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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Sa 31. Dez 2016, 14:36
von NAREA
Ohne Vorwort möchte ich mich bei Euch entschuldigen. Mir waren sicher die Sinne etwas durcheinander.
Ich möchte keine(n) von Euch beschuldigen oder vorwerfen, dass er keine Weihnachtsgrüße geschrieben hat. Entschuldigung. ===Eure Treue ist mir heilig und möchte sie auch bewahren.===
Vielen Dank für die Reaktionen.

Unser Weihnachten bei unseren Freunden und ehemaligen Nachbarn war genial.
Inge und Günter haben alles so toll arrangiert, dass wir uns wie zu Hause gefühlt haben. Der Heilige Abend war ja eh der Höhepunkt, der mit der versprochenen Überraschung beginnen sollte. Doris hat unsere Geschenke für die beiden noch schnell unter den Baum gelegt und kam wieder zu mir ins Gästezimmer. "So mein Männchen, jetzt wird sich ordentlich angezogen." Mein Erstaunen nahm sie gelassen zur Kenntnis. "Inge würde sich freuen, wenn du mal wieder wie damals bekleidet den Abend verbringen würdest." Und wie stellt sie sich das vor? "Das braucht sie nicht, ich ziehe dich an."
Ihr wisst ja, vor dem Anziehen kommt das Ausziehen. Ich hatte aber sowieso schon meine Damenunterwäsche an. Nicht alles. Sie hielt mir den BH hin, den ich alleine anbauen musste. Dann fuchtelte sie mit einem langen Unterrock herum. Was soll das denn, dachte ich mir. Sie hat meine Gedanken gelesen. "Nicht was du denkst, gefällt mir heute einfach besser." Dann gab sie mir einen Rock, den ich noch nicht kannte. Wie sagen Frauen dazu? Bleistiftrock. Schwarz, wadenlang und wunderschön.
"Dein Weihnachtsgeschenk von mir." Ich glaube ich wurde rot. Ich nahm sie in den Arm und küsste sie sehr lange. So lange bis meine Röte im Gesicht verflog. Ich darf aber auch sagen, dass mir Tränen die Wangen herab liefen. "Komm, wir sind noch nicht fertig oder willst du so los gehen?"
Sie nahm noch eine Halskette aus ihrer Tasche und fädelte sie um meinen Hals. Ich dachte, wann gibt sie mir endlich eine Bluse. Sie kam aber mit einem Blazer, der gut zu dem Rock passte. Nicht nur das, er passte sogar zu meinem Körper. Ich konnte diese Jacke ja nicht vorne offen lassen wie ein Jackett. Alle drei Knöpfe mussten geschlossen werden. Darum sicher auch der Unterrock. (Sah aus wie bei Frau Merkel)
Aber sie hat ja auch meine Figur.
Doris natürlich in Hosen in die Wohnstube gegangen. Wegen der Gleichberechtigung. Ach ja, Schuhe hat sie mir auch noch gekauft. Ohne anzupassen. Hat Glück gehabt, dass ich so einen flexiblen Fuß habe. Pumps in schwarz, 4 cm Absatz. Hat mir wohl nicht mehr zugetraut für diesen tollen Stiftrock. Bin natürlich wie ein junges Reh die Treppe runter.
Da standen sie, Inge und Günter. Inge auch in Hosen. Haben die Frauen natürlich abgesprochen.
Aber Günter, ich traute meinen Augen nicht. Der hatte ein Kleid an. .....Pause..... Das war die Überraschung, die uns angekündigt wurde. Inge hatte sich das zu Weihnachten gewünscht. Aber nur weil wir die Gäste waren. Wir waren begeistert. Er hatte ein schickes Halstuch um, ein Kleid mit langen Armen und knielang. Es war weinrot, bis zum Hals geschlossen und mit einer goldenen Kette verschönt. Mir blieb der Mund offen stehen, denn ich hätte nie gedacht, dass er so was mitmacht. Aber als ich dann noch seine Fußbekleidung sah, wurde ich fast neidisch. Zum Kleid passende dunkelrote Stiefel zierten seine Beine. Sahen sehr neu aus und ließen noch einen Blick auf seine nylonbestrumpften Beine zu. Das war nun wirklich eine Überraschung.
Wir gingen ins Esszimmer, wo Inge schon den Tisch gedeckt hatte. Da wir Männer ja sehr neu angezogen waren, mussten wir das umbinden einer weißen Schürze über uns ergehen lassen.
"Na, wie haben wir das gemacht?"
Günter und ich schauten uns an. Fast gleichzeitig. "Na prima habt ihr das gemacht." Inge und Doris sahen glücklich aus. Von Doris kenne ich das ja schon aber was war bei unseren Freunden los?

Nicht böse sein, nächstes Jahr mehr. Wir gehen heute Abend zur Silvesterfeier in den Dorfkrug unserer neuen Heimat. Wir freuen uns schon darauf.

Dann nochmal, Guten Rutsch ins Jahr 2017.

Narea und Doris

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Sa 31. Dez 2016, 14:39
von NAREA
Ihr braucht meine Berichte nicht kommentieren, Ich weiß, dass Ihr da seid. Und das ist schön.

Narea

Musst Du nicht Simone 65, alles gut so.

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Sa 31. Dez 2016, 16:57
von ExuserIn-2019-12-20
Danke Narea, das Du doch nicht den Kopf in den Sand steckst und hier weiter machst (smili) (flo) (yes)

Nochmals einen guten Rutsch und

Lg,
Anna )))(:

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Sa 31. Dez 2016, 17:07
von Michelle_Engelhardt
Hey Narea,

normalerweise sage ich immer: "Reisende soll man nicht aufhalten". Bei Dir ist es jedoch anders, denn ich verfolge auch regelmäßig Deine Berichte. Daher freue ich mich, das Du uns weiter an Deinem / Eurem Leben teilhaben lässt. Dir und Doris wünsche ich einen guten Rutsch und ein glückliches und gesundes 2017.

Liebe Grüße
Michelle

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: So 1. Jan 2017, 10:30
von johanna-moritz
Dir , deiner Doris und allen Lesern ein frohes 2017
Es freut mich das du nach dem Trubel im vergangenem Jahr so schöne Weihnachten hattest .
Durch die Hektik vor Weihnachten komme ich erst jetzt dazu meine Foren durch zu sehen .
Nochmals alles Gute und berichte bitte weiter von dir und deinem Leben
Und über die eine oder andere Geschichte würden sich auch alle freuen .

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: So 1. Jan 2017, 15:28
von Simone 65
Hallo Narea. Ich habe nicht aufgepasst , die Autoverfollständigung hatte zugeschlagen. Ich werde ab und zu mal ein Kommentar schreiben.
Solche Weihnachten hätte wohl jede gerne.
Ich wünsche Dir und deiner Doris alles Gute im neuen Jahr. Ganz liebe Grüße Simone

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: So 1. Jan 2017, 17:18
von Simone 65
Hallo Narea. Ich bin gerade beim Warnemünder Turmleuchten . Es hieß früher ,als Du hier warst, ,,Leuchturm in Flammen" .
Wirklich ich lese alles von Dir , Du hast mir mir einige Nachtschichten durchgestanden.
Ganz liebe Grüße Simone

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: So 1. Jan 2017, 17:25
von Anne-Mette
Liebe Narea,

noch haben wir viel weißes Papier vor uns liegen, aber die Stifte sind gespitzt;
das ganze Jahr liegt vor uns.
Ich hoffe, Du hast bis zum 31.12. viel Gutes zu berichten, auf alle Fälle, dass es Dir und euch gut geht.
Das wünsche ich Dir.

Herzliche Grüße
Anne-Mette

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 2. Jan 2017, 09:07
von NAREA
Vielen, vielen Dank für Eure Neujahrsgrüße und Wünsche. Geben wir ebenso mit herzlichen Wünschen zurück.
Auf ein NEUES.

Ich war noch nicht ganz fertig mit dem Heiligen Abend.
Doris und ich wunderten uns über die Überraschung, dass Günter im Kleid auftrat. Aber Doris tat nur so, glaube ich. Sie hat es bestimmt schon gewusst. Günter tat auch so als ob es normal sei. Das glaubte ich aber nicht.
Wir sassen noch fast bis Mitternacht zusammen und redeten und tranken und redeten. Eigentlich über alles, nur nicht über Günter. Wenn ich mal das Thema anschneiden wollte, wurde ich sofort unterbrochen und die Frauen lenkten mich dann auf ein anderes Gebiet.

Wieder im Zimmer fragte ich Doris was eigentlich das alles sollte. Ich glaube nicht an Günters Freiwilligkeit, so Weihnachten feiern zu wollen. "Lasse mich in Ruhe damit, Günter kann dir morgen beim Spaziergang sicher alles erzählen." Das glaubte ich nicht, dass Günter so spazieren geht.

Als wir am nächsten Morgen zum Frühstück kamen(ich in Hosen, hatte mich mal durchgesetzt, darüber aber ein Strickkleid, das bis an die Knie ging) wurde ich wieder überrascht. Inge saß am gedeckten Tisch. Wir setzten uns dazu. Günter kam aus der Küche und brachte den Kaffee.
Ich erkannte, dass er die schicken Stiefel vom Vorabend trug. Mehr erkannte ich nicht. Zu sehen war nur ein hellblauer langer Kittel mit weißem Kragen und kurzen Armen. Ich verkniff mir ihm ein Kompliment zu machen.
Wollte abwarten, was hinter dieser ganzen Aktion stand.
Die Vorbereitungen für den Spaziergang gestalteten sich schwierig. Doris hatte wieder andere Vorstellungen als ich. Mir war nicht nach Strickkleid. Ich behielt die Hosen an und zog eine weiße Bluse und den Blazer vom Vorabend drüber. Da bemerkte ich erst, dass der Blazer genau zur Hose passte. Also Rock und Hose und Blazer als Weihnachtsgeschenk.
Dann kam Günter. Er hat seinen Kittel gegen einen legeren Anzug getauscht. An den Füßen sah ich aber noch die schicken Stiefel. Darüber trug er einen dunklen weinroten Ledermantel, den ich auch schon an Inge gesehen habe. Er war ihm einen Tick zu groß aber zu den Stiefeln passte er perfekt. Der Mantel hing so an ihm herunter und fiel kaum auf, dass es nicht seiner war.
Es war ein Spaziergang, der uns zu einer Gaststätte führen sollte. Die Frauen ginge vor uns und wir schlenderten hinterher. Dann fragte ich natürlich, warum er sich so verändert hat.....................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 3. Jan 2017, 14:46
von NAREA
"Du Willi (er hat noch nie Narea zu mir gesagt), ich glaube ich habe mich nicht verändert. Das Ganze war eine Idee von Inge. Das kam so. In unserem letzten Urlaub am Bodensee hatten wir kein schönes Wetter. So schlenderten wir oft durch die Geschäfte. In einem sah Inge einen den schwarzen Regenmantel, den ich vorgestern getragen habe. Sie kaufte ihn sofort. Im Hotel sagte sie, ich könne ja auch mal den Mantel anprobieren. Wenn er ihr passt, dann mir schon lange. Ich wollte aber nicht. Das Wetter besserte sich. Wir machten viele Ausflüge. Inge hatte meistens diesen Ledermantel an. Der neue Regenmantel lag im Auto. Am vorletzten Urlaubstag wollten wir die Insel Mainau besuchen. Während der Fahrt fing es an zu nieseln. Ich wollte umdrehen. Inge meinte, dass ihr das bisschen Regen nichts ausmache. Außerdem hätten wir ja zwei wasserdichte Mäntel dabei. Ich wollte aber nicht im Regen die Insel besichtigen. Zurückfahren wollte ich auch nicht, denn es interessierte mich schon diese Blumenpracht zu sehen. Als wir auf dem Parkplatz angekommen sind ließ der Regen etwas nach. Trotzdem sollte ich den neuen Regenmantel anziehen. Mein Anorak war aber auch nicht so wasserdicht, also schlüpfte ich hinein. Er war wirklich etwas groß. Inge stellte den Kragen hoch und verknotete den Gürtel. So sah ich in die Autoscheibe und sah mein Spiegelbild, sagte zu mir, ich probiere es. Ich war ja nicht der Einzige im Regenmantel und durch die verdeckte Knopfleiste erkannte ja auch nicht Jeder, dass es sich um einen Damenmantel handelte. Die Fülle an Blumen ließ schnell vergesse, was ich trug. Als dann nach einer Stunde der Regen aufhörte und die Sonne wieder schien, trug ich den Mantel einfach offen, später über den Arm. Inge schaute mich an und sagte, dass sie das mal Doris erzählen muss. Ich fragte, was sie erzählen will. Na das ich öffentlich einen Damenmantel getragen habe. Ich sagte, dass ich dann sehr böse sein werde."
Ich weiß nicht ob sie mit Doris darüber gesprochen hat. Mir gegenüber hat sie nie etwas erwähnt. Nicht mal im November als wir eure Einladung zur Weihnachtsfeier erhielten und es eine Überraschung geben sollte, hätte ich nie im Leben daran gedacht, dass du sowas machen würdest.
"Auf der Heimfahrt aus dem Urlaub fragte mich Inge, ob wir euch zur Weihnachtszeit einladen sollten. Ich war sofort dafür und freute mich über die Idee. Da kam Inge der Gedanke, das wir euch mal richtig überraschen müssten. Sie hatte was im Hinterkopf und fragte mich ganz direkt, ob ich mich trauen würde Heiligabend in einem Kleid mit uns zu feiern. Das veranlasste mich erst mal auf einen Parkplatz zu fahren. Ich hätte ja sofort -nein- sagen können. Sie fragte, warum ich anhalte. Weil ich erst verdauen muss, was du von mir verlangst."
Scheinbar hast du das verdaut.
"Erst nicht. Ich habe mich bis Anfang November geweigert. Bis dahin hat mich Inge weich geklopft mit Worten und Verniedlichungen der Aktion. Soll doch nur ein Spaß sein. Ihr werdet sicher sehr staunen, weil ihr Günter noch nicht mal in Kittelschürze gesehen habt. Ich habe es dann wirklich über mich ergehen lassen. Aber dann kam das Schlimmste. Sie hat schon im November angefangen mich einzukleiden. Ich dachte, dass es ja eine Kleinigkeit sein wird. So mit Rock und Bluse. Sie hatte sich ein Kleid an mir vorgestellt. Es dauerte mehrere Tage bis ich nachgab.
Du Willi, wir sind schon da."
Ach Günter, erzähl nachher weiter, bitte. Wir gingen in das Restaurant und setzten uns an den reservierten Tisch.

Inge ergriff das Wort und ließ ihrer Freude freien Lauf, dass wir es endlich geschafft haben sie mal wieder zu besuchen. Doris bedankte sich für die Geschenke und die überaus unerwartete Überraschung. Besonderen dank an Günter. Dann bestellten wir das Essen.

"Du Willi, worüber habt ihr euch denn die ganze Zeit unterhalten?"
Männergeschichten.
"Quatsch, das klang ganz anders, ich kann noch sehr gut hören."
Warum fragst du dann, war meine Antwort.
"Weißt du, diese Sache mit der Überraschung war mir ein Bedürfnis. Ich habe dich immer bewundert, wie du dich in die Rolle eingelebt hast. Darum habe ich das auch mal versucht den Günter ein Kleid anzuziehen, damit du Weihnachten nicht so alleine bist. War nicht so einfach. Mein Schatz weigerte sich erst ganz energisch. Aber wie ihr seht hat er sich erweichen lassen. Er dachte aber, dass es einfach werden wird. Ich konnte es aber nicht zulassen, dass er nur mal schnell meinen Kittel über schmeißt und den Tisch deckt."
"Ich fand es trotzdem eine komische Idee von Inge."
Nein Günter, wir fanden es richtig gut. Es ist euch auch gelungen uns mal richtig staunen zu lassen. Dafür besten Dank. Auch wenn Günter sich nicht so richtig gut gefühlt hat.
"Woran hast du das gemerkt?"
Sowas merke ich. Auch mein Willi fühlt sich nicht in allen Sachen wohl. Aber du, der das nicht jeden Tag macht hat eine gewisse Affinität gegenüber gewissen Sachen. Aber du hast es prima gemacht und darum noch mal vielen Dank. Wir haben uns gefreut so überrascht zu werden.
"Danke Doris, ich kann immer noch nicht glauben, dass du nicht auch die Finger im Spiel gehabt hast. Ich dachte schon bei den Anproben, dass Inge mich nicht mehr als Mann mag."
"He Günter, was habe ich denn großartiges getan? Wenn du schon quietscht wenn ein Miederhöschen mal deine Männlichkeit etwas einzwängt. Das ist nun mal so oder wolltest du mit einer Beule im Kleid vorn rumlaufen?"
"Komm Inge, wenn es nur die Hose gewesen wäre, mir tut heute noch die Brust weh."
"Wie sollte denn das Kleid passen? So schlimm kann doch der BH nicht gewesen sein. Ich kann mich nur erinnern, dass du in meinem Nachthemd geschlafen hast. Mit BH. Was Doris und Willi nicht gesehen haben, ich aber wusste, dass du sogar beim Frühstück immer noch das Nachthemd unter dem Kittel an hattest. Warum du aber die Stiefel angezogen hast, verstand ich nicht."
Günter wurde ganz rot. Das war ihm wohl echt zu peinlich. Raus rennen konnte er nicht. Konnte schon aber er tat es nicht. Dann sprach Günter zu uns (mir und Doris).
"Liebe Freunde, das eben solltet ihr nicht wissen, vergesst es sofort. Und du meine liebe Frau Inge lässt jetzt die Vergangenheit ruhen. Es war ein toller Abend mit euch. Ich habe mich für euch so schick gemacht, weil meine Frau es so wollte. Aber heute sage ich, schade wenn ich es nicht gemacht hätte. Es hat Spaß gemacht. Und dir liebe Doris muss ich auch ein Kompliment machen. Es scheint so als drehe sich alles um mich. Auch dein Willi sah gestern sehr gut aus. Weil ich weiß, dass er sich so schöne Sachen selber nie kaufen würde, mache ich dir hiermit ein großes Kompliment für deinen tollen Geschmack."
Ich musste dann auch noch was sagen, das aber auch nur eine Aussage sein würde, die nicht in Erfüllung gehen wird. Aber ich sagte sie einfach.
Liebe Inge, lieber Günter, die Überraschung ist euch gelungen. Man freut sich immer über Sachen, an die man nie geglaubt hätte. Darum danke von Doris und mir. Dir lieber Günter zolle ich einfach nur Respekt, denn ich glaube es hat dich sehr viel Überwindung gekostet den Wunsch von Inge zu folgen. Ich hoffe deine Stiefel werden auch weiterhin Draußen getragen und Inge borgt dir ihren schönen Mantel dazu. Ansonsten bleibt so wie ihr seid, unser besten Freunde.

Ich habe sie zum Nachdenken gebracht. Aber da kam schon das Essen.

Das war Weihnachten bei unseren Freunden.

"Silvester in unserem neuen Dorf " wird auch Euch gefallen. Bis bald Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 12. Jan 2017, 19:21
von NAREA
Hallo, da bin ich wieder.
Wie versprochen heute der Bericht von unserer Silvesterfeier in unserem Dorf.

Doris schon Stunden vorher fertig. Dunkler Rock, weiße Bluse und fertig.
Ich schwarze Hose, Hemd und Jacket. (schön wäre es gewesen, ich solle mir doch mal was zutrauen)
Ich schwarze Hose, weiße Bluse mit BH wegen der Abnäher und Jacket. Hat mir nicht so gepasst, den ganzen Abend mit Jacke ist doch grausam.
Im Gasthaus mit Saal standen zwei Reihen mit Tischen als lange Tafel aufgebaut. Für Jung und Alt.
Wir saßen neben unseren Nachbarn links und rechts. Es dauerte nicht lange und es wurde richtig gemütlich.
Kurz vor Mitternacht war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Mein Jacket hing über der Stuhllehne. Mir war alles egal. Als dann 2017 wieder die Musik spielte kam eine Damenwahl. Bevor Doris aufstand, klopfte mir schon unsere Nachbarin auf die Schulter. Wir tanzten eine schöne Runde mit Stimmungsmusik. Sie kam mit ihren Händen verdächtig nahe an meinen BH Verschluss. Muss aber was gemerkt haben und sagte nichts.
Als wir so gegen 3 Uhr nach Hause wollten und alle vor der Garderobe standen und Doris mir meinen Anorak reichen wollte, sagte die Nachbarin, dass sie den gerne hätte, denn ich könne ja mal ihren Mantel anziehen.
Doris schaute mich an und wusste gleich, dass sie was gemerkt haben muss. Sie gab ihr meinen Anorak. Und schon war sie verschwunden. Mir hatte sie vorher ihren Mantel um die Schulter gelegt.
"Sag mal Willi, was war das denn?"
Ich glaube sie hat beim Tanzen meinen BH entdeckt. Ich wollte das ja nicht.
"Komm ärgere dich nicht, ist doch egal."
Schon fing Doris an die 5 Knöpfe zu schließen, obwohl meine Arme noch nicht in den Ärmeln steckten. Ich soll mich nicht so haben, wir sind ja gleich zu Hause. Ihre Handtasche hängte sie mir auch noch um den Hals.

Zu Hause angekommen verschwand Doris gleich ins Bett. Als ich dann auch fertig war suchte ich mein Nachthemd. "Brauchst nicht suchen, ich habe es an. Geh an den Schrank und nehme dir was von mir."
Die Funzel von Nachttischlampe und mein Alkoholpegel waren Schuld, das ich etwas aus dem Schrank holte, dass aus zwei Teilen bestand. Ich schaffte es aber nicht alles anzuziehen. Das mit den Ärmeln dran nahm ich.
Der 1. Januar begann dann um 11 Uhr 30. Ich wurde wach. Doris muss schon aufgestanden sein. Vor meinem Bett lag eine weiße Hose. Ich hatte eine weiße Pyjamajacke an. Muss ich betrunken gewesen sein. Ich zog die Hose auch noch an und suchte meinen Bademantel.
"Ich bin in der Küche. Hier gibt es ein Katerfrüstück." rief es aus der Küche.
Ich rief zurück, dass ich meinen Bademantel suche. "Den habe ich an. An er Tür hängt mein Morgenmantel mein Schatz.
Was sollte das nun wieder, fragte ich mich und ging auch in die Küche, wo Doris schon lässig am Tisch saß.
"Weißt du mein lieber Mann, wir sollten mal wieder unser Spiel mit den vertauschten Rollen aufwärmen. Das hat mir richtig gut gefallen damals. Was hältst du davon?"
Nicht, ich trage doch schon jeden Tag deine Sachen.
"Ja, schon richtig aber nicht meine Sachen, sondern deine. Ich werde dann ja auch wieder deine Sachen anziehen, wenn ich nach hause komme."
Ich weiß nicht so richtig. "Was weißt du nicht? Du sitzt doch schon komplett in meinen Sachen hier und ich in deinen."
Ja, aber wenn jemand kommt, dann habe ich am Tage lieber Hosen an.
Wir diskutieren immer noch.
Liebe Grüße Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 12. Jan 2017, 20:07
von Simone 65
Danke Narea , ich musste schmunzeln. Ich habe mir deine Geschichte bildlich vorgestellt. Einfach toll. LG Simone

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 13. Jan 2017, 14:33
von NAREA
Ja Simone, Du schmunzelst und mir ist nicht immer danach, wenn Doris ihre Ideen umsetzen will.
Dass sie wieder Rollentausch machen möchte habe ich abgelehnt. An den vorherigen Wohnorten war ich anerkannt, dass ich gerne weibliche Kleidung trage aber hier noch nicht. Darum will ich es ganz langsam angehen lassen.
Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wenn unsere Nachbarin meinen Anorak zurück bringt und ich stehe im Kleid oder Rock mit Kopftuch und Staubwedel in der Hand an der Haustür.
Wenn ich das wollte, könnte ich mir einen Text einfallen lassen und auswendig lernen. Wie gesagt, ich wollte es mir nicht vorstellen.

Zwei Tage nach Silvester, ich hatte Zeit, Doris war arbeiten, beschäftigte ich mich in der Küche. Ich wollte mir was zu essen machen. Habe mir einen einfarbigen Kittel aus dem Schrank genommen und angezogen. So laufe ich am Liebsten durch die Wohnung. In der Küche habe ich noch eine Latzschürze vorgebunden. Wollte Kartoffeln schälen.
Da klingelte es an der Haustür. Hatte ich mich verhört? Es klingelt ein zweites Mal. Wie jede gute Hausfrau habe ich die Latzschürze abgebunden und bin zur Tür. Die Situation hat mich überfordert. Im Garderoben- spiegel sah ich im Vorbeigehen, dass der Kittel noch an mir hing. Zum Ausziehen war es zu spät. Außerdem sieht man von Draußen, ob jemand kommt. Also keine Zeit sich des Kittes zu entledigen.

Es war die Nachbarin mit meinem Anorak. Ich begrüßte sie ganz freundlich und tat sehr überrascht.
Ich bat sie herein, nahm ihr meinen Anorak ab und bat sie in die Stube. Vorher nahm ich ihr noch ihren Parker ab, unter dem sie auch einen Kittel trug. Ich kam mir komisch vor. Die Situation war eigentlich völlig normal, wenn ich nicht den Kittel an hätte.
Ich machte Kaffee für uns und zog dabei den Kittel aus.
Als ich dann den Kaffee eingoß, fragte sie mich, warum ich den schönen Kittel ausgezogen habe. Es ist doch nichts dabei. Wenn mein Mann in der Küche helfen muss, dann verpasse ich ihm auch immer einen.
Ich redete mich schnell raus, in dem ich ihr sagte, dass es mir peinlich war.
"So ein Quatsch, was war denn Silvester? Ich glaube ich war die Einzige, die erkannt hat, dass du eine Bluse mit BH getragen hast. Hat Doris gut gemacht."
Das war mir nicht so peinlich, weil ich schon ziemlich viel Alkohol getrunken hatte und du auch.
"Ja darum komme ich ja auch. Mir ist erst nächsten Tag durch den Kopf gegangen, das ich dich ja fast genötigt habe, mit dir die Sachen zu tauschen."
Das weiß ich nicht mehr. Du bist mit meinem Anorak abgedampft und hast mir deinen Mantel umgehängt. Übrigens schön warm war er.
Wir redeten bis Mittag, dann musste auch sie wieder los. Ich half ihr in ihren Parker und gab ihr den Mantel zurück.
"Du kannst beim nächsten Mal ruhig deinen Kittel anbehalten. Steht dir doch. Außerdem tratscht es sich besser, wenn ich nicht so alleine mit Schürze da sitze."

Ja, was sollte ich noch dazu sagen. Mann kann sich auch in Menschen täuschen.
Gruß Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: So 15. Jan 2017, 00:34
von Inga
Hallo, NAREA,

da war die Entscheidung für die Sylvesterparty im Dorf doch eine gute Entscheidung gewesen!
Wer weiß, welche "Ent-Täuschung" in dem Dorf noch auf euch wartet.

Liebe Grüße
Inga

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 09:41
von NAREA
Hi Inga, ja, ich bin auch überrascht. Lass uns mal abwarten.
Am Sonnabend, Doris musste bis 16 Uhr arbeiten, fragte sie mich, was ich machen wolle. Ich dachte mir mal wieder an den Strand zu fahren und Leute beobachten. "Soll ich dir Sachen rauslegen?" Das können wir ja zusammen machen, sagte ich. Wir gingen ins Schlafzimmer und suchten Kleidung für mich heraus. Dicke Strumpfhosen, eine Jeans mit engen Hosenbeinen für meine Winterstiefel (sonst würde ich die nie tragen), wieder ein warmes Strickkleid mit Rollkragen. Doris kam noch mit Rouge, um mich nicht ganz zu männlich wirken zu lassen, dann musste sie los. Ich zog alles an, Stiefel (flacher Absatz) standen schon in der Diele. Ich nahm ein großes warmes Wolltuch von Doris, das über dem Daunenmantel hing und legte es mir um den Hals. Den Daunenmantel legte ich mir über den Arm und ging in die Garage. Autofahren mit so einem Mantel ist mir zu unbequem.
Nach 30 Minuten war ich am Strand. Da das Wetter nicht so schön war, band ich mir das Tuch doch um den Kopf und versteckte es unter der Kapuze des Mantels. Ich fühlte mich wunderbar.

Dann kam ich auf die Idee Maren anzurufen, um ihr zu sagen, dass ich gerade am Strand stehe.
Aber es ging kein Ruf zu ihr. Hatte ich verwählt? Noch mal und noch mal. Komisch dachte ich mir, vielleicht hat sie eine neue Nummer. Schade. aber dann fiel mir die Pension ein. Es könnte sein sie hat ihre Telefonnummer da gelassen. Ich spazierte zur Pension. Als ich davor stand verließ mich der Mut. Ich zurück zum Auto. Setzte mich kurz rein, klappte die Sonnenblende runter und sah den Kosmetikspiegel. Ich nahm das Tuch vom Kopf und dachte, dass ich gar nicht so schlecht aussehe. Etwas Rouge musste ich noch mehr verteilen. Dann bin ich wieder los. Jetzt ging ich hinein in die Pension. Tresen war leer. Aber das Türklappen hatte eine ältere Dame bewogen mal nachzuschauen. Sie betrachtete mich von oben bis unten. Ich spürte förmlich die Blicke, die wie die Lichtstreifen bei einer MRT Untersuchung meinen Körper abtasteten. Ich habe meine Kapuze nach hinten geschoben, mein Mantel sah an mir gut aus, die Stiefel konnte sie nicht sehen, weil ich zu dicht am Tresen stand, was erstaunte sie?
Ich, ich wollte fragen, ob sie vielleicht die Telefonnummer ihres Gastes Maren, Nachname weiß ich nicht, haben. Sie wollte bis Silvester bleiben. Sie trat noch dichter an den Tresen. Junger Mann, Frau Maren ist noch auf ihrem Zimmer. Sie hat sich eine Erkältung eingefangen. Liegt schon 8 Tage im Bett. Wenn sie sich anstecken wollen, dann gehen sie in Zimmer 5.

So eine Begrüßung hatte ich auch noch nicht. Junger Mann. Hat mich wohl meine Stimme verraten?
Sie rief mir noch nach, dass ich mir mein Tuch vor die Nase binden sollte, es könnten noch Erreger im Zimmer lauern. Welche Fürsorge.
Ich klopfte und ein krächzendes Herein war zu hören.