Danke für Eure lieben und mitfühlenden Antworten
Die Situation und was sich daraus bei mir dann abspielte ging mir noch so oft durch den Kopf ...
Lisa-Weber hat geschrieben: So 1. Sep 2019, 22:11
Es braucht Zeit - auch für deine Freundin das zu verarbeiten.
Ja, ganz bestimmt, das dachte ich mir auch zuerst.
Anja hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 09:49
Hast du sie mal gefragt, wie sie das meint? Die siehst anders aus, aber innen drin bist du doch der selbe Mensch? Mit dem sie genauso reden können sollte, wie vorher auch?
Das ist schwer zu sagen. Natürlich hab ich mich in den letzten 4 Monaten (zumindest innerlich) sehr stark verändert und einen Monat lang haben wir uns auch nicht gesehen, weil
sie in Therapie war. Natürlich mache ich gerade so etwas wie eine 2. Pubertät im Zeitraffer durch und meine Interessen sind schon recht fokussiert auf weibliche Themen.
Es ist mir ein starkes Bedürfnis mich da auszuprobieren und zu erforschen (konkret gelebt und ausprobiert und nicht nur im Kopf fantasiert), um mir darüber klarzuwerden,
was mir gut tut und womit ich mich wohlfühle.
Lady Jennifer hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 10:55
nur weil du als Frau gekleidet nun auftrittst, hast du doch deine Persönlichkeit nicht geändert
Naja, inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher, ehrlich gesagt. Seit Anfang des Jahres hab ich mich persönlich sehr weiterentwickelt, viele meiner Verhaltensweisen reflektiert,
manches auch erfolgreich verändert. Trennung aus einer Abhängigkeitsbeziehung, Psychotherapie, einige Selbsterfahrungskurse, das mir selbst offene Eingestehen und bedingungslose Akzeptieren meiner weiblichen Neigungen. Konsequente Selbstfürsorge/Selbstliebe.
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 15:12
ich denke man sollte den Satz nicht überbewerten. Manchmal ist es halt so, dass man ruhig und nachdenklich (sogar ein wenig melancholisch oder traurig) ist. Da kann eine flippige und sehr frohe/bunte Person den eigenen Selbstmitleid/Trauer stören. Vielleicht war es ja nur so gemeint und für den Zeitpunkt formuliert.
Ja, das war es sicher auch. Ich war so gut drauf und sie hatte ganz offensichtlich einen weniger schönen Tag. Das war mir in dem Moment schon klar. Trotzdem hat es mich
sehr getroffen. Ist ein uraltes leidiges Thema bei mir, ich mußte mich sehr oft mit meiner Lebensfreude und Begeisterung zurücknehmen, weil es irgendwen störte oder nie paßte.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 15:14
Sorry wenn ich das jetzt so sage-als Crossdresser mag es einfach sein den Freund zu präsentieren der verlangt wird.
Nicht aber wenn du trans* bist. Da hilft auch nur eingeschränkt die Möglichkeit Zeit zu geben..es kann aber.
...
es erfordert allerdings auch ein sich gewisses Fallen lassen können.
Das erklärt schon eher meine große (Über-)Empfindlichkeit. Ich lasse mich momentan total fallen, kaum rational/verstandesgesteuert, versuche auf mein Herz, meine
Intuition, mein Bauchgefühl zu hören. Bin völlig offen dafür, was dabei herauskommen mag. Und ja, die Frage CD oder trans* ist allgegenwärtig.
Es zerreißt mich innerlich, wenn ich etwas sein soll, was ich nicht (mehr) sein kann.
Nochmals vielen lieben Dank, Ihr gebt mir den Halt, den ich gerade brauche.
Anabelle
