Re: Warum ausgerechnet ER? Warum MEIN Mann?
Verfasst: Mi 20. Nov 2019, 05:22
Daaaaaanke Inga, ich bin mega glücklich beim lesen deiner Worte
Namaste
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Liebe Carry,Carry hat geschrieben: Di 19. Nov 2019, 10:13 ...
Dennoch habe ich Angst, Angst, dass er eines Tages geht, weil er sich vielleicht doch anders orientiert. Wie kann ich diese Angst loswerden?
LG, Carry
Hallo Michi,MichiWell hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 00:15 Was mich allerdings nachdenklich stimmt ist, dass du ihn dir anscheinend eher als triebgesteuertes Etwas vorstellen kannst, als die Möglichkeit, dass er eine starke weibliche Seite haben und diese gelegentlich ausleben möchte, um nicht an deren Unterdrückung kaputt zu gehen. So pragmatisch wie du über die Integration seines Fetischs in euer Liebesleben referierst, ist das für mich näher am Verrichten der Notdurft, denn am Austausch von Zärtlichkeiten. Sorry, wenn ich das so plakativ formuliert habe.
Das sehe ich zumindest bei Menalee und mir anders. Die Liebe zwischen Menalee und mir ist eine unverhandelbare Konstante. Sie schlug bei uns ein und wurde über die Jahre immer größer. Natürlich sind wir beide bemüht unsere Liebe zueinander täglich zu nähren. Aber es kann auch bei uns mal vorkommen, das ich meiner Menalee wehtue oder meine Menalee mir, aber deswegen an unserer Liebe zu zweifeln käme uns nie in den Sinn. Wir sind zwei Frauen die auch mal Fehler machen, aber dann müssen wir sehr schnell einen Weg finden die Ungereimtheiten aus der Welt zu schaffen. Genau hier ist es für uns wichtig auf Konstanten zu vertrauen, die tief in uns verwurzelt sind und immer wieder der Antrieb sind das Wichtigste in unserem Leben - unsere Liebe - zu bewahren. Das Geschenk der Liebe wird von uns gepflegt und bewahrt. Ohne diese Liebe, das bedingungslose Vertrauen zwischen meiner Menalee und mir das uns täglich Kraft und Energie schenkt wäre vieles nicht möglich. Unsere Liebe hat auf unserem Weg Berge versetzt und Stürme überstanden, weil sie für uns unverhandelbar ist und voraussetzt das ich für meine Menalee alles tun würde. Ich bin mir sicher, das auch meine Menalee alles für mich tun würde. Sicher ist für mich auch das ich immer bei meiner Menalee bleiben werde, in guten wie in schlechten Zeiten. Wir sind einander aber auch nicht hörig sondern vielmehr ist bei unserer Liebe auch eine wichtige Komponente, das wir uns stets auf Augenhöhe mit dem notwendigen Respekt füreinander begegnen.Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 09:44 ........
Du kannst Dir nie sicher sein, dass Dein* Partner* bleibt. Liebe entscheidet sich jeden Tag neu, von beiden Seiten aus.
............
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 07:53 Hallo Carry,
ich komme aus zeitlichen Gründen nicht dazu, alle Posts ausgiebig zu lesen. Ich möchte Dir nur einen Hinweis auf das Thema "Verlustangst" geben. David Schnarch hat in seinem Buch "Die Psychologie sexueller Leidenschaft" (aus meiner Sicht sehr lesenswert) darauf hingewiesen, dass die Differenzierung, also die Anerkennung und Annahme von Unterschieden eine grundlegende Weiterentwicklung in der Beziehung darstellt. Ulrich Clement hat diese Ansicht im deutschen Raum vertreten.
Die Verlustangst ist verständlich, da man tatsächlich etwas loslassen muss. Es scheint etwas in der Beziehung zu sterben. Die Distanz wird vermeintlich größer. Tatsächlich kehrt aber viel mehr Realismus in die Beziehung ein. Was stirbt, sind die eigenen Vorstellungen vom Partner, die ihn letztlich einschränken, und machen einer neuen Sichtweise Platz und eröffnen Chancen der Weiterentwicklung. Steht die Beziehung auf einer vertrauensvollen Basis, ist damit auch kein Verlust der Nähe verbunden, sondern "unreife" Vorstellungen von Verschmelzungen werden relativiert. Ein "wir gehören zusammen" bekommt mehr Tiefe. Krisen bedeuten nicht nur Gefahr, sondern auch eine günstige Gelegenheit.
Dass das ein symmetrischer Prozess ist, muss m.E. nicht besonders betont werden. Aber einer muss anfangen. In diesem Fall war das Dein Mann mit seiner Eröffnung. Das Loslösen von Vorstellungen ist schmerzhaft, aber die Schmerzen bleiben nicht, wenn man sich miteinander vertrauensvoll auseinander setzt. Wenn Du Deine Schritte gehst (immer schön auf Dich selber achten, es muss für Dich richtig sein, nicht für ihn), wird sich auch Dein Mann mit seinen Vorstellungen und Themen auseinander setzen müssen. Nochmals: das funktioniert nur mit einer soliden Vertrauensbasis, dass beide sich miteinander entwickeln wollen. Dazu gehört Offenheit und Ehrlichkeit und das möglichst umfassend und beidseitig.
Es gibt keine Garantien. Manche Paare wollen das nicht und können auch gut miteinander leben. Aber es wird nicht die Tiefe haben, die möglich ist. Es gibt auch eine sehr tiefgründige, lyrische Beschreibung dafür: https://www.zgedichte.de/gedichte/khali ... liebe.html
Alles Gute
So war das sicher nicht gemeint und da geht es auch weder um einer Wertung sexueller Vorlieben noch um Dich liebe Emmi!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 18. Nov 2019, 18:38
Trotzdem möchte ich dich gerne etwas fragen!
Was ist schlimm daran bi -oder homosexuell zu sein? Macht es mich zu einem schlechteren
Menschen weil ich pansexuell bin? Ich trage die Möglichkeit in mir für jedes menschliche Wesen
Liebe zu empfinden und bin trotzdem seit 17, fast 18 Jahren in einer festen (lesbischen) Partnerschaft.
Tu dich bloß nicht verbiegen ! Niemand darf dir das hetero ausreden. (falls das von jemand so gemeint war).Carry hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 10:23 Nochmal: ich bin hetero! Punkt! Nein, ich bin nicht homophob, und wie andere Menschen ihre Sexualität ausleben, ist mir gelinde gesagt vollkommen schnuppe. Ich mag nunmal Männer!
Wenn dann so Sachen kommen wie "denk' doch mal drüber nach, warum Du Dich gerade in diesen Mann verliebt hast, er hatte doch irgendwas besonderes, was ihn von anderen unterschied..."....ja sicher, natürlich hat er das - aber ich habe mich auch in ihn verliebt, WEIL er ein MANN ist - neben hunderttausend anderen wunderbaren Eigenschaften, die er hat. Was ist daran so schwer zu verstehen?
...
Nichts desto trotz werde und will ich die Neigungen meines Liebsten in unser Beziehungsleben integrieren - und als eine von mehreren Spielarten der Sexualität, kann auch "Verkleidung" für mich durchaus reizvoll und anregend sein ... aber da gibt es eben Grenzen!
Hi Lexi,lexes hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 11:32 So war das sicher nicht gemeint und da geht es auch weder um einer Wertung sexueller Vorlieben noch um Dich liebe Emmi
Also auch hier, ich kenne manche meiner Freunde seit lass mich lügen seit 40 - 42 Jahren.lexes hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 11:32 Sie hat ein Problem damit das IHR Mann nicht DER Mann ist, von dem sie dachte das er es ist
Dazu kommt eine Batterie von Ängsten ( viele unberechtigt, aber woher soll sie das wissen ) und dann kommen solche Sätze dabei heraus
Das solltest Du wirklich NICHT auf Dich beziehen oder es als eine Art homophones Statement werten
Genau, Aufklärung, das ist was ich damit erreichen will. Sind wir uns doch einig, super!lexes hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 11:32 .. und eine langjährige lesbische Beziehung ( so schön sie für Dich ist , ganz ohne Zweifel ) ist hier auch mit Sicherheit keine inhaltliche Hilfestellung.
Hier geht es um Verständnis / Aufklärung etc ..
Hallo Ascona,ascona hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 12:14 Tu dich bloß nicht verbiegen ! Niemand darf dir das hetero ausreden. (falls das von jemand so gemeint war).
Ich wunderte mich schon bei deinem ersten Beitrag über das besondere Sexexperiment.
Die Frage, die mir spontan in den Sinn kommt :
muß denn der Fetischismus deines Mannes überhaupt Teil eurer sexuellen Handlungen werden ?
Ich dachte eigentlich so:
- dein Mann braucht Verständnis für sein crossdressing und Fetischismus. Er will sich nicht vor dir verstecken müssen. Ob er nun ab und zu oder öfters in der Wohnung oder außerhalb mit oder ohne dich in Frauenkleidung wandelt - das ist seine und eure Sache. Das müsst ihr mit der Zeit herausfinden, dafür habt ihr ja ein tolles Vertrauensverhältnis.
- aber ich kann nicht nachvollziehen, warum ihr das in euer sexuelles Liebesleben integrieren müsst. Er könnte doch dabei GANZ Mann bleiben. Ohne daß er sich dabei verstellt.
Oder sehe ich das falsch ?
Liebe Marie,!EmmiMarie! hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 12:50 Genau, Aufklärung, das ist was ich damit erreichen will. Sind wir uns doch einig, super!
Ich verstehe Carry, das ist nicht das Problem, nur wenn du dich ständig innerhalb deiner Komfortzone
bewegst ist das Entwicklungspotential nicht ganz so hoch meiner Einschätzung nach...
Das ist es was ich in meiner ersten Antwort meinte.Carry hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 13:00 Aber wenn jemand sich Silikonbrüste, Perrücken und was weiß ich noch alles zulegt und sich darin wohl fühlt, dann will er in dem Moment, wenn auch nur zeitweise, eine Frau SEIN! Nicht nur mal für einen Rollenspielaspekt beim Sex, sondern im Leben eine Frau SEIN! Und da haben wir dann noch ganz andere Probleme....
Hi Carry...Carry hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 13:00 Also nochmals zum Verständnis: wenn in einer eigentlich heterosexuellen Beziehung, einer romantischen und nicht platonischen Liebesbeziehung einer von beiden die Vorliebe hat, sich von Zeit zu Zeit wie das andere Geschlecht zu kleiden usw und sich darin dann auch selbst befriedigt - was um alles in der Welt hat dann daran NICHT mit Sex zu tun??? Sorry, aber das kann ich jetzt mal so gar nicht verstehen.... Klärt mich gerne auf, ich bin für jede Info dankbar.
Wenn er wirklich den Wunsch haben sollte, einfach mal so, ohne jede sexuelle Komponente, Frauenkleider anzuziehen - bittesehr! Aber dann braucht er ja auch keine Silikonbrüste oder ähnliches, denn dann ginge es ja nur um die Kleidung. - Aber wenn jemand sich Silikonbrüste, Perrücken und was weiß ich noch alles zulegt und sich darin wohl fühlt, dann will er in dem Moment, wenn auch nur zeitweise, eine Frau SEIN! Nicht nur mal für einen Rollenspielaspekt beim Sex, sondern im Leben eine Frau SEIN! Und da haben wir dann noch ganz andere Probleme....
Für sehr viele hier ist das schon ein Problem. Das Problem nennt sich Akzeptanz durch andere in dem passenden Set von Genderstereotypen. Anders gesagt: Menschen werden unterschiedlich behandelt, je nachdem wie sie geschlechtlich "gelesen" werden. Männer mit Männern anders als mit Frauen und umgekehrt. (Und beide sind verwirrt, wenn ich sage, dass ich da nicht mitspielen will). Das ganze Spektrum von Crossdressing bis trans hat für viele von uns mehr mit dieser Art der Wahrnehmung und anderem Umgang durch andere zu tun, als mit Sex. Und es hat damit zu tun, sich selbst in dem Moment stimmig zu fühlen in Aussehen, Auftreten, Tätigkeiten - und dem Mindset im Kopf. D.h. viele, wenn nicht die meisten von uns, wechseln mit den Klamotten auch in ein anderes, mit dem Umziehen erlaubten Gefühlsleben, Selbstbild, usw.Carry hat geschrieben: Mi 20. Nov 2019, 13:00So, nun bin ich etwas verwirrt ....wieso wundert es jemanden, dass es in meinen Posts viel um Sex geht....Ääähm...worum denn bitte sonst? Also, wenn es sich irgendeiner Form um das Geschlecht eines Menschen dreht, dann dreht es sich damit automatisch - es sei denn dieser jemand ist komplett a-sexuell, aber dann ist demjenigen sein Geschlecht auch wahrscheinlich egal?! - um die Sexualität, die sexuelle Ausrichtung, Neigung, eben den Sex! Oder sehe ich das falsch? Wenn es nur darum ginge, ob jemand rosa oder blaue Sachen trägt (um es ganz einfach auszudrücken), dann hätten wir alle, die wir hier sind wohl kaum ein Problem.