Re: Austausch mit Partnerinnen
Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 22:31
Hallo Tinka,
voran, ich bin selbst Transgender, nicht Partnerin.
Den Beitrag von Frieda fand ich auch recht herb.
Bevor ich in einer festen Beziehung war, hatte ich durchaus den Wunsch, mal eine Frau zu sein. Ich habe es abgetan als Kompensation dafür, dass ich noch keine Freundin hatte.
Und tatsächlich, als ich dann verliebt war und geheiratet habe, waren diese Wünsche wie weggeblasen. Ich sah keinen Grund, über meine Träumereien zu reden und betrachtete das als erledigt.
Ein paar Jahre später kamen die Wünsche nach dem Frausein mit Gewalt zurück, heftiger als je zuvor.
Nach diesen Erfahrungen würde ich sagen: Dein Mann hat nicht nur dich hintergangen. Er hat ebenso sich selbst hintergangen. Und vermutlich, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein.
Man meint, seiner eigenen Psyche nahe zu sein, doch entzieht sich gerade die dem eigenen Verständnis.
Daher würde ich deinem Mann da nicht pauschal Vorwürfe machen.
Und da meine ich eher Jahre als Monate.
Du musst diese Zeit bekommen, um das zu verarbeiten.
Niemand kann dich zwingen, etwas sexuell zu lieben, auf das du nicht stehst.
Es geht auch gar nicht darum, dass du die Weiblichkeit deines Mannes jederzeit akzeptierst.
Ihr seid zwei unterschiedliche Menschen, zwar eng miteinander verwoben, aber dennoch unterschiedliche Persönlichkeiten.
Ihr müsst keineswegs alles miteinander machen.
Es geht nicht darum, dass du das Crossdressing deines Mannes vollständig akzeptierst.
Ihr müsst einen modus viviendi finden, der euch beiden die notwendigen Freiheiten gibt, bei dem ihr aber weiterhin genug Gemeinsamkeiten habt.
Wenn du nicht z. B. mit deinem Mann zusammen in der Öffentlichkeit sein willst, wenn dieser in Frauenkleidung auftritt, dann ist das erst einmal in Ordnung. Da sind Kompromisse möglich. Z. B. darf er einen Tag die Woche oder jedes zweite Wochenende als Frau ausgehen, und du musst dann halt was anderes machen. Natürlich belastet das die Ehe, aber es kann dennoch ein guter Kompromiss sein. Ihr werdet weiterhin genug Zeit zu zweit haben.
Solltest du ihn allerdings überhaupt nicht in Frauenkleidung sehen wollen, dann wird es das Zusammenleben zu kompliziert machen. Das wird nicht funktionieren.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass du mit der Situation besser klar kommst.
voran, ich bin selbst Transgender, nicht Partnerin.
Den Beitrag von Frieda fand ich auch recht herb.
Weißt du, wie es bei mir war:
Bevor ich in einer festen Beziehung war, hatte ich durchaus den Wunsch, mal eine Frau zu sein. Ich habe es abgetan als Kompensation dafür, dass ich noch keine Freundin hatte.
Und tatsächlich, als ich dann verliebt war und geheiratet habe, waren diese Wünsche wie weggeblasen. Ich sah keinen Grund, über meine Träumereien zu reden und betrachtete das als erledigt.
Ein paar Jahre später kamen die Wünsche nach dem Frausein mit Gewalt zurück, heftiger als je zuvor.
Nach diesen Erfahrungen würde ich sagen: Dein Mann hat nicht nur dich hintergangen. Er hat ebenso sich selbst hintergangen. Und vermutlich, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein.
Man meint, seiner eigenen Psyche nahe zu sein, doch entzieht sich gerade die dem eigenen Verständnis.
Daher würde ich deinem Mann da nicht pauschal Vorwürfe machen.
Das Mittel, um diese Grenze zu verschieben oder sich zu überwinden, ist Zeit.Tinka hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:11 aber jetzt wo es mich selbst betrifft merke ich, dass ich an meine Grenze komme.
Und da meine ich eher Jahre als Monate.
Du musst diese Zeit bekommen, um das zu verarbeiten.
Und das ist auch völlig in Ordnung.
Niemand kann dich zwingen, etwas sexuell zu lieben, auf das du nicht stehst.
Es geht auch gar nicht darum, dass du die Weiblichkeit deines Mannes jederzeit akzeptierst.
Ihr seid zwei unterschiedliche Menschen, zwar eng miteinander verwoben, aber dennoch unterschiedliche Persönlichkeiten.
Ihr müsst keineswegs alles miteinander machen.
Es geht nicht darum, dass du das Crossdressing deines Mannes vollständig akzeptierst.
Ihr müsst einen modus viviendi finden, der euch beiden die notwendigen Freiheiten gibt, bei dem ihr aber weiterhin genug Gemeinsamkeiten habt.
Wenn du nicht z. B. mit deinem Mann zusammen in der Öffentlichkeit sein willst, wenn dieser in Frauenkleidung auftritt, dann ist das erst einmal in Ordnung. Da sind Kompromisse möglich. Z. B. darf er einen Tag die Woche oder jedes zweite Wochenende als Frau ausgehen, und du musst dann halt was anderes machen. Natürlich belastet das die Ehe, aber es kann dennoch ein guter Kompromiss sein. Ihr werdet weiterhin genug Zeit zu zweit haben.
Solltest du ihn allerdings überhaupt nicht in Frauenkleidung sehen wollen, dann wird es das Zusammenleben zu kompliziert machen. Das wird nicht funktionieren.
Da darfst nicht alles alleine in dich hineinfressen. Du brauchst jemanden zum Reden. Hast du jemandem mit dem du darüber reden kannst, dem du vertraust und wo du dir sicher bist, dass dieses Geheimnis nicht weitererzählt wird, z. B. deine beste Freundin oder deine Mutter? Dann musst du drauf bestehen, mit dieser Person darüber zu reden und dein Mann muss das akzeptieren. Nicht du bist diejenige, die ein Geheimnis draus machen will.Tinka hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:11 Erschwerend ist,dass ich ja mit kaum jemanden darüber sprechen kann/ darf da er dies nicht möchte.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass du mit der Situation besser klar kommst.