Liebe Hexemelina,
herzlichen Glückwunsch, weiterhin gute Genesung und alles Gute für Deine Zukunft!
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du in Deinem neuen, kompletten Körper noch viel Freude und die Erfüllung Deiner Träume finden wirst.
Jetzt springe ich noch mal zum Anfang des Threads zurück.
Jetzt mal ohne Flags und Krümel wieso sagt oder schreibt hier keiner das man zur gaop nen Liter Abführmittel trinken muss? Für Leute die das nicht wissen ist das eine schokierende Nachricht wie für mich oh man nu habt ihr was zum nachdenken
Kann darauf aus leicht nachvollziehbaren Gründen natürlich erst heute antworten.
Für diejenigen, die so eine Op noch vor sich haben. Die Sache mit dem Abführmittel macht wirklich Sinn. Bei meiner Operation, damals in Augsburg, gab es nämlich Probleme. Bei mir lies sich der Hohlraum zwischen Prostata und Rektum nicht so einfach herstellen, weil die irgendwie miteinander verwachsen waren.
Zitat aus dem Operationsbericht:
Unter vorsichtiger, scharfer Präparation zwecks Isolierung der Prostata vom Rektum kommt es zur Rektumseröffnung.
Da der Darm gut gereinigt war, konnte der Defekt ohne Probleme mit einer Naht verschlossen werden.
Für alle die jetzt vielleicht Angst haben: Meine Chirurgin war Dr. Christiane Spehr, damals eine der besten für die GaOp. Ich war die erste und einzige ihrer Patientinnen, bei der so etwas vorgekommen ist. Wäre der Darm nicht gut gespült gewesen, hätte ich vorübergehend einen künstlichen Ausgang bekommen müssen. Das ist mit Sicherheit schlimmer als Abführmittel zu trinken.
Der einzige Nachteil war, dass ich sieben Tage lang keine Nahrung zu mir nehmen, nichts trinken durfte und liegen musste. Die Ernährung erfolgte nämlich über einen Halsvenenkatheter. Ansonsten ist alles gut verlaufen und das Ergebnis ist, aus meiner Sicht, super geworden. Ich hatte fünf Jahre lang einen festen Freund, und wir hatten auch unseren Spass zusammen.
Hatte auch noch Glück, dass bei meiner Op zwei sehr gute Operateure anwesend waren. Es gab in München noch Dr. Schönaich, der solche Operationen ebenfalls sehr oft und erfolgreich durchführte. Er war bei meiner Op zugegen, weil er sich informieren wollte, wie Frau Spehr die Operation durchführt. Nachher habe ich erfahren, dass er bei der oben beschriebenen, kniffligen Situation, sehr hilfreich assistiert hatte.
So eine Komplikation kommt äußerst selten vor. Habe das auch nur berichtet, dass sich keine mehr wundert, vor so einer Op Abführmittel in hoher Dosierung verabreicht zu bekommen und dass das durchaus Sinn macht.
Näheres über meine Leben nach der Op und meine Erfahrungen möchte ich nicht im öffentlich zugänglichen Bereich berichten. Habe noch nicht viele Beiträge geschrieben und noch keinen Zugang zur geschlossenen Gruppe Transsexualität. ich denke das hat keine Eile. Bin noch ein paar Tage länger im Forum.
Liebe Grüße
Eure Daniela