Transition: Fragen zu Abhängigkeiten (Transfrau)
Transition: Fragen zu Abhängigkeiten (Transfrau) - # 3

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Britt
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Re: Transition: Fragen zu Abhängigkeiten (Transfrau)

Post 31 im Thema

Beitrag von Britt »

Michaela_mit_a hat geschrieben: Mo 20. Mai 2019, 08:33 Mir ist nur nicht klar, wer wann was macht, in welcher Reihenfolge und mit welchem Abstand?
Hallo Michaela,
wie schon Anja geschrieben hat muss man die gesetzlichen von den medizinischen Maßnahmen trennen. Untergliedert man noch die medizinischen nach Kategorien und nimmt das soziale dazu, so hat man folgende Punkte:
  1. Soziales Leben (Outing, soziale Rolle)
  2. Gesetzliche Maßnahmen nach TSG (PÄ / VÄ)
  3. Nicht genehmigungspflichtige medizinische Maßnahmen (HRT, Logopädie, Laser EPI bei Arzt). Voraussetzung ist hier dass irgendjemand die Diagnose F 64.0 erstellt.
  4. Genehmigungspflichtige medizinische Maßnahmen, welche die GKV unter gewissen Voraussetzungen zahlt. (GaOP, Stimmband OP, Brustaufbau; ob die Nadel-EPI hier noch rein gehört bin ich nicht sicher"¦ da machen die Kassen derzeit mal wieder was sie wollen) Genaugenommen wird nur hier der Alltagstest/Psychologe benötigt. Bei einer PKV können die Leistungen, Voraussetzungen abweichen.
  5. Die anderen Operationen, welche üblicherweise von der GKV nicht gezahlt werden. (FFS, Adamsapfelreduktion, Haartransplantation "¦.. )

Bei den Punkten 1, 2, 3 und 5 gibt es keine wirkliche Reihenfolge. Man kann auch alles gleichzeitig beginnen/machen. Das ein Richter oder Arzt dies anders sehen kann und weitere Schriftstücke sehen möchte ist ein andres Thema.
Bei dem Punkt 4 kannst du jetzt schon anfangen Atteste zu sammeln und ein Vorgespräch bei einen Chirurgen machen. (Erkundige dich bei den anderen Mädels welche Schriftstücke der zuständige medizinische Dienst deines Landes derzeit lesen möchte.)

Eine gute Zusammenfassung findest du hier:
http://hormonmaedchen.de/ablauf/
Michaela_mit_a hat geschrieben: Mo 20. Mai 2019, 14:35 Mein persönlicher "Wunschfahrplan" wäre:
Gesichtsbehaarung entfernen, beginnt Ende Juni
schnellstmöglich mit der HRT zu beginnen
ca. 3-6 Monaten nach HRT-Start: "Ganztagsfrau", je nach Gefühl und Entwicklung
ca. 12-24 Monate nach HRT-Start: Gesichts-OP, nicht zu ändern, möchte ich so ;-)
ca. 36 Monaten nach HRT-Start: GaOP und Personenstandsänderung
In mir steckt eine Projektmanagerin, ich kann daher nicht anders als Pläne und Listen zu machen ;-)
Vergesse bitte dein Wunschfahrplan. Lass dir so viel Zeit wie du brauchst. Die Transition ist kein Komplettpaket. Du musst schon selbst herausfinden welche von den oben genannten Punkten die richtigen für dich sind. Dabei ist ein (mehrmaliges) umentscheiden normal.

Nachtrag: Die Verordnung zur Logopädie bekommt man via Diagnose: "Dysphonie" (nicht F 64.0)


Liebe Grüße,
Britt
Anja
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Re: Transition: Fragen zu Abhängigkeiten (Transfrau)

Post 32 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)

bin verwirrt.

Mein Schriebsel
Anja hat geschrieben: Ob man in HET ist oder nicht oder eine GaOP plant oder nicht hat damit nix zu tun.
bezog sich auf
XYZ hat geschrieben: Mo 20. Mai 2019, 12:24 (3. ) Namensänderung und Personenstandsänderung (Antragstellung möglich ab 18 Monate) "Gesetzlich mindesten 3 Jahre ist aber unterschiedlich"
Eine "deutliche Umgestaltung der Geschlechtsorgane" war früher mal die Vorraussetzung für die Personenstandsänderung. Aber wie gesagt, der Passus entfällt.
Es geht doch in dem Thread um Abhängigkeiten. Und ich habe einfach nur versucht klarzustellen, das es zwischen dem juristischen Weg der VÄ/PÄ und dem medizinischen Weg keinerlei Abhängigkeiten gibt.

Des Gesetzestext hatte ich ja weiter vorne schon eingefügt. Deswegen ist mir (immer noch) nicht klar, was mit 18 Monaten gemeint sein soll? Bzw. die 3 Jahre "aber unterschiedlich"?
Man braucht nicht 3 Jahre als Frau gelebt haben, nur der Zwang muss seit mindestens 3 Jahren bestehen...? Steht alles weiter oben.
Lesen kommt vor Wissen :wink:

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Transition: Fragen zu Abhängigkeiten (Transfrau)

Post 33 im Thema

Beitrag von heike65 »

Diva hat geschrieben: Di 21. Mai 2019, 08:27
Michaela_mit_a hat geschrieben: Mo 20. Mai 2019, 14:35 In mir steckt eine Projektmanagerin, ich kann daher nicht anders als Pläne und Listen zu machen ;-)
Falls du auch als solche arbeitest, dann wünsche ich dir schon jetzt viel Kraft beim beruflichen Coming Out. Mit diesem Thema hab ich - einigen zum Verdruss - schon einen halben Thread gefüllt.

Führungskraft + Weisungsbefugnis + Trans + Transition am alten Ort = Garantie auf jede Menge Spaß

LG
-Diva
Führungskraft... bin Geschäftsführerin
Weisungsbefugnis.. siehe oben
Trans...........ja bin ich
Transition am selben Ort .... ja erledigt, die Op fehlt allerdings noch
Und ich habe jede Menge Spass, ob mit den Angestellten wie auch den Kunden, und nun ?

Liebe Grüsse
Heike
( Ich bin allerdings lesbisch und verheiratet, männliche Flirtversuche werden sofort im Keim erstickt)
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