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Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 13:06
von Lina
Anke hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 06:59 Hallo,
Lina hat geschrieben: Di 10. Aug 2021, 20:29 Rechne nicht damit, dass die Politiker, die mit solchen Ideen kommen,, ernsthaft alle wirklich das Problem lösen wollen.
Diesen bzw. einen ähnlichen Satz schreibst Du ziemlich häufig. Du implizierst damit, dass es einen alternativen Lösungsansatz gibt, den die Politiker aus Machtstreben nicht umsetzen.

Offen gestanden kenne ich bis jetzt nur folgende Ansätze:

- Weiter harte Lockdowns - Halte ich nicht wirklich für eine Lösung
- Das Virus verschwindet so wie es gekommen ist - wäre zwar schön, wird aber so nicht kommen
- Impfen - das ist das, was gerade verfolgt wird
- Heilmittel - ist derzeit nicht in Sicht, ist leider kein Bakterium sondern ein Virus

Hast Du noch einen anderen innovativen Ansatz?

Liebe Grüße

Anke
Ja, es werden doch seit mehr als einem Jahr ständig von Bundesparlamentarier Lösung-Ansätze vorgeschlagen - und ich schreibe diesen Satz ständig seit genauso langer Zeit - mindestens. Schön, dass er bemerkt wird.

In der Zwischenzeit dürfte es sogar leichter sein, auf gute Ideen zu kommen, weil man einfach analysieren kann, wer erfolgreich war und ihre Konzepte abkupfern.

Zwei Beispiele von Ländern, die erfolgreich waren, sind z.B. Dänemark und Malta.
Wie messt man den Erfolg: Nach meiner Meinung - da es um Gesundheit geht - dass möglichst wenig Leute krank werden.
Dann vergleichen wir mal die Zahlen: Ende Juli 2020 hatte Deutschland 125 Intensivpatienten und konnte mit einem I-Wert von 5 angeben.
Die Menge Intensivpatienten ist proportional - 8 bis 10
Patienten - was Dänemark jetzt hat bei Inzidenzwert über 100.
Jetzt steigen die Zahlen in Deutschland, in Dänemark fallen sie immer noch kontinuierlich.

Der Unterschied - DK und Malta auch haben eine intensive Teststrategie. Sie benutzen nicht die Zahlen als Drohung oder als Ausrede für Einschränkungen von Bürgerrechten (abgesehen vom Fall mit den Nerz-Zuechtern!). Man benutzt sie um Infektionsketten zu brechen, differenzierte Daten zu sammeln und man geht proaktiv in Hochinzidenzgebiete und redet mit den Menschen an der Haustür, fordert zu weiteren Tests auf und Informiert.
Da es ja erfolgreich ist, braucht man eigentlich nicht weiter zu fragen, was man noch tun kann. Es gibt bestimmt auch andere Ansätze da draußen die man jezzt übernehmen kann.

Das Problem ist nur, dass viele der deutschen Regierungspolitiker sich schon dagegen sperren, mehr Information zu sammeln.
Wenn man das Problem nicht kennt, kann man es nicht lösen. Wenn man es nicht kennen will, dann will man es offensichtlich nicht lösen.
Also muss ein Austausch in der Regierung her.

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 13:50
von Anke
Hallo,
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Ja, es werden doch seit mehr als einem Jahr ständig von Bundesparlamentarier Lösung-Ansätze vorgeschlagen - und ich schreibe diesen Satz ständig seit genauso langer Zeit - mindestens. Schön, dass er bemerkt wird.
Bis jetzt habe ich da nichts gesehen, gehört oder gelesen, was tragfähig wäre. Aber vielleicht habe ich ja auch etwas nicht mitbekommen.

In der Zwischenzeit dürfte es sogar leichter sein, auf gute Ideen zu kommen, weil man einfach analysieren kann, wer erfolgreich war und ihre Konzepte abkupfern.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Zwei Beispiele von Ländern, die erfolgreich waren, sind z.B. Dänemark und Malta.
Wie messt man den Erfolg: Nach meiner Meinung - da es um Gesundheit geht - dass möglichst wenig Leute krank werden.
Dann vergleichen wir mal die Zahlen: Ende Juli 2020 hatte Deutschland 125 Intensivpatienten und konnte mit einem I-Wert von 5 angeben.
Die Menge Intensivpatienten ist proportional - 8 bis 10
Patienten - was Dänemark jetzt hat bei Inzidenzwert über 100.
Jetzt steigen die Zahlen in Deutschland, in Dänemark fallen sie immer noch kontinuierlich.

Der Unterschied - DK und Malta auch haben eine intensive Teststrategie. Sie benutzen nicht die Zahlen als Drohung oder als Ausrede für Einschränkungen von Bürgerrechten (abgesehen vom Fall mit den Nerz-Zuechtern!). Man benutzt sie um Infektionsketten zu brechen, differenzierte Daten zu sammeln und man geht proaktiv in Hochinzidenzgebiete und redet mit den Menschen an der Haustür, fordert zu weiteren Tests auf und Informiert.
Da es ja erfolgreich ist, braucht man eigentlich nicht weiter zu fragen, was man noch tun kann. Es gibt bestimmt auch andere Ansätze da draußen die man jezzt übernehmen kann.
Dänemark und Malta fahren keine alternative Strategie zur Impfung. In Dänemark liegt die Impfquote bei 74 % (61 % vollständig geimpft) % und auf Malta bei rund 80 %. Kein Wunder, dass dort die Infektionszahlen runtergehen.

So lobenswert der Ansatz der Dänen auch ist, ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier umsetzbar ist. Dänemark hat eine von uns sehr verschiedene Kultur. Du hast doch sicherlich die Diskussion um die Corona App mitbekommen. Aus meiner Sicht wäre das ein gutes Instrument gewesen, um Daten zu sammeln und ähnliche Dinge wie die Dänen zu machen. Doch alle hatten Panik, dass mit der Corona-App der Überwachungsstaat ausbricht.

Bei uns wird das Sammeln von Daten als etwas anrüchiges angesehen. Meine persönliche Meinung ist, dass Datensammeln per se weder gut noch schlecht ist. WIe bei vielen anderen Werkzeugen kommt es darauf an, wie es gemacht wird, in welchem Rahmen es gemacht wird und wofür es gemacht wird.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Das Problem ist nur, dass viele der deutschen Regierungspolitiker sich schon dagegen sperren, mehr Information zu sammeln.
Wenn man das Problem nicht kennt, kann man es nicht lösen. Wenn man es nicht kennen will, dann will man es offensichtlich nicht lösen.

Das ist mit der Datensammlerei ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Vieles ist rechtlich nicht zulässig oder ruft die Datenschützer (mit zum Teil überzogenen Vorstellungen) auf den Plan. In Dänemark und Malta ist da die Lage eben anders und daher lassen sich da auch andere Dinge umsetzen.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Also muss ein Austausch in der Regierung her.
Ich wünsche mir auch eine andere Regierung, aber aus ganz anderen Gründen.

Liebe Grüße

Anke

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 14:07
von scheue_Sarah
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Der Unterschied - DK und Malta auch haben eine intensive Teststrategie
Alles ok...
Es gibt aber noch einen Unterschied: Malta ist eine Insel, Dänemark eine Landzunge und Deutschland ein relativ kleiner Fleck mit über 80 Mio Leuten in der Mitte Europas...
Getestet wird hier ja auch, allerdings darf man wirklich die Menge an Leuten nicht unterschätzen.

Die Politik macht sicher Fehler, aber wer hat auch schon einmal eine solche Pandemie erlebt??? Einige Entscheidungen finde ich auch nicht optimal, ich frage mich dann aber auch, wie ich entscheiden würde, wenn ich für die Gesundheit eines ganzen Volkes verantwortlich wäre... Ich wäre sicher auch vorsichtiger.

Entscheidend ist: was lernen wir daraus? Corona, Bürokratie, Digitalisierung, ..........
Sarah

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 14:40
von Nora_7
Es liegen sehr viele Daten zu Corona beim RKi vor. Warum die Schlußfolgerungen nicht publiziert werden, ist mir ein Rätsel. Auch aus der LucaApp ließen sich anonym Besuchsdaten mit Infektionszahlen korrelieren. ist sicher schon gemacht, aber - Stillschweigen. Mir geht besonders Lauterbach auf den geist, der immer wieder irgendwelche angelsächsischen Studien zitiert, die entweder nicht übertragbar sind oder unter Labor- statt Realbedingungen entstanden sind.
Typisches Beispiel ist der angebliche Superschutz der FFP2-Maske. Stimmt in der Realität überhaupt nicht, da 1. die meisten Masken im Markt die Schutzanforderungen nicht erfüllen, 2. Bei Bartträgern und bestimmten Gesichtsformen in Standardausführung eh nicht funktionieren. Aber Söder weiß es besser. Nichts als häßlicher Rotz-Kotz-Spuck-Maulkorb.
Seit langem gefordert, aber nur rudimentär genutzt und dann auch nicht publiziert: Die Versorgungsforschung, d.h. medizinische Ergebnisse und Erkenntnisse unter Alltagsbedingungen. Habe ich 20 Jahre gemacht, immer noch Stiefkind.
Das beste Medikament ist nutzlos, wenn die Anwendung sehr umständlich ist. So hat Span gewaltige Mengen Anti-Corona Arzneimittel für sehr schwere Fälle eingekauft; müssen wohl größtenteils vernichtet werden, dass selbst Spezialisten die Anwendung zu aufwendig ist.

Hier sehen wir auch die soziale Inkompetenz vieler Virologen, gepaart mit Realitätsblindheit der meisten Politiker. Das Null-Covid Papier ist eine gesellschaftliche Bankrotterklärung der Virologie. Deutschland ist keine fast unbewohnte Insel, und Viren lesen keine Doumente, sondern mutieren einfach. Menschliche Interaktionen und Wirtschaft können Virologen weitgehend nicht - mit Ausnahme Streeck. Und auch hat bisher kein Lockdown in der Welt die weitere oder erneute Ausbreitung verhindert. Denn die meisten Maßnahmen sind gerade dort unwirksam, wo sie am wirksamsten sein sollen: z.B. Großfamilien in großen Wohneinheiten über mehrere Wohnungen verteilt - da ist Betrieb im Treppenhaus. Nix Ausgangssperre befolgen.

Nora_7

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 15:38
von Sabrina Verena
Gelten die Betroffenen, bei dieser Schweinerei eigentlich jetzt als geimpft oder nicht?

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... li=BBqg6Q9

Interessant auch zu wissen, ob es noch mehr Betrugfälle gibt.
LG Verena

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 16:24
von Anke
Hallo,
Sabrina Verena hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 15:38 Gelten die Betroffenen, bei dieser Schweinerei eigentlich jetzt als geimpft oder nicht?

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... li=BBqg6Q9
die sind leider natürlich nicht geimpft. Es geht ja nicht um eine Formalität, sondern um den tatsächlichen Schutz durch die Impfung. Ich gehe mal davon aus, dass die jetzt bevorzugt nachgeimpft werden.

Ich hoffe, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, hart bestraft werden. Die haben mit der Gesundheit und dem Leben der Betroffenen gespielt. Oder mit anderen, die Erkrankung oder deren Tod billigend in Kauf genommen.

Liebe Grüße

Anke

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 17:09
von Momo58
Diejenigen die geimpft sind, wiegen sich in einer trügerischen und falschen Sicherheit. Die Schutzwirkung lässt nach 6 Monaten nach und jeder geimpfte kann sich wieder anstecken. Rheumatiker, die mit den derzeitigen Lebendimpfstoffen gegen Corona geimpft wurden haben eine Schutzwirkung von 0 - 5 %. Ich selbst bin noch nicht geimpft, da bei mir aufgrund von rheumatischen Vorerkrankungen nur Todimpfstoffe wirksamer sind. Todimpfstoffe will die Bundesregierung erst 2022 beschaffen und das auch nur in einer sehr geringen Menge von 11 Millionen Dosen. Was ich nicht akzeptiere, ist, dass ich mit Impfverweigerern in einen Topf geworfen werde. Die derzeitigen Impfstoffe sind noch nicht an die Mutationen angepasst. Geimpfte und Ungeimpfte übertragen das Virus in gleicher Intensität, wie amerikanische und englische Untersuchungen belegen. Deshalb sind die Freiheiten für Geimpfte nicht nur gefährlich sondern hanebüchener Unsinn. Eine Testpflicht für alle, die AHA-L Regel ist meiner Meinung nach weiterhin erforderlich. Die zunehmenden Inzidenzwerte geben mir da leider recht.

LG Manuela

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 18:43
von Anke
Hallo,
Momo58 hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 17:09 Diejenigen die geimpft sind, wiegen sich in einer trügerischen und falschen Sicherheit. Die Schutzwirkung lässt nach 6 Monaten nach und jeder geimpfte kann sich wieder anstecken. Rheumatiker, die mit den derzeitigen Lebendimpfstoffen gegen Corona geimpft wurden haben eine Schutzwirkung von 0 - 5 %. Ich selbst bin noch nicht geimpft, da bei mir aufgrund von rheumatischen Vorerkrankungen nur Todimpfstoffe wirksamer sind. Todimpfstoffe will die Bundesregierung erst 2022 beschaffen und das auch nur in einer sehr geringen Menge von 11 Millionen Dosen. Was ich nicht akzeptiere, ist, dass ich mit Impfverweigerern in einen Topf geworfen werde.
So wie ich es verstanden habe, wirst Du nicht mit den Impfverweigerern in einen Topf geworfen. Ich gehe davon aus, dass Du dich auch weiterhin kostenlos testen lassen kannst.

Momo58 hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 17:09 Die derzeitigen Impfstoffe sind noch nicht an die Mutationen angepasst. Geimpfte und Ungeimpfte übertragen das Virus in gleicher Intensität, wie amerikanische und englische Untersuchungen belegen. Deshalb sind die Freiheiten für Geimpfte nicht nur gefährlich sondern hanebüchener Unsinn. Eine Testpflicht für alle, die AHA-L Regel ist meiner Meinung nach weiterhin erforderlich. Die zunehmenden Inzidenzwerte geben mir da leider recht.
Das ist so nicht richtig. Es gibt allenfalls Indikationen, dass es bei Impfdurchbrüchen eine ähnliche Viruslast gibt. Das ist aber die Ausnahme. Geimpfte (damit meine ich wirklich vollständig Geimpfte) sind deutlich weniger ansteckend.

Daher macht die Zurücknahme für Geimpfte sehr viel Sinn. Selbstverständlich gibt es ein Restrisiko. Aber das ist im Leben ganz selbstverständlich. Jedes Mal, wenn ich mich in den Straßenverkehr begebe, laufe ich Gefahr dass ich in einen Verkehrsunfall verwickelt und dabei verletzt, verstümmelt oder sogar getötet werde.

Würde man der Logik einer vollständigen Sicherheit folgen, dann dürften wir uns auch nicht stationär im Krankenhaus behandeln lassen. Das Stichwort lautet hier Lergionärskrankheit.

Es lassen sich noch beliebig viele andere Beispiele finden, bei denen es solche Risiken gibt. Solche Risiken zu vermeiden bedeutet das Leben aufzugeben. Das kann nicht der Weg sein.

Liebe Grüße

Anke

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 20:12
von Nora_7
Es gibt Länder, die haben 1. brauchbare Daten und 2. zeigen sie auch (für FB-Nutzer):
https://www.facebook.com/OccupyDemocrat ... 395162737/

Es geht darum, dass die Anzahl der Hospitalisierungen und Todesfälle zwischen Anti-Impf-Staaten (republikanisch) und Impf-Staaaten (demokratisch) drastisch unterschiedlich ist - 10:1 bei Hospitalisierungen und 7:1 bei Todesfällen. Achtung: Es geht nicht um Ungeimpfte vs Geimpfte, sondern um Ergebnisse der Impfpolitik.

Nora_7

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 22:58
von Nora_7
Momo58 hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 17:09 Ich selbst bin noch nicht geimpft, da bei mir aufgrund von rheumatischen Vorerkrankungen nur Todimpfstoffe wirksamer sind.
Lt. Rheumaliga gibt es keine Bedenken gegen die Corona-Impfung:
https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/de ... betroffene

Auszug: Totimpfstoffe sind bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter entsprechender Therapie uneingeschränkt einsetzbar. Klassische Totimpfstoffe gegen SARS-CoV-2 befinden sich in der Entwicklung, also Impfstoffe, bei denen z.B. Eiweiße des Virus gemeinsam mit Hilfsstoffen verabreicht werden. Die Impfstoffe der Firmen Biontech/Pfizer und Moderna Biotech basieren auf mRNA (Boten-RNA) und sind ebenfalls als Totimpfstoffe anzusehen.

Nora_7

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Mi 11. Aug 2021, 23:24
von Lina
Anke hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:50 Hallo,
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Ja, es werden doch seit mehr als einem Jahr ständig von Bundesparlamentarier Lösung-Ansätze vorgeschlagen - und ich schreibe diesen Satz ständig seit genauso langer Zeit - mindestens. Schön, dass er bemerkt wird.
Bis jetzt habe ich da nichts gesehen, gehört oder gelesen, was tragfähig wäre. Aber vielleicht habe ich ja auch etwas nicht mitbekommen.

In der Zwischenzeit dürfte es sogar leichter sein, auf gute Ideen zu kommen, weil man einfach analysieren kann, wer erfolgreich war und ihre Konzepte abkupfern.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Zwei Beispiele von Ländern, die erfolgreich waren, sind z.B. Dänemark und Malta.
Wie messt man den Erfolg: Nach meiner Meinung - da es um Gesundheit geht - dass möglichst wenig Leute krank werden.
Dann vergleichen wir mal die Zahlen: Ende Juli 2020 hatte Deutschland 125 Intensivpatienten und konnte mit einem I-Wert von 5 angeben.
Die Menge Intensivpatienten ist proportional - 8 bis 10
Patienten - was Dänemark jetzt hat bei Inzidenzwert über 100.
Jetzt steigen die Zahlen in Deutschland, in Dänemark fallen sie immer noch kontinuierlich.

Der Unterschied - DK und Malta auch haben eine intensive Teststrategie. Sie benutzen nicht die Zahlen als Drohung oder als Ausrede für Einschränkungen von Bürgerrechten (abgesehen vom Fall mit den Nerz-Zuechtern!). Man benutzt sie um Infektionsketten zu brechen, differenzierte Daten zu sammeln und man geht proaktiv in Hochinzidenzgebiete und redet mit den Menschen an der Haustür, fordert zu weiteren Tests auf und Informiert.
Da es ja erfolgreich ist, braucht man eigentlich nicht weiter zu fragen, was man noch tun kann. Es gibt bestimmt auch andere Ansätze da draußen die man jezzt übernehmen kann.
Dänemark und Malta fahren keine alternative Strategie zur Impfung. In Dänemark liegt die Impfquote bei 74 % (61 % vollständig geimpft) % und auf Malta bei rund 80 %. Kein Wunder, dass dort die Infektionszahlen runtergehen.

So lobenswert der Ansatz der Dänen auch ist, ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier umsetzbar ist. Dänemark hat eine von uns sehr verschiedene Kultur. Du hast doch sicherlich die Diskussion um die Corona App mitbekommen. Aus meiner Sicht wäre das ein gutes Instrument gewesen, um Daten zu sammeln und ähnliche Dinge wie die Dänen zu machen. Doch alle hatten Panik, dass mit der Corona-App der Überwachungsstaat ausbricht.

Bei uns wird das Sammeln von Daten als etwas anrüchiges angesehen. Meine persönliche Meinung ist, dass Datensammeln per se weder gut noch schlecht ist. WIe bei vielen anderen Werkzeugen kommt es darauf an, wie es gemacht wird, in welchem Rahmen es gemacht wird und wofür es gemacht wird.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Das Problem ist nur, dass viele der deutschen Regierungspolitiker sich schon dagegen sperren, mehr Information zu sammeln.
Wenn man das Problem nicht kennt, kann man es nicht lösen. Wenn man es nicht kennen will, dann will man es offensichtlich nicht lösen.

Das ist mit der Datensammlerei ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Vieles ist rechtlich nicht zulässig oder ruft die Datenschützer (mit zum Teil überzogenen Vorstellungen) auf den Plan. In Dänemark und Malta ist da die Lage eben anders und daher lassen sich da auch andere Dinge umsetzen.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06 Also muss ein Austausch in der Regierung her.
Ich wünsche mir auch eine andere Regierung, aber aus ganz anderen Gründen.

Liebe Grüße

Anke
@Bis jetzt..nichts gesehen..

Wann wurde überhaupt im Bundestag darüber debattiert, sodass man tragfähige Lösungen präsentieren konnte?

AM zieht sich zurück in die Waschmaschine mit ihren Engsten, dann kommen sie raus, stimmen ab ohne jegliche Debatte.
Wie willst du da was mit bekommen? Die üblichen demokratischen Prozesse sind doch weitestgehend ausgeschatet.

Und wie willst du, dass man weiter kommt, ohne mehr Wissen? Wie oft ist unsem regierendem Bürgermeister T hier in HH nicht nahe gelegt worden, genauer erforschen zu lassen, warum wir in zwei banachbarten Bezirke gleichzeitig Inzidenzwerte von jeweils 20 und 200 haben können. Und er weigert sich.

So ist es ja leicht zu sagen, andere hätten keine tragbaren Konzepte vorgelegt.
Trotzdem gibt es nachweislicg tragbare Konzepte in den Nachbarländern, die man nachmachen kann.
Sind sie die auch "unsichtbar"? Ich habe ja ein teil davon beschrieben..
Undkomm jetzt bitte nicht mit diesem abgedroschenen Argument man könne Deutschland mit den Nordischen Ländern nicht vergleichen, weil die Länder so riesig groß und dünn bevölkert. Je weiter im Norden je größer ist der Bevölkerungsanteil, der in den Ballungsgebieten lebt.

Und warum sollen sie eine ALTERNATIVE Strategie zu der Impfstrategie fahren?
Sorry, aber Impfung gibt es erst ernsthaft seit Anfang des Jahres. Davor haben gerade DK und MT eine ernsthafte Teststrategie als Teil eines Gesamtkonzepts gefahren.
Während hier Testung direkt verhindert wurde. Keine Schnelltests zum Eigengebrauch zugelassen und man musstecernsthafte Symptome aufweisen, um getestet zu werden. Oder bitte selber 70 EUR auf den Tisch legen, wenn man gerade in der Nähe eines Flughafen wohnte.

Und obwohl es schon letzten Juli nachgewiesen und Veröffentlicht war, dass 80% der Infektionen im Arbeitsumfeld, zu Hause und in Kliniken, Krankenhausern und zu Hause vorkommen, hat man unterlassen, da was wirklich Großes zu tun, und statt dessen z.B. den Einzelhandel lahm gelegt.

Es gab und gibt also genügend Hinweise, die absichtlich ignoriert werden - oder die sind alle extrem dumm, viel dümmer als die durchnittliche Führungskraft im Mittelstand, welches ich jedoch gerne nachgewiesen sähe, bevor ich diese Entschuldigung gelten lasse.

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 06:54
von Anke
Hallo,
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 23:24

@Bis jetzt..nichts gesehen..

Wann wurde überhaupt im Bundestag darüber debattiert, sodass man tragfähige Lösungen präsentieren konnte?

AM zieht sich zurück in die Waschmaschine mit ihren Engsten, dann kommen sie raus, stimmen ab ohne jegliche Debatte.
Wie willst du da was mit bekommen? Die üblichen demokratischen Prozesse sind doch weitestgehend ausgeschatet.

Und wie willst du, dass man weiter kommt, ohne mehr Wissen? Wie oft ist unsem regierendem Bürgermeister T hier in HH nicht nahe gelegt worden, genauer erforschen zu lassen, warum wir in zwei banachbarten Bezirke gleichzeitig Inzidenzwerte von jeweils 20 und 200 haben können. Und er weigert sich.

So ist es ja leicht zu sagen, andere hätten keine tragbaren Konzepte vorgelegt.
Trotzdem gibt es nachweislicg tragbare Konzepte in den Nachbarländern, die man nachmachen kann.
Sind sie die auch "unsichtbar"? Ich habe ja ein teil davon beschrieben..
Undkomm jetzt bitte nicht mit diesem abgedroschenen Argument man könne Deutschland mit den Nordischen Ländern nicht vergleichen, weil die Länder so riesig groß und dünn bevölkert. Je weiter im Norden je größer ist der Bevölkerungsanteil, der in den Ballungsgebieten lebt.

Und warum sollen sie eine ALTERNATIVE Strategie zu der Impfstrategie fahren?
Sorry, aber Impfung gibt es erst ernsthaft seit Anfang des Jahres. Davor haben gerade DK und MT eine ernsthafte Teststrategie als Teil eines Gesamtkonzepts gefahren.
Während hier Testung direkt verhindert wurde. Keine Schnelltests zum Eigengebrauch zugelassen und man musstecernsthafte Symptome aufweisen, um getestet zu werden. Oder bitte selber 70 EUR auf den Tisch legen, wenn man gerade in der Nähe eines Flughafen wohnte.

Und obwohl es schon letzten Juli nachgewiesen und Veröffentlicht war, dass 80% der Infektionen im Arbeitsumfeld, zu Hause und in Kliniken, Krankenhausern und zu Hause vorkommen, hat man unterlassen, da was wirklich Großes zu tun, und statt dessen z.B. den Einzelhandel lahm gelegt.

Es gab und gibt also genügend Hinweise, die absichtlich ignoriert werden - oder die sind alle extrem dumm, viel dümmer als die durchnittliche Führungskraft im Mittelstand, welches ich jedoch gerne nachgewiesen sähe, bevor ich diese Entschuldigung gelten lasse.
ich fände es gut, wenn es eine echte Alternative zur Impfung gäbe. Beim Impfen werden eben keine Lutschkamellen verteilt. Aus meiner Sicht ist es allerdings unter Berücksichtigung der Risikoabwägung die beste Option.

Ich gebe dir recht, dass wir vor allem im letzten Jahr eine bessere Teststrategie gebraucht hätten. Da bin ich ganz bei dir. Da haben die Handelnden Akteure aus meiner Sicht einen sehr schlechten job gemacht.

Doch das ist für mich die DIskussion von gestern. Keine noch so gute Teststrategie kann die Impfung ersetzen. Daher ist für mich die Zeit der Teststrategien vorbei. Wer das Impfangebot nicht annehmen will, der muss eben mit dem Risiko leben. Gesellschaftliche Solidarität ist eine Zweibahnstraße. Wer sich unsolidarisch verhält, der muss auch damit rechnen, dass das auch umgekehrt nicht mehr funktioniert.

Viel wichtiger sind mir da die Schutzkonzepte für die, die nicht geimpft werden können, wie zum Beispiel Momo hier aus dem Forum, bei der es wegen Rheuma nicht geht. Da braucht es unterschiedliche Ansätze, denn die Gründe sind da ziemlich unterschiedlich.

Liebe Grüße

Anke

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 08:42
von Nora_7
Anke hat geschrieben: Do 12. Aug 2021, 06:54 Viel wichtiger sind mir da die Schutzkonzepte für die, die nicht geimpft werden können, wie zum Beispiel Momo hier aus dem Forum, bei der es wegen Rheuma nicht geht. Da braucht es unterschiedliche Ansätze, denn die Gründe sind da ziemlich unterschiedlich.
Ich weiß nicht, woher Momo die Informationen hat, dass es nicht geht - ich habe ja oben das gegenteilige Statement der Fachgesellschaft gepostet. Und dass, die Regierung keine alternativen Impfstoffe bestellt, ist auch nicht richtig - es gibt nämlich noch keine. Ich glaube, dass die Gruppe der Personen, die nicht geimpft werden können, sehr klein ist im Vergleich zu der, die nicht geimpft werden will.

Noch zur Politik: Ja, es wurden und werden noch viele Fehler gemacht, Fehler der Vergangenheit wie Lockdowns, extreme Maßnahmen auch im Außenbereich usw. werden nicht korrigiert. Das liegt aber daran, das es nicht wirklich eine "Merkel-Diktatur" gibt, da es zwar bundesweite Eckpunkte für Handlungen gibt, die Umsetzung aber Ländersache ist. Der Föderalismus schlägt dabei voll mit allen Absurditäten zu. So muß man in Bayern die 5-10m zu seinem Platz im Biergarten mit FFP2-Maske gehen, in RLP braucht man gar keine Maske. Und das Personal in Bayern darf bei 100fachen Kontakten OP-Masken tragen. Dafür sind dort die Hallenbäder offen, in RLP geschlossen usw. usw.

Nora_7

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 10:51
von Jasmine
Ich habe hier eine ganze Menge gelesen. Jetzt mal eine kleine Frage: Was haben wir denn sonst außer Impfen? Die Inzidenz steigt wieder und auf der Landkarte sehe ich heute wieder rote Flecken. https://experience.arcgis.com/experienc ... 327b2bf1d4 Das ist wahrscheinlich nur der Anfang der vierten Welle. Es macht mir Angst und betrübt mich. Impfgegner mögen sich im Recht fühlen, ist nicht mein Problem. Ich akzepiere ihre Einstellung. Aber hier geht es nicht um irgendwelche Menschen die an eine Verschwörung glauben, sondern Menschen die eine Herdenimmunität gefährden. Wie viele Corona-Tote haben wir denn in Deutschland? Am heutigen Tag laut RKI: 91860. Das sind Opa, Oma, Mutter, Vater und Freunde usw. Vielleicht sollten Impfgegner mal daran denken. Es geht hier nicht um irgendwelche Theorien oder Meinungen, es geht hier um das blanke Überleben der Menschheit. 4.33 Millionen Tote weltweit empfinde ich als eine Tragödie die viel Leid mit sich bringt.
Welche Mittel hat Deutschland denn sonst gegen die Pandemie außer Impfen und FFP 2 Masken? Diese Frage sollten die Impfgegner mal beantworten. Meiner Meinung nach spaltet die Diskussion unsere Gesellschaft. Wie kann denn die Pandemie bekämpft werden? Wenn eine Gesellschaft zusammenhält kann sie etwas bewegen, denke ich mal. Klar können Impfgegner alles in Frage stellen, aber wann stellen sie ein Risiko für ihre Mitmenschen dar?
Ich habe mich lange mit dem Thema Impfung auseinandergesetzt. Meine Menalee und ich haben uns impfen lassen um weiterhin gesund zu bleiben, unsere tiefe Liebe und unser Leben zu genießen.

Wie lange schaden Impfgegner oder so nur sich selbst? Wann schaden Impfgegner der Allgemeinheit?
Ich habe mir auch mal diese Internetseite durchgelesen: https://www.law-experts.at/rechtswissen ... rona-covid
Zitat: ..................Interessant ist zu erwähnen, dass eine mit den -§-§ 178 und 179 StGB vergleichbare Regelung im deutschen Strafrecht nicht existiert..................

Liebe Grüße Jasmine

Re: Ohne Impfen keine Freiheit

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 11:39
von Olivia
Hallo zusammen,

ja, es zeichnet sich ab: Geimpfte werden ihre Freiheitsrechte zurück bekommen und Ungeimpfte werden mit Einschränkungen leben müssen - und das ist gut so. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das nach der Bundestagswahl auch ganz offen so gesagt werden.

Impfverweigernde verwenden ausschließlich "Argumente" die keiner seriösen Überprüfung standhalten, jeder Faktencheck widerlegt die mitunter ganz plausibel klingenden Einwände mühelos. Und es ist geradezu auffällig, wie sich Laien zu hochkomplexen Themen äußern. Wenn ich in der Wohnung einen Kurzschluss habe, nützt mir Nachdenken wenig und auch eigens "Probieren" kann zum tödlichen Stromschlag führen. Es muss der Fachmann oder die Fachfrau (Elektriker*in) ran. Das sieht eigentlich auch jeder ein. Nur beim Thema Virologie und Impfen werden die Fachleute (und weltweit sind sich die echten Fachleute zum Thema Impfen einig wie selten!) weder gehört noch akzeptiert. Ich verstehe es nicht und empfehle hier:

Impfen, Impfen, Impfen.

Liebe Grüße von Olivia

P.S.: Ausnahmen für den Kreis derjenigen, die tatsächlich aus medizinischen Gründen sich nicht Impfen lassen können, sind selbstverständlich!