Mahlzeit!
Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 13:40
Es wäre schön, wenn auch bei anderen persönliche Sichtweise und Schwerpunkt etwas deutlicher als solche gekennzeichnet würden, statt aus der eigenen Perspektive andere Strategien und Wege abzuqualifizieren;
Meine Beträge beziehen sich doch immer auf meine Sichtweise, sie sind doch von mir!? Muss ich jetzt unter jeden Beitrag schreiben, das mein Beitrag sich auf meine Sichtweise bezieht?
Fände ich merkwürdig, denn jeder meiner Beiträge ist auffällig mit Bild und Namen gekennzeichnet
Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 13:40
Stressanfällig bin ich heute noch. Jetzt zum Beispiel. Deshalb habe ich mir auch Werkzeuge gegen Stress und andere Belastungen angeschafft. Zum Beispiel werde ich jetzt ne Runde nach draussen gehen, bevor ich hier irgendwas zerstöre...
Puh, das klingt hart. Versteh ich jetzt nicht warum du so auf der Palme bist, das du eventuell etwas zerstören würdest? Ich weiß ja, für viele ist Essen inzwischen mehr Relegion als Nahrungsaufnahme und wenn man da gegen den "Gott" wettert, erhitzen sich schnell die Gemüter. Ich wusste allerdings nicht, das du bei diesem Thema "dünnhäutig" bist.
Ich habe eigentlich keine Lust auf Streitereien. Ich wollte lediglich mit meinem Wissen "beitragen", denn ich beschäftige mich schon ziemlich lange intensiv mit dem Thema Ernährung. Insofern hat es schon mehr mit Ahnung denn mit Meinung zu tun. Aber niemand ist gezwungen, dieser zu folgen. Deswegen kann ich es persönlich schlecht nachvollziehen, das man bei so einer Diskussion in Rage gerät...
Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 13:40
Wenn wir uns mal zu dritt treffen, kann Dir mein Bunny ein Lied davon singen, angefangen von völlig sinnlosen Zwangsdiäten, die ihre Mutter ihr bereits ab 10 aufgenötigt hatte. Da steckt sogar jede Menge Psychologie drin, so dass sie sogar erst mit dem Tod ihrer Mutter in der Lage war, sich da raus zu kämpfen. In der ihr typischen Art mit ausführlichsten Fachrecherchen in Ernährung und Psychologie, bis hin zur amtlichen Erlaubnis, selbst psychotherapeutisch zu arbeiten.
Oh ja, das klingt auf jeden Fall ziemlich heftig, was dein Bunny da durchgemacht hat. Fände ich sehr interessant sie kennenzulernen. Wenn sie sich auch so sehr mit dem Thema beschäftigt hat, haben wir sicher eine Menge Gesprächsstoff.
Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 13:40
So gesehen, habe ich tatsächlich viel zu stark meinen körperlichen Instinkten nachgegeben und einfach gegessen, wann und was ich spontan wollte. Die "natürlichen" Regelungen funktionierten aus anderen Gründen längst nicht mehr. Erst mit der bewussten Beschäftigung und vor allem einer konzisen Idee der Zusammenhänge habe ich die Gefühle (wieder?) erworben, die Du für völlig normal hältst(1).
Schrieb ich ja auch fast so in meinem Beitrag. Die natürlichen Regelungen des Körpers werden bei uns Menschen meist schon im Kindesalter übergangen, in dem die Eltern in das System eingreifen. Das ist später kaum noch wieder gut zu machen.
Deswegen schrieb ich ja auch dein Beitrag ist richtig und falsch. Du hast das Problem gelöst indem du die Zufuhr kontrollierst.
Ich streite nicht ab, das das funktioniert. So bin ich das Dilemma ja auch (schon häufiger) angegangen. Das Problem hierbei, wie bei allen Diäten, es funktioniert so lange, wie man es durchhält. Ich möchte aber gerne zurück, zu einem normalen Essverhalten, ohne mich bewusst damit beschäftigen zu müssen.
"Die Gefühle, die ich für normal halte" sind es auch. Wie sind wir denn vor der Ernährungsberatung klargekommen? Außerdem trägt meine "Sichtweise" bereits (zwei) wunderschöne Früchte. Ich halte nämlich meine Kinder, soweit möglich, von sämtlichen Ratschlägen fern und es ich genieße es beim Essen nicht nur das auf meinem Teller, sondern ebenso, wie sie sich vollkommen unberaten bedarfsgerecht ernähren.
Sie ändern z.B. spontan ihr Essverhalten, wenn ein Wachstumsschub ansteht. Kann man die Uhr nach stellen. Mein Großer isst im allgemeinen fast garkein Fleisch oder Wurst. Und plötzlich kehrt sich das Essverhalten um und er isst dann fast nur noch tierische Produkte. Nur mal als Beispiel. Da gibt es viele Situationen, wo es mir auffällt wie sich sich ganz alleine "regulieren".
Ich hab nicht nur schon mehrfach gelesen, das es funktioniert. Die besten Beispiele sitzen bei mir am Tisch. Und ich bin stolz drauf, wie gut es funktioniert. Das hätte ich gerne auch (wieder) zurück für mich.
Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 13:40
(1) Übrigens ist von vielen Spezies bekannt, dass sie sich instinktiv "ungesund" ernähren, sobald die Umgebung nicht mehr "natürlich" ist. Also z.B. Überangebot zuckerreicher Nahrung, reiz- und motivationsarme Umgebung, mangel an positiver sozialer Interaktion. Alles sehr "natürlich.
Da ist wie eins meiner Lieblingsworte "ungesund". In welchem Zusammenhang? Basierend auf den offiziellen Empfehlungen ernähren sich meine Kinder extrem ungesund, da sie häufig über Tage, manchmal sogar eine Woche sehr einseitig essen. Und plötzlich wechseln sie dann und suchen sich aus dem selben Angebot auf einmal ganz andere Nahrungsmittel aus. Dazu gehört z.B. auch "zuckerreiche Nahrung", auch hierbei können sie sich durchaus selbst regulieren und sie wissen, wann sie genug haben. Auch meine Dreijährige...
Es funktioniert. Ganz natürlich.
Es gibt viele Faktoren, die dieses System stören können. Wenn es aus dem Ruder läuft, muss man halt schauen, woran es liegt...
Ich versuche, swoeit mir das möglich ist, meine Kinder von Störungen fernzuhalten. Das wird mir nicht immer gelingen, aber ich denke, der Weg ist nicht der schlechteste...
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Aus meiner Sicht

macht es nur Sinn, die Wörter in Verbindung zur Sterblickeit zu setzen. Also esse ich etwas "gesundes", lebe ich länger? Esse ich etwas "ungesundes" sterbe ich früher?
Es gibt allerdings keinerlei Beweise, für irgendwelche Aussagen in dieser Richtung... Da kann man also getrost sämtliche Ratschläge, welcher Art auch immer, in die Tonne kloppen.
Es gibt keine gesunde Ernährung.
Damit stehe ich sicher ziemlich alleine da, aber mir gefällts hier
Niemand muss irgendwas von dem was ich schreibe für sich annehmen. Wie sagt man so schön? We agree to disagree
Insofern erhoffe ich mir, meine Meinung / Ahnung äußern zu können, ohne das am anderen Ende gleich Zerstörung droht. Zumindest nicht wegen sowas
Grüße
die Anja