf, straffrei bleibt.
Die Welt funktioniert leider nicht so friedlich, wie wir es uns alle wünschen würden.
Geht es hier in der Diskussion nicht die ganze Zeit um Notwehr? :roll:
Aber wenn man keine Mittel hat um sich zu wehren, d.h. Gewalt mit Gewalt abwehren, hat man/Frau eben Pech gehabt. Das Verbrechen erdulden, im kleinen wie im großen. So verstehe ich manche Äußerungen hier.
Blossom hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 10:52 Und ja, ich weiß durchaus, dass diese Anmerkung nicht direkt etwas mit dem Ursprungsthema zu tun hat.
Aber indirekt schon.
Zuletzt geändert von conny am Mi 30. Nov 2022, 13:43, insgesamt 1-mal geändert.
MartinaL
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 57 im Thema

Beitrag von MartinaL »

Karla hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 22:23 ...das heißt, daß Du die Waffe auch verdeckt tragen darfst...

a) hoffentlich kommst Du in einer Notlage rechtzeitig dazu, die Waffe zu ziehen und schußbereit zu machen
b) Kriminelle tragen ihre Waffe u.U. auch verdeckt - wer zuerst zieht, hat gewonnen...
Dietlind hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 03:22 Ich habe auch ein Concealed Carry Permit, und musste dafür einen mehrtägigen Kurs machen
LG Karla
Ich habe mich oft und lange mit Linde über das Thema Schusswaffen unterhalten und muss mich, zumindest teilweise, ihrer Meinung anschliessen. Auch ich bin gegen Schusswaffen (könnte aber zur Not damit umgehen -> BW), verstehe aber ihre Ängste. In einem Gebiet, in dem die meisten Männer (und auch so ziemlich alle Frauen) kleiner sind, sticht sie aus der Menge heraus und wird damit evtl. leichter zu einer Art Ziel für Übergriffe. Auch weiß ich um ihr Alter und ihre Behinderungen, eine Flucht ist faktisch ausgeschlossen. Ein Erwehren durch Körpereinsatz ist auch so ziemlich unmöglich, also was tun? Mit einer Waffe hat sie zumindest einen Hauch von Chance, und, bei aller political correctness, warum soll ausgerechnet sie mit der Abrüstung beginnen, unter Einsatz ihres Lebens?

Ich kann mich, mit körperlichen Einsatz, gegen relativ viele Angriffsmöglichkeiten zur Wehr setzen, habe allerdings durch Alter und HRT schon Einiges meiner ursprünglichen Kraft verloren. Wenn mir jetzt jemand feindlich gesinnt gegenübertritt und auf mich losgehen möchte, sehe ich vor mir eigentlich eine potentielle Leiche, weil ich gezwungenermaßen zu Mitteln greifen muss, die auch größeren Schaden verursachen können. Ich habe gelernt blitzschnell Schwachstellen des Gegners zu erkennen und gnadenlos zu nutzen. Da ich aber einen längeren Kampf nicht mehr durchstehen kann, muss der erste (Gegen-)Schlag schon richtig Wirkung zeigen und die kann heftig ausfallen. Ich habe nicht vor, meine eigentliche Friedfertigkeit mit meiner Gesundheit bzw. Leben zu bezahlen, im Ernstfall heißt es er oder ich.
Achja, die Beschränkung, die bei den meisten Menschen verhindert den Gegner massiv zu schädigen, habe ich nicht.
Viele Grüße aus Neumarkt,
Martina.
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 58 im Thema

Beitrag von Blossom »

conny hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 11:03 Geht es hier in der Diskussion nicht die ganze Zeit um Notwehr? :roll:
In meinem Satz fehlt ein DAS ... es sollte heute heißen: Das Notwehr straffrei bleibt, wenn ...

Meine Anmerkung bezog sich auch nur darauf, dass es bei allem Willen Gewalt keine Gewalt entgegenzustellen, eben nicht immer funktioniert.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 59 im Thema

Beitrag von Lana »

Blossom hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 10:52 bedrohte Menschen zu schützen. Dass dies nicht ohne Waffengewalt geht, steht dabei außer Frage. Ist es ein Widerspruch einerseits Militär und zugleich Pazifistin zu sein?
Eindeutig ja.
Deine (militärische) Logik funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen, die nicht hinterfragt werden dürfen, weil sonst die Rechtfertigung von Kriegen nicht mehr möglich wäre. Sonst wäre es möglich, sich Gedanken über eine "Lösung" ohne Waffengewalt zu machen. Das steht in deiner Vorstellung jedoch "außer Frage", du schränkt also die Möglichkeiten zur Konfliktlösung von vorneherein auf gewaltsame Handeln ein. Dafür gibt es keinen Grund, es beraubt dich aber anderer Optionen, zunächst gedanklich, die gar nicht erst erwogen werden.

Das ist 1:1 auf die Diskussion hier übertragbar, und ich glaube, das ist es, was Frieda bemängelt:
Der Anspruch, den anderen schädigen zu dürfen und zugleich moralisch dafür entlastet zu werden, kombiniert mit dem Irrglauben, damit irgendwas zu verbessern.
Täter-Opfer-Dynamik. In der Psychologie ist das ein bekanntes Problem. Frieda führt an ihrem Beispiel detailliert aus, wie ein anderer Umgang damit aussehen könnte.

Die Kunst besteht darin, berechtigte Wut nicht in Hass umschlagen zu lassen. Dann ist Vergebung möglich (zu der auch die andere Seite ihren Teil beitragen muss, zum Beispiel in Form von Reue) In deiner Welt gibt es nur Vergeltung, was der Gewaltspirale immer neue Nahrung gibt. Opfer werden so zu Tätern und beschädigen ihre psychische Integrität erneut selbst, anstatt nach Heilung zu suchen.

Auch neutrale Dritte, die das uneingeschränkt Gute verkörpern, kann es nicht geben, weil jede Konflikpartei in gewaltsamen Auseinandersetzungen elementarem Stress ausgesetzt ist, der eine effektive Distanzierung vom Geschehen verhindert. Das hast du offensichtlich in Jugoslawien selbst erfahren.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Tag gegen Gewalt an Frauen

Post 60 im Thema

Beitrag von Lana »

MartinaL hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 11:17 im Ernstfall heißt es er oder ich.
Man könnte fast glauben, die Menschheit sei erst gestern aus ihrer Höhle gekrochen.

(cry)

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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