Evolution und die Schwierigkeiten des Lebens im allgemeinen - # 2
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Annette
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Re: Evolution und die Schwierigkeiten des Lebens im allgemeinen
Hallo Miriam,
freut mich immer wieder auf's Neue, deine Beiträge hier zu lesen. Was mir am meisten gefällt ist, dass du dich offenbar von fast belanglosen Erfahrungen aus dem täglichen Leben inspirieren lässt um deine literarischen Ergüsse auf deine Leserschaft loszulassen. Wie auch hier, ich darf doch annehmen, dass du heute wirklich fast plattgefahren wurdest, doch anstatt mit dem Urheber deines Beinahe-Unheils kurzen Prozess zu machen, setzt du dich hin und erarbeitest daraus eine kurzweilige Geschichte. Deswegen gebührt dir meine Hochachtung.
mit liebsten Grüßen,
deine Annette
freut mich immer wieder auf's Neue, deine Beiträge hier zu lesen. Was mir am meisten gefällt ist, dass du dich offenbar von fast belanglosen Erfahrungen aus dem täglichen Leben inspirieren lässt um deine literarischen Ergüsse auf deine Leserschaft loszulassen. Wie auch hier, ich darf doch annehmen, dass du heute wirklich fast plattgefahren wurdest, doch anstatt mit dem Urheber deines Beinahe-Unheils kurzen Prozess zu machen, setzt du dich hin und erarbeitest daraus eine kurzweilige Geschichte. Deswegen gebührt dir meine Hochachtung.
mit liebsten Grüßen,
deine Annette
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MiriamR
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Re: Evolution und die Schwierigkeiten des Lebens im allgemeinen
Seltsame Blüten dieser Tage
Es war ein durchaus erfolgreicher Tag. Die Jagd war erfolgreich, die Sippe hat wieder genügend Nahrung für die nächsten Tage.
Nein, ich bin nicht zurück in der Savanne.
Nur ein weiterer Tag im Büro. Einen Tag den man mit Zeitverschwendung angefüllt hat, fremden Menschen seine Dienstleistungen aufgeschwatzt hat und damit gründlich Umsatz generieren konnte.
Den Chef wird es freuen.
Also, ab in den fahrbaren Untersatz und dann geht`s Heim. Zu Frau, Kindern und dem Herd.
Da ich gerade etwas Hungrig bin weiß ich nicht, wer von den Dreien gerade größere Attraktivität genießt.
Nach dem Einsteigen schnell die Maske in die Mittelkonsole, nette Musik zum Mitsingen ausgewählt und los geht`s.
Vor mich hin trällernd fahre ich die Straße entlang, als mir aus den Augenwinkeln eine geöffnete Boutique auf der anderen Straßenseite auffällt.
Erfahrene Jägerin die ich bin, lass ich mir eine solche Gelegenheit natürlich nicht entgehen.
Unter Verlust von einigem Gummi meiner Reifen und lautem Geräusch das die selbigen produzieren, komme ich auf dem Seitenstreifen zum stehen, springe aus meinem Auto und nähere mich grazil meinem Opfer auf der anderen Seite.
Gut, das regelgerechte Anpirschen ist jetzt nicht sooo wichtig, ein Gebäude wird sich jetzt keine Verfolgung mit mir leisten, es heißt ja nicht umsonst Immobilie.
Bei dem Blick ins Ladeninnere steigt der Speichelfluss schon enorm an. Kleider....Blusen....Oberteile....welch ein herrlicher Anblick.
An der Tür allerdings ein Dämpfer. MIST.....ich habe meine Maske im Auto vergessen. Also wieder zurück.
Aus meinem ruhigen, grazilen Schritten ist mittlerweile ein hektisches, schnelles Gehen geworden.
Zu lange ist es her, das ich in einem solchen Paradies einkaufen durfte.
Ich kann das Zittern kaum unterdrücken. Der Speichelfluss ist unterdessen in eine Flut umgeschlagen, den ich nur mittels geräuschvollem Schlucken schwer unter Kontrolle halten kann.
An meinem Auto angekommen, den Autoschlüssel gezückt ertönt eine harsche Stimme,:"SIE DA, wo ist ihre Maske?"
"In meinem Auto, vor dem ich gerade stehe.", antworte ich freundlich.
"Ich beobachte Sie schon eine ganze Weile, wie sie hier ohne Maske herumlaufen, sie wissen das ich Ihnen ein Bußgeld aufdrücken muss?"
Ich schlucke, aber nicht wegen des Speichelflusses, der eigentlich schlagartig völlig verebbt ist. Im Gegenteil, mein Mund ist auf einmal Staubtrocken.
"Okay, aber sie liegt doch da, auf der Mittelkonsole, Sie können sie sogar sehen.", versuche ich es mit verführerischem Augenaufschlag.
"Das ist mir egal. Ich bekomme 50€ von Ihnen!"
Ich schlucke, trocken. Das ist die Hälfte meines Bargeldbestandes. Die Hälfte meines Einkaufsbudgets.
Ich überreiche mit feuchten Augen das Geld und bekomme die Quittung.
Mist....
Also, wieder über die Straße. Endlich in dem kleinen Einkaufsparadies angekommen, entdecke ich recht schnell meine neue Lieblingsbluse. UND, sie pass in mein Budget und an meinen Körper. 49,90€.
Ein Traum.....ich liebe sie.
Die nette Verkäuferin hat sie mir eingepackt und vor Glück strahlend verlasse ich mit leichten, ja fast tänzelnden Schritten die Boutique.
Am Straßenrand stehend warte ich auf eine Lücke im Verkehr als eine harsche Stimme an mein Ohr dringt,: "Entschuldigung, wo wollen Sie denn hin?"
"Ach, nur über die Straße dann nach Hause.", antworte ich noch beseelt grinsend.
"Das freut mich für Sie. Haben Sie denn auch einen negativen Corona-Test?"
Verdattert schaue ich mein Gegenüber an.
"Wie, jetzt, Test?"
"Ja nu, ein Test halt. Sie können die Landesgrenze nicht ohne gültigen Corona-Test überqueren."
"La La La Landesgrenze?", gebe ich verwirrt stammelnd von mir. Ich schlage mir vor die Stirn.
Deshalb hat DIESE Boutique geöffnet. Und nur Diese. Sie liegt auf einem Zipfel Land, das zum einem anderen Bundesland gehört.
"La La La Landesgrenze.", wiederholt der penetrante Behördenmitarbeiter, völlig Humorlos möchte ich anmerken.
Nun, seit dem sitze ich ziemlich abgerissen, meine neue Bluse verkrampft unter den Arm gepresst am Bordstein.
10 Meter von meinem Auto entfernt und darf nicht nach Hause.
Alle paar Stunden kommt jemand aus der Sippe vorbei um mir im Vorbeifahren etwas zu essen aus dem Autofenster zu zuwerfen.
Bloß nicht anhalten, oder aussteigen. Ich habe seit Tagen nicht geduscht und alle paar Minuten schauen freundliche Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei mir vorbei.
Damit ich ja nicht auf komische Gedanken komme und evtl. über die Straße gehe um mein Auto zu erreichen.
Und, ich warte auf niedrige Inzidenz-Werte....und warte....und warte....
Es war ein durchaus erfolgreicher Tag. Die Jagd war erfolgreich, die Sippe hat wieder genügend Nahrung für die nächsten Tage.
Nein, ich bin nicht zurück in der Savanne.
Nur ein weiterer Tag im Büro. Einen Tag den man mit Zeitverschwendung angefüllt hat, fremden Menschen seine Dienstleistungen aufgeschwatzt hat und damit gründlich Umsatz generieren konnte.
Den Chef wird es freuen.
Also, ab in den fahrbaren Untersatz und dann geht`s Heim. Zu Frau, Kindern und dem Herd.
Da ich gerade etwas Hungrig bin weiß ich nicht, wer von den Dreien gerade größere Attraktivität genießt.
Nach dem Einsteigen schnell die Maske in die Mittelkonsole, nette Musik zum Mitsingen ausgewählt und los geht`s.
Vor mich hin trällernd fahre ich die Straße entlang, als mir aus den Augenwinkeln eine geöffnete Boutique auf der anderen Straßenseite auffällt.
Erfahrene Jägerin die ich bin, lass ich mir eine solche Gelegenheit natürlich nicht entgehen.
Unter Verlust von einigem Gummi meiner Reifen und lautem Geräusch das die selbigen produzieren, komme ich auf dem Seitenstreifen zum stehen, springe aus meinem Auto und nähere mich grazil meinem Opfer auf der anderen Seite.
Gut, das regelgerechte Anpirschen ist jetzt nicht sooo wichtig, ein Gebäude wird sich jetzt keine Verfolgung mit mir leisten, es heißt ja nicht umsonst Immobilie.
Bei dem Blick ins Ladeninnere steigt der Speichelfluss schon enorm an. Kleider....Blusen....Oberteile....welch ein herrlicher Anblick.
An der Tür allerdings ein Dämpfer. MIST.....ich habe meine Maske im Auto vergessen. Also wieder zurück.
Aus meinem ruhigen, grazilen Schritten ist mittlerweile ein hektisches, schnelles Gehen geworden.
Zu lange ist es her, das ich in einem solchen Paradies einkaufen durfte.
Ich kann das Zittern kaum unterdrücken. Der Speichelfluss ist unterdessen in eine Flut umgeschlagen, den ich nur mittels geräuschvollem Schlucken schwer unter Kontrolle halten kann.
An meinem Auto angekommen, den Autoschlüssel gezückt ertönt eine harsche Stimme,:"SIE DA, wo ist ihre Maske?"
"In meinem Auto, vor dem ich gerade stehe.", antworte ich freundlich.
"Ich beobachte Sie schon eine ganze Weile, wie sie hier ohne Maske herumlaufen, sie wissen das ich Ihnen ein Bußgeld aufdrücken muss?"
Ich schlucke, aber nicht wegen des Speichelflusses, der eigentlich schlagartig völlig verebbt ist. Im Gegenteil, mein Mund ist auf einmal Staubtrocken.
"Okay, aber sie liegt doch da, auf der Mittelkonsole, Sie können sie sogar sehen.", versuche ich es mit verführerischem Augenaufschlag.
"Das ist mir egal. Ich bekomme 50€ von Ihnen!"
Ich schlucke, trocken. Das ist die Hälfte meines Bargeldbestandes. Die Hälfte meines Einkaufsbudgets.
Ich überreiche mit feuchten Augen das Geld und bekomme die Quittung.
Mist....
Also, wieder über die Straße. Endlich in dem kleinen Einkaufsparadies angekommen, entdecke ich recht schnell meine neue Lieblingsbluse. UND, sie pass in mein Budget und an meinen Körper. 49,90€.
Ein Traum.....ich liebe sie.
Die nette Verkäuferin hat sie mir eingepackt und vor Glück strahlend verlasse ich mit leichten, ja fast tänzelnden Schritten die Boutique.
Am Straßenrand stehend warte ich auf eine Lücke im Verkehr als eine harsche Stimme an mein Ohr dringt,: "Entschuldigung, wo wollen Sie denn hin?"
"Ach, nur über die Straße dann nach Hause.", antworte ich noch beseelt grinsend.
"Das freut mich für Sie. Haben Sie denn auch einen negativen Corona-Test?"
Verdattert schaue ich mein Gegenüber an.
"Wie, jetzt, Test?"
"Ja nu, ein Test halt. Sie können die Landesgrenze nicht ohne gültigen Corona-Test überqueren."
"La La La Landesgrenze?", gebe ich verwirrt stammelnd von mir. Ich schlage mir vor die Stirn.
Deshalb hat DIESE Boutique geöffnet. Und nur Diese. Sie liegt auf einem Zipfel Land, das zum einem anderen Bundesland gehört.
"La La La Landesgrenze.", wiederholt der penetrante Behördenmitarbeiter, völlig Humorlos möchte ich anmerken.
Nun, seit dem sitze ich ziemlich abgerissen, meine neue Bluse verkrampft unter den Arm gepresst am Bordstein.
10 Meter von meinem Auto entfernt und darf nicht nach Hause.
Alle paar Stunden kommt jemand aus der Sippe vorbei um mir im Vorbeifahren etwas zu essen aus dem Autofenster zu zuwerfen.
Bloß nicht anhalten, oder aussteigen. Ich habe seit Tagen nicht geduscht und alle paar Minuten schauen freundliche Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei mir vorbei.
Damit ich ja nicht auf komische Gedanken komme und evtl. über die Straße gehe um mein Auto zu erreichen.
Und, ich warte auf niedrige Inzidenz-Werte....und warte....und warte....
Have fun.....always.
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Maya
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Re: Evolution und die Schwierigkeiten des Lebens im allgemeinen
Wow, mein Beileid ist mit dir.......
Hat denn jetzt jemand aus Deiner Sippschaft mal ein Zelt für die nächsten Nächte zugeworfen?
Schliesslich kann niemand verantworten so eine nette, verschüchterte, einsame Dame, alleine auf der Strasse übernachten zu lassen.
Halte ich für unverantwortlich
Hat denn jetzt jemand aus Deiner Sippschaft mal ein Zelt für die nächsten Nächte zugeworfen?
Schliesslich kann niemand verantworten so eine nette, verschüchterte, einsame Dame, alleine auf der Strasse übernachten zu lassen.
Halte ich für unverantwortlich
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Hakuna Matata
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MiriamR
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Re: Evolution und die Schwierigkeiten des Lebens im allgemeinen
Das würde dann ja in Landstreicherei ausarten und wieder Probleme mit dem Ordnungsamt nach sich ziehen.....*seufz*Maya hat geschrieben: Sa 12. Jun 2021, 18:27 Hat denn jetzt jemand aus Deiner Sippschaft mal ein Zelt für die nächsten Nächte zugeworfen?
Have fun.....always.