Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us" - # 3
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Violetta Arden
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
...ich habe da grad mal ein Zitat herausgegriffen:
Biologisches Geschlecht existiert nicht wirklich, sondern ist nur eine willkürliche Idee.
...das ist doch wissenschaftich fundiert totaler Quatsch
Biologisches Geschlecht existiert nicht wirklich, sondern ist nur eine willkürliche Idee.
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Knäckebrötchen
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Das erinnert mich so an einen Klassenkameraden, der uns immer damit in den Ohren lag, das es quasi übermorgen in der Zeitung steht, das die "Kalte Fusion" funktioniert und wir ab Sonntag komplett saubere Atomenergie für immer haben.Val44721 hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 15:02Das ist komplett richtig, es lässt sich alles beliebig ändern. Es gibt keinerlei in das Universum gebackene Unmöglichkeit oder ähnliches die das verhindert. Wir sind einfach nur gerade zu schlecht dafür. Das ist ein skill issue, kein "das ist nicht möglich".Knäckebrötchen hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 09:39 Und dann eben noch: das ließe sich alles beliebig ändern.
Und das ist, aus biologischer Sicht, schlicht falsch.
Es ist auf dem gleichen Niveau wie eine Marskolonie für uns heute oder ein Smartphone 1950. Ja, wir können es gerade noch nicht weil wir zu dumm dafür sind es komplett rauszufinden mit den momentanen Informationen / nicht genug unserer Ressourcen reininvestieren.
Es gibt nichts, dass in irgendeiner Weise das verhindern würde und wir werden das können eines Tages. Und die Lösung würde auch jetzt schon funktionieren wenn sie hier erscheinen würde. Wir sind einfach noch bei der Erfindung der Sprechmuschel und wollen ein Smartphone.
Das war Mitte der 1990er.
Glaub da gerne weiter dran, sollte es jemals soweit kommen und ich dann noch am Leben, bist du die erste, bei der ich mich für meine Skepsis entschuldige
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Lavendellöwin
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Violetta Arden hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 15:38 ...ich habe da grad mal ein Zitat herausgegriffen:
Biologisches Geschlecht existiert nicht wirklich, sondern ist nur eine willkürliche Idee.
Hey...
schwierig, echt schwierig.
Biologisches Geschlecht existiert definitiv, aber nicht nur auf einer Ebene und die Ebenen sind keine willkürlichen Ideen,
sondern haben und können Auswirkungen haben.
Und dann ist da noch die Frage, ob man alles an den Ebenen ändern können muss oder ob das überhaupt Sinn macht und für wen.
Denn eine Änderung der Chromosomen nach der ersten Zellteilung grenzt schon fast an Sinnfreiheit, abgesehen davon, das die sich in der
Entstehung befindliche Person noch recht wenig über ihr späteres Gender sagen kann..
Ich würde jetzt mal für mich grob logisch die Ebenen aufschlüsseln...
Chromosomales Geschlecht
Typischerweise:
XX
XY
Daneben gibt es Varianten wie XXY, X0, XXX oder Mosaike aus unterschiedlichen Zelllinien.
Außerdem kann ein XX-Mensch durch eine Verlagerung des SRY-Gens überwiegend männlich entwickelt sein; umgekehrt kann ein XY-Mensch aufgrund von Veränderungen der geschlechtsbestimmenden Gene oder der Hormonwirkung überwiegend weiblich entwickelt sein. Chromosomen sind daher wichtig, aber nicht allein ausschlaggebend.
Ja, es gibt CRISPR, Chromosomen sind aber nicht nur kleine Abschnitte, sondern richtig, richtig grosse Zusammenhänge
Genetische Geschlechtssteuerung
Gene wie SRY, SOX9, WNT4, RSPO1 und weitere steuern, ob sich die zunächst undifferenzierte Keimdrüse in Richtung Hoden oder Eierstock entwickelt.
Das Y-Chromosom wirkt also nicht einfach als pauschaler „Männlichkeitsschalter“. Entscheidend ist, welche genetischen Signalwege tatsächlich funktionieren.
Auch da, nach der fertigen Entwicklung der Keimdrüse macht es keinen grossen Sinn mehr die Schalter zu drücken.
Gonadales Geschlecht
Hier geht es um die Keimdrüsen:
Eierstöcke
Hoden
selten Ovotestis oder nicht vollständig entwickelte Keimdrüsen
Die Gonaden sind zentral, weil sie sowohl die mögliche Keimzellenproduktion als auch einen großen Teil der vorgeburtlichen und späteren Hormonproduktion bestimmen.
Ja, nu, auch schwierig solange ich zu meinem Gender noch nichts sagen kann...
Hormonelles Geschlecht
Dazu gehören:
Art und Konzentration der Sexualhormone
Zeitpunkt ihrer Wirkung
Empfindlichkeit der Hormonrezeptoren
Verarbeitung der Hormone im Körper
Ein XY-Fötus mit Hoden kann beispielsweise Testosteron bilden. Reagiert der Körper aufgrund einer vollständigen Androgenresistenz nicht darauf, entwickeln sich die äußeren Geschlechtsmerkmale überwiegend weiblich. Die Chromosomen und die äußere Anatomie zeigen dann nicht in dieselbe Richtung.
Hormone allein definieren das Geschlecht ebenfalls nicht: Frauen und Männer bilden sowohl Östrogene als auch Androgene, nur in unterschiedlichen typischen Mustern.
Ah kuck, jetzt wirds schon eher realistisch Einfluss zu nehmen, ab einem gewissen Punkt ist Gender (relativ) klar und es ist möglich durch
Hormongabe einiges zu erreichen.
Inneres und äußeres anatomisches Geschlecht
Dazu gehören unter anderem:
Gebärmutter, Eileiter und Vagina
Samenleiter, Samenbläschen und Prostata
Vulva, Klitoris, Penis und Hodensack
Diese Strukturen entstehen als Folge der vorhergehenden genetischen, gonadalen und hormonellen Entwicklung. Auch hier sind atypische Kombinationen möglich.
Aussen kann man echt viel machen und die Techniken werden in Zukunft besser werden (was Schleimhäute angeht, denn eine Neo hat schon erhebliche Unterschiede
zu einer Nicht-Neo-Vagina). Innen wird auch noch eine ganze Weile brauchen, bis brauchbare Konzepte risikoarm umgesetzt werden können.
Gebärmuttertransplante bei cis Frauen ist das eine, bei trans Frauen schon viel schwieriger die Schwangerschaft umzusetzen.
Ich wäre die erste die ja sagen würde, würde eine Arztperson mir sagen, das geht ohne grösseres Risiko.
Sekundäre Geschlechtsmerkmale
Zum Beispiel:
Brustentwicklung
Bart- und Körperbehaarung
Stimme
Muskel- und Fettverteilung
eingeschränkt Becken- und Schulterproportionen
Diese Merkmale sind besonders stark hormonabhängig und können durch Hormontherapie und teilweise durch Operationen erheblich verändert werden.
Fakt ist die WHO zählt Chromosomen, Genexpression, Hormone sowie reproduktive und sexuelle Anatomie gemeinsam zu den biologischen Geschlechtsmerkmalen.
https://www.who.int/news-room/questions ... and-health
Betrachtet für eine Transition verändert diese aber durchaus biologische Eigenschaften: Hormonspiegel, Stoffwechsel, Brust, Muskelmasse, Haut, Blutwerte und Genitalanatomie.
Sie ändert nicht rückwirkend sämtliche Entwicklungsmerkmale oder die ursprüngliche Organisation der Keimzellenproduktion.
Ich würde es also so zusammenfassen: Die reproduktiven Geschlechtsklassen sind männlich und weiblich; die einzelnen Merkmale des biologischen Geschlechts
sind mehrdimensional und können in seltenen Fällen nicht einheitlich derselben Klasse entsprechen.
Oki, habt es fein und hängt euch nicht zu sehr den Kopf aus, was nötig ist um mit sich gut zu sein.
Es gibt echt dringlichere Probleme als "aber die Chromosomen...", oder andere Faktoren die mein Leben nur zu einem kleinen Teil definieren.
Marie
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am So 2. Aug 2026, 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Lana
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Ja ja, schon gut. Ich habe verstanden, um was es dir geht.Jaddy hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 13:21 Der Eindruck ist ganz deine Sache. Es geht nicht um biologisch messbare Fakten, sondern ausschliesslich um deren Selektion und Interpretation und "that that means something", was daraus abgeleitet wurde/wird.
Es scheint auch so, als ob ich nicht die einzige bin, die den Eindruck hat, dass es um mehr als nur diese Binse geht. Deine Einleitung las sich noch deutlich vielversprechender:
Jaddy hat geschrieben: Do 30. Jul 2026, 14:12 Ziemlich interessanter Artikel zur (ziemlich willkürlichen, nicht sonderlich wissenschaftlichen) Konstruktion von "biologischem Geschlecht" (also Sex, nicht Gender) aus geschichtswissenschaftlicher Sicht, mit einigen sehr stark erhellenden Aussagen.
Ich kann den "Aufruhr" daher gut nachvollziehen.
Weil letztlich alle "erhellenden" Aussagen relativiert oder in einen bestimmten, eng definierten Kontext eingebettet werden. Sonst sind sie nicht haltbar, und selbst dann sind einige fragwürdig.
Das Ganze wäre anders, wenn man sich nicht jedesmal so sehr an der Biologie abarbeiten würde und stattdessen das Thema klar benennt:
Die mit der Biologie verbundenen Rollenerwartungen und sonstigen gesellschaftlichen Zuschreibungen sind ein Problem.
Die Diskussion würde sehr davon profitieren, wenn man nicht jedesmal erst ewig lang klarstellen muss, um was es eigentlich geht. Und das ist eine Bringschuld der Person, die eine neue These zur Diskussion stellt. Das wurde hier klar verfehlt.
Mir geht es dann so, dass ich keine Lust mehr habe, das eigentlich berechtigte Anliegen zu besprechen, weil ich mich als Leserin nicht ernst genommen fühle, wenn man versucht, mir etwas unter einem unpassenden Titel unterzujubeln.
Das hat im übrigen nichts mit konservativer Einstellung oder veralteten Vorstellungen von Geschlecht zu tun, sondern ist davon vollkommen unabhängig.
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Jaddy
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Im Gegenteil. Gerade aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Aussage korrekt und auch wichtig. Sogar trivial. Eine Binse, wie Lana schrieb. Dazu muss aber wirklich in wissenschaftliches Denken und die genaue Wortbedeutung eingestiegen werden. Und zwar: Naturphänomene existieren erst mal so für sich allein. Erst wir Menschen geben ihnen Namen UND - das ist der Knackpunkt - legen die Grenzen fest und was wir zu welchen Kategorien zusammenfassen. Wir konstruieren aus einzelnen Beobachtungen ein einigermassen konsistentes Bild.Violetta Arden hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 15:38 ...ich habe da grad mal ein Zitat herausgegriffen:
Biologisches Geschlecht existiert nicht wirklich, sondern ist nur eine willkürliche Idee.
...das ist doch wissenschaftich fundiert totaler Quatsch
Es ist zB logisch und pragmatisch, das meiste, was sich in diesen beiden typischen Schädelhöhlen befindet zum Konstrukt "Auge" zu bündeln. Lässt sich leichter drüber reden und grenzt quasi auch Zuständigkeiten ab. Genauso bei dieser Masse im Schädel irgendwo die Grenze zu ziehen und das Ding "Gehirn" zu nennen. Allerdings ist inzwischen klar, dass der Sehnerv "zwischen" "Auge" und "Gehirn" eine Menge Signalvorverarbeitung, Filterung und Mustererkennung macht.
Ist der Sehnerv also Teil des Gehirns? Muss er wegen der Netzhaut teilweise mit zum Auge gerechnet werden? Beides? Wo endet das eine und beginnt das andere? Das kommt drauf an. Nämlich darauf, was genau das Thema ist. Welche Elemente muss ich einbeziehen, welche kann ich weglassen, wenn ich mich zum Beispiel mit Erkrankungen rund um Auge und Sehen befasse? Und wenn ich forsche: Welche Parameter messe ich, welche nicht? Habe ich vorher gut überlegt, welche relevant sind? Wie wähle ich meine Versuchs-Organismen aus und wie beeinflusst das, was ich erfahren kann? (Thema Medikamententests an weissen, jungen, fitten Männern)
Also: Die Körperteile, Organe, Zellen, Chromosomen, Gensequenzen usw. sind zweifellos real. Aber die Bündelung zwecks Namensgebung, Abgrenzung, etc ist menschliche Konstruktion. Zwar aus meist guten Gründen, weil praktisch, pragmatisch, nützlich für die Arbeit, aber dennoch "willkürlich" im Sinne von "nur dem eigenen Willen folgend", "frei gewählt", "willentlich herbeigeführt" (Wiktionary et.al.).
Und so ist auch jede Definition von "Sex" / "biologisches Geschlecht" als binäres Kennzeichen m/w (und vielleicht noch i) ein aus bestimmten Gründen menschengemachtes - "willkürliches" - Konstrukt. Welche biologischen Merkmale und Messwerte kommen rein, welche nicht? Bei Bandbreiten von bis: Wo wird die definitorische Grenze gezogen, ab wann es m oder w ist? Beim "scharfen Hinsehen" bei Neugeborenen gab es meines Wissens in den USA tatsächlich diese Regel "ab 2,5mm ist es ein Junge".
Also: "Sex" als Konzept/Konstrukt,Modell ist weniger "wissenschaftlich real" als die objektiv messbaren Elemente, aus denen es gebaut wird, weil die Auswahl und die Abgrenzung von den Interessen derjenigen abhängen, die es bauen.
Der Knackpunkt, der "uns" zu schaffen macht , und den Beans Velocci aufdröselt, ist, dass im Laufe der Geschichte erstens sehr verschiedene Definitionen von "Sex" gebaut und verbreitet wurden, je nach wissenschaftlichen Möglichkeiten, aber auch Weltbild der Wissenschaffenden, und zweitens darauf aufbauend, bzw anwendend Menschen sortiert und zugeschrieben wurden, ohne die Grenzen der Definitionen zu beachten - oder, wie Velocci unterstellt, auch mit ideologischer Absicht, eine bestimmte Welt zu schaffen. Siehe die Abschnitte über Eugenik, white supremacy und Patriarchat.
Das sah zu der jeweiligen Zeit trotzdem immer sehr wissenschaftlich aus, bis irgendwann die falschen Prämissen und daraus folgenden falschen Versuchsanordnungen aufgedeckt wurden. Beispielsweise Versuche zu "Frauen können weniger Mathe / Logik / räumliche Vorstellungen / Handwerk".
Die beiden wichtigen Fragen bei der Betrachtung jeglicher Verwendung von "Sex" / "biologisches Geschlecht" müssen also immer sein: Welche Definition / Konstruktion von "Sex" wird hier genau verwendet, und: Kann diese Definition überhaupt die gewünschte Unterscheidung liefern. Nebenfrage: Warum wird diese Frage nach biologischer Zweiteilung überhaupt gestellt. Wem nützt das, wen schliesst es aus, muss das überhaupt sein, können wir das anders besser machen.
Wir sind da durchaus nicht so drüber erhaben, wie wir vielleicht glauben. Bestes Beispiel immer wieder sind die Ansätze, "Frauensport" über biologische Marker abzugrenzen. Testosteron? Nicht hinreichend. Die Bandbreite der T-Level korreliert weder bei m noch bei w zuverlässig mit der Leistung. Die Referenztabellen - also statistisch beobachtete Wertebereiche, die "willkürlich" begrenzt werden - sind so eng, dass viele (cis) Frauen aus Afrika oder Indien ausgeschlossen werden. Wegen ihrer Genetik. Die aktuelle Idee ist jetzt ein Test auf das SRY-Gen, also "ob dieser Körper potenziell mal in der Lage gewesen sein könnte, Hoden zu bilden". Das sagt natürlich nichts zuverlässig über die tatsächliche körperliche Leistungsfähigkeit der Person aus.
Sowas bedeutet "Sex ist nicht real" (sondern eine von vielen möglichen menschengemachten, mehr oder weniger verwendbaren Definitionen). Und die Nebenfragen von oben sind, warum es "Frauensport" so gibt, wie es ihn gibt und warum die Sportarten so definiert sind, wie sie sind. Alles "willkürliche" Konstrukte.
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Violetta Arden
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
...da könnt ihr drehen und wenden und diskutieren.. das Ergebnis ist das gleiche wie ich schon bemerkt habe. Es ändert sich nicht auch wenn man es gerne geändert sehen würden....aber jedem(r) seine (ihre )Meinung...ihr könnt ja meinen was ihr wollt.
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Ok, ihr wollt also einfach neue Kategorien, weil euch die alten nicht passen. Hab ich verstanden.
Dann leg doch mal los. Gerne auch Val.
Ich wüsste gerne, wie konkret - und ich meine wirklich bitte richtige, nutzbare Vorschläge, ihr die aktuell verwendeten Gruppen m/w/i* sinnvoll umdefinieren wollt.
Weil alles, was hier an Argumenten gegen eure These vorgebracht wird, wird entweder ignoriert, mit utopischen "irgendwann ist das aber vielleicht mal möglich"s in die Zukunft vernebelt oder ihr verschiebt den Lattenzaun um doch irgendwie noch recht zu haben, dass nach eurer ganz superengen Definition die ganze bestehende Ordnung nichts wert ist.
Und again: wir reden nicht über die Zuordnung sozialer Rollen an Merkmale.
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edeka
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Jaddy, habe ich da vorher einen ganz anderen Text gelesen ?Jaddy hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 18:54 Gerade aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Aussage korrekt und auch wichtig. Sogar trivial. Eine Binse, wie Lana schrieb. Dazu muss aber wirklich in wissenschaftliches Denken und die genaue Wortbedeutung eingestiegen werden.
Dein letzter Beitrag ist mal gut lesbar und beschreibt - eine Binse, wie Lana schrieb. Und das einfach verständlich !
Allerdings folgt daraus noch lange nicht eine Sinnhaftigkeit, Geschlecht neu , nach andern Kategorien bzw Gruppierung zuzuordnen.
Und ich würde den Autor nicht als Wissenschaftler und dessen Ausdrucksweise nicht als wissenschaftlich bezeichnen. Ein Wissenschaftler würde triviale Dinge (so hast du es ja auch bezeichnet) auch einfach und vor allem klar ausdrücken. Das tut er nicht.
Du hast ihn jedenfalls mit diesem Beitrag sehr wohlwollend interpretiert. Und damit auch den Aufruhr beruhigt.
Man könnte nun darüber spekulieren, warum schreibt der Autor so verschwurbelt, eine Werbung für Genderforschung ist es ganz bestimmt nicht, und der Akzeptanz für Trans* Menschen tun solche Interviews und Bücher einen Bärendienst.
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Du meinst Beans Velocci, Author*in des Buches und Interviewpartner:in des Artikels, welche*r von 2013-2017 in Yale studiert hat (weltweite Top-Universität), zu dem Thema seit einem halben Jahrzehnt publiziert und eine Professur an einer Uni in Pennsylvania innehält?edeka hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 20:13 Und ich würde den Autor nicht als Wissenschaftler [...] bezeichnen
Wow, deine Ansprüche sind hoch!
Das konstante Misgendering von dir ist auch irgendwie uncool. Beans Velocci ist kein er. Und auch keine sie.
PS: Irgendwie kommt "das hilft deine Sache nicht" meistens von Leuten, die gar nicht Teil der Sache sind, sie auch nicht (aktiv) unterstützen, aber trotzdem wollen, dass Leute die für diese Sache kämpfen manche Sachen nicht aussprechen sollen.
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Jaddy
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Wir könnten wohl trefflich streiten, wer wie viel in den Artikel hineingelesen hatedeka hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 20:13Jaddy, habe ich da vorher einen ganz anderen Text gelesen ?Jaddy hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 18:54 Gerade aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Aussage korrekt und auch wichtig. Sogar trivial. Eine Binse, wie Lana schrieb. Dazu muss aber wirklich in wissenschaftliches Denken und die genaue Wortbedeutung eingestiegen werden.
Dein letzter Beitrag ist mal gut lesbar und beschreibt - eine Binse, wie Lana schrieb. Und das einfach verständlich !![]()
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Allerdings folgt daraus noch lange nicht eine Sinnhaftigkeit, Geschlecht neu , nach andern Kategorien bzw Gruppierung zuzuordnen.
Und ich würde den Autor nicht als Wissenschaftler und dessen Ausdrucksweise nicht als wissenschaftlich bezeichnen. Ein Wissenschaftler würde triviale Dinge (so hast du es ja auch bezeichnet) auch einfach und vor allem klar ausdrücken. Das tut er nicht.
Du hast ihn jedenfalls mit diesem Beitrag sehr wohlwollend interpretiert. Und damit auch den Aufruhr beruhigt.
Man könnte nun darüber spekulieren, warum schreibt der Autor so verschwurbelt, eine Werbung für Genderforschung ist es ganz bestimmt nicht, und der Akzeptanz für Trans* Menschen tun solche Interviews und Bücher einen Bärendienst.
Ich unterstelle also V's Arbeit schon einen gewissen wissenschaftlichen Tiefgang, und zwar genau in der Geschichte der Wissenschaft, auf die sich das ganze ja auch bezieht. Genau die Perspektive, wie Geschlecht, Sex, Gender als Konzepte, Modelle, Konstrukte enstanden sind. Im Artikel erzählt V auch von der Quellenarbeit. Die Papiere von Harry Benjamin, die Entwicklung von der Harry Benjamin International Gender Dysphoria Association hin zu den WPATH SOC und die Recherche im Eugenics Record Office und Station for Experimental Evolution. Das Buch hat 26 Seiten Bibliographie, unterteilt in Primär- und Sekundärquellen.
Es ist wohl auch wichtig, dass der Artikel ein (gekürztes) Interview in einem Online-Magazine für trans Personen ist, mit einer Interviewerin, die selbst trans ist. Das erklärt die mE Sprache. Ich bin die Konzepte und Referenzen in der Community vielleicht zu gewohnt, so dass mir das, was ich hier auch erklärt habe, unmittelbar klar war. Das war insgesamt nicht neu, aber schön zusammengefasst und vor allem wissenschaftlich hinterlegt. Deshalb habe ich den Artikel hier ja auch verlinkt.
Ich denke nicht, dass Interview und Gespräch als Werbung oder Aufklärung für cis Leute gedacht waren
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Lina
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
@Oh, absolut. Ich hoffe doch sehr, dass ich keinen gegenteiligen Eindruck vermittelt habe.
Lina hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 12:31
Demnächst soll auch zusätzliches Testosteron den US Soldaten zur Verfügung gestellt werden ...
@
Das hat aber nichts mit "gender affirming care" oder "gender roles" zu tun, sondern ist stumpf mit dem Wunsch/der Vorstellung verknüpft "mehr Testo = mehr Soldat!" Neben der Kraftsteigerung eben auch erhöhte Aggressivität. Was, zugegeben, bei den Vollpfosten Trump/Hegseth auch mit "mehr männlich, hurr hurr" gleichgesetzt wird.
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Wenn das zu seiner Idealvorstellung von "Mann" gehört, dann ist das durchaus "gender affirming care". Auch wenn es um cis Männer geht.
Lina hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 12:31
Demnächst soll auch zusätzliches Testosteron den US Soldaten zur Verfügung gestellt werden ...
@
Das hat aber nichts mit "gender affirming care" oder "gender roles" zu tun, sondern ist stumpf mit dem Wunsch/der Vorstellung verknüpft "mehr Testo = mehr Soldat!" Neben der Kraftsteigerung eben auch erhöhte Aggressivität. Was, zugegeben, bei den Vollpfosten Trump/Hegseth auch mit "mehr männlich, hurr hurr" gleichgesetzt wird.
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Wenn das zu seiner Idealvorstellung von "Mann" gehört, dann ist das durchaus "gender affirming care". Auch wenn es um cis Männer geht.
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Jaddy
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Hm, will ich neue Kategorien? Ich spreche jetzt mal nur für mich. Beans Velocci ist vielleicht ich erst mal damit beschäftigt, die Herkunft der verschiedenen Definitionen und die Sichtweisen ihrer Urhebenden zu ergründen. Ich hätte gerne präzisere Fragen als "m/w?". Zu allererst mal, in welchen Situationen eigentlich irgendeiner oder mehrere der vielen Aspekte von "biologischem Geschlecht" überhaupt relevant sind. Und dann: welche genau und warum.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 19:59Ok, ihr wollt also einfach neue Kategorien, weil euch die alten nicht passen. Hab ich verstanden.
Ich wüsste gerne, wie konkret - und ich meine wirklich bitte richtige, nutzbare Vorschläge, ihr die aktuell verwendeten Gruppen m/w/i* sinnvoll umdefinieren wollt.
Du hattest ärztliche Praxis aufgenommen und ich habe argumentiert, dass "m/w" allein für sich gerade da nicht sinnvoll ist, sondern möglicherweise gefährlich unzureichend.
Also vielleicht fangen wir mal damit an, in konkreten Situationen, also wenn biologische Geschlechtsmerkmale wirklich wichtig sind, konkret nach den tatsächlich relevanten Details zu fragen bzw zu schauen, und nichts anzunehmen, was nicht geprüft wird.
Ich denke, dann würde sich diese Überfrachtung der binären Einteilung von selbst allmählich auflösen und die folgende Unschärfe und auch die Falschverwendungen für Dinge, die die Biologie nicht hergibt. Also statt irgendwelcher neuer willkürlicher Kategorien, die dann wieder mit Interessen aufgeladen sind und zweckentfremdet werden, sich einfach auf die Details beschränken.
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Knäckebrötchen
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Ich lebe anscheinend auf einer Insel der Glückseligen. Wann und wo immer ich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen habe, war m/w höchstens die Einstiegsfrage. Das diese Einteilung im medizinischen Kontext allein singulär nur für sich keine sinnvolle Differenzierung und Diagnose ermöglicht, scheint zumindest bei meinen Ärzt:innen klar zu sein.Jaddy hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 01:49 Du hattest ärztliche Praxis aufgenommen und ich habe argumentiert, dass "m/w" allein für sich gerade da nicht sinnvoll ist, sondern möglicherweise gefährlich unzureichend.
Also vielleicht fangen wir mal damit an, in konkreten Situationen, also wenn biologische Geschlechtsmerkmale wirklich wichtig sind, konkret nach den tatsächlich relevanten Details zu fragen bzw zu schauen, und nichts anzunehmen, was nicht geprüft wird.
Gleichzeitig muss ich meine Frage wiederholen: Was sind denn die "tatsächlich relevanten Details?" Und wie erkenne ich die? Bis zu welchem Grad der Differenzierung muss ich denn gehen?
Beans Velocci beschäftigt sich fokussiert auf einen sehr engen historischen und soziokulturellen (Zeit-)Raum. Diese Erfahrungen lassen sich aber nur bedingt auf andere Kontexte übertragen. Und ich finde es zumindest diskussionbedürftig, sich damit zu befassen wo wir uns von den Erfahrungen anderer Kulturräume emotionalisieren lassen.
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Jaddy
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Re: Assigend Media: "How the Science of Sex is Weaponized Against Us"
Das hoffen wir. Dann kann das m/w aber auch gleich weggelassen werden, oder? Meine Frage steht ja noch im Raum, wann diese Grob-Einteilung für sich allein irgendeine Relevanz hat. Also nicht als - überflüssiger - Einstieg und nicht für eine aufgepfropfte Zweckentfremdung in Richtung Gender.Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 09:02Ich lebe anscheinend auf einer Insel der Glückseligen. Wann und wo immer ich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen habe, war m/w höchstens die Einstiegsfrage. Das diese Einteilung im medizinischen Kontext allein singulär nur für sich keine sinnvolle Differenzierung und Diagnose ermöglicht, scheint zumindest bei meinen Ärzt:innen klar zu sein.Jaddy hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 01:49 Du hattest ärztliche Praxis aufgenommen und ich habe argumentiert, dass "m/w" allein für sich gerade da nicht sinnvoll ist, sondern möglicherweise gefährlich unzureichend.
Also vielleicht fangen wir mal damit an, in konkreten Situationen, also wenn biologische Geschlechtsmerkmale wirklich wichtig sind, konkret nach den tatsächlich relevanten Details zu fragen bzw zu schauen, und nichts anzunehmen, was nicht geprüft wird.
Dann: Die Anekdote meines trans-masc Freundys hatte ich erwähnt; der Vertretungs-Gyn, der bei "trans" auf "trans Frau" schloss und die eine "naturgewachsene" Vulva/Vagina für eine operierte hielt. Von diesen Kloppern kenne ich mehrere. Bei mir war das Highlight bisher der Anästhesist, der mir, als ich direkt wegen der Genital-OP vor ihm lag, einen zu niedrigen Eisen-Wert andichtete, weil er in die falsche Referenztabelle geguckt hatte. Ich bin bei reinen m/w Fragen im medizinischen Kontext immer extrem verunsichert.