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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 09:52
von Jenina
Svetlana L hat geschrieben: Fr 12. Jan 2018, 08:23 ...
Streit? Bekämpfen? Meinst du nicht, dass das etwas übertrieben ist?
Bislang habe ich das hier als Diskussion über das Für und Wider des Begriffs "Transe" aufgenommen. Wenn du keine Probleme hast, dich als Transe zu bezeichnen: Herzlichen Glückwunsch, schön für dich. Was ist aber so schwer daran zu respektieren, dass einige das Wort "Transe" für sich ablehnen? Ich denke, der Kampf um Sichtbarkeit und Akzeptanz kann auf so vielen Ebenen geführt werden, da muss man doch nicht um dieses eine Wort ringen. Es soll sich doch von mir aus jede_r nennen, wie es ihm_ihr beliebt, aber man kann doch nicht verlangen, dass alle ins gleiche Horn stoßen bzw. anderenfalls unterstellen, dass man den Befürwortern in den Rücken fällt.
Dieser Beitrag scheint mir typisch warum es ein Streit ist. Es wird unterstellt, dass von den Befürwortern des Wortes Transe von allen gefordert würde das auch so zu sehen. Das habe ich nie gesagt. Im Gegenteil habe ich geschrieben dass ich diese Haltung verstehe und akzeptiere. Also bitte bei der Wahrheit bleiben!

Genauso wenig habe ich jemals geschrieben dass diejenigen, die diese Schwierigkeiten haben irgend jemand in den Rücken fallen. Vielmehr möchte ich, dass diese Ablehnung nur persönlich bezogen bleibt, wie es von den meisten hier auch so geäußert wurde.

Das es hier um genau dieses eine Wort geht ist doch nur die Spitze des Eisberges. Es geht natürlich um alle dikriminierenden Begriffe, Bezeichnungen und Äußerungen aller Art. Gerade jemand, der immer auf der gendergerechten Sprache besteht sollte das doch wohl wissen, dass es bei einem Wort auch durchaus um alle Wörter gehen kann.

Solche Unterstellungen und Verdrehungen helfen uns eben hier nicht weiter und daher schrieb ich von Streit. Dein Beitrag ist das beste Beispiel dafür. Ich zitiere mich mal selber:
Bittte um Vorschläge und Einstellung der Streitereien!
Jenina

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 10:28
von Laura R
Als Transe wurde sehr lange oder wird vielleicht auch noch der Ford Transit bezeichnet, mir ist nicht bekannt das sich ein Ford dadurch beleidigt fühlte. :lol:
Jeder / Jede kann sich doch gerne so bezeichnen wie es beliebt und jedes Wort kann unterschiedlich aufgefasst werden.
Ich persönlich bezeichne mich nicht als Transe und möchte auch nicht so bezeichnet werden, aber auch nicht als Trans mit * und ohne *.
Ich habe die Postings mit einem leichten schmunzeln gelesen und mir auch so meinen Teil gedacht.
Ich wünsche Euch allen ein schönen Wochenende mit * oder ohne *
Liebe Grüße Laura ---)))

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 12:34
von Svetlana L
Jenina hat geschrieben: Fr 12. Jan 2018, 09:52 Dieser Beitrag scheint mir typisch warum es ein Streit ist.
ich weiß ja nicht, wo bei dir die Diskussion aufhört und der Streit anfängt. Eine Diskussion ist immer kontrovers (sonst könnte man sie sich schenken), deshalb sehe ich das hier immer noch als Diskussion und nicht als Streit an und schon gar nicht bekämpfen wir uns hier. Ich habe nirgends geschrieben, dass du, Jenina, das mit dem "in den Rücken fallen" geschrieben hast. Gut, ich hätte vielleicht "die Befürworter_innen" deutlicher trennen müssen! Sorry! (hs)

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 12:41
von Ulrike-Marisa
Moin,

...bleiben wir doch mit der Kirche im Dorf; jede/r hat ihre/seine Meinung zu dem Begriff und ein eigenes Verständnis dazu. Alles ist immer auch eine Frage der persönlichen Wahrnehmung und Sichtweise. Nein, streiten möchte ich darüber nicht. Interessant ist eher die Spannweite der Meinungen und Aspekte der Bewertung; da ist genug an Information für alle da. :wink:

Gruß, Ulrike-Marisa

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 13:04
von Laura R
:roll: :shock: Da fragt man sich wie Kriege entstehen
Leute ,Leute das ist doch nur ein Wort das alles und nichts aussagt und wo jeder was reininterpretiert. Wenn einer sagt ich bin eine Transe ist doch ok und wenn einer sagt ich bin ein Ochsenfrosch ist doch auch ok ( als Beispiel ) aber jemanden anderen so beschreiben/bezeichnen ....... na ja. Aber diese Diskussion geht doch aus wie das Hornberger Schießen, jeder hat seinen Standpunkt und gut ist.
Man o man

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 15:17
von Frauke
Es ist wohl auch der falsche Ansatz in einer Diskussion zu erwarten, dass alle anderen den eigenen Standpunkt verstehen bzw. teilen. Das hat mit Kampf oder Krieg nun gar nichts zu tun. Manche fühlen sich unter dem Begriff Transe gut angesprochen und andere eben nicht. Solange man keiner/m eine Bezeichnung aufzwingt, ist das doch kein Problem.

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 15:41
von Michi
Frauke hat geschrieben: Fr 12. Jan 2018, 15:17 Es ist wohl auch der falsche Ansatz in einer Diskussion zu erwarten, dass alle anderen den eigenen Standpunkt verstehen bzw. teilen.
Hallo zusammen,

ich bin nicht so realitätsfremd, anzunehmen, ich könnte in einer Diskussion alle anderen überzeugen. Ich bin schon zufrieden, wenn ich nur ein paar wenige zum Nachdenken über ihren Standpunkt bewegen kann. In erster Linie geht es mir darum, die Ansichten der anderen zu erfahren, mich aber auch damit öffentlich auseinanderzusetzen. (Neulich kam irgendwo der Einwand, Diskussion sei nur das Darlegen unterschiedlicher Ansichten, aber keine Auseinandersetzung damit. Diese Sichtweise teile ich nicht.)

Selbstverständlich habe ich auch Verständnis dafür, dass manche auf Grund persönlicher Betroffenheiten Probleme mit dem Begriff haben. Das hatte ich in früheren Thread vielleicht noch nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht, es aber aus den älteren Diskussionen durchaus als Erkenntnis mitgenommen.

Ich sehe es hier immer wieder und verstehe auch sehr gut, dass es nicht einfach ist. Aber dennoch sollte man trotz persönlicher Negativerlebnisse mal versuchen, zwischen der eigenen Befindlichkeit und dem Anliegen, dem Begriff seine negative Bedeutung zu entreißen, zu trennen.


Liebe Grüße
Michi

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 16:40
von Frauke
Sicher kann eine Diskussion auch dazu führen, die eigenen Ansichten zu verändern. Das ist ein wichtiger Aspekt. Gilt aber wohl in beide Richtungen.

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 19:34
von Tinchen
Klares ja, auf die eingangs gestellte Frage. Früher gab es nur den Begriff Transvestit und später kam noch Transsexuell hinzu und das Wort Transe ist doch nur eine Abkürzung der Begriffe (bzw. Verniedlichung, Verweiblichung ) Daher sehe ich keinerlei beleidigendes in dem Wort an sich.

Für mich ist das ein Oberbegriff gewesen, der keine weitere Definition benötigt. Somit Umgangssprachlich prädestiniert. Viele der Begriffe habe ich erst hier im Forum kennen gelernt"¦.

Ich kann nachvollziehen, dass es verletzend sein kann, wenn man als Transe angesprochen wird, aber man ist doch Frau. Jedoch ist dann doch auch jeder andere trans* Begriff genauso verletzend.
Kelly hat geschrieben: Mi 10. Jan 2018, 21:58 als ein Kollege aufsprang und zum Fenster hinauszeigte und rief,laut lachend:Schauts Euch die Transe da unten an"Natürlich schauten alle zum Fenster raus und lachten lautstark und machten beleidigende Bemerkungen.
Wäre es weniger beleidigend gewesen, wenn der Vollpfosten Transvestit, CD, TS o.ä. benutzt hätte?
Wären die Begriffe dann auch auf die No-Go Liste gekommen?

Ich beantworte mal beide Fragen mit nein, denn nicht das Wort war beleidigend, sondern der Typ und die Art wie er das Wort verwendet hat. Jedes Andere Wort hätte den gleichen "Dienst" getan.

Ich hätte dem Typen gesagt: "Tut mir leid, ich bin Pazifist, deshalb haue Dir doch bitte für den dummen Spruch mal selber eine rein." Gut, vielleicht wäre ich auch heulend raus gegangen"¦.

Die Realität sieht für mich so aus, im geschriebenen Wort wird neuerdings Transe vermieden und trans* verwendet. Da wir im Büro Spiegel Artikel gerne diskutieren, war auch der Artikel zum dritten Geschlecht ein Thema. Alle haben trans* gelesen, aber dann Transe ausgesprochen. Transasterisk, Transstern sagt doch keiner"¦..wobei mir Transsternchen schon schmeicheln würde :-)"¦.sagt aber auch keiner zu mir *schnief*

Wenn mich Jemand fragt, warum ich Transe bin, freue ich mich einen Dialog über mein/unser Dasein führen zu können. Begrifflichkeiten sind mir dann egal. Obwohl ich die Frage auch schon mal so beantwortet habe: "Nur weil eine Frau wie ich Kugelstosserin ist, musst Du mich nicht gleich Transe schimpfen." Der arme Kerl war aber so verdattert, dass ich mir vorgenommen habe solche Sprüche sparsamer einzusetzen. Das Bürschlein hat es so derb auch nicht verdient. Es kam dann aber doch noch zu einem lustigen Dialog.

Ich wiederhole meine Aussage aus dem "Mini Serie Thread" Wenn es hier Leute gibt, die sich beleidigt oder verletzt fühlen, dann verzichte ich auf das Wort Transe. Schwestern oder Mädels ist mir als Anrede für euch eh lieber. Nur diese putzigen Begriffe wie Stubentranse, Autotranse, Gelegenheitstranse mag ich nach wie vor.

@Anne-Mette: Du hast gar nichts angerichtet, ein wenig Streitkultur gehört zu einem guten Forum einfach dazu.

LG Tina

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 19:40
von Lina
"Transvestit" fand ich auch immer sogar ei bisschen cool. Wertfrei ist das Wort aber nicht. In der klinischen Definition liegt ja, erst mal das es sich um einen "unwiderstehbaren Drang" und zweitens um sexueller Erregung - also Fetischismus - handelt.
Nach der Definition bin ich bestimmt nicht Transvestit.

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 20:07
von Tinchen
Lina hat geschrieben: Fr 12. Jan 2018, 19:40 "Transvestit" fand ich auch immer sogar ei bisschen cool. Wertfrei ist das Wort aber nicht. In der klinischen Definition liegt ja, erst mal das es sich um einen "unwiderstehbaren Drang" und zweitens um sexueller Erregung - also Fetischismus - handelt.
Nach der Definition bin ich bestimmt nicht Transvestit.
Diese Deutung habe ich noch nie gehört :-) Bitte nicht als Kritik verstehen...

Ich habe daher aus Spaß auch noch mal nach geschaut und im Duden.de das hier gefunden:

Transvestit
Mann, der sich zum Lustgewinn wie eine Frau kleidet; Kurzwort: Transi

Transvestịsmus
Bedürfnis (1), z."‚B. mittels Kleidung, Schminke und Gestik die Rolle des anderen Geschlechts anzunehmen

Transe
Substantiv, feminin - Transvestit

Also der Unterschied von Transvestit zu Transvestitismus......da reicht mein IQ glaube ich nicht aus um die unterschiedliche Definition zu verstehen :-)

Wollen wir so etwas wirklich Ottilie Normalverbraucherin als Erklärung anbieten?

Ich stelle mir nun drei Mädels von uns in einem Café vor. Ein freundlicher Typ fragt ob er sich dazu setzen darf und fragt dann die Drei warum sie Transen sind. Sagt die Erste: "Ich bin keine Transe, ich bin Transvestit." Sagt die Zweite: "Ich bin keine Transe, ich bin Crossdresser." Sagt die Dritte: "Ich bin keine Transe, ich bin Transexuell." "Und was ist der Unterschied?" Die Drei erklären das und dann streiten sie über die genaue Definition und die Abgrenzung......Also wenn ich der freundliche Typ wäre, ich würde sagen: "Ich weiß nicht was für Pilze ihr gefuttert habt, aber ihr solltet davon besser nicht so viele verdrücken."

Edit: Transi habe ich übrigens auch noch nie gehört :-)

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Sa 13. Jan 2018, 11:06
von Lina
Diese Deutung...
Wenn ich mich nicht total täusche kommt die vom Urheber selbst, also von Magnus H, sonst ist die zu in die Richtung relativ schnell in die Richtung präzisiert worden.
Wie ist es dir gelungen, die Definition nicht zu finden. Die steht doch so in so vielen Nachschlagewerke, mehr oder weniger ausführlich.

Du hast ja auch selber das Schlüsselwort, "zur Lustgewinn", in deiner Definition drin. Da ist doch schon der Fetischismus mit abgedeckt.

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Sa 13. Jan 2018, 13:00
von Jaddy
ascona hat geschrieben: Fr 12. Jan 2018, 00:06Ich finde auch das Wort "Transvestit" am besten. Es ist wertfrei. Und deutsch.
Zu "deutsch" wurde ja schon was gesagt :) Der wichtige Punkt ist meiner Ansicht aber, dass es kein einzelnes Wort geben kann, um uns allen hier gerecht zu werden. Wenn jemand das Wort "transe" für sich schick findet: prima. Aber so generell kann ich gut verstehen, dass viele es so ganz und gar nicht hören wollen.

Viele Beiträge in diesem Thread reiben sich nach meinem Eindruck einfach nur an den persönlichen Assoziationen zu bestimmten Wörtern. Sie formulieren rational, von einer emotionalen Reaktion aus. Das ist eher -hm- unergiebig.

Wörter lösen beim hören über Bilder und Assoziationen eine ganz persönliche, emotionale Reaktion aus. Rational darüber zu diskutieren wird die Gefühlslage kaum ändern. Wenn eine Transfrau beim Wort "Transvestit" Kunstfiguren wie Olivia Jones oder partymässig aufgedonnerte, klar als "Mann im Fummel" erkennbare Typen vor Augen hat, dann wird sie sich natürlich gegen das Wort sperren. Wenn anders herum eine crossdressende Teilzeitfrau mit Spassanspruch bei "Transgender" oder "transsexuell" automatisch emotional leidende Menschen, "akzeptier mich als Frau" und den ganzen Problemthemen assoziiert, dann ist das eben auch nicht ihr Selbstbild. Beide möchten nicht mit "denen" in einen Topf geworfen werden - wobei "die" jeweils nur die eigenen, negativen Klischees sind.

Auf der Sacheebene ist so eine Vereinfachung aber auch falsch. Nicht umsonst unterscheidet der Diagnose-Katalog bei F64
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Und dann noch mal bei den Paraphilien unter F65.1, "Transvestic fetishism"
Bildschirmfoto 2018-01-13 um 12.34.40.png
Und da sind wir noch nicht bei den verschiedenen nicht-binären Identitäten, möglichweise "unspecified" bei F64.8 oder .9, die eher transident, denn transvestitisch sind, weil mit generellem Unbehangen bei der Zuschreibung von Geschlechterrollen durch andere verbunden.

Zweiter Punkt: Kontext. Auf "ey du Transe" sollte an der Bushaltestelle, Supermakrtkasse, Kneipentresen eine andere Reaktion kommen, als beim Dinner mit Freunden, und wieder eine andere bei der Therapiesitzung oder in akademischer DIskussionsrunde. Also: hoffe ich mal. Ich mag nämlich Sprache. Je vielfältiger, umso spannender. Sprachliche Vielfalt ermöglicht auch gedankliche Vielfalt. "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt". Ich sehe hier im Editor drei Dutzend Smilies zur Auswahl, aber wir alle haben hunderte von Wörtern für Launen, Stimmungen. Das ganze Spektrum an Selbstbildern auf ein Wort zu verkürzen scheint mir völlig widersinnig :)

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Sa 13. Jan 2018, 13:06
von Michi
"Abgedeckt" ist da nichts - im Gegenteil!

F64 - Störungen der Geschlechtsidentität
F64.1 - Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen (exclusive F65.1)

F65 - Störungen der Sexualpräferenz
F65.1 - Fetischistischer Transvestitismus bzw. Transvestitischer Fetischismus


Und da mir ja manche aus Prinzip nicht glauben ... nachzulesen unter: ICD 10 - Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Edit: Wer sich mit den englischen Texten von Jaddy schwer tut, findet dazu unter dem Link hier im Beitrag die deutschsprachige Version.

Michi

Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Verfasst: Sa 13. Jan 2018, 14:12
von Tinchen
Jaddy hat geschrieben: Sa 13. Jan 2018, 13:00 Der wichtige Punkt ist meiner Ansicht aber, dass es kein einzelnes Wort geben kann, um uns allen hier gerecht zu werden.
.......
Das ganze Spektrum an Selbstbildern auf ein Wort zu verkürzen scheint mir völlig widersinnig :)
Um Gottes Willen, das will doch nun wirklich Niemand. Es geht nicht darum die Wortvielfalt abzuschaffen, es geht um einen Oberbegriff, den auch trans* Fremde kennen und verwenden. Diese ganzen feinen Unterscheidungen sollen doch erhalten bleiben und es kommen immer mehr dazu, das ist gut und richtig.

Wenn Jaddy mich auf der Straße sieht, dann kann sie doch nicht sehen ob ich CD,TV,TS oder was weiß ich bin. Klar Jaddy kennt sich aus und weil ich auf der Straße bin, bin ich keine Stubentranse oder Hausfrau :-)...mehr aber auch nicht. Was soll Ottilie Normalverbraucherin dann erst machen?

Wenn mich also Jemand fragt, warum ich Transe bin, ist das nicht beleidigend oder eine Zuordnung. Die Person kennt einfach keinen anderen Begriff. Ich antworte immer, weil ich lieber eine Frau sein möchte, lebe ich das eben ab und an aus. Oft wollen die Personen dann mehr wissen, dann kann ich die ganze Vielfalt der Begriffe auch erklären. Wenn ich andersherum erst mal beleidigt bin und auf einen begriff bestehe, den die Person gar nicht kennt, ist das Gespräch doch sofort beendet und ich habe nichts erreicht.

Das ist so, wenn mich Jemand nach Musik fragt und ich fange an die Synkopen zu erklären......stehe ich ganz schnell alleine da :-) Musik an sich ist doch auch nur ein Oberbegriff, der die gesamte Vielfalt der Musik in keinster Weise eingrenzt oder Limitiert.