Re: Kann sich die sexuelle Präferenz durch HRT verändern?
Verfasst: Do 20. Feb 2020, 18:12
Ich sage es ja immer: Vorsicht beim Umgang mit "Drogen".
LG Nicole
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Ich sage es ja immer: Vorsicht beim Umgang mit "Drogen".
Dem stehe ich sehr skeptisch gegenüber!Chrissie hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 16:46 Ich denke es hängt auch von der Dosis ab. Ich habe zwei kennen gelernt die 6 Mg E2 pro Tag einnahmen, wo sich ein Verlangen nach Männern eingestellt hat.
Bei mir selbst war am Anfang der HRT der E2 Wert sehr hoch und ich merkte auch ein gewisses Interesse an Mä Bern. Das gab sich aber sofort, als der E2 Wert in den Normbereich gesunken war.
LG Chrissie
hallo Aria, das ist ja mal spannend! Wie kann ich mir das vorstellen? Du wachst früh auf und hast die Orientierung gewechselt ohne eine BI Übergangsphase... echt? (mal flapsig formuliert) Besito Lola Andrea.Aria hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:29
Ziemlich bald nachdem ich erkannte, dass ich TS bin, merkte ich, wie ich mich plötzlich zu Männern hingezogen fühlte und Frauen mich nur noch auf freundschaftlicher Ebene interessierten.
Genau, das ist deine persönliche Erfahrung. Weil die meisten Menschen lediglich nur ein Geschlecht anziehend finden. Es geht doch dabei nicht um guten oder schlechten Sex, sondern um körperliche Anziehung.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 08:33 Das ist aber meine persönliche Erfahrung auf andere projeziert. Warum sollte denn der Sex mit dem einem Geschlecht per se schlechter sein als mit dem anderen ?
Wie gesagt, deine persönliche ErfahrungVicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 08:33 Tatsächlich glaube ich, dass in allen Menschen mindestens etwas "bi" steckt.
Genau das meine ich: es ist "nur" eine Vorstellung. Aber ich will niemanden zu irgendetwas überreden. Wenn es gut so ist, ist es gut so.
Dann bleib doch bitte bei dir. Du hast die Erfahrung gemacht, bei dir gab es so eine Art Aha Effekt. Vermutlich, weil du eine Neigung in dir hast, von der du keine Ahnung hattest. Da bist du nicht die Einzige, die ich kenne, die quasi davon "überrascht" wurde.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 11:52 Genau das meine ich: es ist "nur" eine Vorstellung. Aber ich will niemanden zu irgendetwas überreden.
Also auch hier ist die Verkürzung auf "M" und "W" eigentlich zu kurz (oder wer würde wirklich mit allen Exemplaren des Präferenzgeschlechts Sex und_oder Beziehung haben wollen?). Auch Begehren ist vielfältig und woher die Details kommen, wie die konkrete Prägung funktioniert und warum die einen so und die anderen anders fühlen, ist weitgehend unklar. Und das ist erstmal auch sehr gut so"Anstelle der "šHomosexualität"˜ das gleichgeschlechtliche Verlangen sehen zu lernen kann einige überraschende neue Einsichten zutage fördern. Auszugehen ist von der bleibend gültigen Erkenntnis Freuds, dass gleichgeschlechtliches Verlangen keineswegs die spezifische Libido der eingrenzbaren Gruppe der "šHomosexuellen"˜ bezeichnet, sondern dass grundsätzlich alle Menschen — bewusst oder unbewusst — gleichgeschlechtliche Gefühle erleben. Und man kann hinzufügen: Natürlich erleben auch alle Menschen "šheterosexuelle"˜ Gefühle. Und das geschlechtlich unspezifische Bedürfnis nach Nähe. Nach Wärme und Schutz. Nach Beschützenwollen. Zudem erleben sie die Anziehung durch bestimmte Körperteile, knackige Hintern, breite Schultern, schöne Beine, Waschbrettbäuche, eckige Formen, runde Formen [...]. Das Angesprochensein durch bestimmte Kleidung. Durch Gerüche. Das Verlangen nach bestimmten Körpersäften. Nach bestimmten Arten der Berührung. Nach Eindringen. Nach Durchdrungenwerden. Nach Haut. Nach bestimmten Arten von Haut, nach behaarter Haut, nach haarloser Haut [...]. Je näher man hinschaut, desto vielfältiger wird das Bild der unterschiedlichen Formen des Verlangens. Je näher man hinschaut, desto deutlicher wird, dass Begriffe wie "šHomo-"˜ oder "šHeterosexualität"˜ extrem abstrakte, verallgemeinernde Begriffe sind, die höchstens an der Oberfläche etwas mit dem konkreten Verhalten und den Wünschen von Menschen zu tun haben"
Dem kann ich so nicht folgen. Klar gibt es bestimmte Vorlieben, wenn man genauer hinsieht. Aber das heißt noch lange nicht, das der Oberbegriff Hetero oder Homo (sexuell) abstrakt ist.Jaddy hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 13:12 Je näher man hinschaut, desto vielfältiger wird das Bild der unterschiedlichen Formen des Verlangens. Je näher man hinschaut, desto deutlicher wird, dass Begriffe wie "šHomo-"˜ oder "šHeterosexualität"˜ extrem abstrakte, verallgemeinernde Begriffe sind, die höchstens an der Oberfläche etwas mit dem konkreten Verhalten und den Wünschen von Menschen zu tun haben"
Joar, kann sein, aber das alles würde mich (wenn, dann) nur bei Frauen anziehen.Jaddy hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 13:12 Zudem erleben sie die Anziehung durch bestimmte Körperteile, knackige Hintern, breite Schultern, schöne Beine, Waschbrettbäuche, eckige Formen, runde Formen [...]. Das Angesprochensein durch bestimmte Kleidung. Durch Gerüche. Das Verlangen nach bestimmten Körpersäften. Nach bestimmten Arten der Berührung. Nach Eindringen. Nach Durchdrungenwerden. Nach Haut. Nach bestimmten Arten von Haut, nach behaarter Haut, nach haarloser Haut [...]
Macht nix, ich hab' mit meiner Liebsten gerade ein Zoigl getrunkenAnja hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 13:36 Wenn ich sage, das ich sehr gerne Bier trinke. Bei genauerem "Hinsehen" dann Pils und Kellerbier, macht das doch den Oberbegriff nicht abstrakt? Ja sorry, ein besserer Vergleich fiel mir gerade nicht ein.
Hi Anja,Anja hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 13:08 Dann bleib doch bitte bei dir. Du hast die Erfahrung gemacht, bei dir gab es so eine Art Aha Effekt. Vermutlich, weil du eine Neigung in dir hast, von der du keine Ahnung hattest.
Nee! Du bist einfach Bi
Ich kann alles akzeptieren, keine Frage. Du sollst Dich ja wohl fühlen. Ich werde nur mistrauisch, wenn Menschen etwas kategorisch ablehnen. Das klingt mir zu sehr nach absoluter Wahrheit. Wir denken in Modellen und Vorstellungen (ich meine sogar ausschließlich), aber die sind nicht statisch. Wenn Du sagst, Du bist stockhetero, ist das heute so. Was morgen sein wird, wissen wir nicht.Kannst du akzeptieren, das es bei mir eben nicht so ist?
Finde ich ja auch spannend. Ich hatte gleichgeschlechtlichen Sex und fand ihn toll, aber ich bin nicht bi?Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 14:07 nein, ich bin nicht bi, kein bisschen. Aber ich habe einmal Sex mit einem Mann gehabt (was nicht bedeutet, dass ich bi bin), was ich mir nie vorstellen konnte. Ich wollte lediglich etwas ausprobieren. Aber die Tatsache, dass ich es konnte, hat mein Weltbild auf den Kopf gestellt.
Siehe mein oberer Post. Vielleicht vermutest du bei jedem einfach eine unentdeckte Bi-Neigung, damit du sie dir nicht eingestehen musst?Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 14:07 So nebenbei: Ich muss jetzt darüber nachdenken, warum mich dieses Thema so sehr zur Diskussion reizt. Sagt es doch nach meiner eigenen These mehr über mich als über Dich ...![]()
Vielleicht bin ich ja zu missionarisch und will mich eigentlich nur selber missionieren, mehr zu mir selber zu stehen ... Interessanter Aspekt oder ?
Es ist ja keine Vorstellung. Es ist ein Gefühl. Noch mal, an Männern reizt mich garnichts. Überhaupt nichts. Hat es noch nie.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 14:07 Es muss sich nichts ändern, wenn man Vorstellungen hinterfragt.
So einfach ist das nicht. ich habe auch schon einmal Alkohol getrunken. Bin ich jetzt Alkoholiker ?
LOL, ich gönne es Dir.
Ganz wie Du willst, aber ich erwartet es nicht. Weder dass Du Lust auf Männer bekommst, noch dass Du Dich entschuldigst ...Anja hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 14:41 Sollte ich mich jemals mit einem Mann einlassen (wollen) werde ich mir hier ganz offen in allerForm bei dir entschuldigen.