Hallo,
Lana hat geschrieben: Sa 14. Aug 2021, 14:26
Anke hat geschrieben: Sa 14. Aug 2021, 11:10
Niemand behauptet, dass Impfen mit den aktuellen Impfstoffen die perfekt zu 100 % funktionierende Lösung ist. So etwas gibt es sowieso nicht. Wer so etwas verlangt, der ist bereits zum Scheitern verurteilt.
Es geht vielmehr um Wahrscheinlichkeiten. Und die sehen beim Impfen deutlich besser aus, als bei einer Erkrankung. Dazu kommt, dass es selbst bei einer Erkrankung trotz Impfung in der Regel zu deutlich milderen Verläufen kommt.
Eine Garantie abzugeben führt zu einer justiziablen Zusicherung. Jeder, der trotz der Impfung erkrankt, könnte den Hersteller dann verklagen. Bei einem Toaster ist es leicht eine Garantie abzugeben. Bekommt der Kunde ein Exemplar, das nicht richtig funktioniert, dann wird das eben ausgetauscht. Bei einer Impfung ist das natürlich nicht möglich.
Ich verlange auch nichts unmögliches, sondern nur das, was bis vor zwei Jahren noch allgemein üblich war. Impfungen gibt es ja nicht erst seit gestern. Und auch andere Medikamente werden in der Regel so zugelassen, dass der Hersteller nicht vollständig von der Haftung befreit wird.
All das soll nun auf einmal nicht mehr gelten?
Warum?
Wozu dient also der gewaltige soziale Druck, der gerade aufgebaut wird, damit sich möglichst viele eine Substanz spritzen lassen, die weltweit keine ordentliche Zulassung hat?
Wie kommt man darauf, Kinder und Jugendliche zu überreden, wo doch selbst die Fachleute vom Paul-Ehrlich-Institut keine allgemeine Impfempfehlung für die Altersgruppe ab 12 ausgesprochen haben?
warum der Druck? Weil die Alternative bedeutet, dass:
- mehr Menschen sterben
- mehr Menschen mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen kämpfen (z.B. Long Covid)
- weil unsere Wirtschaft (damit meine ich nicht die Großunternehmen, sondern vor allem die kleinen und mittleren) derart an die Wand fahren wird, dass die Wirtschaftskrise in den 1920 Jahren dagegen harmlos aussehen wird.
Klar, ich wünsche mir auch einen Impfstoff, der mehr und länger getestet wurde. Doch der steht erst in einigen Jahren zur Verfügung. Damit ist das keine ernsthafte Option.
Offen gestanden kenne ich die Haftungsbedingungen der Hersteller nicht. In meinem Job schlage ich mich allerdings ständig damit herum und das Thema ist nicht so einfach, wie es scheint.
Biontech ist mit rund 2.000 Mitarbeitern keine besonders große Firma. Tritt wirklich ein veritabler Haftungsfall ein, dann ist das Unternehmen Geschichte. Damit wird das Haftungsthema reine Theorie. Pfizer dürfte es vermutlich knapp überstehen. Doch wozu ist das gut? Im Haftungsfall kommen meist Strafzahlungen zur Anwendungen, doch nutzt das irgendwas? Meiner Meinung nach nicht.
Dazu kommt, dass Haftungsausschlüsse im Endkundengeschäft gar nicht so einfach möglich sind. Egal was in den AGB's steht, das geltende Recht in Gesetzesform dominiert. Selbst im B2B Geschäft haben Haftungsausschlüsse ihre Grenzen.
Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass es bei Haftungsfragen immer um Vorsatz, leichte oder schwere Fahrlässigkeit geht. Wie soll denn Fahrlässigkeit (ich schließe Vorsatz mal aus, lässt sich sowieso nicht ausschließen) nachgewiesen werden, wenn es eine (Not-)Zulassung der EMA gibt?
Wozu jetzt andere Regeln? Weil wir jetzt mitten in einer Pandemie sind, die eben andere Maßnahmen erfordert, als der Zustand von vor 2 Jahren.
Daher komme ich wieder zu meiner Standardfrage: Was ist die alternative Handlungsempfehlung? Bis jetzt habe ich keine gesehen.
Liebe Grüße
Anke