Heute war für mich mal wieder ein Männer-Modus-Tag.
Ich war heute wieder als Tourenleiter für die Familiengruppe in unserem Verein tätig - und es ging in die Höhle.
...ach ja, in so einer Besucherhöhle mit Licht, Treppen, Geländer und aufrechtem Laufen kenne ich doch schon....Aber weit gefehlt! Bei uns in der Fränkischen Schweiz gibt es zahlreiche Höhlen - insgesammt über 1000 - die Frei zugänglich sind. 6 Höhlen sind als offizielle Schauhöhlen wie oben beschrieben ausgestattet, der Rest ist naturbelassen.
Hier mal ein Eindruck aus der Höhlenbefahrung, mit "ganz viel Platz"
Quelle: https://schliwa-online.de/malvine/hoehle.jpeg
Es gibt eine Lokalität, wo 4 Höhlen auf engstem Raum beieinander liegen. Durch die erste führt ein Wanderweg durch, bei der zweiten muß man für den Zugang schon mal auf allen Vieren krabbeln und hat ein paar kleine Kletterpassagen. Die 3. Höhle bietet dann alles, was man von einer Höhlenbefahrung erwartet - krabbeln, kriechen, robben....Es gibt eine Regel: wenn der Kopf mit Helm und ein Arm durch das Loch passt, kommt auch der Rest vom Körper durch. Für den Körper ist diese Art der Fortbewegung schon immer eine extreme Herausforderung, wenn man sich wie ein Wurm durch Löcher windet. Aber auch die Psyche ist immer gefordert, wenn es so eng wird - nicht zuletzt, wenn ich mit anderen Menschen unterwegs ist, die ich nicht kenne.
Inzwischen war ich schon mit zahlreichen Gruppen in dieser Höhlenkombi unterwegs, weil durch die steigende Anforderungen in den Höhlen jeder für sich abschätzen kann, ob er sich das nächste Loch noch zutrauen wird.
Nach ca. 1,5 Stunden in der 3. Höhle geht es noch einmal ein eine kleine, mit vielen Insekten und klitzekleinen Tropfsteinen bestückten Höhle. Den Abschluß bildet dann die Aussicht von eine Aussichtsturm, der gleich neben der letzten Höhle steht. Immer ein schöner Kontrast von der Enge unter der Erde zu den weiten Blicken über die Fränkische Schweiz.
Am schönsten für mich ist es aber nach der Tour die Begeisterung der Teilnehmer zu erleben, daß sie etwas gemacht haben, was sie sich vorher nie vorstellen konnten.
Es grüßt Malvine, die solche Aktionen gerne als Mathias macht.