Aktivität und Passivität der Ehefrau
Aktivität und Passivität der Ehefrau - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Sylvia
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 16 im Thema

Beitrag von Sylvia »

Ja, mit Ulrikes Beschreibung kann ich auch viel anfangen.

Meine Frau würde sicher auch eine scharfe Trennlinie ziehen, wenn ich gegenüber Freunden und Bekannten in Frauenkleidung auftreten würde, das wäre mit Sicherheit ein großes Problem für sie (was ich ja auch vollkommen verstehen kann). Darauf bin ich allerdings auch selbst gar nicht unbedingt scharf, hab gar keinen Bock auf die Diskussionen.

Ich mache i.M. aus lauter "Verzweiflung" schon in FB oder WhatsApp-Chats "spielerische" Andeutungen gegenüber weiblichen Bekannten (mit denen meine Frau nichts zu tun hat), um die Reaktionen zu testen. Die sind zumindest theoretisch alle sehr interessiert, aber das fällt natürlich auch immer leichter, wenn es sich nicht um den eigenen Partner dreht, mit dem man das Leben bestreiten möchte/muss.

LG,
Sylvia
Anne-Mette
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 17 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Ich mache i.M. aus lauter "Verzweiflung" schon in FB oder WhatsApp-Chats "spielerische" Andeutungen gegenüber weiblichen Bekannten (mit denen meine Frau nichts zu tun hat), um die Reaktionen zu testen.

Du bist selbst unsicher - und brauchst Verstärkung (?)
Stimmt: wenn die Partnerin Unstersützung gibt, dann ist es leichter.

Gruß
Anne-Mette
ChristinaF
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 18 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Ich finde, dass es auch damit zusammenhängen könnte wie sich dein Leben weiterentwickelt. Bleibt's beim gelegentlichen Tragen von Damenkleidung oder tendiert es hin zur TS?
Bei mir lief es mit meiner Frau so, dass sich die Zeitabstände des Tragens von Damenkleidung immer mehr verkürzten und ich mich auch physisch immer weiter in das Frausein sehnte. Und zum Schluss war dann die Frage wie es weitergehen soll. Weiter so leben als "Mann" konnte ich nicht mehr. Und nicht zuletzt war es dann meine Liebste, die mich bei meiner TS mit allem unterstützte.
LG
Chrissie
Sylvia
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 19 im Thema

Beitrag von Sylvia »

Also, Tendenz zur TS schließe ich zumindest im Moment total aus. Ich bin als Mann nicht unglücklich, fröne durchaus mit Freude typischen Männerhobbies wie Fußball, Autos etc.. Ok, wie man Freude an Handwerkereien etc. haben kann, erschließt sich mir nicht... :lol:

Ich kann also mit diesem typischen Männerding durchaus oft was anfangen und möchte eigentlich nur die weibliche Seite ausleben können, allerdings, zugegeben, stärker als früher.

@Anne-Mette Ja, Unsicherheit spielt natürlich auch eine Rolle. Ich merke, wie das CD zur Zeit mein Leben allein deshalb sehr beeinflusst, weil meine Gedanken stark darum kreisen, wie sich die aktuelle Situation darstellt. Das lenkt z.T. auf ungute Art von Arbeit und privaten Dingen ab.

Ich glaube, beispielsweise mal ein kompletter Tag en femme, gemeinsam mit meiner Frau, wäre etwas, was mich für einige Zeit so zufrieden sein ließe, dass das normale Leben wieder an Qualität gewänne. Nur mal so ins Blaue gesagt...

Lg,
S.
Anne-Mette
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 20 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Nur mal so ins Blaue gesagt...
Dann sage es ihr doch (noch) einmal. Wenn so viel für Dich davon abhängt, dann wäre es schon gut, wenn Du einen Versuch startest.

Gruß
Anne-Mette
Ulrike-Marisa
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 21 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo zusammen,

...tja darauf hoffe ich zumindest ein wenig, dass die Tatsache, dass ich mich ganz langsam verändere, was meiner Frau nicht unbemerkt bleibt, zu einer Veränderung der Beurteilung meines Daseins als Frau durch meine Frau stattfinden könnte. Wie gesagt Prinzip Zeit und Hoffnung und gemäß der alten Salamitaktik - was meiner Frau natürlich auch nicht verborgen bleibt. so ist das ganze ein anstrangendes Stück Arbeit immer wieder mit dem Rechtfertigungsdruck warum ich etwas in der Richtung unternehme und vielviel Geld ich dafür ausgebe und ob das nötig tut und und...etc. pp.; nicht immer einfach für beide Seiten. Druck nützt gar nicht, wenn kann da nur etwas wachsen. :)

Liebe Grüße, Ulrike-Marisa ))):s

...die Gedanken sind frei...
HeikeL
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 22 im Thema

Beitrag von HeikeL »

Hallo Sylvia,
Sylvia hat geschrieben:Ich merke, wie das CD zur Zeit mein Leben allein deshalb sehr beeinflusst, weil meine Gedanken stark darum kreisen, wie sich die aktuelle Situation darstellt.
Das ging/geht mir auch so. Nachdem wir Anfang des Jahres umgezogen sind, stellt sich die räumliche Situation bei uns etwas anders dar. Ich habe keinen Rückzugsraum im ausgebauten Dachboden mehr. Das Arbeitszimmer bewohnen wir auch, wie den Rest Wohnung :lol: , gemeinsam.

Also stand Neu-Orientierung an. Zum einen mußte und durfte ich mit meinen gesamten Sachen, meinem Schatz sehr nahe auf die Pelle rücken (Garderobe jetzt komplett im gemeinsamen Schlafzimmer, Schuhe im gemeinsamen Schrank, ...).
Zum anderen war für Susi auch oft Zurückhaltung angesagt, da Frauchen es häufig nicht zu der Zeit mochte, wenn mir gerade nach "mehr" Susi war. Damenhosen, D-Unterwäsche und FSH sind für sie zwar alltagstauglich, aber Pumps und Rock/Bluse gehen halt bei ihr nicht immer, wenn mir danach ist. Frauchen fühlte sich dann genervt und ich war mal wieder total unzufrieden. Da hat es auch schon ein paar Mal zwischen uns gefunkt.
Als ich ihr darauf hin angeboten habe, mir im Keller einen Rückzugsort einzurichten (weil ich nach Lösungen für uns beide suchen würde), kam wieder Bewegung in das Thema. "Abtauchen" sollte ich dann auch nicht. Also wollen wir gemeinsam daran weiter arbeiten. Das klappt zwar nicht immer, aber schon öfter.

Als die einfachen Lösungen verteilt wurden habe ich leider nicht laut genug "hier" gerufen. :mrgreen:
Sylvia hat geschrieben:... Meine Frau sieht zwar die weiblichen Sachen, es ist eher die Sprachlosigkeit und das fehlende Interesse, das mich belastet. Vor allem macht mich verrückt, dass es ja diese kleinen positiven Ausreißer durchaus gibt (wie beschrieben: Loop-Schals und Korsett), und ich mich immer frage, warum das in diesen Momenten plötzlich geht und den größten Teil der anderen Zeit dann wieder nicht.
Meine Gedanken dazu:
Sehr wahrscheinlich ist es auch nicht ihr Lieblingsthema, warum soll sie es also ansprechen bzw. darauf eingehen, wenn es bisher auch so ohne Probleme lief? Das "darüber Sprechen" ist deine Aufgabe!

Und wozu soll sie Interesse zeigen? Sie weiß von deinem CD, aber kennt sie auch auch deine Gefühle, Wünsche und die damit verbundenen Nöte? Sie steht dem ja offensichtlich nicht ganz ablehnend gegenüber, sonst gäbe es keine solchen "Ausreißer". Bedenke aber, dass sie deine Probleme nicht hat. Kennt sie deine?

Ich kenne deine Frau nicht, aber kann so ein "Ausreißer" nicht auch eine "Brücke" zum Reden gewesen sein?

Mein persönlicher Ansatz:
- Nur wer miteinander spricht, kann miteinander etwas bewegen (auch wenn Reden manchmal schwer fällt),
- aber Achtung: niemals mit dem Thema CD anfangen, wenn Frauchen gestresst ist (geht immer nach hinten los :mrgreen: ).
- Geduld haben (fällt mir immer noch schwer) und sich auch über kleine Fortschritte freuen.


LG - Susi
Ich bin nicht so stromlinienförmig, wie andere mich gerne haben möchten.
Sylvia
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 23 im Thema

Beitrag von Sylvia »

SusiMen1959 hat geschrieben: Meine Gedanken dazu:
Sehr wahrscheinlich ist es auch nicht ihr Lieblingsthema, warum soll sie es also ansprechen bzw. darauf eingehen, wenn es bisher auch so ohne Probleme lief? Das "darüber Sprechen" ist deine Aufgabe!

Und wozu soll sie Interesse zeigen? Sie weiß von deinem CD, aber kennt sie auch auch deine Gefühle, Wünsche und die damit verbundenen Nöte? Sie steht dem ja offensichtlich nicht ganz ablehnend gegenüber, sonst gäbe es keine solchen "Ausreißer". Bedenke aber, dass sie deine Probleme nicht hat. Kennt sie deine?

Ich kenne deine Frau nicht, aber kann so ein "Ausreißer" nicht auch eine "Brücke" zum Reden gewesen sein?

Mein persönlicher Ansatz:
- Nur wer miteinander spricht, kann miteinander etwas bewegen (auch wenn Reden manchmal schwer fällt),
- aber Achtung: niemals mit dem Thema CD anfangen, wenn Frauchen gestresst ist (geht immer nach hinten los :mrgreen: ).
- Geduld haben (fällt mir immer noch schwer) und sich auch über kleine Fortschritte freuen.


LG - Susi
Tja, mit all dem, was Du das sagst, triffst Du wohl ins Schwarze... :shock:

Nein, sie kennt meine Probleme natürlich nicht bis ins Detail. Ich bin eher der Typ, der Probleme gerne mit sich selbst abmacht und andere nicht damit belästigt. Und, ja, ich weiß, dass das oft einer Lösung nicht gerade zuträglich ist..., aber wer kann schon aus seiner Haut.

Die Ausreißer hätten Brücke zum Reden sein können, hab ich auch versucht, nur hat sie kurze Zeit später das Thema schon wieder gemieden, es kam also kein echtes Gespräch darüber in Gang. Es ist ja so, dass ich mir auch so ein Gespräch so wünschen würde, dass es sich ungezwungen entwickelt. Die Vorstellung, sich hinzusetzen und zu sagen: "Ich will mit Dir über was Bestimmtes sprechen." finde ich furchtbar, das ist mir viel zu viel Drama.

Ach, es ist schwierig... :-?
HeikeL
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Re: Aktivität und Passivität der Ehefrau

Post 24 im Thema

Beitrag von HeikeL »

Hallo Sylvia,
Sylvia hat geschrieben:Nein, sie kennt meine Probleme natürlich nicht bis ins Detail. Ich bin eher der Typ, der Probleme gerne mit sich selbst abmacht und andere nicht damit belästigt. Und, ja, ich weiß, dass das oft einer Lösung nicht gerade zuträglich ist..., aber wer kann schon aus seiner Haut.
Das verstehe ich gut! Als ich vor 2 Jahren begriffen hatte, was mit mir los ist, habe ich sehr intensiv darüber nachgedacht, ob ich mit meinem Schatz darüber reden kann/darf/soll. Nach über 30 Jahren Ehemann, plötzlich mich als "Teilzeit-Frau" in die Beziehung einzubringen, ist mir auch nicht leicht gefallen. Die Erlebnissberichte, hier im Forum, waren mir dabei zwar eine gute Hilfe, aber auch Warnung zugleich. Nicht jede Ehefrau kann damit umgehen. Andererseits wollte ich uns auch keine Heimlichkeiten antun und mich dabei verbiegen.
Also mußte ich mit Frauchen reden. Die Begeisterung, ihrerseits, hielt sich schon in engen Grenzen. Das war für mich auch kein Smal-Talk, da wollte Sie dann schon sehr genau wissen, wie weit ich denke und fühle. Und ich und über Gefühle reden? Da prallten in mir "zwei Welten" aufeinander! Das war mein gefühltes Drama :oops: !
Im Nachhinein kann ich sagen: Genau das war und ist der Weg, auf dem wir immer zueinander finden! Damit wurde zwar nicht automatisch der Weg für alle meine Wünsche frei. Aber ein Anfang war gemacht.
Wir haben uns, seit dem, gemeinsam weiter entwickelt. Es waren viele und machmal nervenaufreibende Gespräche nötig; mache Missverständnisse mussten dabei ausgeräumt werden. Aber Stillstand kam meist nur auf, wenn ich nicht in der Lage war, mit meinem Schatz zu kommunizieren.
Mittlerweile fällt es mir auch nicht mehr so furchtbar schwer, über meine Gefühle zu reden und auch mal "Hilf- ode Ratlosigkeit" einzugestehen. Das ändert sich halt nur durch Übung. Und Frauchen kann (nicht immer, aber immer öfter) ihre "Zicke" in ihr Denken und Fühlen lassen - besonders wenn es um Hausarbeit geht :lol: . Im Ernst, sie hat mir, diese Woche, doch tatsächlich eine Damenuhr geschenkt und das noch in einer Farbe, die ich ihr nicht zugetraut hätte.

Ich würde daher, an deiner Stelle, den "Reissverschluss an deiner Haut" suchen und ganz langsam anfangen zu ziehen. :wink:
Das kann zwar mal "Aua" machen, aber wenn dich der augenblickliche Stillstand stört ....


LG - Susi.
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