Vesta hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 22:34
Die Krankenkassen zahlen nur für die Behandlung von Krankheiten.
Aber wenn es überhaupt keine Diagnose gibt, wenn Transsexualität aus komplett normal gesehen wird, dann fragen die Krankenkassen irgendwann, warum sollten sie bezahlen
Tatsächlich nicht, da ist der Name etwas irreführend. Die Krankenkassen zahlen Leistungen im Zusammenhang mit der Gesundheit. Das muss keine Krankheit sein.
Beispiele für Sachen, die übernommen werden, währen z.b. alles um Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Entbindung, Betreuung danach, Kurse, etc. Schwanger zu sein ist keine Krankheit.
Manche Verfahren zur künstlichen Befruchtung werden bezahlt. Nicht schwanger zu sein ist auch keine Krankheit.
Die Pille wird bezahlt (für manche Menschen). Nicht schwanger werden zu wollen ist auch keine Krankheit.
Impfungen werden gezahlt. Nicht geeimpft zu sein ist auch keine Krankheit. Zugegeben, es schützt vor zukünftigem Leid durch Krankheit. Aber das tun geschlechtsangleichende Schritte auch.
Aber das beste Beispiel: Menopause. Ist auch keine Krankheit. Trotzdem hat es eine Diagnose und kann mit exakt den Medis die ich auch nehme behandelt werden. Jede cis Frau geht da irgendwann durch, über 40 zu sein ist keine Krankheit. Und es gibt die exakt gleichen Rezepte mit denen man rausgeht.
Trans sein kann genauso eingeordnet werden. Oh, Maria kommt in die Menopause? Keine Krankheit, aber wenn du wünschst gibts Hilfe. Oh, Maie ist trans? Keine Krankheit, aber wenn dus wünschst gibt es Hilfe.
Und tatsächlich ist das das, was mit dem ICD-11 kommt.
Menopause ist gerade: „N95.1: Zustände im Zusammenhang mit der Menopause und dem Klimakterium“
Trans sein ist dann bald: „XXX.X: Zustände im Bereich der sexuellen Gesundheit“
Und werden damit genauso wie Schwangerschaft, Menopause, Verhütungsmittel, künstliche Befruchtung und Stillkurse nicht als Krankheit gewertet, aber trotzdem übernommen.
Vesta hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 22:34
Ernsthaft gefragt: Wie sollte deiner Meinung der Ablauf sein, so dass er für alle funktioniert?
Informed Consent. Man geht zum Arzt, wird dort über die Wirkung, Nebenwirkung und Risiken aufgeklärt, und trifft dann eine eigene, wohlinformierte Entscheidung. Es steht mir nicht zu, für andere Leute zu denken oder über ihr Leben zu bestimmen. Ich kann nicht sagen, als wer sie ihr Leben zu verbringen haben. Und genauso kann das auch kein Arzt.
Ein Arzt ist ein Dienstleister, kein Dirigent. Er dirigiert nicht, wer wie durchs Leben geht, sondern er stellt seine Dienste bereit, um sicherzustellen, dass die Patientys selbstbestimmt durchs Leben gehen können. Bei einem neuen Knie fragt ja auch keiner, wohin man denn laufen wolle, um zu gucken, ob der Ort denn so freigegeben wird.
Informed Consent ist übrigens eine höhere Barriere als es fürs Kinder kriegen momentan gibt. Ich hole bald mein viertes Indikationsschreiben ab. Wir stellen uns mal vor, dass man vorm Kinder kriegen die schriftliche Erlaubnis eines Arztes bräuchte, und mindestens 6 Monate „Entscheidungsfindungstherapie“. Und Kinder bereuen prozentual 10x so viele Menschen wie eine Hormontherapie.