Seite 4 von 4

Re: Und dann kam die Frage doch...

Verfasst: Sa 16. Feb 2019, 07:57
von Bea Magdalena
Frieda hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:59 Dieses Thema arbeitet in mir nach wie vor.

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:40 Sorry, wenn ich einen bisexuellen Partner an meiner Seite weiß, und ich Liebe ihn, dann habe ich 2 Optionen:

Ich verlasse ihn, weil ich damit nicht klarkomme
Ich lasse ihm die Freiheit sich sexuell das zu holen was ich ihm nicht geben kann

aber man kann doch nicht verlangen das der Partner im Extremfall auf die Hälfte seiner Sexualität verzichtet.

Wir haben eine gute Freundin die hetero ist, ihr Partner ist stark bi, sie sagte einmal: warum soll ich ihm das verweigern, ich kann es ihm halt nicht geben, warum soll er darunter leiden ?

Und wenn ich deine Worte lese liebe Heike, muss und will ich sagen, dass ich dir zustimme. Du hast recht!

Jedoch kann ich auch sagen, dass ich persönlich unter einer solchen Situation bitterlich leiden würde. Denn ich sage es nicht nur so dahin, sondern es entspricht meiner Natur das ich monogam bin ..und ich bin damit zufrieden und glücklich.

Ich kann und will keinem Wesen vorschreiben wie es leben kann/darf (in der Hoffnung keiner der Beteiligten wird mutwillig verletzt), aber ich weiß für mich persönlich, wo ich meine Grenze der Akzeptanz bzgl meiner Intimität erreiche ..ich hab halt auch meine Fehler.

Namaste🙏
(Ich sprach ruhig und freundlich.)
Hallo Frieda,

Dein Post ist schon ne Zeitlang in meinem Kopf.

Ich kann Dich sehr gut verstehen und möchte Dir zustimmen.
Und als Deinen Fehler bzw. als Fehler überhaupt sehe ich monogam sein ganz und gar nicht.

Habe aber ebenfalls Verständnis für andere Formen der Partnerschaft.

Liebe Grüße
Bea

Re: Und dann kam die Frage doch...

Verfasst: Sa 16. Feb 2019, 08:58
von Christiane04
Guten Morgen,

Treue mit einem Partner ein Leben lang.......
Das ist nicht im Sinne der Natur, unzählige oft über Jahrzente treue Tierpaare zum Beispiel Albatrosse ( 35 Jahre u länger zusammen ) haben einen sehr konstanten Anteil von 10% Kuckuckskindern......
Unsere Gesellschaft ist kirchlich geprägt und die Glaubenssätze stecken mehr oder weniger in uns allen noch drin. Auch in mir obwohl ich die bigott dogmatische Kontroll Veranstaltung nur noch lächerlich finde angesichts der weltweiten Missbrauchsskandale gegen die Harvey Weinstein ein Waisenknabe ist.....
Soll überhaupt nicht der Untreue Vorschub leisten, aber die Gesellschaft wandelt sich, auch in diesem Bereich. Die Millionen Singles in Deutschland die unzufrieden oder sich leicht gespalten/selbstbetrügend ihr Alleinsein schön reden sprechen eine deutliche Sprache.
Die Vielfalt der Partnerschaftskonzepte nimmt zu.
Für die, die es so gerne schwarz oder weiß hätten sind die vielen Schattierungen von grau-Beziehungen natürlich ein Graus, aber weder das Beschwören der Monogamie wird helfen noch das Verurteilen des Partners/ Partnerin, wenn DIE Frage dann doch kommt.
Toleranz, Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein ist gefragt! (nurse)
Mehr denn je.

Ein bisschen provokativ , ich weiß, sagt euere Meinung! Christiane

Re: Und dann kam die Frage doch...

Verfasst: Sa 16. Feb 2019, 12:16
von Jasmine
[quote=Christiane04 post_id=233007 time=1550303890 user_id=8529]
Guten Morgen,

Treue mit einem Partner ein Leben lang.......
Das ist nicht im Sinne der Natur, unzählige oft über Jahrzente treue Tierpaare zum Beispiel Albatrosse ( 35 Jahre u länger zusammen ) haben einen sehr konstanten Anteil von 10% Kuckuckskindern......
Unsere Gesellschaft ist kirchlich geprägt und die Glaubenssätze stecken mehr oder weniger in uns allen noch drin. Auch in mir obwohl ich die bigott dogmatische Kontroll Veranstaltung nur noch lächerlich finde angesichts der weltweiten Missbrauchsskandale gegen die Harvey Weinstein ein Waisenknabe ist.....
Soll überhaupt nicht der Untreue Vorschub leisten, aber die Gesellschaft wandelt sich, auch in diesem Bereich. Die Millionen Singles in Deutschland die unzufrieden oder sich leicht gespalten/selbstbetrügend ihr Alleinsein schön reden sprechen eine deutliche Sprache.
Die Vielfalt der Partnerschaftskonzepte nimmt zu.
Für die, die es so gerne schwarz oder weiß hätten sind die vielen Schattierungen von grau-Beziehungen natürlich ein Graus, aber weder das Beschwören der Monogamie wird helfen noch das Verurteilen des Partners/ Partnerin, wenn DIE Frage dann doch kommt.
Toleranz, Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein ist gefragt! (nurse)
Mehr denn je.

Ein bisschen provokativ , ich weiß, sagt euere Meinung! Christiane
[/quote]
Provokativ naja ich weiß nicht.
Treue mit einem Partner sei nicht im Sinne der Natur?
In unserer (Menalee und ich) Beziehung ist die Treue ein wesentlicher Bestandteil! Ich kann natürlich nur für unsere Beziehung sprechen. Aber gerade die extreme innere und tief empfundene Liebe und unser Wunsch der Treue bringen uns in hohe Sphären des persönlichen Glücks. Durch unsere gemeinsame Kraft entwickelten wir Kräfte die uns sicher durch die stürmische See unseres Lebens brachte. Also können unser besonderes Gefühl der Liebe die bei uns zahlreiche Blüten hervor bringt und nach 25 gemeinsamen Jahren immer noch die Schmetterlinge in unserem Bauch fliegen lässt nicht leugnen. Was hätte ich vom Fremdgehen? Was sollte es mir bringen?
Betreffend der Kirche, kann ich für die Taten nicht den katholischen Glauben verantwortlich machen sondern nur die betreffenden Personen.
Warum es so viele Singles gibt weiss ich nicht. Ist es hier die Konfliktbereitschaft oder die Bereitschaft auch mal nach zu geben? Vielleicht auch die Jagd nach dem idealen Partner der 100 % der Erwartungshaltung entspricht? Wie gesagt, ich weiss es nicht.
Beipflichten muss ich natürlich der These das das Leben bunt ist und die Beziehungen vielfältig.
Liebe Grüße Jasmine

Re: Und dann kam die Frage doch...

Verfasst: Mo 18. Feb 2019, 10:26
von Anja
Moinsen (moin)
Christiane04 hat geschrieben: Sa 16. Feb 2019, 08:58 Das ist nicht im Sinne der Natur, unzählige oft über Jahrzente treue Tierpaare zum Beispiel Albatrosse ( 35 Jahre u länger zusammen ) haben einen sehr konstanten Anteil von 10% Kuckuckskindern......
Und heißt das nicht, das es in 90% der Partnerschaften, auch im Tierreich, funktioniert? Außerdem müssen es ja keine ungewollten Kinder sein, Pinguine z.B. "adoptieren" verwaiste Pinguinkinder, um ihr Überleben zu sichern, besonders häufig übrigens homosexuelle Pinguin-Paare.
Und von Kindern mal ganz abgesehen, bedeutet eine innige Beziehung zu einem bestimmten Menschen so viel mehr...
Ich halte es wie Jasmine. Ich würde niemals das aufs Spiel setzen, was ich mit meiner Frau zusammen habe.

Grüße
die Anja

Re: Und dann kam die Frage doch...

Verfasst: Di 19. Feb 2019, 19:19
von Karla
Liebe Marie,
!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 14:00
Anja hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:48 Moinsen (moin)
!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:17 auch aber nicht ausschliesslich..
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:36 Die Partnerschaft ist für uns in dieser Offensichtlichkeit ein Geschäft: Du gibst mir etwas und ich gebe Dir etwas.
Dann sind wir wohl die Paradiesvögel unter den Verheirateten. Wir haben aus Liebe geheiratet.
Das war für uns der Grund, der Sinn und der Zweck. Die Frage lautete ja weshalb?
Aus Liebe!
Das eine Beziehung / Partnerschaft sehr vielschichtig sein kann und auch viel Beziehungsarbeit mit sich bringt und früher auch damit Machtverhältnisse zementiert wurden bestreite ich garnicht.
Aber für eine solch-bezogene Antwort hätte die Frage anders lauten müssen. Für mich gibts auf das Weshalb? nach wie vor nur eine Antwort...

Wir haben auch vorher keine Analysen gemacht, was Macht- und Vertrauensverhältnisse angeht.
Wir sind die Beziehung eingegangen weil wir uns lieben.
Wenn man es ganz philosophisch angehen will, ist keine Liebe bedingungslos, mir gefällt es aber besser das nicht total zu zerpflücken, sondern ich betrachte lieber das große, wunderbare Ganze.

Grüße
die Anja
Hi Anja,

das ist doch auch schön-gar keine Frage!

Aber lass mich bitte eine Frage zurückstellen-braucht es eine Ehe um verliebt zu bleiben?
Siehst du das als Stütze?

Wir haben uns bewusst gegen Heirat und Kinder entschieden-Kinder deshalb nicht, weil es mir
schlichtweg psychisch unmöglich war welche zu zeugen. Hätte ich sie bekommen können, gerne.
Sogar nichts lieber als das..aber ich bin kein Vater oder Vaterin.

Wir sind seit 16 Jahren zusammen, aber eine Ehe hätte für uns keinen weiteren Fortschritt bedeutet.

Alles Liebe Marie (flo)
auch ich wäre lieber selbst schwanger geworden und hätte gerne gestillt - ersteres klappt halt noch gar nicht..
...also mußte diesen Part die Partnerin übernehmen.
Die Psyche läßt sich evtl. überlisten:
In der Missionarsstellung mit vertauschten Rollen "ist es halt passiert"
LG Elly

Re: Und dann kam die Frage doch...

Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 10:55
von Lavendellöwin
Hi meine Lieben,

es gibt ja mehrere Fragen, die so im Verlauf eines Lebens auftauchen..

grade stellt sich mir eine Frage, die mich schon eine halbe Ewigkeit begleitet
nochmal wieder mehr...

aber zum warum...seit 14 Tagen habe ich Energydrinks und allen Limos entsagt
(nicht weil ich das gewichtsmässig machen müsste, aber gerade Energydrinks
ziehen aus Speichern Energie raus, die ich lieber behalten sollte) und seit
knapp 67 Stunden bin ich Nichtraucherin. Zu reduzieren hat einfach nicht gewünschten
Erfolg des Rauchstopps gebracht, also bin ich am Freitag in der Uni bei einem Kurs
gewesen...bis jetzt habe ich kein Verlangen, sehr schön!

Aber was war ich am Wochenende knaddlig, Samstag auf Sonntag Nacht hätte ich
fast unsere Beziehung beendet, weil ich mir viel mehr Freiheit und Abstand wünsche..
und ich Wahnsinnige hab dabei mehr geheult wie meine Liebste.

Punkt um..warum will ich immer etwas anderes als ich habe, dabei ist das was ich habe
doch eine federleichte rosa Wolke.
Das ist jetzt eher auf das normale Leben bezogen, nicht auf das Trans*sein. Mein Leben
dreht sich nicht nur darum, aber ich bin es, es gehört zu mir.

Forever running, even when we are standing still? Hat sich der Satz so tief in mich
eingegraben?

Alles Liebe Marie (flo)