Re: Ohne Impfen keine Freiheit
Verfasst: Do 26. Aug 2021, 21:39
Hallo,
Am Anfang wird dieser Nobelpreisträger in den Mittelpunkt gestellt. Durch das Etikett "Nobelpreisträger" wird natürlich Kompetenz und Seriosität suggeriert. Der Haken ist allerdings, dass er kein Mediziner und schon gar kein Epidemiologe ist. Er ist Physiker und Chemiker, also völlig fachfremd.
Weiterhin gefällt mir nicht, dass der O-Ton seiner Aussagen nicht zu hören ist. Ich schätze es überhaupt nicht, wenn bei einem solchen Beitrag synchron übersetzt wird, statt Untertitel einzublenden. Damit kann ich leider nicht feststellen, ob er wirklich das gesagt hat, was ihm der Übersetzer sozusagen in den Mund legt,
Aber ich unterstelle mal, dass dem so ist. Lustigerweise beklagt er sich, dass die wissenschaftliche Fachwelt erstmal nicht auf ihn reagiert hätten. Aus meiner Sicht ist das nicht wirklich überraschend. Ich bin studierte Volkswirtin. Wenn ein Physiker (auch einer mit Nobelpreis) mit mir über ökonomische Themen auf wissenschaftlichem Niveau diskutieren möchte, nehme ich ihn auch nicht erst. Denn davon hat er einfach keine Ahnung.
Da hilft auch nicht, dass er irgendein Modell gerechnet hat, mit dem er zufällig ins Schwarze getroffen hat. Wissenschaftlich gesehen beweist das überhaupt nichts und mich wundert, dass er sich dessen nicht bewusst ist. Wenn ich lange genug ziellos in der Gegend herumschieße, dann kann es durchaus sein, dass ich dabei auch mal zufällig den schwarzen Punkt in der Mitte der Zielscheibe treffe.
Weiterhin habe ich mir mal seine besprochene Publikation besorgt. Auch wenn ich grob verstehe, wie er vorgeht, kann ich seine Methodik nicht beurteilen, da auch ich eben keine Expertin auf diesem Gebiet bin. Allerdings lässt ein Punkt aufhorchen. Auf der Plattform, auf der der Artikel veröffentlicht wird, gibt es folgenden Hinweis:
Außerdem gibt es zu seiner Publikation jede Menge kritische Anmerkungen, die die Aussagekraft der Publikation und des Modells, sowie die angewandte Methodik in Frage stellen. Ob diese Anmerkungen berechtigt sind oder nicht, kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Allerdings gibt es auch niemanden, der ihm die Stange hält oder den Einwänden widerspricht. Damit steht die Publikation von Herrn Levitt auf allenfalls schwachen Füßen.
Mit anderen Worten: ServusTV verkauft gleich zu Anfang eine Expertise, die gar keine ist. Jemand wird zum Top-Experten eines einzigen wissenschaftlichen Artikels aufgebaut, dessen Aussagekraft und Tragfähigkeit mehr als im Zweifel steht. Wissenschaftlich und auch journalistisch ist das mehr als fragwürdig.
Den Rest des Beitrags habe ich mir erspart, da ich mit meiner Zeit etwas besseres anfangen kann, als mir dieses manipulative Machwerk anzusehen.
Liebe Grüße
Anke
Ich habe mir einen Teil des Beitrags angesehen. Mal abgesehen davon, dass ich ServusTV für eine sehr fragwürdige Quelle halte, ist mir gleich zu Beginn einiges aufgefallen.Lana hat geschrieben: Do 26. Aug 2021, 20:57Wenn die öffentlich-rechtlichen ihrer Kernaufgabe (neutrale Information der Bevölkerung) nicht nachkommt? Dann müssen es wohl andere richten...Hilke hat geschrieben: Do 26. Aug 2021, 13:04
Hmm... ein privater, österreichischer Anti Corona Privatsender soll beim Hinterfragen helfen????
Am Anfang wird dieser Nobelpreisträger in den Mittelpunkt gestellt. Durch das Etikett "Nobelpreisträger" wird natürlich Kompetenz und Seriosität suggeriert. Der Haken ist allerdings, dass er kein Mediziner und schon gar kein Epidemiologe ist. Er ist Physiker und Chemiker, also völlig fachfremd.
Weiterhin gefällt mir nicht, dass der O-Ton seiner Aussagen nicht zu hören ist. Ich schätze es überhaupt nicht, wenn bei einem solchen Beitrag synchron übersetzt wird, statt Untertitel einzublenden. Damit kann ich leider nicht feststellen, ob er wirklich das gesagt hat, was ihm der Übersetzer sozusagen in den Mund legt,
Aber ich unterstelle mal, dass dem so ist. Lustigerweise beklagt er sich, dass die wissenschaftliche Fachwelt erstmal nicht auf ihn reagiert hätten. Aus meiner Sicht ist das nicht wirklich überraschend. Ich bin studierte Volkswirtin. Wenn ein Physiker (auch einer mit Nobelpreis) mit mir über ökonomische Themen auf wissenschaftlichem Niveau diskutieren möchte, nehme ich ihn auch nicht erst. Denn davon hat er einfach keine Ahnung.
Da hilft auch nicht, dass er irgendein Modell gerechnet hat, mit dem er zufällig ins Schwarze getroffen hat. Wissenschaftlich gesehen beweist das überhaupt nichts und mich wundert, dass er sich dessen nicht bewusst ist. Wenn ich lange genug ziellos in der Gegend herumschieße, dann kann es durchaus sein, dass ich dabei auch mal zufällig den schwarzen Punkt in der Mitte der Zielscheibe treffe.
Weiterhin habe ich mir mal seine besprochene Publikation besorgt. Auch wenn ich grob verstehe, wie er vorgeht, kann ich seine Methodik nicht beurteilen, da auch ich eben keine Expertin auf diesem Gebiet bin. Allerdings lässt ein Punkt aufhorchen. Auf der Plattform, auf der der Artikel veröffentlicht wird, gibt es folgenden Hinweis:
Mit anderen Worten, bis jetzt hat niemand die Aussagen von Herrn Levitt validiert. Da der Artikel bereits 2020 erschienen ist, finde ich das recht bemerkenswert, denn in diesem Zeitrum hätte das längst passiert sein müssen.This article is a preprint and has not been peer-reviewed [what does this mean?]. It reports new medical research that has yet to be evaluated and so should not be used to guide clinical practice.
Außerdem gibt es zu seiner Publikation jede Menge kritische Anmerkungen, die die Aussagekraft der Publikation und des Modells, sowie die angewandte Methodik in Frage stellen. Ob diese Anmerkungen berechtigt sind oder nicht, kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Allerdings gibt es auch niemanden, der ihm die Stange hält oder den Einwänden widerspricht. Damit steht die Publikation von Herrn Levitt auf allenfalls schwachen Füßen.
Mit anderen Worten: ServusTV verkauft gleich zu Anfang eine Expertise, die gar keine ist. Jemand wird zum Top-Experten eines einzigen wissenschaftlichen Artikels aufgebaut, dessen Aussagekraft und Tragfähigkeit mehr als im Zweifel steht. Wissenschaftlich und auch journalistisch ist das mehr als fragwürdig.
Den Rest des Beitrags habe ich mir erspart, da ich mit meiner Zeit etwas besseres anfangen kann, als mir dieses manipulative Machwerk anzusehen.
Liebe Grüße
Anke