Re: Männlichkeit in der Weiblichkeit ?
Verfasst: Mi 22. Jan 2020, 13:07
Es gibt Frauen, die unter "männlich" den "richtigen Kerl" (Holzfällerlook) oder den "Glatzkopf Leader of the Gang Macho" verstehen. Andere wiederum auf eher romantische Typen auch mit längeren Haaren stehen — wie in den Kostümfilmen z.B. Musketiere. Und genauso gibt es die Vorlieben umgekehrt — von androgyn bis "Superweib" kann alles sexuell bevorzugt werden. Daher ist die Frage müßig, wieviel Weiblichkeit darf ein Mann bzw. Männlichkeit eine Frau haben. Es ist kulturell und Geschmacks-bedingt.
Anhand meine langjährigen persönlichen Beobachtungen gibt es beim Thema "das Weibliche im Mann" auch dort fließende Übergänge, und es ist sehr schwer vorherzusagen, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich diese Selbsterkenntnis entwickelt. Ausnahme sind sicher TS, die schon sehr frühzeitig mit ihrer Geschlechtsidentität hadern.
Genauso wie es Frauen gibt, die schöne Kleider und "Aufbrezeln" lieben, gibt es andere, die damit nichts am Hut haben. Genauso gibt es Männer, die schöne Kleider und Schmuck und ggf. auch Makeup tragen wollen, denn die Übergänge m-w sind fließend. Während das erstere gesellschaftlich toleriert ist, gilt das für das letztere nicht. Konsequenz für Männer: nur binär auftreten. Das hat aber (ggf. leider aus Partnerinnensicht) den Vorteil, die mehr oder weniger stark vorhandene weibliche Komponente ausgeprägter zu pflegen oder auszuleben. Und die weibliche Seite wird durch die Transformation eingeleitet. Ich kann hier nur für mich erläutern: Meine Visagistin und meine Schneiderin (sind häufig bei Transformationen dabei gewesen) sagen, die innere Umstellung — erkennbar an der Motorik, am Gang - kommt bei mir ganz abrupt. Entsprechende weibliche Kleidung vorausgesetzt, erst ziemlich spät, i.d.R. wenn die letzten 3 Dinge gefixt sind: Perücke, Lippenstift und Schmuck. Alles was man nicht sieht spielt keine Rolle, z.B. Art der Unterwäsche. In dieser Konstellation tickt mein Hirn dann auch etwas anders. Mit Männern kann ich aber weiterhin nichts anfangen — streng "pseudolesbisch". Für mich bleibe "ich" so ein Kunstprodukt, das mir viel Spass bereitet, meine sexuelle Rolle erlebe und biete ich ausschließlich als Mann.
Ich nehme mal an, dass es den meisten CDs ähnlich geht — im Zusammenleben mit einer Frau tritt keine Konkurrenz oder Abwertung der Attraktivität ein — zumindest die Frau ihre vorhandene Attraktivität behält und nicht — extrem formuliert — vom langhaarigen Vamp in Rot zur grauen Maus mit kurzen Haaren und "bequemen" Schlabberlook mutiert. Zurückgekehrt in die Männerwelt wird der Mann auch wieder wie er war. Es geht mir nicht darum, Frau zu sein, sondern mehr weiblich zumindest zeitweise zu leben.
Vielleicht hilft jemandem diese individuelle Perspektive weiter.
Nora_7
Anhand meine langjährigen persönlichen Beobachtungen gibt es beim Thema "das Weibliche im Mann" auch dort fließende Übergänge, und es ist sehr schwer vorherzusagen, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich diese Selbsterkenntnis entwickelt. Ausnahme sind sicher TS, die schon sehr frühzeitig mit ihrer Geschlechtsidentität hadern.
Genauso wie es Frauen gibt, die schöne Kleider und "Aufbrezeln" lieben, gibt es andere, die damit nichts am Hut haben. Genauso gibt es Männer, die schöne Kleider und Schmuck und ggf. auch Makeup tragen wollen, denn die Übergänge m-w sind fließend. Während das erstere gesellschaftlich toleriert ist, gilt das für das letztere nicht. Konsequenz für Männer: nur binär auftreten. Das hat aber (ggf. leider aus Partnerinnensicht) den Vorteil, die mehr oder weniger stark vorhandene weibliche Komponente ausgeprägter zu pflegen oder auszuleben. Und die weibliche Seite wird durch die Transformation eingeleitet. Ich kann hier nur für mich erläutern: Meine Visagistin und meine Schneiderin (sind häufig bei Transformationen dabei gewesen) sagen, die innere Umstellung — erkennbar an der Motorik, am Gang - kommt bei mir ganz abrupt. Entsprechende weibliche Kleidung vorausgesetzt, erst ziemlich spät, i.d.R. wenn die letzten 3 Dinge gefixt sind: Perücke, Lippenstift und Schmuck. Alles was man nicht sieht spielt keine Rolle, z.B. Art der Unterwäsche. In dieser Konstellation tickt mein Hirn dann auch etwas anders. Mit Männern kann ich aber weiterhin nichts anfangen — streng "pseudolesbisch". Für mich bleibe "ich" so ein Kunstprodukt, das mir viel Spass bereitet, meine sexuelle Rolle erlebe und biete ich ausschließlich als Mann.
Ich nehme mal an, dass es den meisten CDs ähnlich geht — im Zusammenleben mit einer Frau tritt keine Konkurrenz oder Abwertung der Attraktivität ein — zumindest die Frau ihre vorhandene Attraktivität behält und nicht — extrem formuliert — vom langhaarigen Vamp in Rot zur grauen Maus mit kurzen Haaren und "bequemen" Schlabberlook mutiert. Zurückgekehrt in die Männerwelt wird der Mann auch wieder wie er war. Es geht mir nicht darum, Frau zu sein, sondern mehr weiblich zumindest zeitweise zu leben.
Vielleicht hilft jemandem diese individuelle Perspektive weiter.
Nora_7