Seite 2 von 3

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Di 2. Nov 2021, 18:30
von Lavendellöwin
-Alexandra- hat geschrieben: Sa 30. Okt 2021, 23:31 Weiß zufällig jemand wieviel Eigenfett da benötigt wird?
Weil ich wiege mit meinen 1,72m leider nur 58 Kg und kann mir irgendwie nicht vorstellen, von wo da das Fett weggenommen werden könnte :/

Hi Alexandra...

ich war anfangs des Jahres bei einer Heilpraktikerin und hab sie gefragt warum ich nicht
zunehmen kann und was mir dabei helfen würde...
weil ich süss veranlagt bin meinte sie Sahne. In den ersten paar Wochen danach habe ich jeden
Tag einen halben Liter getrunken (ich mag das aber auch echt gerne)
Seit dem habe ich 10 Kilo auf jetzt 69 kg zugenommen, hab eine gute Reserve wenn mal was ist
und auch das Fett ist fast alles genau da wo ichs gerne haben wollte...(über die Hüfte/Po sind es 5 cm
mehr geworden...)

also ich würde mal versuchen zuzunehmen..damit fühl ich mich ziemlich wohl

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Mi 3. Nov 2021, 22:16
von Mirjam
EmmiMarie hat geschrieben: Di 2. Nov 2021, 18:30 weil ich süss veranlagt bin meinte sie Sahne. In den ersten paar Wochen danach habe ich jeden
Tag einen halben Liter getrunken (ich mag das aber auch echt gerne)
Seit dem habe ich 10 Kilo auf jetzt 69 kg zugenommen, hab eine gute Reserve wenn mal was ist
und auch das Fett ist fast alles genau da wo ichs gerne haben wollte...(über die Hüfte/Po sind es 5 cm
mehr geworden...)
Einen halben Liter am Tag Marie? :shock: Mamma mia ... da würde mir glaube ich soooo schlecht davon. Und ich würde davon zunehmen, das weiß ich. Allerdings bestimmt an den falschen Stellen :? Da ist es ja gut, dass ich mich nicht zu leicht fühle ;)

LG, Mirjam

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Do 1. Jun 2023, 22:34
von Hannah S.
Hallo, ich hole das Thema noch einmal hoch.

Etwas mehr als zweieinhalb Jahre nach der Kostenübernahmezusage der AOK will ich heute mal Bericht über meine Erfahrung mit dem Lipofilling-Verfahren zum Brustaufbau geben. Die Zusage der Kasse galt auf ausdrückliche Bitte der Klinik für bis zu drei Sitzungen, die in der Regel in einem Anstand von mindestens einem halben Jahr geplant werden können. Das Fett wird bei jeder Sitzung an den dafür geeigneten Stellen abgesaugt - bei Transfrauen sammeln sich die Polster meist nur am Bauch und an den Flanken an. An den Oberschenkeln war bei mir gar nix zu holen. Selbst aus den mütterlicherseits vererbten und zu hoch sitzenden seitlichen Hüftpolstern, die mich seit Kinderzeiten ärgern und auf die mein operierender Chirurg große Hoffnungen gesetzt hatte, war nichts messbares zu gewinnen. Das ist eher so durchwachsenes Gewebe aber eben kein klassisches Fettpolster.

Bevor ich das Rauchen aufgegeben und die Hormonersatztherapie begonnen habe, wog ich immer konstant um die 72kg bei 180cm. Nach GaOp, fünf Jahren Nichtrauchen und Hormonen waren es trotz regelmäßigem Sport und einem Drittelmix körperlicher Arbeit/stehender und sitzender Tätigkeit gut 8-10kg mehr. Die Röllchen auf dem Bauch schienen mir so reichlich, dass, wenn ich mir die an die Brust verlagert vorstellte, sicher ein gutes B-Cup entstanden wäre. Zudem war die Brustpartie schon immer ganz gut bemuskelt, so dass eigentlich eine gute Ausgangssituation gegeben war.

Pro Sitzung kann immer nur eine bestimmte Menge Fett in die Brust eingebracht werden. Das lässt sich in der Form als ein Fächer vorstellen, wie wenn man die Finger einer Hand spreizt und flach auf die Brust legt. Die Finger stellen dabei die Einstichkanäle unter der Haut dar und im schrittweisen Herausziehen entlang dieser Kanäle wird von der Injektionskanüle tröpfchenweise Fett ins Gewebe abgegeben. Das wurde bei mir während der ersten und zweiten Sitzung jeweils in zwei verschiedenen Ebenen gemacht. Größere Mengen würden vom Gewebe nicht aufgenommen sondern abgekapselt (Fettembolie) und letztlich vom Körper abgebaut.
Die Schnitte, jeweils einer unter der Brust und einer seitlich zur Achsel hin sind mit 5mm so klein, dass ein ein Fadenstich zum Schließen ausreicht.

Laut OP-Bericht sollen bei mir in der ersten Sitzung 120ml pro Seite eingebracht worden sein, in der zweiten Sitzung 150ml und zuletzt nur noch 50ml pro Seite. Mehr war nach Aussage des Chirurgen bei der dritten Sitzung trotz eigentlich immer noch gut vorhandener "Schwarte" nicht mehr zu holen. Da bei den Sitzungen nicht immer an einem anderen Areal sondern über die gesamte Fläche abgesaugt wird, ist es von Mal zu Mal schwieriger das Fett zu lösen, da das Unterhautfettgewebe quasi vernarbt und nicht mehr so fluffig ist. Beim Absaugen wird auf ein schonendes Wasserstrahl-Verfahren zurückgegriffen, dass die Fettzellen möglichst unversehrt gewinnt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass nicht das gesamte Fett wirklich im Gewebe "einwächst". In der Literatur werden verschiedene Zahlen genannt. Ich würde sagen, dass bei mir vielleicht 80% des eingepflanzten Fetts auch in der Brust verblieben sind.

Zum Ergebnis:
Es gibt auch für die Gößeneinteilung der Brust in Deutschland natürlich eine DIN-Norm, die sogenannte Sprungwerttabelle für Büstenhalter, Miederwaren und Badeanzüge mit Cups. Aus dieser Tabelle lässt sich lesen, bei welcher Differenz zwischen Unterbrustumfang und Brustumfang die jeweiligen Cup-Größen passend sein sollten.

6417


Bei meinem Unterbrustumfang von 95cm müsste ich für ein A-Cup mindestens einen Brustumfang (also über die ausladenste Stelle der Brust gemessen) von 107-109cm aufweisen. Tatsächlich sind es aber nur 106cm. Damit liege ich noch im Bereich AA. (Es geht ja die Erzählung, dass die Kasse die Kosten "nur" bis zum Erreichen eines A-Cups übernimmt, weil eine Brust ab dieser Größe als "typisch weiblich" angesehen werden kann.)
Ich hatte für mich das Ziel ausgegeben, dass ich mit der Kostenübernahme - wenn nötig in drei Sitzungen - ein A-Cup erreichen wollte. Das wurde nicht ganz erreicht und auch wenn ich mir gern noch ein paar cm Umfang mehr gewünscht habe, bin ich - alles in allem, auch was die Form der Brust anbelangt - zufrieden. Ich benutze BHs in 90A, also etwas kleiner, als ich bei meiner Unterbrustweite bräuchte, mit einem handelsüblichen Extender der die Weite des BHs etwas vergrößert. Dadurch passt aber das Cup recht gut.

Mit dem vorhandenen körpereigenen Material, ohne Silikonimplantat, ist es nun das, was machbar war und ich würde es wieder machen lassen. Die Heilung verlief komplikationslos, der erste Tag nach der OP ist immer etwas unangenehm, klar. Aber ich fand das alles vertretbar. Nach zwei-drei Tagen, beim letzten Mal direkt am Tag nach der OP bin ich mit dem Zug wieder nach Hause gefahren und konnte nach einer Woche wieder auf Arbeit gehen. Das sechswöchige Sportverbot habe ich sehr großzügig interpretiert und mich immer schon bald wieder aufs Rad gesetzt und bin damit zur Arbeit gefahren und habe dort eigentlich keine der gewohnten Tätigkeiten ausgelassen. Am unangenehmsten sind noch die ziehenden Schmerzen an den abgesaugten Stellen, die recht lange anhalten. Dazu muss ein Kompressionsmieder getragen werden. Druck auf die Brust sollte während der 6-Wochen-Frist generell vermieden werden, also keine BHs und so, Schlafen nur auf dem Rücken. Die Hämatome waren bei mir vor allem nach den Sitzungen 1 und 2 sehr ausgeprägt und farbenfroh!

Die plastische Chirurgie in Radebeul, wo ich war, ist für ihre erstklassige Kompetenz beim Brustaufbau nach Brustkrebs-OPs bekannt. Das heißt, dass ich dort mit meiner Geschichte und meinem Anliegen natürlich immer Exot war. Die Atmosphäre auf der Station war überaus freundlich und kommunikativ, die Frauen und auch die Schwestern sehr interessiert. Wie so häufig zeigte sich, dass über die ganze Trans-Thematik allgemein immer noch wenig gewusst wird.

Soweit, viele Grüße
Hannah

***

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Do 1. Jun 2023, 23:11
von NikolaAusR
Liebe Hannah,

herzlichen Dank für dein Update.

Bei mir ist immer noch die Klage beim SG anhängig.
Ich werd da erstmal in Vorleistung gehen und zumindest die erste Aufbau-Sitzung selbst bezahlen.

Termin zum Vorgespräch habe ich Mitte Juli 2023.

Mal sehn...

Liebe Grüße
Nikola

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Fr 2. Jun 2023, 10:32
von ChristinaF
Liebe Hannah,
gratulier dir zu deinem erfolgreichen Brustaufbau. Ich finde, dass das Gefühl jetzt für dich noch viel schöner sein wird, als vorher.
Allerdings stelle ich mir vor, dass es für dich mit dem "auf dem Rücken schlafen" schon schwierig sein wird. Wie machst du das denn, dass du während des Schlafens dich nicht drehst?
LG Christina

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Fr 2. Jun 2023, 13:00
von Lavendellöwin
NikolaAusR hat geschrieben: Do 1. Jun 2023, 23:11 Ich werd da erstmal in Vorleistung gehen und zumindest die erste Aufbau-Sitzung selbst bezahlen.
Hey Nikola,

aus Neugier, was für Kosten hast du denn pro Sitzung genannt bekommen? Und gehst du auch von 3 Sitzungen aus?
Maximal werden ja zwischen 250 und 400 ml erreicht, oder? Und wo magst du hinkommen, also körbchentechnisch?

Grade spar ich mir mal alles vorher zu lesen, ich lese grade extrem viel auf der Arbeit und habe noch den
Kurs zur Fachkraft für Diversity Management zusätzlich grade..
Hannah S. hat geschrieben: Do 1. Jun 2023, 22:34 Hallo, ich hole das Thema noch einmal hoch.
Ja megaspannend, vielen, lieben Dank Hannah.

Die liebe Tabelle, danach hätte ich ein B, aber rein vom Volumen her, ganz bestimmt nicht, das
haben alle Frauen gesagt, die zuletzt schauen durften. Was mich aber brennend interessiert ist,
es wird ja wieder Volumen abgebaut, bzw. nicht alle Fettzellen wachsen an, hast du schon eine Erfahrung?

edit - oh 80% ich unruhiges Hühnchen mal wieder :()b

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Fr 2. Jun 2023, 19:34
von Aria
Ich hatte mich auch für ein Lipofilling interessiert. Da die Chancen aber wirklich schlecht stehen eine KÜ zu erhalten und ich die Kosten von 20-25k € nicht selbst tragen wollte, habe ich mich für Implantate entschieden. Ja, ich weiss....die Risiken...u.a. BII. Risikofrei ist aber auch ein Lipofilling nicht und dann war es mir noch zu ungewiss. Was bleibt wirklich 'hängen' 🙃 bei den Eingriffen und wie sieht es auf lange Sicht aus. Seit meinem Start in die Transition nehme ich kontinuierlich ab und bekanntermaßen geht das an diesen Stellen am schnellsten. Nee, nee....das war mir alles viel zu vage, also habe ich den BA mit Implantaten dem Lipofilling vorgezogen und bin völlig zufrieden. Ich hatte ein knappes A und bin mit 2x 320 ml bei einem C gelandet.

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Fr 2. Jun 2023, 20:22
von Lavendellöwin
Aria hat geschrieben: Fr 2. Jun 2023, 19:34 BA mit Implantaten dem Lipofilling vorgezogen und bin völlig zufrieden
Mhm..

bei mir ist es ja nicht generell wenig, nur fehlt mir Volumen Richtung Mitte also Richtung Brustbein.
Nach unten hin haben sie eine ganz schöne Form aber oben fehlt mir die gewisse Rundung die ich gerne hätte..

naja, letztendlich werde ich mal darauf hin genauer bei den Spezialisten nachfragen müssen was am meisten Sinn macht.
Und zahlen werd ich so oder so selber müssen...das ist ist ja was mich scheut.
Würden von 200 ml dann um die 120 ml bleiben, wäre das für mich völlig im Rahmen.

Und stimmt was du sagst, grade bin ich 1 - 2 Kilo runter fehlt was an der Oberweite, aber ich habe ja gut zugenommen
und das Ganze ist auch ziemlich stabil...man hat nicht immer die guten Pralinen

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Mo 5. Jun 2023, 19:27
von Aria
EmmiMarie hat geschrieben: Fr 2. Jun 2023, 20:22 Nach unten hin haben sie eine ganz schöne Form aber oben fehlt mir die gewisse Rundung die ich gerne hätte..
.....
Und zahlen werd ich so oder so selber müssen...das ist ist ja was mich scheut.
Ja, das ist auch was ich wollte. Einfach eine schönere stimmige Form, die zu meinem männl. geprägten Oberkörper passt. Und das hat wunderbar funktioniert. Mit HET alleine, wäre das sicher niemals der Fall gewesen.

Weil du schon über A bist oder warum musst du selbst zahlen?

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: So 23. Jul 2023, 15:55
von NikolaAusR
EmmiMarie hat geschrieben: Fr 2. Jun 2023, 13:00
NikolaAusR hat geschrieben: Do 1. Jun 2023, 23:11 Ich werd da erstmal in Vorleistung gehen und zumindest die erste Aufbau-Sitzung selbst bezahlen.
aus Neugier, was für Kosten hast du denn pro Sitzung genannt bekommen? Und gehst du auch von 3 Sitzungen aus?
Maximal werden ja zwischen 250 und 400 ml erreicht, oder? Und wo magst du hinkommen, also körbchentechnisch?
[....]
Was mich aber brennend interessiert ist,
es wird ja wieder Volumen abgebaut, bzw. nicht alle Fettzellen wachsen an, [....]

Alles Liebe Marie (flo)
Liebe Marie,

Ich hatte diese Woche den Termin mit dem Chefarzt (84 Euro) und kann nun berichten...

Pro Sitzung kostet das Lipofilling gute 3.873 Euro (brutto) zzgl. Anästhesie (nicht genauer beziffert) und 208 Euro pro 'Übernachtung' im 2-Bett-Zimmer.

Nachdem ich drei Monate auf den Termin fürs Vorgespräch gewartet hab, ist das OP-Terminangebot für den 08.08.23 dafür aber um so kurzfristiger gewesen.
Wegen Urlaub ist die erste Aufbau-Sitzung nun für den 24.08. terminiert (gitli) )):m

Hinsichtlich der wieder abgebauten / nicht angewachsenen Zellen wurde ich im Aufkärungsgespräch darauf hingewiesen, dass bis zu 50% der eingebrachten Fettzellen wieder verloren gehen können.

Von einem AA ausgehend ist ein mittleres B-Körbchen das anvisierte Ziel.
Und ein Ausgleich der recht ausgeprägten Asymmetrie.
Da bei mir in den letzten 2 Jahren aufgrund nicht mehr so starker körperlicher Tätigkeit die Muskelmasse weniger geworden ist, ich aber gut 6 Kilo zugenommen hab :oops: , ist 'am mittleren Ring' auf jeden Fall genug Substanz da :mrgreen:

Liebe Grüße
Nikola

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: So 23. Jul 2023, 19:20
von Aria
NikolaAusR hat geschrieben: So 23. Jul 2023, 15:55 Pro Sitzung kostet das Lipofilling gute 3.873 Euro (brutto) zzgl. Anästhesie (nicht genauer beziffert) und 208 Euro pro 'Übernachtung' im 2-Bett-Zimmer.
Hui.....das wären zusammen ca. 5k/Sitzung, wenn man von 2-3 Übernachtungen ausgeht. Und ich denke, dass du mind. 2-3 Sitzungen brauchen wirst. Da geht also eine schöne Summe drauf. Bezahlst du das selbst?

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: So 23. Jul 2023, 20:24
von Lavendellöwin
Aria hat geschrieben: Mo 5. Jun 2023, 19:27 Weil du schon über A bist oder warum musst du selbst zahlen?
Hey hey..

Das hatte ich völlig vergessen entschuldige...grade schwankt die Differenz UBW und BU so um die 14 cm, zuletzt bin ich auch fast bei 15 gwesen.
Soweit ich weiss ist das zu viel für die Kassen, was ja aber trotzdem an der Form nichts ändert.

Mein Gedanke war halt eine Vergrösserung um 150 ml. Das ist ja nicht so viel, aber das wäre wirklich vollkommen
ausreichend wenn es da sitzt wo ich es gerne haben würde. Deshalb der Gedanke mit dem Lipofilling, 300 ml
einspritzen 150 ml behalten. Ein bisschen züchte ich dafür schon Bäuchlein.

Aber mal sehen, bis dahin ist erstmal noch was anderes dran (moin)

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Mo 24. Jul 2023, 19:55
von Aria
EmmiMarie hat geschrieben: So 23. Jul 2023, 20:24 Deshalb der Gedanke mit dem Lipofilling, 300 ml
einspritzen 150 ml behalten. Ein bisschen züchte ich dafür schon Bäuchlein.

Aber mal sehen, bis dahin ist erstmal noch was anderes dran


Tja, wenn das so einfach wäre. Ich stecke da jetzt nicht sooo tief drin im Thema aber wenn du 300 ml pro Seite haben möchtest, um am Ende mit 150 ml raus zu gehen, benötigst du mind. 2 Sitzungen, bei denen jeweils 200 ml pro Seite injiziert werden müssen. Das entnommene Material muss gereinigt werden und brauchbar sein. Ob das vom Bauch kommt, weiss ich nicht. Ich habe mal gelesen, dass es besser ist, vom Oberschenkel zu entnehmen, da der Bauch anfällig ist, für Entnahmeschäden. Ja, auch sowas gibt es bei der Methode. Da gibt es einige, die davon berichten, dass ihr Bauch nun ausschaut wie ein Kraterfeld, weil das Fett sich nicht gleichmäßig entnehmen liess.

Lassen wir das aber mal aussen vor und nehmen an, dass 250 ml ungereinigtes Fett pro Seite pro Sitzung entnommen werden muss, dann ist das ein Haufen Zeug für eine schlanke Person. Keine Ahnung, ob du vorher so viel zunehmen willst. Und vor allem, muss das "gutes Fettgewebe" sein. Das "schlechte" verschweindet nämlich schnell wieder an die Stelle, wo es her kam.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe mir das alles auch schon angehört und Meinungen dazu gelesen. Am besten ist, man brauch gar kein Aufbau. Diese Methode war mir aber mit so viel Unsicherheit hinsichtlich des Erfolg behaftet und noch dazu der Umstand, dass ich alles hätte selbst bezahlen müssen, dass ich dankend abgelehnt habe und das Risiko eines Aufbau mit Implantaten eingegangen bin. Enttäuscht wurde ich jedenfalls bisher nicht :)

Wenn vorher noch was anderes dran ist, dann warte erstmal ab, wie sich das obenrum danach entwickelt. K.A......nimmst du Androcur? Wenn ja, dann wird sich nach absetzen so einiges ändern - zum negativen....oder positiven, wie mans nimmt. Dann hast du vllt plötzlich doch nu eine Diff. von <13 cm - und dann MUSS die Kasse bezahlen ;)

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Mo 24. Jul 2023, 20:06
von Maxine
Liebe Aria,
kannst Du mir das mit dem androcur bitte ausführlicher erklären, gerne auch pn, wenn es hier fehl am Platz sein sollte. Ich hoffe im Sept. endlich mit der HRT starten zu können und glaube dies könnte mir helfen zu entscheiden ob ich die Einnahme von A. überhaupt in Erwägung ziehen sollte.

Danke und liebe Grüße
Kathi

Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Verfasst: Mo 24. Jul 2023, 20:33
von Lavendellöwin
Aria hat geschrieben: Mo 24. Jul 2023, 19:55 Wenn vorher noch was anderes dran ist, dann warte erstmal ab, wie sich das obenrum danach entwickelt. K.A......nimmst du Androcur? Wenn ja, dann wird sich nach absetzen so einiges ändern - zum negativen....oder positiven, wie mans nimmt. Dann hast du vllt plötzlich doch nu eine Diff. von <13 cm - und dann MUSS die Kasse bezahlen
Hihi..ja..
nein müsstest du wissen das ich schon lange kein Androcur mehr nehme..und auch das ichs nicht gut finde.
Maxine hat geschrieben: Mo 24. Jul 2023, 20:06 kannst Du mir das mit dem androcur bitte ausführlicher erklären, gerne auch pn, wenn es hier fehl am Platz sein sollte. Ich hoffe im Sept. endlich mit der HRT starten zu können und glaube dies könnte mir helfen zu entscheiden ob ich die Einnahme von A. überhaupt in Erwägung ziehen sollte.
Hey Kathi,

kann ich dir gerne sagen, ziemlich kurz und knapp. Androcur lässt die Brustdrüse schwellen und lagert Wasser im Brustgewebe ein.
Daher wird dieses Pseudowachstum als normales Wachstum wahrgenommen. Es ist aber nicht persistent, das meiste wird nach dem
Absetzen einfach wieder abgebaut und die Schwellung geht zurück, sprich da ist rein ganz nichts echt dran und
den Spass hatte ich 2 mal weil ich einmal ab und wieder angesetzt hatte.
Ja fühlt sich cool an zugegeben, aber es wird eben nicht viel davon übrig bleiben.
Zudem verändert es mir zu sehr die Psyche, Androcur macht irgendwie weich und instabil, was als "weiblich" wahrgenommen
werden könnte, davon wirst du irgendwie abhängig, weil du dich nach dem absetzen eher "männlich" wahrnehmen könntest
und auch ein Teil der Behaarung wieder stärker werden kann. Ist auch so..

Ums klar zu sagen, für mich war das ein mieser Trip und das gleich 2 mal..
und wenn du dich im Leben als Frau nicht durchsetzen kannst, hast du mehr Probleme wie als schwach wahrgenommener Mann.
Just my 5 Cents

Alles Liebe Marie (flo)