Doku Soap - # 20
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micaela
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micaela
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra,sandra93 hat geschrieben: Mi 14. Feb 2018, 07:32 Der hat ja auch zugegeben, dass er es versemmelt hat.![]()
deshalb hab ich ja angefügt: Ganz tolle Geschichte trotzdem ...
Ich wünschte mir nicht nur beim Lesen Deiner Geschichte und trotz eines etwas schrägen Psychologen, ich wäre in Lauras Situation !!!
Ich würde meine "Freundin" Hanna in allen Schritten begleiten und mitgehen !!!
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Cybill
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Re: Doku Soap
Nicht kommentieren, ganz einfach machen.sandra93 hat geschrieben: Mi 14. Feb 2018, 07:32 Der hat ja auch zugegeben, dass er es versemmelt hat.![]()
Du bist hier die Macherin der Geschichte!
Gruß Cybill
Also mach hin!
- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Lea Michele
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra,
bitte, bitte schreibe die Geschichte weiter!
Denn sie ist deine und ich liebe es sie zu lesen!
LG Lea Michelle

bitte, bitte schreibe die Geschichte weiter!
Denn sie ist deine und ich liebe es sie zu lesen!
LG Lea Michelle
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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Lorelai74
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Re: Doku Soap
Wow
Wow
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Ich durfte in den letzten Tagen deine wunderbare, schöne, abwechslungsreiche und spannende Geschichte entdecken und wie im Rausch lesen.
Vielen, vielen Dank fürs Schreiben, für deine tollen Ideen und wie du Laura weiterentwickelst.
Eine, wenn nicht die beste Geschichte über Transssein die ich kenne..
Und wie alle Fans muss auch ich jetzt warten auf die nächste spannende Fortsetzung
Herzlichen Dank
Lorelai
Wow
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Ich durfte in den letzten Tagen deine wunderbare, schöne, abwechslungsreiche und spannende Geschichte entdecken und wie im Rausch lesen.
Vielen, vielen Dank fürs Schreiben, für deine tollen Ideen und wie du Laura weiterentwickelst.
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Und wie alle Fans muss auch ich jetzt warten auf die nächste spannende Fortsetzung
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Lorelai
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sandra93
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Re: Doku Soap
Um mich ein wenig abzulenken fahre ich nach Köln rein zum Schoppen. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich mich beim Aussuchen von Kleidung mal so gut würde entspannen können. Ohne es bewusst wahrzunehmen finde ich mich auf einmal in der Dessousabteilung eines großen Kaufhauses wieder. Ein BH mit sehr viel Spitze und aus grauer und weißer Seide hat es mir angetan. Ich weiß, wie sehr Dimitiri das mag und auch mir gefällt es etwas Verführerisches unten drunter zu tragen. Natürlich gibt es auch den passenden Slip dazu. Ebenfalls ein Traum, aber leider für mich etwas zu knapp geschnitten; da könnte man etwas Falsches sehen. Das könnte ich nun in Thailand ändern lassen; ich bin mir auch sicher, dass er sich wahnsinnig freuen würde, wenn wir ein richtiges Paar würden. Einfach zusammen Sex haben, wie alle anderen auch; ohne Verrenkungen und nervige Versteckspielchen. Ich will es mir nicht eingestehen, aber da ist natürlich noch etwas zwischen uns, was mich daran erinnert, dass ich doch anders bin als andere Frauen. Obwohl der Slip zu wenig verdeckt nehme ich beide Teile und gehe zur Kasse. Typisch Frau, es ist unlogisch aber frau tut es trotzdem und ist glücklich.
Um wieder ein wenig zu entspannen, setzte ich anschließend in ein kleines Cafe in einer Passage und Bestelle mir einen Latte. Der Tisch ist nicht perfekt gewischt, aber ich kann die Leute schön sehen. An den Wänden hängen Filmplakate aus den 50er so James Dean; etwas langweilig finde ich und schaue wieder ein wenig. Ein Junge so um die 15 muss mit seiner Mama einkaufen. Er scheint wenig Freude zu haben. So ging mir das früher auch. Verstohlen schaut er zu mir herüber, aber wenn Mama dabei ist, kann man schlecht flirten und er ist auch noch sehr jung; ob er heute Nacht an mich denkt?
Ich versuche mich an die Zeit zu erinnern, als selber noch feuchte Träume von hatte von Mädchen wie mir. Sie waren unerreichbar aber man wollte es nicht wahr haben. Und nun bin ich selber ein solch unerreichbares Wesen. Ich lächle ihn direkt an: Erschaut weg und wir rot; amüsiert drehe ich mich weg. Dann schweifen meine Gedanken wieder nach Thailand; Natürlich begleite ich nur Hannah, so ist es vereinbart obwohl fast niemand davon weiß. Und genauso natürlich könnte ich es auch einfach machen lassen und würde mir ihr zusammen als Frau zurückkommen. Seelisch würde ich es verkraften, dass meinen alle die Ahnung davon haben, obwohl bei dem Psychologen von soeben, das Urteil war wohl auch etwas schwanzgesteuert. Aber es scheint wohl zu stimmen; meine Seele ist weder männlich noch weiblich, sondern sie passt sich den Umständen an. Aber die Endgültigkeit einer Operation schockt mich sehr, wenn ich ehrlich bin. Tief in mir drin ist doch manchmal mehr Basti als ich oft denke. Wenn ich mal wieder wegen der Hormone ohne Grund heule, dann vermisse ich mein einfaches, klares und etwas langweiliges Bastileben und die letzten 18 Jahre war ich auch gar nicht unglücklich. Dieses Lauraleben ist oft schon sehr überdreht und nie weiß ich, ob ich es bin oder es eine Rolle ist, die ich nur hervorragend spiele. Ob eine Kamera dabei ist oder nicht ist dabei unwichtig. Wer ist Laura? Ich nehme meine Handtasche, die ich über den Stuhl gehängt habe und suche meinen Schminkspiegel. Alles ist in Ordnung, trotzdem ziehe ich nochmal kurz den Lippenstift nach. Das Mädchen im Spiegel erscheint mir zunehmend rätselhafter. Laura ist ein Teil von mir geworden, aber bin ich Laura? Vielleicht sollte ich nicht Medizin sondern Philosophie studieren? Alle mögen Laura und ich mag es gemocht zu werden; ich liebe es geliebt zu werden. Aber auch Basti kann man mögen und eine schöne Frau in den Armen zu halten ist auch wunderbar. Als Laura müsste ich darauf natürlich nicht verzichten, aber wenn ich als Laura mit einer Frau zusammen bin, dann ist das doch etwas ganz anderes, auch wenn ich es am Anfang nicht wahrhaben wollte.
Je länger ich nachdenke, desto verwirrter werde ich, aber dann wir mir wieder klar, wenn ich mir noch so unsicher bin, dann darf ich mich jetzt noch auf keinen Fall operieren lassen und ich habe alle Zeit der Welt; wenn ich will kann ich hinterher noch einige Jahre als Laura weiterleben und mich dann immer noch für den letzten Schritt entscheiden. Ich muss noch warten, aber ich darf mein Leben leben. Dann schaue ich wieder auf die Einkaufstüte mit den Dessous: "Vielleicht ist es doch genug Stoff..."
Um wieder ein wenig zu entspannen, setzte ich anschließend in ein kleines Cafe in einer Passage und Bestelle mir einen Latte. Der Tisch ist nicht perfekt gewischt, aber ich kann die Leute schön sehen. An den Wänden hängen Filmplakate aus den 50er so James Dean; etwas langweilig finde ich und schaue wieder ein wenig. Ein Junge so um die 15 muss mit seiner Mama einkaufen. Er scheint wenig Freude zu haben. So ging mir das früher auch. Verstohlen schaut er zu mir herüber, aber wenn Mama dabei ist, kann man schlecht flirten und er ist auch noch sehr jung; ob er heute Nacht an mich denkt?
Ich versuche mich an die Zeit zu erinnern, als selber noch feuchte Träume von hatte von Mädchen wie mir. Sie waren unerreichbar aber man wollte es nicht wahr haben. Und nun bin ich selber ein solch unerreichbares Wesen. Ich lächle ihn direkt an: Erschaut weg und wir rot; amüsiert drehe ich mich weg. Dann schweifen meine Gedanken wieder nach Thailand; Natürlich begleite ich nur Hannah, so ist es vereinbart obwohl fast niemand davon weiß. Und genauso natürlich könnte ich es auch einfach machen lassen und würde mir ihr zusammen als Frau zurückkommen. Seelisch würde ich es verkraften, dass meinen alle die Ahnung davon haben, obwohl bei dem Psychologen von soeben, das Urteil war wohl auch etwas schwanzgesteuert. Aber es scheint wohl zu stimmen; meine Seele ist weder männlich noch weiblich, sondern sie passt sich den Umständen an. Aber die Endgültigkeit einer Operation schockt mich sehr, wenn ich ehrlich bin. Tief in mir drin ist doch manchmal mehr Basti als ich oft denke. Wenn ich mal wieder wegen der Hormone ohne Grund heule, dann vermisse ich mein einfaches, klares und etwas langweiliges Bastileben und die letzten 18 Jahre war ich auch gar nicht unglücklich. Dieses Lauraleben ist oft schon sehr überdreht und nie weiß ich, ob ich es bin oder es eine Rolle ist, die ich nur hervorragend spiele. Ob eine Kamera dabei ist oder nicht ist dabei unwichtig. Wer ist Laura? Ich nehme meine Handtasche, die ich über den Stuhl gehängt habe und suche meinen Schminkspiegel. Alles ist in Ordnung, trotzdem ziehe ich nochmal kurz den Lippenstift nach. Das Mädchen im Spiegel erscheint mir zunehmend rätselhafter. Laura ist ein Teil von mir geworden, aber bin ich Laura? Vielleicht sollte ich nicht Medizin sondern Philosophie studieren? Alle mögen Laura und ich mag es gemocht zu werden; ich liebe es geliebt zu werden. Aber auch Basti kann man mögen und eine schöne Frau in den Armen zu halten ist auch wunderbar. Als Laura müsste ich darauf natürlich nicht verzichten, aber wenn ich als Laura mit einer Frau zusammen bin, dann ist das doch etwas ganz anderes, auch wenn ich es am Anfang nicht wahrhaben wollte.
Je länger ich nachdenke, desto verwirrter werde ich, aber dann wir mir wieder klar, wenn ich mir noch so unsicher bin, dann darf ich mich jetzt noch auf keinen Fall operieren lassen und ich habe alle Zeit der Welt; wenn ich will kann ich hinterher noch einige Jahre als Laura weiterleben und mich dann immer noch für den letzten Schritt entscheiden. Ich muss noch warten, aber ich darf mein Leben leben. Dann schaue ich wieder auf die Einkaufstüte mit den Dessous: "Vielleicht ist es doch genug Stoff..."
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Lorelai74
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Re: Doku Soap
Spannende Fortsetzung.
Vielen Vielen Dank.
Du machst die Emotionen, die Verwirrung richtig spürbar!
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Annabelle-R.
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Re: Doku Soap
Du triffst es wieder zu 100 %, diese Zerissenheit durch 2 seelische Geschlechter kenne ich nur zu gut.
Letztendlich geben wie bei Laura rationale Gründe immer wieder den Ausschlag gegen körperliche Eingriffe.
Es kann eben auch schiefgehen !
Liebe Grüße
Anni
Letztendlich geben wie bei Laura rationale Gründe immer wieder den Ausschlag gegen körperliche Eingriffe.
Es kann eben auch schiefgehen !
Liebe Grüße
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Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
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sandra93
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Re: Doku Soap
Als ich am nächsten Dienstag in den Briefkasten schaue liegt dort ein großer Umschlag vom Sender. Als ich ihn zunächst finde ich zunächst nur Unmengen von Schriftstücken mit klein gelben Streifen; dort soll ich jeweils unterschreiben. Vollmachten, Kenntnisnahmen Antragsformulare zur Personenstandsänderung.. zunächst blicke ich gar nicht durch und dann will ich einfach nur unterschreiben damit der ganze Kram möglichst schnell wieder weg ist. Aber was ist, wenn der Sender mich doch irgendwie austricksen will? Also wühle ich mich durch die Unterlagen. Aber ich finde nichts, was nach austricksen aussieht. Der Sender lässt sich noch einmal bestätigen, was wir versprochen haben; ich soll die Gutachten, dazu zählt auch das nicht ganz neutrale von dem Termin in Köln als inhaltlich korrekt gegenzeichnen und den Sender bevollmächtigen, soweit rechtlich möglich alle notwendigen Schritte zur Personenstandsänderung für mich zu veranlassen. Ohne die Personenstandänderung ist der Sender nicht bereit die OP-Kosten zu übernehmen; aber sie gestehen mir ausdrücklich zu bis zur letzten Sekunde vor der OP nein sagen zu dürfen, ohne dass mir hierdurch irgendwelche Nachteile entstehen. Am Ende erscheint mir alles recht fair und ich unterschreibe gefühlt mindestens 100 mal.
14 Tage später erhalte ich einen Brief vom Einwohnermeldeamt; der neue Ausweis sei fertig und könne abgeholt werden. Die vom Sender haben echt gute Beziehungen, so schnell wie das ging. Aber was solls. Ist ja eh nur für ein paar Wochen. Die Abholstelle ist direkt hinter dem Hauptbahnhof; also fahre ich nach der Schule direkt mit der U-Bahn vorbei.
Es ist nicht das normale Bürgerbüro, sondern ich muss mich im dritten Stock in einem Vorzimmer melden. Gerade will ich schon wieder raus auf den Gang als ich direkt gerufen werde: "Frau Bremekamp, bitte" Es ist für eine Behörde sehr neu und chic eingerichtet; Eine Beamtin um die Dreißig begrüßt mich freundlich und bittet mich zu setzten, dann verlangt Sie meinen Ausweis: "Normalerweise dauern diese Verfahren mehrere Monate, aber der Sender hat perfekte Unterlagen abgeliefert und damit Sie nicht unnötig lange in der Schule fehlen, soll Ihre OP ja in den Weihnachtsferien stattfinden. Da wollten wir dann keine Steine in den Weg legen.
Dann muss ich wieder sehr viele Unterschriften leisten. Aber es ist eine Behörde, die wollen einen nicht austricksen. Also unterschreibe ich zügig. Anschließend werde ich gebeten auszustehen:
" Herzlichen Glückwunsch, Frau Bremekamp. Nun sind Sie auch vor dem Gesetz offiziell eine Frau. Das gilt übrigens auch für Ihre Vergangenheit. Sie haben das Recht, sämtlich Zeugnisse und offiziellen Dokumente umschreiben zu lassen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, sind wir Ihnen gerne behilflich. Dann überreicht Sie mir meinen neuen Ausweis und meinen Reisepass.
"Laura Brennkamp, geb. am 15.06.1998 in Husum" steht. Mit einem etwas verwirrten Lächeln verabschiede ich mich. Als ich wieder auf der Straße bin schau ich mir meinen neuen Personalausweis nochmal in Ruhe an. Dort steht tatsächlich Laura und juristisch bin ich jetzt eine Frau. Und die junge Frau auf dem Foto, das bin ich. Für ein biometrisches Foto ist es sogar recht gut gelungen. Etwas verwirrt stecke ich den Ausweis in meine Handtasche und fahre nach Hause.
14 Tage später erhalte ich einen Brief vom Einwohnermeldeamt; der neue Ausweis sei fertig und könne abgeholt werden. Die vom Sender haben echt gute Beziehungen, so schnell wie das ging. Aber was solls. Ist ja eh nur für ein paar Wochen. Die Abholstelle ist direkt hinter dem Hauptbahnhof; also fahre ich nach der Schule direkt mit der U-Bahn vorbei.
Es ist nicht das normale Bürgerbüro, sondern ich muss mich im dritten Stock in einem Vorzimmer melden. Gerade will ich schon wieder raus auf den Gang als ich direkt gerufen werde: "Frau Bremekamp, bitte" Es ist für eine Behörde sehr neu und chic eingerichtet; Eine Beamtin um die Dreißig begrüßt mich freundlich und bittet mich zu setzten, dann verlangt Sie meinen Ausweis: "Normalerweise dauern diese Verfahren mehrere Monate, aber der Sender hat perfekte Unterlagen abgeliefert und damit Sie nicht unnötig lange in der Schule fehlen, soll Ihre OP ja in den Weihnachtsferien stattfinden. Da wollten wir dann keine Steine in den Weg legen.
Dann muss ich wieder sehr viele Unterschriften leisten. Aber es ist eine Behörde, die wollen einen nicht austricksen. Also unterschreibe ich zügig. Anschließend werde ich gebeten auszustehen:
" Herzlichen Glückwunsch, Frau Bremekamp. Nun sind Sie auch vor dem Gesetz offiziell eine Frau. Das gilt übrigens auch für Ihre Vergangenheit. Sie haben das Recht, sämtlich Zeugnisse und offiziellen Dokumente umschreiben zu lassen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, sind wir Ihnen gerne behilflich. Dann überreicht Sie mir meinen neuen Ausweis und meinen Reisepass.
"Laura Brennkamp, geb. am 15.06.1998 in Husum" steht. Mit einem etwas verwirrten Lächeln verabschiede ich mich. Als ich wieder auf der Straße bin schau ich mir meinen neuen Personalausweis nochmal in Ruhe an. Dort steht tatsächlich Laura und juristisch bin ich jetzt eine Frau. Und die junge Frau auf dem Foto, das bin ich. Für ein biometrisches Foto ist es sogar recht gut gelungen. Etwas verwirrt stecke ich den Ausweis in meine Handtasche und fahre nach Hause.
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Lorelai74
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Re: Doku Soap
Der erste Schritt in die frauliche Wirklichkeit
Tolle Fortsetzung
Tolle Fortsetzung
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Lea Michele
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- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Nürnberg
- Hat sich bedankt: 939 Mal
- Danksagung erhalten: 174 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Doku Soap
Hallo Sandra,
wieder eine wundervolle Fortsetzung
LG Lea Michelle

wieder eine wundervolle Fortsetzung
LG Lea Michelle
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
-
larissa22tv
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- Registriert: Fr 17. Aug 2012, 04:35
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Doku Soap
Hallo Sandra ,
Schreib doch bitte schnell weiter, bin schon ganz gespannt wie es weitergeht.
Lg Larissa
Schreib doch bitte schnell weiter, bin schon ganz gespannt wie es weitergeht.
Lg Larissa
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sandra93
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- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
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Re: Doku Soap
"Hast du schon in deine Mails geschaut?" So lautet die Nachricht von Hannah ein paar Wochen später. Etwas verwirrt schaue ich in meinen Posteingang. Und jetzt verstehe ich, was Hannah sagen wollte. In einer Mail vom Sender finde ich die E-Tickets nach Bangkok. Abflug am 12. Dezember 16.45 mit 4 h Aufenthalt in London und dann 11h später Ankunft in Bangkok. Premium Econmy Class mit Singapore Airlines , immerhin und ein 5 Sterne Hotel mit Flussblick. Der Rückflug ist erst am 8. Januar. Der Sender hat bereits mit unserer Schuldirektorin alles geklärt. Ich muss aber die Englisch LK-Klausur vor dem Abflug vorschreiben. Der Sender hat der Schule nicht gesagt, dass ich bereits Abi habe, sonst wäre ich nicht aufgenommen worden. Trotzdem soll ich nach dem Unterricht noch mal zu unserer Schuldirektorin kommen.
Ich habe keine Ahnung warum, aber brav melde ich mich um 13.45 im Vorzimmer und werde auch sofort reingelassen. "Also, Laura, wir werden dir keine Steine in den Weg legen und wir wissen, dass du eine sehr bedeutende Lebensphase durchlebst. Du hast dich hervorragend in einer ganz neuen Lebenssituation zurechtgefunden; so gut dass du dieses neue Leben für den Rest deines Lebens weiterführen möchtest. Ich bewundere deinen Entschluss und gratuliere dir zu deinem Mut. Sicher hast du mit vielen vertrauten und geliebten Menschen über deinen Entschluss gesprochen und er ist bestimmt auch sehr sorgfältig überdacht; sonst hätten nicht zwei Psychologen deine Entscheidung bestätigt." Langsam werde ich etwas ungeduldig. Was will diese Frau von mir? Typisch Lehrerin. Viel reden und wenig sagen. Dann fährt sie fort: "Eigentlich geht es mich ja nichts an, aber ich möchte das du wirklich alle Facetten deiner Entscheidung überdacht hast. Hat der Sender auch wirklich keinen Druck auf dich ausgeübt. Du weißt ganz genau, dass sich diese Operation nicht wird umkehren lassen. Darüber hast du dir bestimmt schon viele kluge Gedanken gemacht. Aber du bist noch sehr jung und sehr attraktiv. Aber du wirst älter werden und dir werden nicht mehr alle Männer hinterherschauen. Vielleicht hast du bis dahin einen Menschen gefunden, mit dem du alt werden möchtest. Dann wird niemand mehr die hübsche 18-jährige sehen, die als Model gejobbt hat. Oder hättest du gedacht, dass ich 1988 mal beinahe Miss Rheinland-Pfalz geworden wäre." Jetzt bin ich doch etwas überrascht. Unsere ach so strenge und sittsame Leiterin eines katholischen Gymnasiums im Bikini auf einem Weinfest. Unwillkürlich muss ich lächeln. Sie bemerkt es geht aber darüber hinweg: "Mir gibt heute meine Familie und mein Beruf die Erfüllung und die Sicherheit, die mir früher meine Äußeres gegeben hat. Aber für dich wird es etwas schwieriger sein. Eines der bedeutendsten Ereignisse im Leben vieler Frauen, wirst du nicht haben können. Du wirst keine Kinder bekommen können. Viele Frauen denen das verwehrt ist, leiden sehr darunter. Auch du wirst diesen Teil des Frauseins eines Tages vermissen. Bist du darauf vorbereitet? Nein, das kannst du auch gar nicht. Es geht mich alles im Grunde gar nichts an, Laura, aber ich möchte dass du dir ganz, ganz sicher bist, was du tust." Jetzt bin ich ein klein wenig gerührt. Sie macht sich Sorgen um mich. Mit Tränen in den Augen antworte ich: "Ja ich bin mir ganz sicher; und vielen Dank für Ihre Anteilnahme an meinem Weg." Dann verabschiede ich mich und habe ein ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich sie angelogen habe. Ich werde mich ja gar nicht operieren lassen. Aus genau den Gründen, die sie mir gerade erklärt hat. Aber im Grunde habe ich Sie ja gar nicht belogen, denn ich habe mir die Entscheidung mich nicht operieren zu lassen, ja sehr gut überlegt.
Ich habe keine Ahnung warum, aber brav melde ich mich um 13.45 im Vorzimmer und werde auch sofort reingelassen. "Also, Laura, wir werden dir keine Steine in den Weg legen und wir wissen, dass du eine sehr bedeutende Lebensphase durchlebst. Du hast dich hervorragend in einer ganz neuen Lebenssituation zurechtgefunden; so gut dass du dieses neue Leben für den Rest deines Lebens weiterführen möchtest. Ich bewundere deinen Entschluss und gratuliere dir zu deinem Mut. Sicher hast du mit vielen vertrauten und geliebten Menschen über deinen Entschluss gesprochen und er ist bestimmt auch sehr sorgfältig überdacht; sonst hätten nicht zwei Psychologen deine Entscheidung bestätigt." Langsam werde ich etwas ungeduldig. Was will diese Frau von mir? Typisch Lehrerin. Viel reden und wenig sagen. Dann fährt sie fort: "Eigentlich geht es mich ja nichts an, aber ich möchte das du wirklich alle Facetten deiner Entscheidung überdacht hast. Hat der Sender auch wirklich keinen Druck auf dich ausgeübt. Du weißt ganz genau, dass sich diese Operation nicht wird umkehren lassen. Darüber hast du dir bestimmt schon viele kluge Gedanken gemacht. Aber du bist noch sehr jung und sehr attraktiv. Aber du wirst älter werden und dir werden nicht mehr alle Männer hinterherschauen. Vielleicht hast du bis dahin einen Menschen gefunden, mit dem du alt werden möchtest. Dann wird niemand mehr die hübsche 18-jährige sehen, die als Model gejobbt hat. Oder hättest du gedacht, dass ich 1988 mal beinahe Miss Rheinland-Pfalz geworden wäre." Jetzt bin ich doch etwas überrascht. Unsere ach so strenge und sittsame Leiterin eines katholischen Gymnasiums im Bikini auf einem Weinfest. Unwillkürlich muss ich lächeln. Sie bemerkt es geht aber darüber hinweg: "Mir gibt heute meine Familie und mein Beruf die Erfüllung und die Sicherheit, die mir früher meine Äußeres gegeben hat. Aber für dich wird es etwas schwieriger sein. Eines der bedeutendsten Ereignisse im Leben vieler Frauen, wirst du nicht haben können. Du wirst keine Kinder bekommen können. Viele Frauen denen das verwehrt ist, leiden sehr darunter. Auch du wirst diesen Teil des Frauseins eines Tages vermissen. Bist du darauf vorbereitet? Nein, das kannst du auch gar nicht. Es geht mich alles im Grunde gar nichts an, Laura, aber ich möchte dass du dir ganz, ganz sicher bist, was du tust." Jetzt bin ich ein klein wenig gerührt. Sie macht sich Sorgen um mich. Mit Tränen in den Augen antworte ich: "Ja ich bin mir ganz sicher; und vielen Dank für Ihre Anteilnahme an meinem Weg." Dann verabschiede ich mich und habe ein ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich sie angelogen habe. Ich werde mich ja gar nicht operieren lassen. Aus genau den Gründen, die sie mir gerade erklärt hat. Aber im Grunde habe ich Sie ja gar nicht belogen, denn ich habe mir die Entscheidung mich nicht operieren zu lassen, ja sehr gut überlegt.