alexa hat geschrieben: So 19. Sep 2021, 21:06
Stopp. Bei Astrazeneca wurde geschrieen, weil es zu Thrombosen kam. Und das bei Leuten, die die Impfung wollten. Der Aufschrei kam aber häufig von Leuten, die sich gar nicht impfen ließen. Damals ging es noch gar nicht um andere Vor- oder Nachteile im Alltagsleben, so wie heute. Seit damals traut aber kaum noch jemand dem Impfstoff. Das Internet macht es möglich.
Ja, das war wohl so. Ich würde sagen, die großen Medien haben dabei auch gut mitgemacht. Dass Leute ein Problem mit AstraZeneca hatten, die sich gar nicht impfen lassen wollten ist nachvollziehbar. Schließlich war es die offensichtliche Widerlegung der unhaltbaren Behauptung, dass diese Stoffe sicher seien.
alexa hat geschrieben: So 19. Sep 2021, 21:06
Bzgl. der Wirkung der Spikeproteine schreibst Du ja selbst, was durch Corona verursacht werden kann. Durch das Spike-Protein der mRNA-Impfstoffe wird aber wohl kaum mehr verursacht, als durch Corona selber.
Der Unterschied ist, dass bei einer natürlichen Infektion das Virus zunächst auf den Schleimhäuten landet. Im Idealfall eines gesunden Immunsystems wird es dort gleich wieder eliminiert. Man merkt entweder gar nichts, wie die meisten Kinder, oder hat halt eine mehr oder weniger schwere Erkältung. So ist das bei weit über 90 % der Menschen. Erst wenn das nicht funktioniert, sich das Virus weiter im Körper ausbreitet und vermehrt, treten die erwähnten Schäden auf.
Bei der Spritze landet das Spikeprotein direkt im Blutkreislauf, auch wenn man ursprünglich angenommen hatte, dass es in der Umgebung der Einstichstelle verbleibt. Dadurch ist das Risiko für Schäden in dem Fall höher. So sagt das zumindest Robert Malone, der für die Erfindung der mRNA-Technik mal einen Nobelpreis bekommen hat. Andere Leute widersprechen, und behaupten, dass das Spikeprotein aus der Spritze nicht cytotxisch wäre, weil es nur einen Ausschnitt der Gensequenz abbilden würde.
Wem soll ich jetzt glauben? Wem Vertrauen?
Oder wissen die Leute es auch nicht so genau, können es vielleicht gar nicht so genau wissen, noch nicht? Nobelpreis und sonstige Expertise hin oder her?
Aber mich verunsichert das. Und wenn ich das Gefühl habe, da könnte was in meinen Körper gespritzt werden, das mir extrem schden könnte, dann bin ich halt sehr zurückhaltend. Erst recht, wenn das Ziel dieser Behandlung lediglich die Vermeidung eines schweren Verlaufs ist, für den nur eine Eintrittswahrscheinlichkeit im Zehntelpromille-Bereich vorliegt.
Selbst ohne all diese Hintergründe und ohne den ganzen Zirkus, der da gerade gemacht wird:
Bei diesem (aus meiner Sicht und für mich) vernachlässigbar geringen Erkrankungsrisiko würde ich keinen Grund zu einer Spritze sehen. Erst recht nicht, wenn deren Risiko gar nicht abschätzbar ist. Das ist aber egal, weil allein die extrem geringe Erkrankungswahrscheinlichkeit für mich kein Grund zur Impfung ist.
Da kann ich in meinem Leben an anderer Stelle deutlich größere Risiken mit einfacheren und potentiell ungefährlicheren Maßnahmen reduzieren: Sicherheitsgurt im Auto. Kein Kopfsprung in unbekannte Gewässer. Impfstatus vor Tropenreisen überprüfen und ggf. anpassen, und so weiter. Aber schon bei einer Malariaprohylaxe ist es nicht mehr so einfach. Da muss abgewogen werden, und je nachdem wann und wo man hinfährt, was man dort macht, fällt die Empfehlung des Arztes unterschiedlich aus. Weil es eben nicht zu vernachlässigende Nebenwirkungen der Prophylaxemittel gibt. Die sind bekannt, da ist eine Beurteilung einfacher. Bei den neuartigen Corona-Spritzen ist sie nicht seriös möglich.
Wenn man das mal anerkennt, verbietet sich eigentlich auch der Druck auf andere Leute, die sich gegen diese Spritze entscheiden. Wir wissen es einfach nicht.
Und nochmal: das Krankheitsrisiko erfordert für die meisten Menschen keine Spritze. Und das Argument, dass man dann weniger ansteckend wäre, oder es in selteneren Fällen dazu kommt? Das ist meiner Meinung nach noch im Fluss. Die Meldung im Ausgangsbeitrag stimmt mich jedenfalls nicht gerade positiv, dass sich das wirklich so entwickeln wird. Wenn das auch noch wegfiele, dann bliebe nur noch der Schutz vor einem schweren Verlauf, also Eigenschutz. Und das ist Privatsache. War seither auch so und hat nie jemanden gestört.
alexa hat geschrieben: So 19. Sep 2021, 21:06
So wie Du keinen tatsächlichen Beweis für die Gefahren durch die Impfung gebracht hast, kann ich keinen Gegenbeweis erbringen, bzw. gebe ich zu, dass ich vieles schon so oft aus den falschen Mündern gehört habe und schlicht nicht mehr glaube, so wie z.B., dass das Tragen von Masken unsere Kinder krankmacht.
Da es aber weder für die eine, noch für die andere Seite tatsächliche Beweise gibt und vermutlich auch nie geben wird, wird auch diese Diskussion ohne Ergebnis bleiben.
So sehe ich das auch. Für mich ist wichtig, dass allen die derzeitigen Erkenntnisse zugänglich sind. Das ist gerade schwierig, weil nur über einen Teil davon ausführlich berichtet wird, ein anderer Teil wird unterschlagen. Man findet ihn nur, wenn man viel Zeit und Interesse mitbringt. Das können die meisten Menschen nicht leisten, und eigentlich sollte es auch die Aufgabe der großen Medien sein, uns diese Arbeit abzunehmen. Auch wenn dann keine scheinbar einfachen und klaren Erkenntnisse zu präsentieren sind. Mit den Widersprüchen müssen wir uns auseinandersetzen, um die beste Lösung für unsere Probleme zu finden. Das geschieht meiner Meinung nach nicht ausreichend.
Aus welchen Gründen auch immer steht uns nicht genügend Information zur Verfügung, um zu einem Ergebnis zu kommen, das nachvollziehbar ist. So bleibt es eine Frage, welcher Autorität man mehr Vertrauen entgegenbringen möchte, wem man letztlich glaubt. Und über Glaubensfraugen lässt sich zwar trefflich streiten, aber eine Lösung oder auch einen Kompromiss zu finden, ist fast nicht möglich.
Man kann aber miteinander leben, ja, wir müssen es. Und wir sollten als Gesellschaft wieder dahin kommen, dass wir auch in diesem Bereich tolerant und freundlich mit unseren Mitmenschen umgehen, anstatt sie auszugrenzen und zu diskriminieren. Darum geht es mir hauptsächlich. Leben und leben lassen. Es ist so viel kaputt gegangen in den letzten Monaten, dass dies mein wichtigster Wunsch wäre.
LGL