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Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 09:31
von Svetlana L
Anne-Mette hat geschrieben:Ich meine, dass Daimler sich sogar an der Jobmesse in Berlin beteiligt, wo gerade und besonders "Regenbogenmitarbeiter" angesprochen und gesucht werden
Ich zitiere (mal wieder) Thomas Sattelberger: Wo Diversity drauf steht muss noch lange nicht Diversity drin sein. Wenn eine Firma nach außen mit Vielfalt wirbt, dann muss sie das m.E. auch nach innen leben. Anderenfalls wird das u.a. von potentiellen Bewerbern schnell durchschaut.

Ein Ergebnis von "Trans* in Arbeit" war auch, dass sich fast 50% der Trans*-Menschen auf Arbeit nicht outen. Dafür wurden einige Merkblätter für spezielle Zielgruppen entworfen, z.B. Personalverantwortliche, Personalräte, Kolleg_innen usw. und können auf der Seite der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen runtergeladen werden.

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 09:33
von Anne-Mette
Moin,
Wenn eine Firma nach außen mit Vielfalt wirbt, dann muss sie das m.E. auch nach innen leben. Anderenfalls wird das u.a. von potentiellen Bewerbern schnell durchschaut.
Da hast Du Recht )))(:

Wir sollten allerdings immer wieder einfordern, was in den Hochglanzbroschüren und auf den Fahnen steht.

Gruß
Anne-Mette

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 11:19
von Tatjana_59
Lili Elbe hat geschrieben:
Daenerys Targaryen hat geschrieben:die aus Spaß oder für den erotischen Kick einen Fummel anziehen und ihr Hobby oder ihre Neigung irgendwann 24/7 ausleben wollen.
Wie erklären sich Crossdresser hinter denen keine TS und Transvestismus steht?

Liebe Grüße

Herzlich willkommen Breakfast of Tiffany.
Das herzlich ist sarkastisch gemeint

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:08
von Anne-Mette
Moin,

im Rathaus zu Flensburg wurde die Ausstellung "Trans* in der Arbeitswelt" gezeigt.
Dazu gab es eine einführende Veranstaltung mit vielen Interessenten.
Ein Zeitungsartikel informierte.

Das Thema "Trans- und Intersexualität" werden wir weiter "im Auge behalten", zuletzt auf einer Sitzung im Arbeitskreis "Echte Vielfalt in Flensburg".
Zu unserem letzten Treffen hatte ich mir ein paar Gedanken aufgeschrieben, die ich nicht alle posten möchte (smili)
Sehr wichtig ist mit jedoch:

Jede(r), ganz egal welchem Geschlecht ersie sich zurechnet oder welche sexuelle Orientierung sein Menschsein ausmacht, sollte eine optimal geeignete Arbeitsstelle finden!

Gruß
Anne-Mette

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:16
von Anne-Mette
Moin,

wer moin sagt, sagt auch (bald) Tschüss )))(:

Gruß
Anne-Mette

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:47
von Svetlana L
Ich bin (wie ich schon schrieb) für zwei Wochen in Cuxhaven und höre das Moin den ganzen Tag. Ich würde nicht behaupten, dass die hier alle schrullig wären. Was sagt das denn bitte über die Personen aus?

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 13:35
von conny
Zurück zur Eingangsfrage:

Anhand der bisherigen Diskussion kann man m.E. resümieren, dass es besonders "transfreundliche" Berufe nicht gibt, wohl aber ein transfreundliches bzw. transunfreundliches Arbeitsumfeld unabhängig von Arbeitgebern, Aufgabenbereichen, Branchen und Unternehmensgrößen.
Dafür finden wir ja in diesem Forum genügend Beispiele von denjenigen, die unter Beibehaltung ihres Arbeitsplatzes den "Transweg" bis hin zur Transition mit unterschiedlicher Begleitung der zuständigen Gremien gegangen sind.

Es gibt durchaus Unternehmen, die sich dieses Themas im Rahmen ihrer Diversityaktivitäten widmen und sie wiederholt zum Inhalt von Führungskräfteseminaren machen. Daimler gehört offenbar nicht dazu. Seminare sind aber keine "Gehirnwäsche" und so wird es immer auch intolerante Führungskräfte geben die das auch offen zeigen, wenn geeignete Sanktionsmechanismen fehlen.

Zu tun ist noch viel und nur mit einer gemeinsamen Interessenvertretung in den maßgeblichen Institutionen und Organisationen erfolgversprechend. Bekommen die Trans* das hin ???
Diese Diskussion an anderer Stelle.

LG
Conny

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 14:47
von Anke
Hallo,

ich "muss" jetzt noch einen Beitrag Off-Topic schreiben. Dann bin ich auch wieder lieb und bleibe artig beim Thema. (888)
Tabea hat geschrieben:Moinsen,
der Norden grüßt.
Manche Leute müssen eben auch nur alles kritisieren da wird dann auch das "Moin" als Punkt genommen wenn nichts anderes da ist.
Im Bereich "Böblingen" wird sich eben scheinbar nicht so "schrullig" begrüßt.
Da ich nur ein paar Minuten von Böblingen entfernt lebe, kann ich sagen, dass die Leute so viel oder so wenig schrullig sind, wie alle anderen auch. Auch als Nichtschwäbin komme ich mit den Leuten gut aus und bin gerne hier. Aber wie überall gibt es welche, die Fallen eben aus diesem Rahmen und die Person, die sich hier Lili Elbe nennt, die tut gerade alles um zu dieser Gruppe zu gehören. Ich finde es wirklich erstaunlich, dass diese Person es geschafft hat, in so kurzer Zeit in einem einzigen Thread so vielen Leuten auf die Füße zu treten, sie vor den Kopf zu stoßen oder sie zu beleidigen. Ich möchte überhaupt nicht auf die Inhalte der jeweiligen Posts eingehen, aber einige davon waren auch bezogen auf mich nicht nur stark übergriffig, sondern auch diffamierend. Eigentlich dachte ich, dass hier der Platz sei, wo ich so etwas nicht zu befürchten habe.

Ich würde mich sehr freuen, wenn das mal aufhören würde und wir statt dessen konstruktive Beiträge zu lesen bekämen.

Ich leihe mir jetzt mal Marielles Schlussformulierung (ich hoffe doch, das geht in Ordnung):

Habt es gut, lasst uns hier konstruktiv Meinungen austauschen und konstruktiv diskutieren.

Anke

Re: "Transfreundliche" Berufe

Verfasst: Mo 18. Jul 2016, 13:24
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

...habe die Beiträge nur überflogen....
Mein Bereich im ÖD als Landvermesserin bei Wasser und Schiff ist geradezu als transfreundlich zu bezeichnen. Im Außendienst ist Arbeitskleidung nach Erfordernis angesagt, meist Unisex sowieso wegen allgemeinem Einkauf im Kaufhaus des Bundes. Da liegt das weibliche in den persönlichen Details, Haare aufgesteckt, Schmuck etc. Dirndl zu Maurerschuhen das passt nicht zu den UVV (Unfall Verhütungs Vorschriften), denen wir unterliegen. Wenn ich alleine vermesse, was bei mir manchmal möglich ist, dann kann ich schon mal einen Jeansrock im Sommer ins Auge fasen - muss aber passen (Haben wir Sommer dieses Jahr???). Im Büro habe ich alle Freiheiten, wie ich am PC meine Arbeit mache mit Hose und mit Rock; das kartografische Ergebnis zählt. Meine Kolleginnen und Kollegen kennen mich und meine Besonderheiten und das geht bei uns im Amt in Ordnung auch auf den Dienstversammlungen.

Beste Grüße, Ulrike-Marisa (smili)