Entschuldige bitte liebe Vicky, weil ich jetzt erst reagiere, aber der Geburtstag meiner "Großen" bremste mich hier etwas aus

Nun möchte ich mir die Zeit nehmen und dir respektvoll und auch sehr freundlich, auf dieses heikle Thema reagieren.
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Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 22. Nov 2019, 07:19
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Liebe liebe Vicky, ich kann es nicht versprechen ob meine folgenden Worte verständlich genug sein werden, ich weiß auch nicht ob sie dir bzw deinen Gedanken gerecht werden. Ich meine damit, ich weiß nicht ob ich dich richtig verstanden habe... Sry.
Ich fange einfach mal an.
Vorab, mich kostet dieses Thema "Partnerinnen von Trans" aktuell ziemlich Kraft und ich denke, dass ist für mich etwas Gutes, da ich selbst es als eine Weiterentwicklung für mich empfinde. Die Emotionen die in den letzten Tagen hier im Forum bewegt wurden, sind für mich so massiv, dass ich mich im RL eigentlich in ein Kämmerlein zurück ziehen müsste, um mich gedanklich dem 100pro widmen zu können. Leider ist dies nicht möglich, auch wenn ichs liebendgern will.
Noch bis vor kurzem sah es in mir so aus, dass ich mich liebendgern in solchen Ratsuchenden Thread's geäußert habe, weil ich echt der Meinung war, der Menschheit fehlt meine Wahrnehmung noch.

Aktuell habe ich mich soweit entwickelt, dass ich es mittlerweile etwas früher checke, wann ich besser meinen Mund halte. Warum? Weil ich mittlerweile verstanden habe, dass mein Denken und meine Worte nicht jedes Wesen erreichen können, ganz egal wie ich sie formuliere. Ich habe niemals die Macht jemanden umzustimmen.
Ich weiß es, bzw ich fühle es, wo meine Worte auf fruchtlosen Boden fallen werden. Wozu soll ich dann noch meine kostbare Kraft investieren, wenn meine Worte nur ein weiterer Antrieb wären, wo mein Gegenüber seine verletzenden Gedanken noch mehr versprühen würde. Es bringt nix, nichts dem Wesen dem ich so gern helfen möchte und auch mir nix.
Ich habe mich Jaaahrelang mit der Frage beschäftigt, wo hört Eigenverantwortung auf und wo fängt der Egoismus an. Ich habe meine(!) Antwort darauf hier auch schon mal geäußert. Der Egoismus fängt für mich ganz klar da an, wo meine Worte, mein Tun ein anderes Wesen verletzen.
Es tut mir ehrlich leid liebe Vicky (und ich benutze diese Formulierung so echt kaum), aber meine HSP hat die letzten Tage so massiv zugeschlagen, ich fühle es einfach, wenn ich die Worte der Post's hier lese, ob für mich Hopfen und Malz verloren ist, oder ob meine Worte nicht bekämpft werden wollen.
Ich nehme mir jetzt echt die Arroganz heraus zu sagen, dass all diejenigen (mich eingeschlossen) die ehrlichen Herzens in den letzten Tagen helfen wollten, nicht auf Konfrontation aus waren. Sondern, daß unsere Worte so interpretiert werden, weil das Denken und fühlen "der anderen Seite" noch viel zu Ich-bezogen ist.
Egal ob ich verstanden werde, oder ob ich nicht verstanden werde, es ist eine Tatsache, solange sich die eigenen Gedanken vorwiegend um das eigene Ich sich drehen, erzeugt dies Leid auf allen Seiten. Punkt! Ob man es glauben will oder nicht!
Vicky, ich habe schon einmal den Versuch hier im Forum gestartet meinen Unterschied zwischen Akzeptanz und Zustimmung zu erklären. Ich bin mir sicher, dass auch jetzt meine Worte wieder nicht verstanden werden.
Du sprichst über das Leid der Partnerinnen, wenn sie von der "versteckten" Facette ihres Mannes plötzlich erfahren. In meiner Wahrnehmung, sorgen diese verletzen Partnerinnen einzig und allein für ihr Leid. Wahre Akzeptanz (was nicht Zustimmung bedeutet!), schenkt allen Beteiligten Frieden und Ruhe. Das einzige Problem besteht darin, dass sry die Meisten, Akzeptanz nicht wirklich verstehen, bzw erst recht nicht praktizieren können.
Was sollen denn bitte all diese verbissenen Gespräche über Prestige, Träume und Enttäuschungen? Für mich ist das Egoismus, und ich denke es sollte denen hier klar sein die mich hin und wieder lesen, was ich für eine Einstellung zum Egoismus habe!?
Vicky... ES BRINGT NICHTS ÜBER DIESE DINGE NACHZUDENKEN, ES SIND UND BLEIBEN OBERFLÄCHLICHKEITEN

Und nur weil jemand vehement daran anhaftet und diese Dinge immer und immer wieder auf den Tisch packt, bedeutet es nicht, dass es dadurch besser oder gar richtig wird. Es geht hier nicht um die Wohlfühlzone der Oberflächlichkeiten von Partnerinnen, sondern um schmerzliche Verletzungen tausender Menschen, weil sich die menschliche Spezies selbst überschätzend einbildet, wie ein menschliches Wesen zu sein hat, und das ab dem Moment seiner Geburt.
Ich fasse mich echt an den Kopf, dass es Menschen gibt die es eher akzeptieren können das ein Leuchtmittel leuchtet, wenn wir einen Schalter betätigen, obwohl es nicht sichtbar ist, wie der elektrische Strom fließt. Und dieselben Menschen aber nicht bereit sind zu akzeptieren, dass es auf Mutter Erde mehr als zwei Geschlechter gibt. Ich unterstelle sie ahnen nicht mal im Ansatz, wie groß die Welt der Hormone und Gene ist. Ich unterstelle dass diesen Wesen es niemals einleuchten wird, dass alles im Mutterleib beginnt. Kein Wesen kann beeinflussen was es wird. Es entscheidet allein die "Hormonsuppe" (so nannte es liebevoll Vera F. Birkenbihl) in der wir als Embryo schwimmen.
Es ist und bleibt für mich furchtbar, dass es so vielen Partnerinnen wichtiger ist über ihre Träume/Schäume nachzudenken, anstatt fasziniert zu ihrem Partner zu schauen, und dabei spürend das Seelengift des Stolzes in sich aufkommen zu lassen, welch seltenes Glück man doch gerade, just in diesem Moment hat, die wunderbare Vielfalt auf unserem Planeten mit eigenen Augen anblicken zu können.
Entschuldige bitte meine verurteilenden Worte.... Aber Partnerinnen die ihr Denken an Oberflächlichkeiten zum Mittelpunkt machen, werden sich niemals weiterentwickeln.
Namaste
