Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuelle
Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuelle - # 3

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conny
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 31 im Thema

Beitrag von conny »

Sunny hat geschrieben:Bevor ich mich hier allerdings wieder komplett in die Nesseln setze, belasse ich es dabei und hoffe, richtig verstanden zu werden.

LG
Sunny
auch ich bin körperbehindert und ich kann deine ausführungen voll und ganz unterschreiben!
Franka
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 32 im Thema

Beitrag von Franka »

Es gibt jetzt Klassische Konzerte für Familien mit Babys, die sind sonst dort nicht gerne gesehen, könnten ja stören.
Ich glaube nicht das Zara uns als Behinderte bezeichnet hat. Aber mit diesen "Einmal im Monat" Terminen werden wir doch erst recht als aussätzige behandelt oder wie Zara es sagt behinderte. Nicht Zara bezeichnet uns als solche, sondern die Gesellschaft die uns "erlaubt" auch mal "ihr" Schwimmbad zu nutzen. Kann sein das ihr Ton immer recht provokant ist und ich finde es schade, dass sie sich meist den Diskussionen danach enthält. Aber sie kämpft für unser Anliegen, dafür meinen Respekt, ich bekomme meinen Hintern dafür nicht hoch und viele vor allem Stubentransen auch nicht.
Es sollte ganz normal sein, das sich jeder wie er mag aufhalten kann wo er will und das zu jeder Zeit.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Marielle
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 33 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen,
Es sollte ganz normal sein, das sich jeder wie er mag aufhalten kann wo er will und das zu jeder Zeit.
Genau so sollte es sein, IST es aber nicht. Dafür müssen wir und 'die anderen' erst noch was tun.

Und bis dahin ist das ANGEBOT 'unter gleichen' zu sein doch keine schlechte Idee, oder?

Marielle

edit: Es ist dabei m.E. erstmal egal, ob es tatsächlich nicht SO ist oder ob es nur GEFÜHLT SO nicht ist. Erst wenn es für den überwiegenden Teil von uns 'normal' ist, sollten wir die 'übrigen' fragen, warum sie immer noch zaudern
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Exuserin-2015-08-11

Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 34 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Ich war 1971 Bademeister in einer Schwimmhalle ,Freitag Abend um 20 Uhr war FKK Baden angesagt,dazu wurden überall die Fenster mit schallusien verhängt .Alle füllten sich wohl.Würden wir es heute nicht auch gut finden ,unter uns,oder nicht?Nun fragt einmal wieder Ilektra.
Sunny
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 35 im Thema

Beitrag von Sunny »

Marielle hat geschrieben:Hallo zusammen,
Es sollte ganz normal sein, das sich jeder wie er mag aufhalten kann wo er will und das zu jeder Zeit.
Genau so sollte es sein, IST es aber nicht. Dafür müssen wir und 'die anderen' erst noch was tun.

Und bis dahin ist das ANGEBOT 'unter gleichen' zu sein doch keine schlechte Idee, oder?

Marielle
Das finde ich auch. Ich habe mir gerade den Artikel noch einmal durchgelesen und sehe diesen Abschnitt:
Im Kreuzberger Baerwaldbad gibt es seit kurzem eine reservierte Schwimmzeit über zwei Stunden für transsexuelle Menschen. Das Hallenbad wird von einem privaten Sportverein betrieben und bietet auch Zeiten für Frauen, Männer und Senioren.
eigentlich sogar als sehr positives Beispiel. Im Prinzip ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung, wenn Trans- und Inter-Menschen das gleiche Recht eingeräumt wird wie den Männern und den Frauen. Aus meiner Sicht ist das doch zum einen der Schutz, den sich manche offenbar wünschen, und zum anderen ein erster Schritt raus aus dem "dualen" System, in Richtung einer Gleichberechtigung aller Facetten, die es gibt. Zwar leider "nur" auf der Ebene eines Schwimmbads, aber jeder kleine Schritt vorwärts kann doch die Basis für einen weiteren, vielleicht größeren Schritt sein, oder übersehe ich da etwas Grundlegendes, was meine Äußerungen komplett verkehrt sein lässt?

Liebe Grüße
Sunny

PS: Über die weitere negative Besetzung des Behinderten-Begriffs gehe ich hier und jetzt bewusst hinweg, weil ich keine themenfremde Grundsatzdiskussion mitanzetteln will. Dass auch die weiteren Erklärungen das Thema für mich nicht positiv ergänzt haben, möchte ich jedoch anmerken.
Frankas glückliche und stolze Bio-Ehefrau
Kerstin
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 36 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Marielle hat geschrieben:....
Vielleicht kannst du es einrichten im nächsten Jahr zum Forentreffen nach Berlin zu kommen. Bei einem Glas Wein lässt sich vieles klären. Ich lade dich dazu ein.
..
Danke für das Angebot - aber das wird so schnell nicht passieren. Und das nichts mit deiner Person zu tun.
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Kerstin
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 37 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Anne-Mette hat geschrieben:....
Ich denke, wer sich oft in seinen/ihren Postings im Ton vergreift, sollte nicht inflationär mit dem Begriff "Anstand" umgehen, Frau K. (smili)
..
Ach habe ich das? Vielleicht solltest du einfach einmal das lesen was andere dazu sagen z.B. Bianca aber das past ja nicht in dein Weltbild.

Eine Antwort kannst du dir sparen ich habe besseres zu tun als mich mit Granitköpfen zu streiten.
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Anne-Mette
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 38 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Eine Antwort kannst du dir sparen ich habe besseres zu tun als mich mit Granitköpfen zu streiten.
Oh was bist Du doch nett )))(:

Gruß
Anne-Mette
Marielle
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 39 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Tag zusammen,

Zara schrieb:
Für mich ist es ein Alptraum, mir auch noch vorzustellen, dass, wenn ich z.B. an einem Frauenschwimmtag teilnehmen würde, jemand mich auch noch darauf hinweisen würde, es gebe ja auch ein "Transsexuellenschwimmen" und mir so nahelegen würde, eher dort hinzugehen.
Das mag für dich ja so sein, aus deiner Sicht. Aber versuch doch zur Abwechslung mal dich von deiner Eigensicht zu entfernen und auf die gesamte Sachlage zu schauen. Es gibt Menschen, die nicht frei von eigenen Bedenken und Zweifeln in ein allgemein genutztes Schwimmbad gehen mögen. Jedenfalls nicht, solange der Pimmel nur knapp in den Badeanzug passt oder in der Badehose was fehlt. Für DIE ist dieses Angebot gedacht; nicht für diejenigen die jeden Tag und überall baden gehen können, weil ihre Eigenerkenntnistheorie das hergibt.

Ich finde es vollkommen daneben, wenn aus einer spezifischen Eigensicht heraus gegen Fortschritte für andere argumentiert wird.


Übrigens: Du legst immer soviel Wert auf Selbstbestimmtheit; wie kommst du dann für andere zu der Bezeichnung selbsternannte Transsexuelle? Diesen intoleranten Quatsch solltest du vielleicht nochmal überdenken. Er führt nämlich zu einer Kette von Fragen, an deren Ende du plötzlich wieder als Mann dastehen könntest.

Marielle
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Magdalena
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 40 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,
ich möchte meine Sicht einbringen. Zunächtst finde ich das Angebot gut. Warum? Ich erinnere mich, wie ich meine ersten Gehversuche in der Öffentlichkeit in Frauenkleidung unternahm. Erst heimlich im Schutz der Dunkelheit. Immer eine Unruhe begleitete mich, und die Angst enttarnt zu werden. Mein Herz, glaubte ich schlägt bis zum Hals, wenn ich jemanden kommen sah. Bis ich mich im Griff hatte und auch mein Passing besser wurde , verging eine längere Zeit. Ich traurte mich auch am Tage in Frauenkleidung in die Öffentlichkeit.

So sehe ich in dem vorgeschlagenen Angebot, denn Schutzraum (die Dunkelheit in der ich meine ersten Gehversuche unternahm), um an Sicherheit zu gewinnen. Es ist eine Etappe auf dem Weg zur Normalität und die eigene Unsicherheit zu überwinden. Aber Jede/r hat selbst die Wahl das Angebot zu nutzen.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
ReaGirl

Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 41 im Thema

Beitrag von ReaGirl »

Ich finde das angebot gut. Man muss ja nicht mit den anderen transpersonen ein schwätzchen beginnen, man kann auch einfach in ruhe seine bahnen ziehen und versuchen abzuschalten und nicht daran zu denken das nur gleichgesinnte hier sind um innere Ruhe aufzubauen wenn mans noch nicht gewohnt ist in der "öffentlichkeit bei tageslicht" zu baden. Ich hatte es diesen sommer leider nicht mehr geschafft mein erstes wildbaden zu gehen, und wäre jetzt irgendwie ganz froh über sowas statts wieder bis zum nächsten sommer zu warten :/
Bianca D.
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 42 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin,

beim Lesen der letzten Beiträge hier und an anderer Stelle außerhalb dieses Forums sind mir ein paar Gedanken gekommen. Nur mal so in den Raum gestellt: Wer von den Befürwortern hier glaubt den ernsthaft,daß das dem Einzelnen einer solchen Gruppe im Bad hilft,seine Integration in die Gesellschaft zu schaffen?Wenn ich als transierende Person so einfache Dinge wie den Besuch eines Schwimmbades nicht erhobenen Hauptes hinbringe,was wird bei komplizierteren Dingen? Kommt als nächstes das separate Abteil in der U-Bahn? Geschützt vor neugierigen Blicken im harmlosen Fall? Apartheid für TS und IS? Um es mal ganz überspitzt zu formulieren? Wir wollen doch alle ein Teil der Gesellschaft sein,ohne Extrawürste,wieso also künstliche Grenzen schaffen,die die Nutzer dieser Gruppen zu etwas Besonderem, eben nicht der breiten Masse zugehörig macht?

Beachte: diese Fragestellung trifft nicht 100% meine persönlichen Ansichten.Ich habe sie nur als weitere Diskussionsgrundlage aufgenommen aus einer an anderer Stelle geführten Diskussion zum selben Thema. Ich sehe es durchaus positiv und viele eurer Argumente dafür haben ihre Berechtigung. Für den Einen (Crossdresser) oder Anderen(TV) mag es durchaus als vernünftige Alternative gelten,so ein Vorstoß.Soll man ihn also ruhig probieren,bevor man ihn grundsätzlich verteufelt.

Persönlich tendiere ich (weil Frau mit TS-Vergangenheit) eher zu den Ansichten von Zara und Dahlia,weil meiner Meinung nach ein gelungene Integration/Neusozialisation in die Gesellschaft in dieser Situation nur ohne solche Extraschutzräume gelingen kann.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
conny
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 43 im Thema

Beitrag von conny »

hallo bianca,

du hast vollkommen recht. die frage ist dann, ob die nutzer dieses angebots den schutzraum überhaupt verlassen wollen. vielleicht reicht einigen das schwimmen unter ihresgleichen, so wie einige sich nur zu "transentreffen" in entsprechenden locations aus dem haus wagen etc.
Anne-Mette
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Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 44 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Persönlich tendiere ich (weil Frau mit TS-Vergangenheit) eher zu den Ansichten von Zara und Dahlia,weil meiner Meinung nach ein gelungene Integration/Neusozialisation in die Gesellschaft in dieser Situation nur ohne solche Extraschutzräume gelingen kann.
"Und da liegt der Hase im Pfeffer", wie manfrau so schön hier oben im Norden sagt (888)

Das bedeutet in letzter Konsequenz, dass der Anstand gebietet, sich entweder so operieren zu lassen, dass manfrau zumindest "von außen" als solche Person zu erkennen ist, deren passendes Symbol draußen an der Tür der Dusche angebracht ist - oder manfrau benutzt eben die "andere Dusche".

Beim Schwimmen selbst wird es sicherlich keine großen Probleme geben, da sehr wenig von den Personen zu sehen ist, die sich im Wasser befinden.
weil meiner Meinung nach ein gelungene Integration/Neusozialisation in die Gesellschaft...nur ohne solche Extraschutzräume gelingen kann
Das mag wohl bedeuten, dass es für euch nur Frau und Mann gibt und dass sich jeder schließlich in eine der Gruppen einzuordnen hat, oder interpretiere ich das falsch?

... und was machen ich als intersexueller Mensch?


Gruß
Anne-Mette
ReaGirl

Re: Berliner Politiker fordern Schwimmzeiten für Transsexuel

Post 45 im Thema

Beitrag von ReaGirl »

@ bianca: nunja ich finde man kann nicht erwarten das alles mit einem fingerschnipp normal ist, daher ist für mich jeder schritt in richtung "unseresgleichen" positiv. Klar sieht natürlich jeder anders, bin da aber realistisch. Wenn der transmann/frau ins öffentliche bad geht weil es für sie/ihn normal ist (selbstbewusstsein, superpassing udg.), ist das ja ok, für die anderen sehe ich das als chance auch ein bisschen normalität spüren zu können. Man kann ja dann als nächsten integrationsschritt z.b. Einen schrittweisen einlass eine stunde danach für offene menschen ( bademeister muss gut aufpassen bzw einlass muss halt verstärkt kontrolliert werden!) gestatten, wer sich damit sicher genug fühlt kann dieses zusätzliche stündchen bleiben. Ich weiss die gesinung kann man keinem äusserlich ansehen vorab..
Antworten

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