Trans Frau Schweiz
Trans Frau Schweiz - # 2

Beatrixtg
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Re: Trans Frau Schweiz

Post 16 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Danke allen für Eure Reaktionen.
Das zeigt mir, dass es richtig war dieses Ereignis hier zu veröffentlichen. Ich hatte anfangs bedenken, da ich dass ja nicht selbst erlebt habe. Aber der Bericht war so eindrücklich dass ich ihn hier veröffentlicht habe.
Ich denke es schadet nichts, wenn man sich klar macht, auch wenn man selbst diese Probleme nicht hat, dass es andere gibt die solche Sachen erleben.
Ich wünsche der betreffenden Person, dass Sie das erlebte gut verkraftet. Es dürfte nicht leicht sein.
Wir wissen ja nicht wie lange Sie brauchte, bis Sie sich überwand, in das Frauen Abteil zu gehen. Es war heiss und offensichtlich hatte Sie Angst, im Öffentlichen teil an zu ecken ( meine Vermutung ).

Danke für Eure rege Diskussion

Liebe Grüsse Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
Momo58
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Re: Trans Frau Schweiz

Post 17 im Thema

Beitrag von Momo58 »

In diesem Artikel ist das interne Papier der Stadt Bern enthalten, welches den Zutritt von Transfrauen regelt. Könnte für unsere Schweizer*innen interessant sein.

https://weltwoche.ch/daily/transperson- ... egelt-ist/
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
NicoleCH
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Re: Trans Frau Schweiz

Post 18 im Thema

Beitrag von NicoleCH »

https://www.20min.ch/story/in-bern-und- ... -103595082
...
Eine andere Marzili-Besucherin (70) ist anderer Meinung: «Die Person ist klar ein Mann. Er hatte alle männlichen Merkmale. Im Frauenbereich provoziert das», sagt sie. Das Papier reiche nicht aus: «Dann kann ich morgen ja auch ein Mann sein und in die Männerabteilung gehen.»... Nur gibt es dann keine solch grossen Aufstand..
Jaddy
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Re: Trans Frau Schweiz

Post 19 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Danke für den WW Artikel mit der Regelung. Ich habe auch eine downloadfähige PDF-URL gefunden, weil ich es so vorbildlich finde. Auch im Hinblick auf die Diskussion hier. Mal abgesehen davon, dass nicht alle Menschen eine Geschlechtsidentität haben (wohl aber ein persönliches Verhältnis zu den angebotenen Rollenmodellen und dem ganzen Unfug).

Was ich ziemlich gut gelungen finde: Nein, der visuelle Eindruck ist nicht unbedingt massgeblich (Hallo Behaarung?). Es wird auf die Selbstidentifikation abgestellt - und die Schweiz hat seit 2022 ein (binäres) Selbstbestimmungsgesetz, vergleichbar unserem SBGG. Also gleiche Voraussetzungen, keine Gutachterei. Es soll grundsätzlich wohlwollend gehandhabt und sensibel auf jegliche Probleme reagiert werden. Es ist also auch der Schutz der trans Personen mitgedacht. Da kann ich die mögliche Frage am Eingang noch verschmerzen (die schon rein statistisch mehr cis Frauen als trans Personen treffen wird).
Was ist mit Geschlechtsidentität gemeint?

Der Begriff «Geschlechtsidentität» bezieht sich auf die tiefe innere Gewissheit der eigenen Geschlechtszugehörigkeit. Alle Menschen haben eine Geschlechtsidentität. [...]

Anpassung Geschlechtseintrag im Personenstandsregister

Seit Januar 2022 können trans Menschen ihr Geschlecht und ihren Vornamen im Personenstandsregister schnell und unkompliziert ändern. Im Personenstandsregister können jedoch
nur die Kategorien «männlich» oder «weiblich» eingetragen werden. [...]

«Beurteilung» von Menschen über das Aussehen, Geschlechtsausdruck, Kleidung und Körpermerkmale
  • Das Beurteilen des Geschlechts von Menschen anhand ihres Aussehens, Geschlechtsausdrucks, ihrer Kleidung oder Körpermerkmale ist nicht immer möglich.
  • Es gibt Menschen, deren äussere Erscheinung nicht oder nur teilweise ihrer Geschlechtsidentität entspricht. Insbesondere trans Frauen, trans Männer und nonbinäre Menschen werden häufig in ihrem Geschlecht nicht ernst genommen, wenn sie nicht als «genügend» weiblich oder männlich wahrgenommen werden, ihr sog. «Passing» also nicht «gut genug» ist
Was heisst das für den Zutritt zu Frauenbereichen?
  • Das Paradiesli, das Frauenschwimmen in Bümpliz, die Frauentage in der Sauna Weyermannshaus, Frauen-Garderoben und Frauen-Toilettenanlagen sind Bereiche für Frauen. Sie dürfen von allen Personen, die sich als Frau identifizieren, benutzt werden – unabhängig davon, ob sie cis oder trans sind.
  • Personen, die sich NICHT als Frau identifizieren, haben keinen Zutritt zu Frauenbereichen in Bädern, Garderoben und Saunen – unabhängig davon, ob sie cis oder trans sind.
Wenn eine Person, die Sie nicht weiblich lesen, Zutritt zu einem Bereich verlangt, der ausschliesslich für Frauen ist, gehen Sie folgendermassen vor:
  • Informieren Sie die Person darüber, dass dies ein Bereich ausschliesslich für Frauen ist.
  • Informieren Sie die Person über das gemischtgeschlechtliche FKK, Bade– und Saunaangebot oder weisen Sie auf die Universal-Garderoben hin, die geschlechtsunabhängig genutzt wer-
    den können.
  • Wenn die Person weiterhin Zutritt möchte, orientieren Sie sich in erster Linie an der Selbstidentifikation der Person. Im Härtefall wird das in einem Ausweis festgehaltene amtliche Geschlecht beigezogen. Personen mit dem Geschlechtseintrag «weiblich» wird Zutritt gewährt.
  • Wenn der Zutritt gestattet wird, informieren Sie die Person über die Möglichkeit, sich bei Problemen an das Personal zu wenden.
  • Behalten Sie das Geschehen im Auge. Falls es zu Problemen kommt (z.B. diskriminierendes Verhalten durch andere Bade- oder Saunagästen gegenüber der Person, Unruhe unter den
    Benutzenden oder belästigendes Verhalten seitens der Person, die Einlass bekommen hat, gegenüber den anderen Benutzenden) ist das Personal verpflichtet, zu intervenieren.
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Re: Trans Frau Schweiz

Post 20 im Thema

Beitrag von conny »

Daniela04 hat geschrieben: Mi 1. Jul 2026, 14:08 Ich verfolge die Geschichte weiterhin. Im Blick stand folgendes:
Eine Blick-Leserin, die vor Ort war, beschreibt die Person mit den Worten: «Keine Brüste, am ganzen Körper stark behaart, Penis.»
Obwohl ich sehr starke weibliche Gefühle habe käme es mir nie in den Sinn in einem FKK-Frauenbadi zu gehen.
Eine sehr richtige Einstellung die man nur versteht, wenn man mal die Filterblase hier verlässt. Da taucht in einem Frauen-FKK-Bereich eine Person auf, die aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung eideutig dem anderen Geschlecht zuzuordnen ist.
Was sollen die i.d.R. mit Transthemen und der schweizer gesetzlichen Regelung nicht vertrauten Anwesenden dabei denken?
Die polizeiliche Aktion finde auch ich natürlich völlig überzogen.
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Re: Trans Frau Schweiz

Post 21 im Thema

Beitrag von Jaddy »

conny hat geschrieben: Do 2. Jul 2026, 21:38 Da taucht in einem Frauen-FKK-Bereich eine Person auf, die aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung eideutig dem anderen Geschlecht zuzuordnen ist.
Was sollen die i.d.R. mit Transthemen und der schweizer gesetzlichen Regelung nicht vertrauten Anwesenden dabei denken?
Ah, das erste ist zumindest fraglich. Es gibt einzelne Aussagen, aber kein Gesamtbild. Und selbst dann: Eine trans Frau, die gerade mit der Transition begonnen hat und dank Selbstbestimmungsgesetz ihren Eintrag schneller ändern kann als Hormone oder Epilation wirken, ist da nicht unterscheidbar. Andererseits gibt es gerade keine Vorgaben, als (trans oder cis) Frau Brüste und haarlose Haut zu haben. Aus zahlreichen persönlichen, medizinischen oder anderen Gründen. Deshalb ist der Passus in den Hausregeln so gut.

Dann: Wenn den anderen Anwesenden die Hausregeln (denn darum ging es) nicht klar sind, liegt es am Personal, das zu erklären. Wir können doch nicht jedes Mal, wenn sich irgendwer beschwert, grundsätzlich die trans Leute raus werfen. Da kommen wir ja nie weiter. Ersetze mal trans durch schwarz, migrantisiert, jüdisch. Gleiche Geschichte, weil gleiche Rechtsfrage. Immerhin wurde diese Frau ja hinein gelassen. Also entweder wurde am Eingang schon was geklärt, oder das (vermaledeite) "Passing" war doch nicht so schlecht.
conny hat geschrieben: Do 2. Jul 2026, 21:38Die polizeiliche Aktion finde auch ich natürlich völlig überzogen.
So ist das. Gerade in einer Einrichtung der öffentlichen Hand gilt Hausrecht nicht einfach per Ansage. Ein Gutteil des Problems liegt, so wie ich die Berichte verstanden habe, aber auch bei der Hausleitung bzw dem Personal. Die hätten ihre Hausregeln besser kennen sollen, das Taktvoll-Team aktiv einbeziehen und ggf die offenbar kleine laute Minderheit in die Schranken weisen.
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