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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 13. Mai 2016, 11:44
von Olivia
Hallo Narea,

ich schließe mich an: DU BIST NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN!

Ich wünsche Dir auch schöne Pfingstfeiertage.

Liebe Grüße aus Bayern von Olivia

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 13. Mai 2016, 14:18
von Regina
Liebe Narea,
Dir auch ein schönes Pfingstwochenende. Schön, dass Du dich mal wieder gemeldet hast. Ich habe Dich bereits vermisst.
Kopf hoch und Brust raus. Es wird auch für Dich bestimmt wieder gut.

Ich drücke Dich.
Liebe Grüße,
Regina

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Sa 14. Mai 2016, 09:19
von Inga
Hallo, NAREA,

achön, dass du dich wieder gemeldet hast! Nein, in Vergessenheit gerätst du bei ir nicht so schn ell. Aus deinen wenigen Zeilen entnehme ich, dass dir zur Zeit nicht so nach Schreiben zumute sein mag.

Wie auch mmer, ich denke an Dich
und wünsche dir möglichst schöne Pfingsten.

Liebe Grüße
Inga

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 17. Mai 2016, 13:59
von NAREA
Hallo Anni, Anne-Mette, Olivia, Regina, Mona und Inge.
Bin wohl etwas tollpatschig aufgetreten. Im Entferntesten war es meine Absicht mich negativ zu äußern, daß ich von Euch vergessen werden könnte. Entschuldigt.

Meine scheiss Situation läßt meine Gefühle sehr stark schwanken. Erst bin ich happy drauf, dann wieder betrübt. Die sehr nette Dorfgemeinde kann mir die Zeit mit Doris nicht zurückgeben. Ich versuche so gut wie möglich damit klar zu kommen. Es ist schwer. Über Pfingsten habe ich mich aufgemacht und bin in die Berge gefahren. Nicht dahin, wo mich Erinnerungen begleitet hätten.
Habe mir meine Garderobe sorgfältig ausgesucht. Sehr unisex. Keiner erkennt für wen die Hosen gemacht wurden und ob eine Jacke oder ein Mantel links oder rechts geschlossen werden, ist sicher auch nicht der Aufreger. Ich habe mich vor den Spiegel gestellt und eingeschätzt, daß ich so aussehen will. Es war scheinbar immer richtig. Ich bin jedenfalls sehr erholt heute morgen zurück gekommen.

Im Dörfchen war eher Familienleben angesagt. Mit den zwei Witwen wollte ich auch nicht rumhängen.
Als ich heute um 11 Uhr angekommen bin, stand das Bäckerauto schon da. Ich wollte mir schnell etwas Brot und Brötchen holen. Da schaute mich die Verkäuferin verschmitz an und fragte, ob ich die Seiten wechseln will, so kenne sie mich ja gar nicht mehr.
Ich wurde rot und sagte, daß alle Kittelschürzen in der Wäsche seien. Für morgen bin ich schon zum Kaffee im Dorffrauenclub eingeladen.
Wird sicher jeder über seine Feiertage berichten.
Immer wieder vielen Dank für Euer Interesse.

Liebe Grüße Narea

PS. Aber so kann es mit mir in dem Dörfchen auch nicht weiter gehen.

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 02:33
von Simone 65
Hallo Narea. Ich bin erst seit März 2016 in deisem Forum. Ich habe in den letzten 6 Wochen deine Beiträge gelesen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Danke. Ich bin in Rostock aufgewachsen. Es tut mir leid mit Doris. Leider kann ich so etwas nicht nach enfinden, ich hatte noch nie eine Beziehung. Deine realen Berichte, gerade von Rostock konnte ich so gut nach vollziehen. Achso der Bericht vom 1.1.2016, ich war auch da, es heisst nicht mehr Leuchturm in Flammen sondern Warnemüder Turmleuchten.. Nur so am Rande. Als du schriebst, Plattenbau in ber Nähe vom Hansecenter, konnte nur Dirkow oder Toitenwinkel sein NO GO. Liebe Grüße Simone

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 19. Mai 2016, 02:55
von Simone 65
Hallo noch ein Nachtrag. Ich wohne seit 1990 in der Nähe von Stuttgart. Als ich deine Berichte von Warnemüde gelesen habe, bekamm ich mal wieder Heimweh. Meine Eltern wohnen noch in Rostock Groß-Klein. Bin seit Januar nicht nicht mehr da gewesen. Gute Nacht Simone.

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 08:08
von NAREA
Hallo, es ist jetzt 4 Wochen her, daß ich mich gemeldet habe. Es ist viel passiert in der Zeit.
Die Wiederkehr in das das kleine Dörfchen hat mich sehr aufgebaut. Die Mietwohnung bei einer älteren Dame war groß genug und ich fühlte mich wohl. Der Frauenclub stand mir immer zur Seite.
Ich half ihr viel im Haushalt. Sie war schon 78 Jahre alt. Von ihren Kindern, die nicht hier wohnten, bekam ich eine Mietminderung, weil ich mich um ihre Mutter gekümmerte. Das machte mir Spaß, weil ich den ganzen Tag meine Damenkleidung tragen konnte. Weil die Dame nicht gerade von gestern war und moderne Kleidungsstücke besaß, bekam ich ab und zu ein Kleidungsstück von ihr. Paßte nicht immer, weil ich so ein kleiner Wicht bin aber im Club gab es Jemanden, der mit ein paar Nadelstichen die Proportionen wieder herstellte. Ich fühlte mich wohl. Dann kam der Schock.
Sie starb an Krebs. Davon wußte ich nichts, sie lebte schon lange damit.
Aus mein Traum. Ihr Haus sollte verkauft werden. Ich hatte nicht die Kraft zur Beerdigung zu gehen. Ich habe 4 Wochen Zeit die Wohnung zu verlassen.
Ich habe mir ein kleines Hotel an der Ostsee in Polen gesucht, um wieder neue Pläne zu machen. Es ist einsam hier. Ich gehe viel spazieren. Verzichte auch nicht auf meine geliebte Kleidung. Etwas dezenter, bin immer noch ängstlich alleine. Bei dem Wetter trage ich Stiefel unter meinen Hosen. Blusen trage ich trotzdem und meine Wetterbekleidung ist auch sehr weiblich. Interessiert aber keinen hier.

Habe so nebenbei erfahren, daß Doris wieder alleine lebt. Bin nicht schadenfroh. Hatte meine schönste Zeit mit ihr.

Ich melde mich jetzt wieder öfter. Hat mir doch gefehlt. Viele liebe Grüße von Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 08:41
von Anne-Mette
Liebe Narea,

da hast Du einige Prüfungen hinter Dir; aber ab jetzt gbt es bestimmt Rückenwind (888)
Ich melde mich jetzt wieder öfter. Hat mir doch gefehlt.
Das freut mich! (smili)

Herzliche Grüße
Anne-Mette

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 09:22
von Regina
Schön wieder von dir zu hören. Sehr schade, dass Dein Glück dich so schnell schon wieder verlassen hat. Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und viel Glück für Deine Zukunft.

Liebe Grüße,
Regina

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 27. Jun 2016, 08:17
von NAREA
Hallo Mona, Regina und alle anderen.
Ich wohne immer noch in einem kleinen Hotel in Polen. Danke für die Geburtstagsgrüße. Habe meinem Frauenclub von Euch erzählt. Offene Münder sage ich Euch.
Bin zu meinem Geburtstag vom Club eingeladen worden. Sie wollten mit mir feiern. Als PS stand in der Einladung, daß ich ja nicht in Hosen auftauchen soll. Kittelschürze sollte es auch nicht sein. Ich packte trotzdem Hosen und Kittel ein, denn ich habe einen Container für mein Hab und Gut bestellt, denn ich muß aus der Wohnung raus.
Ich bin dann in einem Hosenrock (kurz und weit) und Bluse (sah sehr unisex aus) in das Dörfchen gefahren. Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Mein Aufzug ist gut angekommen. Wegen meines Kopfes wurde mir gleich ein Seidentuch umgebunden. Sie sagten, daß sie mich sonst nicht erkennen würden.
Es war eine schöne Überraschung. Aber noch schöner war mein Geschenk. Die Frauen und ihre Männer haben sich Gedanken gemacht wie sie mir helfen könnten. Unser Haus ist verkauft, im Hotel kann ich nicht ewig leben, darum haben sie eine kleine Wohnung für mich gesucht.
Daß ich da meine Tränen nicht mehr halten konnte könnt Ihr sicher verstehen. Ich war seit Langem wieder mal richtig Glücklich. Am nächsten Tag erledigte ich noch die Formalitäten, bestellte den Container wieder ab und und fuhr zurück ins Hotel.
Hier erwartete mich eine Überraschung, die eher peinlich war.

Gruß Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 27. Jun 2016, 08:23
von Olivia
Hallo NAREA,

Du schreibst:
"Ich war seit Langem wieder mal richtig Glücklich"
Das freut mich für Dich!!

Liebe Grüße von Olivia

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 27. Jun 2016, 22:15
von Inga
Hallo, NAREA,

glücklich im Dorf - da drücke ich dir ganz doll die Daumen, dass du dort bald wieder Fuß fasst und wieder du sein kannst.

Was bei deiner Rückkehr in Polen dir so peinlich war, musst du noch erzählen (nur wenn du magst). Ich habe bei deiner Andeutung gedacht, Mensch, ist doch verdammt mutig, so wie du bist in Polen zu leben - selbst dann wenn es knapp hinter der Grenze ist.

Liebe Grüße
Inga

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 08:37
von NAREA
Hallo Olivia und Inga und alle, die meinen Lebensweg weiter verfolgen.
Das mit Polen war eine spontane Idee. Erstens, einen gefühlten Abstand zu haben und zweitens, in einem kleinen Hotel weg vom Trubel auszuspannen und zu überlegen, wie es weiter geht. Aber es scheint, daß andere (mein Frauenclub) sich mehr Gedanken über mich machen als ich selbst. Ich werde wieder in das kleine Dorf ziehen. Viele sind dort in meinem Alter. Ich werde akzeptiert. Das ist, glaube ich, mehr wert als alles Andere.

Als ich in mein Hotel in Polen zurückkam und den Zimmerschlüssel verlangte, lächelte mich die Dame so komisch an.
Sie sagte, daß das Zimmermädchen mein Zimmer aufgeräumt hat. Ich solle mich nicht wundern.
Erst verstand ich nicht was sie meinte. Aber dann schlug es wie ein Blitz in mein Gehirn ein. Ich hatte in der Eile meine Damensachen auf dem Bett liegen lassen. Das Zimmermädchen machte ihrer Pflicht zu Folge ihre Arbeit und legte und hängte alles in den Schrank.
Ich merkte, daß mein Blut versuchte meinem Gesicht die entsprechende Röte zu geben. Ich weiß nicht wie rot ich war. Aber es löste eine Reaktion bei der Frau an der Rezeption aus.
(Sinngemäß sagte sie) Es muß mir nicht peinlich sein. Ich hätte sehr schöne Sachen. Sie wolle noch wissen, wann ich die anziehe. Ich stotterte was vor mich hin, das sie nicht verstand.
Sie fragte mich, ob ich mit ihr am nächsten Tag Frühstücken würde. Sie hatte noch nie so einen Gast und wollte mehr erfahren.
Ich erfüllte ihr den Wunsch. Mein hochroter Kopf begleitete mich noch bis in mein Zimmer. Im Spiegel sah ich, daß meine Verlegenheit sehr groß gewesen sein muß.
Das Zimmer Mädchen hat meine Sachen sehr schön im Schrank verstaut.
Ich ging also am nächsten Morgen zu diesem Frühstück. Was sollte ich anziehen? Was erwartete sie von mir?

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 08:45
von Olivia
Hallo NAREA,

Du schreibst:
"Ich ging also am nächsten Morgen zu diesem Frühstück. Was sollte ich anziehen? Was erwartete sie von mir?"
Ich bin gespannt und neugierig, wie es weitergeht...

Liebe Grüße und bis hoffentlich bald

Olivia

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 15:53
von Inga
Hallo, NAREA,

naja, peinlich würde ich dein Wiederankommen im Hotel nicht nennen. Sondern eher ungewöhnlich.
Wie du schriebst, " Sie hatte noch nie so einen Gast und wollte mehr erfahren." Du bist menschlich geblieben und bist nicht weggelaufen.

Ich finde dich einfach großartig!

Liebe Grüße
Inga