Re: Mein Mann, Lilian und ich...(M)ein Buch über das Outing meines Mannes und meine Sorgen damit
Verfasst: Mo 31. Aug 2026, 17:40
Auf die Gefahr hin etwas ketzerisch zu sein mit einem Werk, was sicherlich viel Zeit und Mühe gekostet hat, und sicherlich auch wem helfen wird:
Das Ganze ist doch nur was für die Intoleranten. Für tolerante Menschen (im Sinne von dulden, zulassen, gelten lassen) ist das doch kein Thema. Diese ganzen Sachen kommen doch nur auf, wenn man eben nicht dulden, zulassen, etc kann wenn andere Menschen nicht konservativen Lebensstilen (hier sogar nur Kleidungsstilen) nach leben.
Bei der Leseprobe, wenn wir da mal das Wort Crossdresser rausstreichen, könnte man meinen es ginge um Mord. Die Leseprobe könnte auch zu "mein Mann hat als Jugendlicher Welpen gequält" passen. Das sind sehr starke Worte in deinem Text. "Notwendige Entscheidungen", "Perspektive der Frau nur am Rande erwähnt", "innere Dynamik solcher Prozesse nach dem es raus ist", "ungeschönt", "kann ich damit Leben". "Betroffene". Das wirkt als würden wir über Gewaltopfer reden, Sachen die einem komplett jeglichen Boden unter den Füßen wegreißen wo man nicht weiß wie man die nächsten Monate überstehen soll. Und ich finde es krass, dass Menschen so heftig reagieren nur deswegen, weil jemand sich nicht konservativ kleidet.
Du erweckst stark den Eindruck, dass gnc (gender non confirming) zu sein etwas schambehaftetes ist, etwas was wenn es das Umfeld rausfindet sie in Lebenskriesen fallen, wie du es nennst "erstickt" an der Schrecklichkeit, dass der eigene Mann sowas wäre. Ich finde es krass, dass man überhaupt auf die Idee Scheidung kommt weil einem die Kleidung die der Partner gerne trägt nicht zusagt. Dein Buch empfinde ich genauso wie eins mit dem Titel "Meine Frau trägt Hosen - Ratgeber um die Scheidung abzuwenden".
Naja worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes: Für tolerante Menschen hat das Buch eine Zeile: "Viel Spaß". Ich habe auch einen Partner. Wenn dieser mir morgen mitteilt, dass er gerne mal mein eines schwarzes Kleid anprobieren möchte wünsche ich ihm viel Spaß und frage ihn was wir nachher kochen wollen. Wenn er morgen in der Stadt was kaufen möchte gucke ich ob ich Zeit habe. Und mein Partner weiß auch, dass ich niemals ein Problem aus sowas wirklich oberflächlichem wie Kleidungswahl machen würde.
Und daher würde ich folgenes behaupten: Wenn das die Partnerperson einem lange nicht sagt liegt das vielleicht halt einfach an einem selbst. Weil man nicht seinem Gegenüber ein sicheres Umfeld gegeben hat. Und, wenn es dann plötzlich um Fragen wie Scheidung geht, dass einem "das Weltbild verrutscht", "Umsturz aller Gewissheiten". Dann war die Angst ja offensichtlich begründet. Und vielleicht ist dann eher im eigenen Stübchen zu kehren, warum man seine Partnerperson denn in solche "ich muss mich aus Angst vor der Reaktion verstecken"-Situationen gebracht hat.
So ich muss jetzt dazu sagen, dass ich das Buch nicht gelesen habe und auch nicht lesen möchte. Crossdressing ist nicht wirklich ein Thema was mich interessiert. Vielleicht macht das ganze ja eine 180 Grad Wende und spricht dann genau über das was ich gerade geschrieben habe und ich weiß es nur nicht. Aber ich finde es doch eher traurig, dass ich auch bei diesem Buch das Gefühl habe, dass es gnc sein in eine Ecke stellt für die man sich schämt. Und ich finde wenn man soweit geht ein Buch drüber zu schreiben was sicher einige lesen werden dann ist solche Kritik auch berechtigt.
Das Ganze ist doch nur was für die Intoleranten. Für tolerante Menschen (im Sinne von dulden, zulassen, gelten lassen) ist das doch kein Thema. Diese ganzen Sachen kommen doch nur auf, wenn man eben nicht dulden, zulassen, etc kann wenn andere Menschen nicht konservativen Lebensstilen (hier sogar nur Kleidungsstilen) nach leben.
Bei der Leseprobe, wenn wir da mal das Wort Crossdresser rausstreichen, könnte man meinen es ginge um Mord. Die Leseprobe könnte auch zu "mein Mann hat als Jugendlicher Welpen gequält" passen. Das sind sehr starke Worte in deinem Text. "Notwendige Entscheidungen", "Perspektive der Frau nur am Rande erwähnt", "innere Dynamik solcher Prozesse nach dem es raus ist", "ungeschönt", "kann ich damit Leben". "Betroffene". Das wirkt als würden wir über Gewaltopfer reden, Sachen die einem komplett jeglichen Boden unter den Füßen wegreißen wo man nicht weiß wie man die nächsten Monate überstehen soll. Und ich finde es krass, dass Menschen so heftig reagieren nur deswegen, weil jemand sich nicht konservativ kleidet.
Du erweckst stark den Eindruck, dass gnc (gender non confirming) zu sein etwas schambehaftetes ist, etwas was wenn es das Umfeld rausfindet sie in Lebenskriesen fallen, wie du es nennst "erstickt" an der Schrecklichkeit, dass der eigene Mann sowas wäre. Ich finde es krass, dass man überhaupt auf die Idee Scheidung kommt weil einem die Kleidung die der Partner gerne trägt nicht zusagt. Dein Buch empfinde ich genauso wie eins mit dem Titel "Meine Frau trägt Hosen - Ratgeber um die Scheidung abzuwenden".
Naja worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes: Für tolerante Menschen hat das Buch eine Zeile: "Viel Spaß". Ich habe auch einen Partner. Wenn dieser mir morgen mitteilt, dass er gerne mal mein eines schwarzes Kleid anprobieren möchte wünsche ich ihm viel Spaß und frage ihn was wir nachher kochen wollen. Wenn er morgen in der Stadt was kaufen möchte gucke ich ob ich Zeit habe. Und mein Partner weiß auch, dass ich niemals ein Problem aus sowas wirklich oberflächlichem wie Kleidungswahl machen würde.
Und daher würde ich folgenes behaupten: Wenn das die Partnerperson einem lange nicht sagt liegt das vielleicht halt einfach an einem selbst. Weil man nicht seinem Gegenüber ein sicheres Umfeld gegeben hat. Und, wenn es dann plötzlich um Fragen wie Scheidung geht, dass einem "das Weltbild verrutscht", "Umsturz aller Gewissheiten". Dann war die Angst ja offensichtlich begründet. Und vielleicht ist dann eher im eigenen Stübchen zu kehren, warum man seine Partnerperson denn in solche "ich muss mich aus Angst vor der Reaktion verstecken"-Situationen gebracht hat.
So ich muss jetzt dazu sagen, dass ich das Buch nicht gelesen habe und auch nicht lesen möchte. Crossdressing ist nicht wirklich ein Thema was mich interessiert. Vielleicht macht das ganze ja eine 180 Grad Wende und spricht dann genau über das was ich gerade geschrieben habe und ich weiß es nur nicht. Aber ich finde es doch eher traurig, dass ich auch bei diesem Buch das Gefühl habe, dass es gnc sein in eine Ecke stellt für die man sich schämt. Und ich finde wenn man soweit geht ein Buch drüber zu schreiben was sicher einige lesen werden dann ist solche Kritik auch berechtigt.