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Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 11:14
von Lavendellöwin
biene38 hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 11:07
Habe geantwortet auf den Beitrag von Lexes und den heiligen Kartoffelsalat... Manche sehen es scheinbar anders....
Ach sooo...
naja, ich kann als Feministin schon sagen ich lasse mich nicht zur Gebärmaschine stilisieren und kann aber
trotzdem Kinder bekommen-eine moderne Feministin ist nur über die Heim-und-Herd-These raus...
Alles Liebe Marie

Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 12:33
von biene38
Inga hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 11:03
Nur die Gegenfrage, ob demnach Frauen im Alter, wenn die Brüste schlaff geworden sind und die Gebärfähigkeit nicht mehr gegeben ist, denn etwa ihr Geschlecht verändern?
Natürlich nicht, aber ist deshalb der Umkehrschluss richtig?
Kann alles, was nicht gebären kann, weiblich sein ..... grübel
Wo siehtst Du denn den fundamentalen biologischen Unterschied zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit?

Biene
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 13:54
von Kleine Ketzerin
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 09:55
Worüber wir allerdings nachdenken sollten, ist die Außenwirkung mancher Aktionen und der Grund, wodurch solche Hetze entsteht. Ich habe das an anderer Stelle schon geschrieben und vertrete diese Meinung auch weiterhin, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.
Victim blaming at its best... Trans Menschen sind also selbst schuld daran, dass sie mit Hass und Hetze überschüttet werden, weil sie "zu laut" sind. Genau so, wie ja auch Frauen selbst schuld an einer Vergewaltigung sind, wenn sie sich "zu aufreizend" kleiden. Good grief! *kopfschüttel*
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 09:55
Ich weiß für Betroffene ist das Prozedere der Horror, und trotzdem finde ich es absolut in Ordnung und auch wichtig, dass der Gesetzgeber Hürden aufgestellt hat. Jemand, der zahlreiche Stunden beim Psychologen hinter sich hat, Untersuchungen über sich hat ergehen lassen müssen und Freundschaften und Beziehungen riskiert, um endlich seinem geschlechtlichen Empfinden entsprechend leben zu können, der meint es ernst und hat auch das Recht so behandelt zu werden.
Wie kommt man eigentlich auf die groteske Idee, von einer marginalisierten Minderheit zu verlangen, sie müsse sich Rechte, die anderen qua Geburt zustehen, erst durch einen leidvollen Prozess erarbeiten und verdienen? Und wie will man eine solche Form der Geschlechterapartheid zwischen "cis" und "trans" eigentlich zukünftig noch verfassungsrechtlich legitimieren, wenn die bisherige Begründung "psychisch krank" mit der ICD-11 wegfällt? Damit sind wir dann auch beim eigentlichen Problem der ganzen Diskussion: Das Thema, das diskutiert werden müsste, lautet "Recht". Tatsächlich diskutiert werden aber ausschließlich Befindlichkeiten - vor allem die Befindlichkeiten von reaktionären Personen wie B. Kelle, an deren Maßstäben zumindest ich mein Leben ganz sicher nicht ausrichten werde. Also bitte: Wer die Fortsetzung der Geschlechterapartheid zwischen "cis" und "trans" fordert, möge bitte auch eine verfassungsrechtliche Legitimation dafür liefern.
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 09:55
Schwierig wird es hingegen, und das lese ich ein wenig als Kernaspekt aus dem Artikel heraus, wenn sich übertrieben gesagt jeder nach Lust und Laune hinter dem Label Trans* verstecken kann, denn dann steht dem Missbrauch Tür und Tor offen.
Es gibt inzwischen zahlreiche Länder, die einen selbstbestimmten Geschlechtseintrag ermöglichen. Demnach müsste es in diesen Ländern auch massenhaft "Missbrauch" geben. Daher an dieser Stelle folgende Bitte: Wer "Missbrauch" fürchtet, möge diesen bitte anhand von statistisch signifikanten Fällen aus Ländern mit geschlechtlicher Selbstbestimmung belegen.
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 09:55
Um es auf den Punkt zu bringen, ich bin tatsächlich der gleichen Meinung, eine Transfrau hat kein automatisches Recht in einem Frauenhaus aufgenommen zu werden. Und schon gar nicht, wenn "Transfrau" ausschließlich auf einer Selbstdiagnose beruht und lediglich als Eintrittkarte benutzt wird.
Warum geht es bei dieser Diskussion eigentlich immer nur um trans Frauen? Was ist mit trans Männern? Wenn man denen die "Selbstdiagnose" genau so wenig "abkauft" wie trans Frauen, dann haben die weiterhin problemlosen Zugang zu Frauenhäusern, Damentoiletten, Frauenumkleideräumen etc... An dieser Stelle nun eine Preisfrage: Welche "Eintrittskarte" macht es einem cis Mann wohl leichter, sich Zutritt zu Frauenschutzräumen zu verschaffen? Die Behauptung, er wäre eine trans Frau? Oder vielleicht doch eher die Behauptung, er wäre ein trans Mann?
Ein weiteres Kernproblem dieser ekelhaften Diskussion neben den oben genannten Befindlichkeiten ist die Tatsache, dass diese Diskussion wegen der allgegenwärtigen Transmisogynie kaum jemals konsequent zu Ende geführt wird. Täte man das, dann würde man sehr schnell feststellen, dass man im Grunde eine Luftnummer diskutiert.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 14:51
von sbsr
Kleine Ketzerin hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 13:54
Victim blaming at its best... Trans Menschen sind also selbst schuld daran, dass sie mit Hass und Hetze überschüttet werden, weil sie "zu laut" sind. Genau so, wie ja auch Frauen selbst schuld an einer Vergewaltigung sind, wenn sie sich "zu aufreizend" kleiden. Good grief! *kopfschüttel*
Ich weiß nicht, warum Du gleich so aggressiv wirst, aber damit bist Du das beste Beispiel. Wäre ich ein durchschnittlicher Passant, hätte ich jetzt den Eindruck gewonnen, ich gebe neutral meine Meinung kund und werde sofort angegriffen, die Pauschalisierung aller Trans*personen als Aktivisten liegt dann nahe. Eine sachliche Nachfrage, ob das wirklich so gemeint war wie Du es verstehst, hätte gereicht und vielleicht eher zu einer sinnvollen Diskussion geführt, als wüste Beschimpfungen.
Ebenso weiß ich nicht, wie Du auf die parallele zu den Vergewaltigungsopfern kommst, so etwas würde ich zumindest nie behaupten und das habe ich auch nicht geschrieben.
Ich nehme ein Beispiel aus dem Artikel, es sei dahin gestellt ob sich der Sachverhalt tatsächlich so abgespielt hat. Eine Transfrau verklagt reihenweise Beauty Salons, weil die sich weigern Hoden zu enthaaren. Ungeachtet der Moral, welchen Eindruck hinterlässt das wohl bei der "normalen" Bevölkerung? Den meisten ist es bestenfalls egal, doch für die Hetzer ist es Wasser auf die Mühlen. Ich stelle einfach nur die Frage, hätte man das nicht anders lösen können.
Kleine Ketzerin hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 13:54
Wie kommt man eigentlich auf die groteske Idee, von einer marginalisierten Minderheit zu verlangen, sie müsse sich Rechte, die anderen qua Geburt zustehen, erst durch einen leidvollen Prozess erarbeiten und verdienen?
Das ist aus dem Zusammenhang gerissen. Niemand braucht sich irgendwelche Rechte verdienen, um bei Deinem Wortlaut zu bleiben. Insgesamt gebe ich Dir vollkommen Recht, dass allen das Gleiche zusteht. In dem Artikel, und darauf bezog ich mich, wird die Möglichkeit beschrieben, dass sich Männer den Zugang zu Bereichen erschleichen wollen, die einen Schutzraum für Frauen darstellen. Nur in solchen Bereichen spielt es ja eine Rolle.
Die Frauenquote finde ich allgemein fragwürdig, insofern ist es mir egal, wenn sich ein Mann nur als Frau ausgibt, um an einen Quotenjob zu kommen.
Kleine Ketzerin hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 13:54
Warum geht es bei dieser Diskussion eigentlich immer nur um trans Frauen? Was ist mit trans Männern? Wenn man denen die "Selbstdiagnose" genau so wenig "abkauft" wie trans Frauen, dann haben die weiterhin problemlosen Zugang zu Frauenhäusern, Damentoiletten, Frauenumkleideräumen etc... An dieser Stelle nun eine Preisfrage: Welche "Eintrittskarte" macht es einem cis Mann wohl leichter, sich Zutritt zu Frauenschutzräumen zu verschaffen? Die Behauptung, er wäre eine trans Frau? Oder vielleicht doch eher die Behauptung, er wäre ein trans Mann?
Kurzum weil es hier um einen Artikel geht, der in dieser Richtung aufgebaut ist. Ich möchte hoffen, dass man einem Transmann ebenfalls zunächst den Zutritt zu einem Frauenhaus verwehrt. Der Vergleich hinkt ein wenig, denn es ist so, dass Frauen einen weiteren Bereich an Schutzräumen für sich beanspruchen. Ein Mann in der Damenumkleide fliegt zurecht raus, eine Frau in der Herrenumkleide ist selbst schuld.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 17:07
von Kleine Ketzerin
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 14:51
Ich weiß nicht, warum Du gleich so aggressiv wirst, aber damit bist Du das beste Beispiel.
"Erschüttert" würde hier eigentlich besser passen als "aggressiv", aber das passt natürlich nicht in das Bild der "aggressiven Trans-Aktivist*Innen", das Personen wie B. Kelle offensichtlich bereits sehr erfolgreich unter die Leute gebracht haben...
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 14:51
Ich nehme ein Beispiel aus dem Artikel, es sei dahin gestellt ob sich der Sachverhalt tatsächlich so abgespielt hat. Eine Transfrau verklagt reihenweise Beauty Salons, weil die sich weigern Hoden zu enthaaren.
Doch, der Fall hat sich in Kanada tatsächlich so abgespielt. Was der Artikel von B. Kelle aber bewusst verschweigt: die Person, die die Beauty-Salons verklagt hat, ist vor Gericht gnadenlos gescheitert und wurde am Ende dazu verurteilt, den drei Beklagten je $2000 Schadenersatz zu zahlen... Das Bild, das B. Kelle in ihrem Artikel von der Situation in Kanada zeichnet, ist also völlig an den Haaren herbeigezogen. Was also bleibt als "Essenz" dieser Geschichte noch übrig? Eine dumme Person reicht dumme Klagen ein, scheitert damit und wird zu Schadenersatz verurteilt... Sowas passiert täglich millionenfach auf diesem Planeten, warum also sollte man diesem Fall nun besondere Aufmerksamkeit schenken? Weil die klagende Person sich als trans identifiziert? Damit kommen wir dann hierzu:
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 14:51
Ungeachtet der Moral, welchen Eindruck hinterlässt das wohl bei der "normalen" Bevölkerung?
Für den Eindruck, den diese eine (dumme) Person bei der "normalen Bevölkerung" hinterlässt, können doch aber all die vielen anderen trans Menschen auf diesem Planeten nix... Das Problem liegt hier auch nicht auf Seiten der trans Menschen, sondern auf Seiten der "normalen Bevölkerung", die marginalisierte Minderheiten nur zu gerne in "Sippenhaft" nimmt. Gerade B. Kelle ist für sowas nicht unbekannt... Soll man sich solche "Sippenhaft-Schuhe" wirklich anziehen? Ich denke nicht...
Hier noch ein Video von Kat Blaque zu dem Fall in Kanada, deren Ansichten ich zu hundert Prozent teile:
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 14:51
Niemand braucht sich irgendwelche Rechte verdienen, um bei Deinem Wortlaut zu bleiben.
Aber warum schreibst Du dann sowas:
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 09:55
Ich weiß für Betroffene ist das Prozedere der Horror, und trotzdem finde ich es absolut in Ordnung und auch wichtig, dass der Gesetzgeber Hürden aufgestellt hat. Jemand, der zahlreiche Stunden beim Psychologen hinter sich hat, Untersuchungen über sich hat ergehen lassen müssen und Freundschaften und Beziehungen riskiert, um endlich seinem geschlechtlichen Empfinden entsprechend leben zu können, der meint es ernst und hat auch das Recht so behandelt zu werden.
Damit beschreibst Du doch genau das, was ich meine...
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 14:51
Kurzum weil es hier um einen Artikel geht, der in dieser Richtung aufgebaut ist.
Genau das ist ja das Problem! Wenn man der "Richtung" solcher Artikel folgt, dann geht man den Strohmännern, die Autor*Innen wie B. Kelle aufbauen, um eine ganz bestimmte Wirkung zu erzielen, auf den Leim.
sbsr hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 14:51
Ich möchte hoffen, dass man einem Transmann ebenfalls zunächst den Zutritt zu einem Frauenhaus verwehrt.
Ok, ich fasse mal zusammen: Eine trans Frau darf nicht "automatisch" in Frauenschutzräume, nur weil sie sagt, sie sei eine (trans) Frau, einem trans Mann hingegen soll aber "zunächst" gerade deshalb der Zugang zu Frauenschutzräumen verwehrt werden, weil er sagt, er sei ein (trans) Mann... Sorry, aber das passt doch nun wirklich vorne und hinten nicht zusammen. Verstehst Du, worauf ich hinaus will? Man kann nicht einfach mal so mit zweierlei Maß messen, nur weil es gerade gut zu dem passt, was man erreichen möchte.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Fr 21. Feb 2020, 23:31
von ExUserIn-2024-07-13
Liebe Tatjana,
ich bedauere, erst jetzt Deinen eröffneten Gesprächsfaden gelesen zu haben.
Der Gesprächsfaden ist zu einem zweiseitigen Volumen mutiert, warum? Weil Du dieser mehr als obskuren, sich euphemistisch als journalistisch camouflierenden, Plattform Deine Aufmerksamkeit geschenkt hast.
Ich vermute, Du bedauerst das bereits selbst und vermute weiter, daß diese Plattform in Zukunft darauf verzichten wird müssen.
Ich bin übrigens anderer Meinung als Tabea: Diese Plattform ist nach meinem Dafürhalten nicht rechtskonservativ, sie ist rechtslastig bis reaktionär! Das ist auch kein Wunder angesichts der zwei Haupt-Protagonisten: Der eine ein Klimawandelleugner- Idiot, der andere, Hendryk M. Broder, ein polnischstämmiger Jude, beide offensichtlich devot USA- sowie Israelhörig und damit zwangsläufig islamfeindlich.
Was ist bloß los in Deutschland, wenn ein Broder, dieser polnisch-jüdische Westentaschen-Göbbels, aufgrund seines Herkunftslands und seiner Religion doppelt immun gegen jede noch so sachliche Kritik, sich dank der von den Beleidigten großzügig gezahlten Alimentationen für seine wüsten Hetzreden und -schriften insbesondere gegen Deutschland und Deutsche ("Den Holocaust werden die Deutschen den Juden nie verzeihen!", nicht einmal von ihm erfunden, aber bekanntgemacht) dick und feist mästen kann, dessen Scheinargumente von Verdrehungen, Simplifikationen und Halbwahrheiten bzw. falschen Fakten leben?
Mein Vorschlag ist: Ignorieren dieses USA/Israel-Propagandahaufens, genauso wie die AfD-*****: werden sie nicht mehr gehört, wie es m. M. nach zur Zeit über deren Bedeutung weit hinaus geschieht, und werden sie auf ihre originäre Wichtigkeit zurechtgestutzt (ohne daß sie aus dem Fokus von Polizei und Sicherheitsdiensten geraten), wäre uns allen besser gedient, auch und insbesondere Crossdressern, Transgendern und allen Sonstigen, die, so fürchte ich, für dieses Pack Ausgeburten der Hölle sind.
Viele Grüße,
Yvette
**** editiert von Anne-Mette
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 22. Feb 2020, 09:13
von ExuserIn-2020-10-20
Das Ignorieren irgendwelcher Propagandahaufen ist das Gefährlichste was man machen kann. Ihnen keine Bühne bieten ist Pflicht. Sich ihnen mit allen demokratisch zur Verfügung stehenden Mittel entgegenstellen, funktioniert nur wenn man deren Marschrichtung und Hintergründe kennt. Es bleiben immer Fragen offen, auch wenn sie von Gegnern aufgeworfen werden. Damit umzugehen ist oft nicht leicht. Die Schreiberin des Artikels demontiert sich selbst, sobald man etwas hinter die Kulissen schaut. Frauen und Feminismus werden von ihr, ich drücke das mal salopp aus auf: "Familie, Ehefrau, Kinder, Herd" herabgewürdigt. Nun bleiben wir übrig, denn wir passen nicht so recht in diese Kategorien. Von Allem ein bißchen. "Richtige Damen werden wir nie" Da können wir uns anstrengen wie wir wollen, das klappt nicht. Ist auch nicht weiter schlimm. Das Ziel, das es zu erreichen gilt, heißt doch Anerkennung meiner Existenz durch die Gesellschaft, als das was ich meiner tiefsten Überzeugung nach bin. Das bedeutet aber auch, gewisse unumstößliche Gegebenheiten anzuerkennen. Frauenhäuser sind Frauenhäuser. Da dürfen wir zwar mal an der Tür klingeln, und Fragen stellen, und um Rat bitten. Aber für ein Obdach, werden wir wohl selbst sorgen müssen. Wir können unseren Platz in der Gesellschaft nur sichern, wenn wir Veränderungen nicht mit der Brechstange herbeiführen wollen. Es bleibt noch viel zu tun, es wird nur langsam vorangehen, aber es wird vorangehen.
LG
Petra Sofie
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 22. Feb 2020, 19:12
von ExUserIn-2024-07-13
Guter, sachlicher, Kommentar, Petra Sofie, ich danke Dir dafür.
Yvette
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Fr 12. Jun 2020, 18:02
von Marlene K.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: So 14. Jun 2020, 09:15
von maexine
Mit der Bitte um Mäßigung und dem Aufruf zu einer ruhigen und entspannt geführten Diskussion möchte ich diesen Beitrag beginnen.
Es nützt wenig, wenn insbesondere der "von rechts durchs Dorf gejagten Sau" hinterher ge
hasstet wird.
Natürlich haben, mit dem Wandel in der Medienwelt, gerade die klassischen Formate wie Tageszeitung, Wochenmagazin und auch das Fernsehen ihre Probleme. Nun ist nachwievor, eine zotige *Geschichte als "Aufheller" ein beliebte Möglichkeit müde Magazine zum reißenden Quotenschlagern werden zulassen. Natürlich sind Abnahme oder Einschaltzahlen messbar und bilden das Grundargument für das Werbeannoncengeschäft, kurz das Geld verdienen. Die öffentlich-rechtlichen Medien schließen sich an und erweitern das Thema gern mit der Formel "Doku". Hier ein aktuelles Beispiel:
Sicher klingt das Dokumentierte dann nicht ganz so reißerisch, bleibt aber dennoch Teil für diese Medienschelte. Denn gerade die öffentlich rechtlichen bilden mit ihrer Verbreitung und dem einhergehenden Vertrauensvorschuss einen wichtigen Teil der gesellschaftlichen Meinungsbildung. Da hilft es auch nicht, zu behaupten, während der Hauptsendezeit wäre da kein Platz um solche "Randthemen" erschöpfend zu bearbeiten. Viel nützlicher ist, das *Thema aus der Klischeecke herauszuholen und als selbsverständlichen Teil der gesellschaftlichen Diversität auch in den Medien zu behandeln.
Leider, leider, wird es Vielen auch weiterhin nicht gelingen, vor dem großen Geschreie, Judith Butler
https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Butler zu lesen oder eine umfangreiche Dokumentation über Intersexualität im Spätprogramm anzusehen / gelegentlich downzuloaden.
Keine Angst das Thema *Gender ist und bleibt interessant. Sicher wäre es schön, den Medienkonzernen das Geldverdienen nicht zu verleiden, Sie jedoch nachhaltig, nicht nur mit Kommentaren, aufzufordern das *Thema in die alltägliche Diversität einzubinden. Medienschafende Vorbilder wie Aenne Burda, Franziska Augstein, Barbara Hans... haben und werden auch die populäre Medienwelt ändern.
Unsere Welt ist Bunt und das ist Schön, manchmal eben auch "heiliger Kartoffelsalat"
@by maexine
PS: Für Interssierte gern auch unter,
maexine hat geschrieben: Sa 13. Jun 2020, 08:02 Im Gespräch bleiben
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: So 14. Jun 2020, 10:00
von Marlene K.
Yvette hat geschrieben: Fr 21. Feb 2020, 23:31
Diese Plattform ist nach meinem Dafürhalten nicht rechtskonservativ, sie ist rechtslastig bis reaktionär! Das ist auch kein Wunder angesichts der zwei Haupt-Protagonisten: Der eine ein Klimawandelleugner- Idiot, der andere, Hendryk M. Broder, ein polnischstämmiger Jude, beide offensichtlich devot USA- sowie Israelhörig und damit zwangsläufig islamfeindlich.
Was ist bloß los in Deutschland, wenn ein Broder, dieser polnisch-jüdische Westentaschen-Göbbels, aufgrund seines Herkunftslands und seiner Religion doppelt immun gegen jede noch so sachliche Kritik, sich dank der von den Beleidigten großzügig gezahlten Alimentationen für seine wüsten Hetzreden und -schriften insbesondere gegen Deutschland und Deutsche ("Den Holocaust werden die Deutschen den Juden nie verzeihen!", nicht einmal von ihm erfunden, aber bekanntgemacht) dick und feist mästen kann, dessen Scheinargumente von Verdrehungen, Simplifikationen und Halbwahrheiten bzw. falschen Fakten leben?
**** editiert von Anne-Mette
Ich bin sehr befremdet, dass eine Diskussion um die Definition von Trans*Sein und Selbst- und Fremdzuschreibungen in Beschimpfungen und antislavischen und antisemitischen Zuschreibungen mündet.
Auch ich finde Achgut als faschistisch. Aber die hier gewählten Zuschreibungen sind nicht besser. Herr Broder ist für seine Aussagen zu kritisieren, nicht für polnische oder jüdische Eltern.
biene38 hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 12:33
...
Kann alles, was nicht gebären kann, weiblich sein ..... grübel
...

Biene
Die Diskussion, ob jemand, der/die nicht gebären kann oder konnte, weiblich sein kann widerlegt sich von alleine. Auch eine nicht gebärfähige Frau im biologistischen (ganz bewusst nicht biologischen) Sinne bleibt eine Frau, bis sie sich als Mann empfindet. Dies bestimmt sie selber und wird ihr zunächst von Ärzten und Eltern zugeschrieben.
Also ja, auch Menschen, die nicht zu einem bestimmten Zeitabschnitt im Leben gebären können, können sind Frauen, so wie nicht zeugungsfähige, sich selbst so empfindende und durch Zuschreibung so definierte Männer bleiben Männer. Alle anderen Aussagen sind Menschenfeindlich.
Das wir dies für Trans*Menschen diskutieren kann nicht durch entweder-oder Aussagen belegt werden, ohne Intersexuelle oder nicht fortpflanzungsfähige Menschen herabzuwürdigen.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: So 14. Jun 2020, 10:22
von Anke
Hallo,
jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Allerdings sollte jemand wie Frau Rowling, die so in der Öffentlichkeit steht und so viele Menschen beeinflusst, sich etwas sorgfältiger überlegen, in welcher Weise sie sich in der Öffentlichkeit äußert.
Und sie sollte nicht überrascht sein, wenn sie auch entsprechende heftige Reaktionen erhält. Hier wird nicht Lieschen Müller aufgrund einer ungeschickten und unvorsichtigen Handlung mit einem Shitstorm überzogen. Eine öffentliche Person hat provoziert und polarisiert. Das hat offensichtlich funktioniert, es gibt einige, die sich provoziert fühlen und reagiert haben.
Sie schreibt, dass sie selbst Probleme mit ihren geschlechtlichen Identität hatte, die sie wohl überwunden hat. Das kann ich mir sehr wohl vorstellen, es gibt immer wieder Phasen im Leben, in denen ich wichtige Teile meiner Identität in Frage stelle, nur um festzustellen, dass es gar keinen Grund zum Zweifeln gibt.
Dieser Prozess der Selbstfindung ist aber etwas anderes, als transsexuell zu sein. Leider bringt sie das durcheinander und zieht die falschen Schlüsse.
Auch an vielen anderen Stellen ist ihre Logik ziemlich verworren. Schade, denn mit den Harry Potter Romanen hat sie der Welt etwas wunderbares geschenkt, was jetzt einen bitteren Beigeschmack bekommt.
Liebe Grüße
Anke
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: So 14. Jun 2020, 10:34
von Anke
Hallo,
Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 11. Jan 2020, 10:50
Warum gibst Du diesen zu Recht in nur sehr beschränkten, in allen Bedeutungen dieses Adjektivs, Kreisen beachteten Forum Raum in Deinem Denken? Wenn diese Ideen in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden müssen wir Stellung beziehen. Bis dahin sollten wir Achgut und ähnliches in der rechten Filterblase verhungern lassen.
ich finde es gut, solche Artikel zu kennen. Deshalb bin ich froh, dass Tatjana den Link gepostet hat.
Ansonsten stimme ich Ralf-Marlene zu, wir sollten dem Artikel nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Diese Aufmerksamkeit (und die damit verbundene Zeit) hat er einfach nicht verdient.
Liebe Grüße
Anke
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Do 2. Jul 2020, 08:25
von Marlene K.
...und Frau Rowling legt nach:
Sie schießt auch gegen die Ablehnung der Konversions"therapie". Leider finde ich dazu nichts auf deutsch. Wenn der englische Text so zutrifft ist die Frau, deren Bücher ich immer noch gerne lese, menschlich eine Katastrophe.
https://gcn.ie/jk-rowling-tweet-opposin ... YmhicFRv74
Rowling also liked a tweet of a woman wearing a hoodie which reads: "Straight white male" on the front, with "LGB Drop The T" on the back.
The Harry Potter author also deleted a tweet in which she said her love for Steven King had reached "new heights" and unfollowed him after King tweeted that "trans women are women."
Übersetzung: Rowling liked einen Tweet einer Frau, die einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Weißer heterosexueller Mann" auf der Vorderseite und "LGB distanziert Euch vom T" auf der Rückseite trägt.
Die Autorin von "Harry Potter" hat auch einen Tweet gelöscht in dem sie sagte, dass ihre Liebe zu Steven King neue Höhen erreicht hätte und folgt diesem nicht mehr auf Twitter nachdem King getweeted hat "Transfrauen sind Frauen".
Sie ist eine Terf, eine Transfeindlich/ausschließende radikale Feministin ( trans exclisive radical feminist ), eine Feministin verhaftet im Denken der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Do 2. Jul 2020, 09:05
von Jasmine
Zitat aus:
https://www.was-war-wann.de/personen/j-k-rowling.html
..........arbeitete sie zunächst als Fremdsprachenkorrespondentin, unter anderem zwei Jahre für Amnesty International London.
Da hätte ich dieser Frau ein wenig mehr zugetraut als das was sie so von sich gibt.
Liebe Grüße Jasmine