Ich verstehe es nicht… - # 2
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Momo58
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hi Lilly-Fee,
was du von deinem Partner schreibst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Das sieht nach einer klassischen Transidentität aus. Die entsteht im 5. Schwangerschaftsmonat. Das hat nichts mit Psycho zu tun. Ich versuche mich mal zu erklären. Im 3. Schwangerschaftsmonat entsteht der männliche Körper. Im 5. Schwangerschaftsmonat entsteht das Gehirn. Wenn die Schwangere im 5. Schwangerschaftsmonat eine heftige Hormonschwankung hat, passiert es, dass im männlichen Körper ein Gehirn entsteht, das in Aufbau und Funktion dem Gehirn einer Frau entspricht (Zitat belgisch/niederländischer Wissenschaftler 2005).
Denken und Fühlen sind einfach von Geburt an weiblich. Die Gesellschaft sieht aber nur die männliche Hülle. Das wirkt sich schon bei der Namensgebung und bei der Erziehung des Kindes aus. Es ist ein schleichender Prozess. Ich war in dieser männlichen Hülle unglücklich, hatte irgendwann einen extremen Leidensdruck. Erst als ich mir selbst eingestanden habe, dass ich transident bin, ging es mir besser. Vor 2 Tagen ging die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung los. Die Personenstandsänderung und die Namensänderung wird nächsten Monat beantragt. Nach 8 Monaten kommt, wenn alles gut läuft die geschlechtsangleichende OP.
Heute lebe ich mit meiner toleranten Frau in einem freundschaftlichen Verhältnis und bin auf dem besten Weg eine Trans-Aktivistin zu werden. Wenn meine Transition abgeschlossen ist, werde ich eine Trans*Selbsthilfegruppe gründen um anderen Betroffenen und Angehörigen zu helfen.
Dein Partner wird sich immer weiter verändern. Ich finde es gut wenn er dich in diese Schritte mit einbezieht. Es ist schon schwer für ihn, aber Angehörige haben es da noch schwerer. Versucht eine Selbsthilfegruppe zu finden in der auch Angehörige willkommen sind.
Du kannst ihn auf seinem Weg unterstützen. Geh mit ihm shoppen, gib ihm eine Stilberatung, zeige ihm wie er sich schminken kann. Sucht einen guten Friseur. Falls er evtl. doch transident ist, kann er sich während der Hormonbehandlung wie eine 13 jährige Zicke benehmen. Das ist für Angehörige eine schwere Zeit.
Ein Leben als Mann kann ich mir heute nicht mehr vorstellen. Die Frau in mir ist befreit und ich bin glücklich. Er geht ja nicht mit einer anderen Frau fremd, sein Gehirn ist einfach so gewachsen, dass er eine Frau in einem falschen Körper ist.
Liebe Grüße
Manuela
was du von deinem Partner schreibst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Das sieht nach einer klassischen Transidentität aus. Die entsteht im 5. Schwangerschaftsmonat. Das hat nichts mit Psycho zu tun. Ich versuche mich mal zu erklären. Im 3. Schwangerschaftsmonat entsteht der männliche Körper. Im 5. Schwangerschaftsmonat entsteht das Gehirn. Wenn die Schwangere im 5. Schwangerschaftsmonat eine heftige Hormonschwankung hat, passiert es, dass im männlichen Körper ein Gehirn entsteht, das in Aufbau und Funktion dem Gehirn einer Frau entspricht (Zitat belgisch/niederländischer Wissenschaftler 2005).
Denken und Fühlen sind einfach von Geburt an weiblich. Die Gesellschaft sieht aber nur die männliche Hülle. Das wirkt sich schon bei der Namensgebung und bei der Erziehung des Kindes aus. Es ist ein schleichender Prozess. Ich war in dieser männlichen Hülle unglücklich, hatte irgendwann einen extremen Leidensdruck. Erst als ich mir selbst eingestanden habe, dass ich transident bin, ging es mir besser. Vor 2 Tagen ging die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung los. Die Personenstandsänderung und die Namensänderung wird nächsten Monat beantragt. Nach 8 Monaten kommt, wenn alles gut läuft die geschlechtsangleichende OP.
Heute lebe ich mit meiner toleranten Frau in einem freundschaftlichen Verhältnis und bin auf dem besten Weg eine Trans-Aktivistin zu werden. Wenn meine Transition abgeschlossen ist, werde ich eine Trans*Selbsthilfegruppe gründen um anderen Betroffenen und Angehörigen zu helfen.
Dein Partner wird sich immer weiter verändern. Ich finde es gut wenn er dich in diese Schritte mit einbezieht. Es ist schon schwer für ihn, aber Angehörige haben es da noch schwerer. Versucht eine Selbsthilfegruppe zu finden in der auch Angehörige willkommen sind.
Du kannst ihn auf seinem Weg unterstützen. Geh mit ihm shoppen, gib ihm eine Stilberatung, zeige ihm wie er sich schminken kann. Sucht einen guten Friseur. Falls er evtl. doch transident ist, kann er sich während der Hormonbehandlung wie eine 13 jährige Zicke benehmen. Das ist für Angehörige eine schwere Zeit.
Ein Leben als Mann kann ich mir heute nicht mehr vorstellen. Die Frau in mir ist befreit und ich bin glücklich. Er geht ja nicht mit einer anderen Frau fremd, sein Gehirn ist einfach so gewachsen, dass er eine Frau in einem falschen Körper ist.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Jaddy
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Re: Ich verstehe es nicht…
Mit der starken Zweiteilung der Genderpersönlichkeiten bei manchen habe ich auch so meine Probleme, weil ich selbst nun mal anders gestrickt bin; nicht-binär, integriert, raus aus dem Zwei-Pole-Spiel. Pathologisch würde ich die Zweiteilung nicht pauschal nennen. Höchstens wenn diese Nicht-Integriertheit selbst einen Leidensdruck verursacht. Siehe DSM-IV, Paraphilien, B-Kriterium.
Meine Beobachtung: Wer die eigenen Anteile streng nach konventionellen Klischees gegendert auslebt, dann meist auch sehr deutlich, also jeweils 110% "Frau", bzw. 110% "Mann", hat meist in sich auch ein stark binäres Bild von Geschlechtlichkeit, wie immer das zustande kam. Es könnte zum Beispiel durch Sozialisation entstanden sein oder gar dadurch, dass als Junge nicht "ausreichend männlich" zu sein bestraft wurde; psychisch, physisch, wie auch immer.
D.h. - meine Arbeitshypothese - diese Menschen bemerken einerseits die Gesamtheit ihrer Wünsche und Gefühle, aber die fallen in beide Gender-Kästen und ihre Prägung auf streng getrennte binäre Denke lässt sie sie nicht zu einer ambivalenten oder stufenlos fluiden Persönlichkeit integrieren, und so leben sie sie eben schubweise in den akzeptablen Formen aus.
Ich möchte das nicht als Wertung verstanden wissen. Warum wir nur so oder so empfinden können ist meines Wissens weitgehend ungeklärt, aber dass wir unsere Basisprägungen nicht einfach überwinden können ist bekannt. Beispiel: "Wann hast du dich entschieden, hetero zu sein?"
Es gibt ja auch keine Notwendigkeit, den Konflikt mit dem binären Genderkonzept auf genau eine definierte Art ausleben zu müssen. Also wenn die 100% getrennte Art und Weise funktioniert: prima.
Eine andere mögliche Erklärung, aber genauso Spekulation: Dein Partnx liebt dich sehr und würde alles geben für eure Beziehung - obwohl sie eigentlich trans ist und genau weiss, dass du niemals eine Beziehung mit einer (trans) Frau leben könntest. Also verzichtet sie auf eine vollständige Transition, um mit dir zu leben, kann aber nicht alles unterdrücken, ohne zu zerbrechen. Es gibt kaum eine tragischere Konstellation, denn wie auch immer, ist da keine Lösung, bei der nicht alle Beteiligten mehr oder weniger leiden.
Vielleicht gibst du euch beiden noch etwas Zeit zu lernen und auszuprobieren. Die meisten von uns haben auch nach innerem und äusserem Coming Out noch lange gebraucht, um die jahrzehntelang unterdrückten Anteile benennen, einzuordnen und darüber reden zu können. Es fehlen Begriffe, Konzepte und Möglichkeiten, weil vieles undenkbar schien oder eben tatsächlich un-denk-bar war. Aber es ist toll, dass ihr offenbar miteinander darüber reden könnt. Im allgemeinen hilft das allen Beteiligten.
Und wenn es soweit ist würde ich mich freuen, wenn dein Partnx sich hier äussern würde, ob unsere Spekulationen irgendeine Trefferquote hatten
Meine Beobachtung: Wer die eigenen Anteile streng nach konventionellen Klischees gegendert auslebt, dann meist auch sehr deutlich, also jeweils 110% "Frau", bzw. 110% "Mann", hat meist in sich auch ein stark binäres Bild von Geschlechtlichkeit, wie immer das zustande kam. Es könnte zum Beispiel durch Sozialisation entstanden sein oder gar dadurch, dass als Junge nicht "ausreichend männlich" zu sein bestraft wurde; psychisch, physisch, wie auch immer.
D.h. - meine Arbeitshypothese - diese Menschen bemerken einerseits die Gesamtheit ihrer Wünsche und Gefühle, aber die fallen in beide Gender-Kästen und ihre Prägung auf streng getrennte binäre Denke lässt sie sie nicht zu einer ambivalenten oder stufenlos fluiden Persönlichkeit integrieren, und so leben sie sie eben schubweise in den akzeptablen Formen aus.
Ich möchte das nicht als Wertung verstanden wissen. Warum wir nur so oder so empfinden können ist meines Wissens weitgehend ungeklärt, aber dass wir unsere Basisprägungen nicht einfach überwinden können ist bekannt. Beispiel: "Wann hast du dich entschieden, hetero zu sein?"
Es gibt ja auch keine Notwendigkeit, den Konflikt mit dem binären Genderkonzept auf genau eine definierte Art ausleben zu müssen. Also wenn die 100% getrennte Art und Weise funktioniert: prima.
Eine andere mögliche Erklärung, aber genauso Spekulation: Dein Partnx liebt dich sehr und würde alles geben für eure Beziehung - obwohl sie eigentlich trans ist und genau weiss, dass du niemals eine Beziehung mit einer (trans) Frau leben könntest. Also verzichtet sie auf eine vollständige Transition, um mit dir zu leben, kann aber nicht alles unterdrücken, ohne zu zerbrechen. Es gibt kaum eine tragischere Konstellation, denn wie auch immer, ist da keine Lösung, bei der nicht alle Beteiligten mehr oder weniger leiden.
Vielleicht gibst du euch beiden noch etwas Zeit zu lernen und auszuprobieren. Die meisten von uns haben auch nach innerem und äusserem Coming Out noch lange gebraucht, um die jahrzehntelang unterdrückten Anteile benennen, einzuordnen und darüber reden zu können. Es fehlen Begriffe, Konzepte und Möglichkeiten, weil vieles undenkbar schien oder eben tatsächlich un-denk-bar war. Aber es ist toll, dass ihr offenbar miteinander darüber reden könnt. Im allgemeinen hilft das allen Beteiligten.
Und wenn es soweit ist würde ich mich freuen, wenn dein Partnx sich hier äussern würde, ob unsere Spekulationen irgendeine Trefferquote hatten
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YvonneTV
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Re: Ich verstehe es nicht…
Ich denke es gilt vorsichig zu sein mit so einer "Diagnose" aufgrund der Zeilen hier von Lilly-Fee !Momo58 hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 18:45 was du von deinem Partner schreibst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Das sieht nach einer klassischen Transidentität aus.
Lilly-Fee, herzlich wilkommen erst mal hier bei uns
Deine Beiträge werden vermutlich noch freigeschaltet und kommen insofern verzögert (das soll verhindern, dass hier jemand Unbekanntes direkt nach der Anmeldung alles schreiben kann).
Davon kann ich vieles nachvollziehen: Als ich angefangen habe vor einigen Jahren Yvi auszuleben, gab es auch erstmal Powershopping (meine Freundin sagt heute noch "Du hast viel zu viel ...."Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 ...Dann fing seine Shoppingtour an und er lebt das sehr überschwänglich aus. Da er zu Hause arbeitet, lief er von Stund an NUR noch in Frauenkleidern rum, demontierte den Bart, den er seit über 20 Jahren trug, lässt seine bisher schermaschinen-kurzen Haare und die Fingernägel wachsen und ließ sich ein Ohrloch stechen....
aber die körperlichen Veränderungen — Barthaare werden inzwischen gezupft, Augenbrauen getrimmt, 12 Kg abgenommen"¦ - machen mir mehr und mehr zu schaffen
Und doch bin ich gern Teilzeitfrau, sprich ich bin gern Mann und Frau !!! Ich will NICHT sagen, dass das bei Deinem Partner auch so ist, nur eine - von vielen - Möglichkeiten aufzeigen !
Teilzeitfrau (bitte nicht am Wort stören, gab viele Diskusionen dazu hier) soll meinen: Ich lebe den weiblichen Teil in mir aus, bin genauso gern Mann - fast immer mit drei tage Bart (ich habe das Lasern nach dreimal beendet). Ich bin allerdings hierbei immer EIN Mensch. Würde ich zuhause arbeiten wie Dein Mann, würde ich das sicher mehr ausleben, doch dauerhaft kann ich mir - für mich - nicht vorstellen.
Was empfindet denn Dein Mann wenn er Frau ist: Ist es einfach nur schön ? Befreiend ? Entspricht seinem Wesen ? Macht es den Kopf frei ? ..... Da gibt es viele Möglichkeiten !
Was empfindet er, wenn er im Männeroutfit ist ? Ist das weniger schön oder unangenehm ?
Zugleich ist es sicher wichtig, dass Dein Partner sich darüber mit anderen austauscht. Es ist wichtig, sich selbst zu finden, das braucht etwas Zeit.
Den Bart habe ich übrigens VOR Yvi nie getragen, sondern erst seit ca. 2,5 Jahren weil meine Freundin zwar Yvi mag, doch auch drei Tge Bart an mir als Mann
Am Anfang meiner Yvi Entdeckung neigte ich allerdings auch dazu überzureagieren ! Das war bei mir auch schon bei anderen Dingen so, weil ich wenn ich etwas toll finden, da 200% gebe - ohne je etwas bereut zu haben. Bis ich mich dann wirkich gefunden habe und den Weg der mir wirklich gut tut.
Nur meine Denkanstösse - hoffe es hilft EUCH ein wenig
Ganz liebe Grüsse - Yvi
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Michi
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lilly-Fee,
erst einmal herzlich Willkommen hier in diesem schönen Forum.
Wie kannst du nur dem Gedanken verfallen, dass es doch besser für ihn wäre, sich auch weiterhin zu verstellen? Willst du wirklich, dass er erst unter dieser Last zusammenbricht und womöglich schwere gesundheitliche und psychische Schäden davon trägt?!
Dein Partner würde dich abturnend finden, weil du keine langen Haare trägst, dich nicht schminkst, dir nicht die Nägel lackierst, und keine Kleider, Röcke, Strapse und hohen Schuhe tragen magst.
Was mich übrigens im Zusammenhang mit der folgenden Aussage verwundert:
Beste Grüße
Michi
erst einmal herzlich Willkommen hier in diesem schönen Forum.
Es fällt dir scheinbar sehr schwer dir vorzustellen, wie das ist. Wenn man sich die ganze Zeit verstellen und selbst verleugnen muss statt zu sein, wie man fühlt, dann ist das eine große Last. Die hat dein Partner viele Jahre getragen, was dir wohl nicht bewusst ist. Und all das nur, weil man sonst eben diesem von dir beschriebenen Spott ausgesetzt ist, und auch in der Familie kaum Rückhalt zu erwarten hat.Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 Wenn ein Mann nun einen starken weiblichen Anteil hat, wird er in dieser Gesellschaft gerne als Softie oder Weichei unter seinen Artgenossen gehandelt, ist mir auch klar. Aber warum ist es nun "befreiend" seinen weiblichen Anteil als Mann, der auf der sexuellen Ebene auch gerne Mann ist, mit Klamotten und Schminkritualen für alle sichtbar zu betonen? Diesem umgestalteten Ich auch noch einen anderen Namen geben zu wollen? Das hat für mich offen gesagt was mit pathologischer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Das kann doch nicht befreiend sein, eine komplett andere Person zu kreieren, nur um den männlichen Anteil zu negieren?!
Wie kannst du nur dem Gedanken verfallen, dass es doch besser für ihn wäre, sich auch weiterhin zu verstellen? Willst du wirklich, dass er erst unter dieser Last zusammenbricht und womöglich schwere gesundheitliche und psychische Schäden davon trägt?!
Nun, dann rede mit deinem Partner. Höre ihm vor allem zu, und gib ihm nicht ständig das Gefühl, ihn doch nicht ernst zu nehmen und insgeheim für abartig, gestört und krank zu halten. Wir sind durch die vielen Jahre, die wir still unter der Ablehnung gelitten haben, sehr vorsichtig geworden und reagieren viel intensiver darauf, wenn wir Ablehnung und Unverständnis spüren.
Stelle dir das doch mal umgekehrt vor:Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 Mit den Klamotten alleine, habe ich, wie gesagt, kein Problem, aber die körperlichen Veränderungen — Barthaare werden inzwischen gezupft, Augenbrauen getrimmt, 12 Kg abgenommen"¦ - machen mir mehr und mehr zu schaffen, weil die sekundären Geschlechtsmerkmale, die nun mal meine Libido ansprechen, mehr und mehr zu schwinden drohen.
Dein Partner würde dich abturnend finden, weil du keine langen Haare trägst, dich nicht schminkst, dir nicht die Nägel lackierst, und keine Kleider, Röcke, Strapse und hohen Schuhe tragen magst.
Was mich übrigens im Zusammenhang mit der folgenden Aussage verwundert:
Wie kommt man mit solch einer Einstellung eigentlich auf den Trichter, sich den Forennamen "Lilly-Fee" zu geben, der doch geradezu ein Synonym für die Rosa-Glitzer-Rüschen-Welt .. für übertriebene Weiblichkeit steht?! Sind da bei dir vielleicht ein paar tief vergrabene Sehnsüchte?Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 Vielleicht liegt es auch an mir, da ich meine naturgegebene Weiblichkeit nie betont habe — weder modisch noch kosmetisch. Bei vielen PartnerInnen-Beiträgen fiel mir auf, das hier ein Gemeinschaftszugewinn erfahren wurde, da der Mann zeitgleich die Beste Freundin zum Shoppen und für Schminktipps geworden ist — das fällt leider flach bei mir.
Beste Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Viktoria-TV
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lilly-Fee,
erst einmal kann ich nachvollziehen, dass dir das ganze manchmal wie eine Art Persönlichkeitsspaltung vorkommt. Meiner Frau gehts da nicht anders und als Frau bin ich auch in vielen Punkten das glatte Gegenteil von dem, was ich als Mann bin. Also Schwamm drüber über die Aussage.
Ich finde gut, dass du versuchst dich in deinen Partner reinzuversetzen und ihn verstehen zu wollen. Dass du ihm weitgehende Freiheiten gibst, finde ich auch super. Wo es meiner Ansicht nach schwierig wird, ist das vollständig verstehen wollen, was in ihm vor sich geht. Meine Frau und ich nennen das "Durchpsychologisieren". Als wir uns mit dem Thema beschäftigen mussten, haben wir stundenlang geredet und alles bis in kleinste Detail versucht zu beleuchten. An manchen Punkten sind wir einfach auf kein Ergebnis gekommen, weil es auch mir schwerfällt, dass eigene Handeln immer bis ins letzte Detail zu verstehen. Vielleicht reicht einfach Toleranz aus: Einfach an manchen Punkten sagen, es ist so und es ist gut so, auch wenn es nicht logisch erklärbar und nachvollziehbar ist. Damit ist unsere Ehe ganz gut gefahren.
Wichtig ist natürlich, dass du ihm Grenzen setzt. Damit meine ich, dass er vielleicht nicht die ganze Zeit in Frauenkleidern rumläuft. Mach ihm klar, dass du dir auch Zeiten wünschst, wo du deinen Mann um dich haben möchtest.
Was das Thema Körperbehaarung angeht, dass solltest du entspannt sehen. Meine Frau hatte zunächst auch Probleme damit, dass die Körperbehaarung (bei mir hauptsächlich Beine) ab ist. Schließlich hat sie festgestellt, dass es so viel schöner und es schöne weiche Beine gibt. Damit hat sie sich arrangiert. Hauptproblem ist für sie immer noch der Bart. Da wir feste Zeiten vereinbart haben, akzeptiert sie es, dass einmal im Monat der Bart halt ab ist. Auch sie hatte zunächst etwas gebraucht um sich daran zu gewöhnen, aber heute ist was das gegenseitige Begehren angeht, alles wieder wie früher.
Zweitens sieh das ganze doch mal aus seiner Sicht: behaarte Beine in Nylons sehen furchtbar aus. Ebenso unrasierte Arme und Brusthaartoupee im Kleid. Das findet kein Mann bei einer Frau sexy. Da Crossdressing bei ganz vielen CDs/ Transvestiten etc. etwas mit der Verkörperung von Stereotypen von Weiblichlichkeit zu tun hat, übertreiben sie gern am Anfang etwas. Vielleicht ist das bei deinem Mann auch so. Auch der Kaufrausch ist solch ein Zeichen des Übertreibens. Am Anfang hätte ich am liebsten alles gekauft. Heute seh ich das viel entspannter.
LG
Viktoria
erst einmal kann ich nachvollziehen, dass dir das ganze manchmal wie eine Art Persönlichkeitsspaltung vorkommt. Meiner Frau gehts da nicht anders und als Frau bin ich auch in vielen Punkten das glatte Gegenteil von dem, was ich als Mann bin. Also Schwamm drüber über die Aussage.
Ich finde gut, dass du versuchst dich in deinen Partner reinzuversetzen und ihn verstehen zu wollen. Dass du ihm weitgehende Freiheiten gibst, finde ich auch super. Wo es meiner Ansicht nach schwierig wird, ist das vollständig verstehen wollen, was in ihm vor sich geht. Meine Frau und ich nennen das "Durchpsychologisieren". Als wir uns mit dem Thema beschäftigen mussten, haben wir stundenlang geredet und alles bis in kleinste Detail versucht zu beleuchten. An manchen Punkten sind wir einfach auf kein Ergebnis gekommen, weil es auch mir schwerfällt, dass eigene Handeln immer bis ins letzte Detail zu verstehen. Vielleicht reicht einfach Toleranz aus: Einfach an manchen Punkten sagen, es ist so und es ist gut so, auch wenn es nicht logisch erklärbar und nachvollziehbar ist. Damit ist unsere Ehe ganz gut gefahren.
Wichtig ist natürlich, dass du ihm Grenzen setzt. Damit meine ich, dass er vielleicht nicht die ganze Zeit in Frauenkleidern rumläuft. Mach ihm klar, dass du dir auch Zeiten wünschst, wo du deinen Mann um dich haben möchtest.
Was das Thema Körperbehaarung angeht, dass solltest du entspannt sehen. Meine Frau hatte zunächst auch Probleme damit, dass die Körperbehaarung (bei mir hauptsächlich Beine) ab ist. Schließlich hat sie festgestellt, dass es so viel schöner und es schöne weiche Beine gibt. Damit hat sie sich arrangiert. Hauptproblem ist für sie immer noch der Bart. Da wir feste Zeiten vereinbart haben, akzeptiert sie es, dass einmal im Monat der Bart halt ab ist. Auch sie hatte zunächst etwas gebraucht um sich daran zu gewöhnen, aber heute ist was das gegenseitige Begehren angeht, alles wieder wie früher.
Zweitens sieh das ganze doch mal aus seiner Sicht: behaarte Beine in Nylons sehen furchtbar aus. Ebenso unrasierte Arme und Brusthaartoupee im Kleid. Das findet kein Mann bei einer Frau sexy. Da Crossdressing bei ganz vielen CDs/ Transvestiten etc. etwas mit der Verkörperung von Stereotypen von Weiblichlichkeit zu tun hat, übertreiben sie gern am Anfang etwas. Vielleicht ist das bei deinem Mann auch so. Auch der Kaufrausch ist solch ein Zeichen des Übertreibens. Am Anfang hätte ich am liebsten alles gekauft. Heute seh ich das viel entspannter.
Ich glaube hier unterliegst du einem Irrtum...Ich kann jetzt nur von mir reden, aber ich denke, dass es nicht um Negation des Männlichen geht, sondern eher um Urlaub davon. Männlichkeit ist ja ein soziales Konstrukt, an das die Erwartungen der Gesellschaft, des Partners usw. geknüpft sind. Männer müssen in gewisser Weise funktionieren, d.h. beruflich erfolgreich sein, treuer Vater/Ehemann sein und was weiß ich nicht noch. Er muss sich aufopfern, damit alles funktioniert, damit es allen anderen gut geht. Das erzeugt Druck. Zeit für sich, um seinen Körper zu pflegen, die Seele baumeln zu lassen hat ein Mann nur wenig. Diese Welt ist ihm größtenteils verschlossen. das mag jetzt sehr plakativ sein, aber die Flucht ins weibliche ist keine Negierung der Männlichkeit, sondern Urlaub von dieser und dieser bietet zumindest mir die Möglichkeit, neue Kraft für die eigentliche Rolle zu schöpfen.Das kann doch nicht befreiend sein, eine komplett andere Person zu kreieren, nur um den männlichen Anteil zu negieren?!
LG
Viktoria
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -
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Helga
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lilli-Fee,
Zunächst einmal herzlich willkommen im Forum!
Wie du ja bereits festgestellt hast gibt es in diesem Forum eine sehr große Bandbreite. Da wir alle deinem Mann nicht in den Kopf gucken können (zumal dies ihm in dieser Tiefe selber nicht gelingt) schätzt jede(r) die Situation von ihrem Standpunkt ein. Ich gebe jetzt mal meine Ansicht als Crossdresser dazu:
Ich komme höchstens einmal in der Woche dazu meine weibliche Seite nach außen zu zeigen. Ich würde dies sicherlich wesentlich öfter machen wenn unsere Kinder, vor denen ich nicht geoutet bin, nicht im Hause wären.
Ständig vermutlich nicht, dazu sind mir die Vorbereitungen, insbesondere das Schminken, einfach zu zeitaufwendig. Aber ich beschäftige mich mit meiner weiblichen Seite, die ich Jahrzehnte lang unterdrückt habe sicherlich 6-8 Stunden täglich. Ich muss mich damit beschäftigen weil sie unter einem extremen Aufmerksamkeitsdefizit leidet. Hierbei ist mir das Lesen und Schreiben im Forum sehr wichtig. Ich würde es deinem Mann unbedingt empfehlen sich hier aktiv einzubringen.
Wenn der Druck endlich raus kann neigen wir, insbesondere in der Beginnerphase zur Übertreibung. Wir tragen Kleider die wir sicherlich ni anziehen würden wenn wir als Frauen geboren worden wären. Wir laufen trotz 1,9m Körpergröße auf Absätzen die Bio- Frauen nur tragen wenn sie kleiner als 1,6m sind. Bedingt durch den Bartschatten müssen wir sehr viel Makeup auftragen, durch die fehlende Übung kann das Ergebnis manchmal sehr gewöhnungsbedürftig aussehen. Das alles wird sich mit der Zeit sicherlich auf einem verträglicherem Level einpendeln.
Auch ich rasiere mir gelegentlich den ganzen Körper. Es ist einfach ein schönes Gefühl und ein kleines Ausleben der weiblichen Seite ohne Schminke, Kleid und Perücke. Es wäre gut wenn du ihm zumindest zugestehen würdest sich die Beine zu rasieren, weil die Beine in Feinstrumpfhosen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum männlichen Outfit sind.
Shoppen ist eine gute Gelegenheit Stile anzutesten und Kleidung auszuprobieren die wir uns nicht leisten können oder wollen. Da unterscheiden wir uns in keiner Weise von den Bio- Frauen. Wenn Shopping für dich nichts ist (irgendwann wirst du auch mal etwas neues kaufen?) gibt es doch hoffentlich noch andere Möglichkeiten für gemeinsame Unternehmungen. Theater, Konzert, Kino, Kneipe etc.
Auch wenn es auf Außenstehende so erscheinen mag. Mit Persönlichkeitsspaltung hat dies nichts zu tun. Es ist vielmehr ein Teil der Persönlichkeit, der lange unterdrückt wurde und nun zum Vorschein kommt. Dein Mein ist niemand anderer als der den du geheiratet hast, er hat sich nur weiter entwickelt.
Da er nach wie vor die männliche Sexualität lebt erscheint mir der Weg in geschlechtsangleichende Maßnahmen unwahrscheinlich.
Zum Abschluss noch eine vielleicht unverschämte Frage: So wie du dich selbst beschreibst, mit praktischer Kleidung und Flächen Schuhen, ungeschminkt und ohne Interesse am Shopping: Kann es sein, dass du ein wenig zum männlichen Geschlecht tendierst? Also den idealen Gegenpart zu deinem Mann darstellst?
Liebe Grüße
Helga
Zunächst einmal herzlich willkommen im Forum!
Wie du ja bereits festgestellt hast gibt es in diesem Forum eine sehr große Bandbreite. Da wir alle deinem Mann nicht in den Kopf gucken können (zumal dies ihm in dieser Tiefe selber nicht gelingt) schätzt jede(r) die Situation von ihrem Standpunkt ein. Ich gebe jetzt mal meine Ansicht als Crossdresser dazu:
Ich komme höchstens einmal in der Woche dazu meine weibliche Seite nach außen zu zeigen. Ich würde dies sicherlich wesentlich öfter machen wenn unsere Kinder, vor denen ich nicht geoutet bin, nicht im Hause wären.
Ständig vermutlich nicht, dazu sind mir die Vorbereitungen, insbesondere das Schminken, einfach zu zeitaufwendig. Aber ich beschäftige mich mit meiner weiblichen Seite, die ich Jahrzehnte lang unterdrückt habe sicherlich 6-8 Stunden täglich. Ich muss mich damit beschäftigen weil sie unter einem extremen Aufmerksamkeitsdefizit leidet. Hierbei ist mir das Lesen und Schreiben im Forum sehr wichtig. Ich würde es deinem Mann unbedingt empfehlen sich hier aktiv einzubringen.
Wenn der Druck endlich raus kann neigen wir, insbesondere in der Beginnerphase zur Übertreibung. Wir tragen Kleider die wir sicherlich ni anziehen würden wenn wir als Frauen geboren worden wären. Wir laufen trotz 1,9m Körpergröße auf Absätzen die Bio- Frauen nur tragen wenn sie kleiner als 1,6m sind. Bedingt durch den Bartschatten müssen wir sehr viel Makeup auftragen, durch die fehlende Übung kann das Ergebnis manchmal sehr gewöhnungsbedürftig aussehen. Das alles wird sich mit der Zeit sicherlich auf einem verträglicherem Level einpendeln.
Auch ich rasiere mir gelegentlich den ganzen Körper. Es ist einfach ein schönes Gefühl und ein kleines Ausleben der weiblichen Seite ohne Schminke, Kleid und Perücke. Es wäre gut wenn du ihm zumindest zugestehen würdest sich die Beine zu rasieren, weil die Beine in Feinstrumpfhosen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum männlichen Outfit sind.
Shoppen ist eine gute Gelegenheit Stile anzutesten und Kleidung auszuprobieren die wir uns nicht leisten können oder wollen. Da unterscheiden wir uns in keiner Weise von den Bio- Frauen. Wenn Shopping für dich nichts ist (irgendwann wirst du auch mal etwas neues kaufen?) gibt es doch hoffentlich noch andere Möglichkeiten für gemeinsame Unternehmungen. Theater, Konzert, Kino, Kneipe etc.
Auch wenn es auf Außenstehende so erscheinen mag. Mit Persönlichkeitsspaltung hat dies nichts zu tun. Es ist vielmehr ein Teil der Persönlichkeit, der lange unterdrückt wurde und nun zum Vorschein kommt. Dein Mein ist niemand anderer als der den du geheiratet hast, er hat sich nur weiter entwickelt.
Da er nach wie vor die männliche Sexualität lebt erscheint mir der Weg in geschlechtsangleichende Maßnahmen unwahrscheinlich.
Zum Abschluss noch eine vielleicht unverschämte Frage: So wie du dich selbst beschreibst, mit praktischer Kleidung und Flächen Schuhen, ungeschminkt und ohne Interesse am Shopping: Kann es sein, dass du ein wenig zum männlichen Geschlecht tendierst? Also den idealen Gegenpart zu deinem Mann darstellst?
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Jasmin_35
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hi,Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 18:29 Dass in ihm eine sensible, feinfühlige Persönlichkeit steckt, weiß ich, seit ich ihn kenne — vermutlich hätte ich ihn sonst auch nicht geheiratet. Vielleicht hat mich auch gerade deshalb CD so überrascht.
darauf hab ich diesmal gewartet, das ist eigentlich was ich immer zum Nachdenken mit gebe, daher ist es schön, das du es gleich selber schreibst. Du hast dich unter anderem wegen dieser Persönlichkeitsmuster in ihn verliebt und wohl auch geheiratet, das bedeutet, das diese intensive weibliche Seite schon immer da war und du sie von anfang an kennengelernt hast. Daher dürfte dich so ein Outing jetzt nicht so sehr überraschen, wie du vielleicht erst gedacht hast, da hat evtl. auch der Schock für sowas erstmal ungewöhnliches auch eine Rolle gespielt. Je länger du darüber nachdenken wirst und je öfter er sich als Frau präsentiert, desto "normaler" wird es auch für dich werden und auch Dinge die du jetzt vielleicht eher ablehnend gegenüber stehst, sind dann vielleicht weniger ein Problem.
Die Körperbehaarung zu entfernen ist auch wirklich nichts worüber man sich gedanken machen sollte: Machen Spitzensportler wie Radfahrer und Läufer auch.
Bedenke auch eins, jeder weitere Schritt ist eine befreiung für ihn und kann viele Dinge zum positiven ändern. Verbote bewirken gleich das komplette Gegenteil und ihr werdet euch entfernen. Wie viel an der ganzen Sache dran ist, kann wohl zum jetzigen Zeitpunkt gar keiner sagen. Hat man sich auch erstmal für ein paar Wochen oder Monate ausgelebt, kann es auch wieder deutlich weniger werden oder vorübergehend ganz verschwinden (also das sichtbare) oder es pendelt sich auf einem Niveau ein, mit dem ihr beide locker zurecht kommt. Aber mach dir ein paar und nicht zu viele gedanken für den Fall das da mehr dran ist, als ihr beide aktuell wisst. So eine Entwicklung dauert meist auch eher Monate bis Jahre und was jetzt unvorstellbar scheint, sind dann vielleicht kein Problem mehr.
Maximalforderungen und Ausschlüsse für die Zukunft sind da auch nicht zielführend und führt eher zu frust.
Kurz um: Die Beziehung mit meiner Freundin hat sich seit Beginn der Hormontherapie sehr weit zum positiven entwickelt und sie findet mich inzwischen als Frau hübscher, als vorher
Liebe Grüße Jasmin
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Jaddy
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Re: Ich verstehe es nicht…
Mein Bunny meinte mal, dass meine "weiblichen" Anteile sie entlasten, weil sie dann erstens nicht so "weiblich" sein muss und zweitens den Freiraum für ihre kerligen Aspekte hat, die ich ihr nicht streitig mache.Mina_35 hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 20:36Du hast dich unter anderem wegen dieser Persönlichkeitsmuster in ihn verliebt und wohl auch geheiratet, das bedeutet, das diese intensive weibliche Seite schon immer da war und du sie von anfang an kennengelernt hast.
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Lavendellöwin
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Re: Ich verstehe es nicht…
Huhu...Frieda hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 17:59 Ich fühle kein "Entweder - Oder" vor mir stehen, es gibt für mich nur ein Wesen, egal in welcher Situation. Und mich entspannt das total
24 Stunden sehe, erlebe und fühle ich mein neben mir in meinem Leben. Ich kann mit jedem Thema kommen, egal worum es geht, ich fühle mich immer willkommen und angenommen. Für mich selbst ist es entspannend und richtig, nur das Wesen, den Menschen wahrzunehmen und mich vom Geschlechterdenken nicht einengen, oder bestimmen zu lassen.
ich finde das was Frieda hier schreibt ganz, ganz wichtig-meine Liebe, ich danke dir dafür!
Es ist auch ein Teil der Basis auf der die Beziehung zwischen meiner Liebsten und mir funktioniert.
Das Loslassen von Konzepten die in der Liebe keine Rolle spielen sollten.
Übrigens habe ich das von meiner Liebsten und nicht umgekehrt gelernt.
Und auch wenn ich schon lange bevor ich sagte, ja ich bin eine Frau, dies gezeigt hab, war es
ein grosser Schritt mir es auch tatsächlich und auch meinem Umfeld einzugestehen.
Nur weil jemand eine weiche Seite hat, heisst das aber nicht sie ist eine Frau oder er ist kein Mann.
Ich halte das aber für eine schöne Eigenschaft..denn sie begünstigt Mitgefühl und Verzeihen.
Und so ist es mit den Äusserlichkeiten, meine Liebste hat auch kein grosses Interesse an schminken,
High Heels oder ausgefallener Mode...sie wie ich sind einfach ganz normale Durchschnittsfrauen.
Nur das ich eben anders, körperlich männlich geboren wurde..
Ich integriere aus meinem alten Leben das was ich wichtig und gut finde.
Was ich nicht mehr so sehe nehme ich nicht mit...
das hat dir nun vermutlich herzlich wenig geholfen.
Was ich aber sagen möchte, weder die Kleidung noch die Ganzkörperrasur oder sonst etwas Äusserliches
sagt aus, was in dem Menschen steckt der dir da nahe steht-die klare Ansage muss von der Person kommen
die dir gegenübersitzt, mit der du nachts das Bett teilst und du Wärme tauscht.
Wir können dir Gedanken mit auf den Weg geben, die Arbeit müsst ihr aber in der Paarbeziehung machen.
Es muss bei deinem Lieblingsmenschen nicht so sein, aber ich kann dir über mich sagen, nun in der Hormontherapie
fühle ich mich das erste Mail wirklich richtig eins mit mir selbst-das habe ich zuvor nie verspürt.
Mein Wesen, mein Ich hat sich verändert und weiterentwickelt und wenn ich nun zurückschaue,
hab ich grade mal erst richtig zu leben begonnen...
vielleicht fühlt es sich ganz ähnlich für dein Liebstes an...
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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vera22
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Re: Ich verstehe es nicht…
Das liegt daran dass uns von klein auf von der Gesellschaft vorgeleb wird, was männlich und was weiblich ist. Klar kann man jetzt das gute Gewissen zu Wort kommen lassen und behaupten dass sich Weiblichkeit nicht an solchen Klischees definiert. Aber genau das ist Wunschdenken denn de Gesellschaft formt uns genauso wie wir die Gesellschaft formen... Da kann dein Mann nichts dafür.Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 16:32 Ich kann halt nur nicht nachvollziehen, warum es so viel schöner ist, von einer Stereotype in die andere zu verfallen. Weiblichkeit definiert sich doch nicht an Röcken, Pumps und Schminke?!
Lilly-Fee
Gruß Vera
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Re: Ich verstehe es nicht…
N'Abend noch mal alle zusammen und ein ganz dickes Danke, für die wohlwollende Aufnahme hier im Kreis und die tatkräftige Unterstützung sich meinen Kopf mit zu zerbrechen.
Mit einer solchen Resonanz habe ich nicht gerechnet und kann jetzt nicht mehr auf jeden einzeln Antworten. Daher jetzt eine Block-Reaktion und ich hoffe, ich übersehen niemanden.
Manuela schrieb:" Wenn die Schwangere im 5. Schwangerschaftsmonat eine heftige Hormonschwankung hat, passiert es, dass im männlichen Körper ein Gehirn entsteht, das in Aufbau und Funktion dem Gehirn einer Frau entspricht (Zitat belgisch/niederländischer Wissenschaftler 2005)."
Ist ja nicht so, dass ich nicht auch nach wissenschaftlichen Erklärungen gesucht hätte. Bin dabei über Kinefelter-Syndrom und Prägetheorien zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr gestolpert. Aber diese Hormon-Hypothese hinkt meines Erachtens gewaltig. Was daran erklärt den dann die vielen Abstufungen oder die Frauen, die sich im falschen Körper fühlen — die Mutter hat mit der Schwangerschaft einen Nebennierentumor entwickelt und damit zur rechten Zeit zu viel Testosteron im Blut? Wäre das auch eine Erklärung dafür, dass dieser Fall so viel seltener Auftritt? Ich denke eher nicht.
Jaddy schrieb: "Wer die eigenen Anteile streng nach konventionellen Klischees gegendert auslebt, dann meist auch sehr deutlich, also jeweils 110% "Frau", bzw. 110% "Mann", hat meist in sich auch ein stark binäres Bild von Geschlechtlichkeit, wie immer das zustande kam."
Michi schrieb:" Wie kommt man mit solch einer Einstellung eigentlich auf den Trichter, sich den Forennamen "Lilly-Fee" zu geben, der doch geradezu ein Synonym für die Rosa-Glitzer-Rüschen-Welt .. für übertriebene Weiblichkeit steht?! Sind da bei dir vielleicht ein paar tief vergrabene Sehnsüchte?"
Helga schrieb: "So wie du dich selbst beschreibst, mit praktischer Kleidung und Flächen Schuhen, ungeschminkt und ohne Interesse am Shopping: Kann es sein, dass du ein wenig zum männlichen Geschlecht tendierst? Also den idealen Gegenpart zu deinem Mann darstellst?"
Das haut alles ein bisschen in die gleiche Kerbe. Habe ja gleich eingeräumt, dass ich nach herkömmlichen Schubladen wohl kein Vollweib bin. Aber das mit dem Namen kann ich erklären. Leider war der erste Wunschname schon vergeben und ich musste mir schnell was einfallen lassen — und was viel mir als Synonym für "passt nicht" ein? Eine eher als Zwölfe zu bezeichnende franz. Bulldogge aus meinem Bekanntenkreis, die halt Lilly-Fee heißt. Also leider nichts mit versteckten Sehnsüchten. Aber als eher männlich sehe ich mich auch nicht. Habe z.B. weder Führungsansprüche oder muss aus allem einen Wettkampf machen; habe weder Anzug und Krawatte noch Cowboystiefel im Schrank; fahre keinen Männer-Vibrator (falls nicht bekannt: Motorrad) - hohe Geschwindigkeiten sind mir eher suspekt und beim Einparken bin ich nicht der Held"¦Aber Fakt ist, dass ich mich nie über Äußerlichkeiten definiert habe. Deshalb fällt es mir wohl so schwer, den Schritt von der Befreiung der Weiblichen Seite im Manne hin zur Uniformität modischer Klischees von Frauen zu verstehen.
Viktoria schrieb: ", aber die Flucht ins weibliche ist keine Negierung der Männlichkeit, sondern Urlaub von dieser und dieser bietet zumindest mir die Möglichkeit, neue Kraft für die eigentliche Rolle zu schöpfen."
Helga schrieb: ". Es ist vielmehr ein Teil der Persönlichkeit, der lange unterdrückt wurde und nun zum Vorschein kommt. Dein Mein ist niemand anderer als der den du geheiratet hast, er hat sich nur weiter entwickelt."
YvonneTV schrieb: "Nur meine Denkanstösse - hoffe es hilft EUCH ein wenig"
Auf jeden Fall — wie all die anderen konstruktiven Anregungen auch. Aber an Euren Beiträgen war der mögliche gangbare Weg als Paar besonders aufbauend. Danke!
Michi schrieb: "Wie kannst du nur dem Gedanken verfallen, dass es doch besser für ihn wäre, sich auch weiterhin zu verstellen?" und "Stelle dir das doch mal umgekehrt vor: Dein Partner würde dich abturnend finden, weil du keine langen Haare trägst, dich nicht schminkst, dir nicht die Nägel lackierst, und keine Kleider, Röcke, Strapse und hohen Schuhe tragen magst."
Dass er sich weiter "verstellen" soll und so unweigerlich unter einer "schweren Last" zusammenbricht, habe ich nicht gefordert — sonst wäre ich, glaube ich, nicht hier, um ein besseres Verständnis zu erarbeiten. Die von Dir genannten abturnenden "umgekehrt"-Punkte sind allerdings nicht griffig, da er mich so kennen gelernt hat. Ich bin da einen Schritt weiter gegangen und habe ihn gefragt, wie er es fände, wenn ich mir mal eben die Brüste amputieren, die langen Haare abscheren und einen Bart tätowieren ließe. Zum Glück kam da ein "nicht so schön".
Mina_35 schrieb: "Du hast dich unter anderem wegen dieser Persönlichkeitsmuster in ihn verliebt und wohl auch geheiratet, das bedeutet, das diese intensive weibliche Seite schon immer da war und du sie von anfang an kennengelernt hast."
Marie schrieb:" Was ich aber sagen möchte, weder die Kleidung noch die Ganzkörperrasur oder sonst etwas Äusserliches sagt aus, was in dem Menschen steckt der dir da nahe steht"
Aber auch aus diesem Grund sehe ich nicht wirklich, was genau die ganze Zeit unterdrückt, verdrängt und als schwere Last empfunden wurde. Wenn ich — und sicher auch andere - diese weibliche Note auch ohne Frauen-Fassade sehen konnte, worin liegt dann die "Befreiung"?
Ihr seht hoffentlich, dass Eure Beiträge ein bisschen was angestoßen haben und ich hoffe, dass ich niemandem zu sehr auf den Schlips getreten habe. Dass Ihr schon so viel weiter seid und für Euch zumeist schon den richtigen Weg gefunden habt, finde ich klasse und gibt mir Hoffnung. Aber wir müssen noch ein wenig (mehr) dran arbeiten"¦
Gx
Lilly-Fee
Mit einer solchen Resonanz habe ich nicht gerechnet und kann jetzt nicht mehr auf jeden einzeln Antworten. Daher jetzt eine Block-Reaktion und ich hoffe, ich übersehen niemanden.
Manuela schrieb:" Wenn die Schwangere im 5. Schwangerschaftsmonat eine heftige Hormonschwankung hat, passiert es, dass im männlichen Körper ein Gehirn entsteht, das in Aufbau und Funktion dem Gehirn einer Frau entspricht (Zitat belgisch/niederländischer Wissenschaftler 2005)."
Ist ja nicht so, dass ich nicht auch nach wissenschaftlichen Erklärungen gesucht hätte. Bin dabei über Kinefelter-Syndrom und Prägetheorien zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr gestolpert. Aber diese Hormon-Hypothese hinkt meines Erachtens gewaltig. Was daran erklärt den dann die vielen Abstufungen oder die Frauen, die sich im falschen Körper fühlen — die Mutter hat mit der Schwangerschaft einen Nebennierentumor entwickelt und damit zur rechten Zeit zu viel Testosteron im Blut? Wäre das auch eine Erklärung dafür, dass dieser Fall so viel seltener Auftritt? Ich denke eher nicht.
Jaddy schrieb: "Wer die eigenen Anteile streng nach konventionellen Klischees gegendert auslebt, dann meist auch sehr deutlich, also jeweils 110% "Frau", bzw. 110% "Mann", hat meist in sich auch ein stark binäres Bild von Geschlechtlichkeit, wie immer das zustande kam."
Michi schrieb:" Wie kommt man mit solch einer Einstellung eigentlich auf den Trichter, sich den Forennamen "Lilly-Fee" zu geben, der doch geradezu ein Synonym für die Rosa-Glitzer-Rüschen-Welt .. für übertriebene Weiblichkeit steht?! Sind da bei dir vielleicht ein paar tief vergrabene Sehnsüchte?"
Helga schrieb: "So wie du dich selbst beschreibst, mit praktischer Kleidung und Flächen Schuhen, ungeschminkt und ohne Interesse am Shopping: Kann es sein, dass du ein wenig zum männlichen Geschlecht tendierst? Also den idealen Gegenpart zu deinem Mann darstellst?"
Das haut alles ein bisschen in die gleiche Kerbe. Habe ja gleich eingeräumt, dass ich nach herkömmlichen Schubladen wohl kein Vollweib bin. Aber das mit dem Namen kann ich erklären. Leider war der erste Wunschname schon vergeben und ich musste mir schnell was einfallen lassen — und was viel mir als Synonym für "passt nicht" ein? Eine eher als Zwölfe zu bezeichnende franz. Bulldogge aus meinem Bekanntenkreis, die halt Lilly-Fee heißt. Also leider nichts mit versteckten Sehnsüchten. Aber als eher männlich sehe ich mich auch nicht. Habe z.B. weder Führungsansprüche oder muss aus allem einen Wettkampf machen; habe weder Anzug und Krawatte noch Cowboystiefel im Schrank; fahre keinen Männer-Vibrator (falls nicht bekannt: Motorrad) - hohe Geschwindigkeiten sind mir eher suspekt und beim Einparken bin ich nicht der Held"¦Aber Fakt ist, dass ich mich nie über Äußerlichkeiten definiert habe. Deshalb fällt es mir wohl so schwer, den Schritt von der Befreiung der Weiblichen Seite im Manne hin zur Uniformität modischer Klischees von Frauen zu verstehen.
Viktoria schrieb: ", aber die Flucht ins weibliche ist keine Negierung der Männlichkeit, sondern Urlaub von dieser und dieser bietet zumindest mir die Möglichkeit, neue Kraft für die eigentliche Rolle zu schöpfen."
Helga schrieb: ". Es ist vielmehr ein Teil der Persönlichkeit, der lange unterdrückt wurde und nun zum Vorschein kommt. Dein Mein ist niemand anderer als der den du geheiratet hast, er hat sich nur weiter entwickelt."
YvonneTV schrieb: "Nur meine Denkanstösse - hoffe es hilft EUCH ein wenig"
Auf jeden Fall — wie all die anderen konstruktiven Anregungen auch. Aber an Euren Beiträgen war der mögliche gangbare Weg als Paar besonders aufbauend. Danke!
Michi schrieb: "Wie kannst du nur dem Gedanken verfallen, dass es doch besser für ihn wäre, sich auch weiterhin zu verstellen?" und "Stelle dir das doch mal umgekehrt vor: Dein Partner würde dich abturnend finden, weil du keine langen Haare trägst, dich nicht schminkst, dir nicht die Nägel lackierst, und keine Kleider, Röcke, Strapse und hohen Schuhe tragen magst."
Dass er sich weiter "verstellen" soll und so unweigerlich unter einer "schweren Last" zusammenbricht, habe ich nicht gefordert — sonst wäre ich, glaube ich, nicht hier, um ein besseres Verständnis zu erarbeiten. Die von Dir genannten abturnenden "umgekehrt"-Punkte sind allerdings nicht griffig, da er mich so kennen gelernt hat. Ich bin da einen Schritt weiter gegangen und habe ihn gefragt, wie er es fände, wenn ich mir mal eben die Brüste amputieren, die langen Haare abscheren und einen Bart tätowieren ließe. Zum Glück kam da ein "nicht so schön".
Mina_35 schrieb: "Du hast dich unter anderem wegen dieser Persönlichkeitsmuster in ihn verliebt und wohl auch geheiratet, das bedeutet, das diese intensive weibliche Seite schon immer da war und du sie von anfang an kennengelernt hast."
Marie schrieb:" Was ich aber sagen möchte, weder die Kleidung noch die Ganzkörperrasur oder sonst etwas Äusserliches sagt aus, was in dem Menschen steckt der dir da nahe steht"
Aber auch aus diesem Grund sehe ich nicht wirklich, was genau die ganze Zeit unterdrückt, verdrängt und als schwere Last empfunden wurde. Wenn ich — und sicher auch andere - diese weibliche Note auch ohne Frauen-Fassade sehen konnte, worin liegt dann die "Befreiung"?
Ihr seht hoffentlich, dass Eure Beiträge ein bisschen was angestoßen haben und ich hoffe, dass ich niemandem zu sehr auf den Schlips getreten habe. Dass Ihr schon so viel weiter seid und für Euch zumeist schon den richtigen Weg gefunden habt, finde ich klasse und gibt mir Hoffnung. Aber wir müssen noch ein wenig (mehr) dran arbeiten"¦
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Re: Ich verstehe es nicht…
Nein liebe Anja,Anja hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 16:44 Nur weil er sich die Körperbehaarung entfernen möchte? Also wenn er jetzt den Wunsch geäußert hätte, nach z.B. Brüsten hätte ich den Ratschlag verstanden, aber so erscheint mir das etwas übertrieben. Antworten bekommt man beim Psychologen auch nicht, die findet man nur in sich selbst. Der Therapeut kann einem höchstens dabei helfen, die richtigen Fragen zu stellen.
Aber weil ich meine Körperbehaarung loswerden will, soll ich mich beim Psychologen vorstellen?
sondern weil er (sie) schon lange in eine andere Lebensform gleitet und wie ich es verstehe, beiden nun Probleme bereitet. Insbesondere steht gerade die Partnerschaft auf dem Spiel. Also, warum nicht auch professionelle Hilfe suchen und annehmen? Deinen Widerstand verstehe ich an dieser Stelle nicht.
Liebe Lilly-Fee,Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 17:11 Hallo Vanessa,
vielen Dank, das war deutlich, aber auch hilfreich.
"- keiner muss auf den anderen Rücksicht nehmen, wenn es ihn selbst belastet, nicht gut tut."
Hier gehe ich aber nicht ganz mit. Ich finde, dass eine Beziehung, die funktionieren soll nicht ohne Rücksicht und Respekt vor dem Anderen und seinen Wünschen auskommt. Die Freiheit des einen endet da, wo er die Freiheit des anderen einschränkt — oder sehe ich da was grundsätzlich falsch?
danke, dass Du mir meinen ruppigen Anfang "verzeihst".
Nein Grundsätzlich siehst Du da nichts falsch. Wir sind so erzogen, dass wir für andere da sein sollen und auf andere achten. Was uns nicht mitgegeben wurde oder wir vielleicht auch über die Jahre dabei verlernt haben, ist Respekt und Rücksicht, Achtsamkeit vor uns selbst (= Eigenliebe). Wir sind so sehr darauf gepolt, für andere da zu sein, Waagschalen auszugleichen, anderen zu genügen, dass wir uns selbst vernachlässigen. Vielleicht nicht alle, aber doch sehr viele. Das geht so lange gut, wie es mir gut geht. Gelange ich aber selbst in Schieflage, gerate ich in ein Dilemma. Ich muss wählen, zwischen mir und dem anderen. Das Dilemma bei Euch - ihm tut es gut die Haare zu entfernen. Dir tut es nicht gut, weil Du glaubst, Ihn nicht mehr begehren zu können. Soll er seinen tiefen Wunsch und das, was offensichtlich ein wichtiger Teil für seine Persönlichkeit geworden ist, aufgeben, damit Du noch Lust verspürst? Oder soll er sich durchsetzten, seinen inneren Ruf folgen und frei leben, um glücklich zu sein? Und Du? Sollst Du nachgeben und auf Deine Wünsche nach einem "richtigen" Mann aufgeben und den Rest Deines Lebens keinen Lust mehr verspüren dürfen? Oder muss er/sie sich damit abfinden, dass Du ein Teil Deiner Erfüllung vielleicht eines Tages an anderen Orten suchen wirst?
Rücksicht und Respekt, wie Du es schreibst, kann nur gelingen, wenn ich mich selbst im Gleichgewicht befinde und ja (aus meiner persönlichen Erfahrung und Sicht) ist jeder in erster Linie für sich selbst verantwortlich, um glücklich zu sein. Sicherlich können wir uns biegen, aber niemals verbiegen. Was wird sonst mit uns machen, hat nur negative Auswirkungen und führt zu Unzufriedenheit, Streit, Depressionen, Süchten und im Extremfall auch zu Suizid.
Für welche Seite des Dilemmas Ihr Euch entscheidet, liegt bei Euch. Wer kann sich noch biegen? Wer muss sich verbiegen? oder - und das wäre die Kür der Problemlösung - Ihr findet eine dritte, vierte, fünfte Lösung. Dann könntet Ihr frei wählen und entscheiden.
Namasté
Alles Liebe und Euch viel Erfolg und Glück
Vanessa
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Re: Ich verstehe es nicht…
Nicht jeder kann sich befreien und "uns" sehen. Aber genau das ist der Schritt, uns einen eigenen Raum zu geben.Frieda hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 17:59 Ich fühle kein "Entweder - Oder" vor mir stehen, es gibt für mich nur ein Wesen, egal in welcher Situation.
Ich danke Dir sehr für Deine Worte.
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Re: Ich verstehe es nicht…
Wunderschöne und richtige Worte in meiner Wahrnehmung von dir liebe Marie, und ich finde es so sehr wichtig in unserer heutigen Zeit sooo sein zu können!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 22:12 Nur weil jemand eine weiche Seite hat, heisst das aber nicht sie ist eine Frau oder er ist kein Mann.
Ich halte das aber für eine schöne Eigenschaft..denn sie begünstigt Mitgefühl und Verzeihen.
Danke dafür.
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
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Anke
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lilly-Fee,
ich finde, gut, wie offen, ehrlich und gleichzeitig respektvoll Du hier schreibst und auftrittst. Ich gehe mal davon aus, dass Du auch mit deinem Partner so umgehst. Cool!
Von meiner Seite erst einmal die schlechte Nachricht: eine wirkliche Erklärung gibt es derzeit nicht, weder für Crossdressing noch für Transsexualität. Es gibt ein paar Hypothesen, aber ich befürchte, dass dir das nicht weiter hilft.
Klar ist aber auch, Crossdressing und Transsexualität (und auch allen anderen Varianten) sind keine Krankheiten. Viele nennen das Normvarianten und es gibt viele Hinweise, dass es das schon sehr früh in der Menschheitgeschichte gab. Zur Krankheit kann es nur dann führen, wenn es unterdrückt und nicht gelebt werden kann.
Da es keine wirkliche Erklärung gibt, versuche ich etwas anderes. Ich berichte dir davon, wie ich die Dinge erlebt habe. Zu meiner Person: ich bin transsexuell und lebe das seit ca. 5 Jahren offen.
Als ich damit angefangen habe, das offen zu leben (Outing bei der Partnerin), da war mir nicht klar, dass ich transsexuell bin. Ich dachte, dass mir Crossdressing genügen würde. Damals habe ich ganz ähnliche Sachen gemacht wie dein Mann. Ich hatte das Gefühl, das meine Weiblichkeit endlich befreit ist und ich ihr möglichst viel Ausdruck geben muss. Endlich konnte ich das offen leben und zeigen, was ich jahrelang unterdrückt und versteckt habe. Es ist ein Gefühl von Befreiung und Erleichterung. Sowohl Crossdressing, als auch Transsexualität sind beide meist angstbesetzt. Es ist einfach wunderbar, zumindest Teile dieser Ängste loslassen zu können.
Dazu kommt natürlich, dass "Sich-Ausprobieren". Wie Du sicher weist, gibt es nicht die eine Version Frau. Jede geht ihren eigenen Weg, das betrifft natürlich auch Kleidung, Schmuck, Schuhe, Körperpflege, etc. Junge Mädchen probieren sich in ihrer Kindheit und Pubertät aus, um herauszufinden, was für sie das Richtige ist. Wenn ich an meine beiden Töchter denke, dann hatte das zeitweise sehr lustige schräge Ergebnisse gebracht. Doch das ging vorbei, heute sind es erwachsene Frauen, die wissen was zu ihnen passt und sich geschmackvoll kleiden.
Dein Mann ist in einer ähnlichen Phase. In seiner Kindheit und Jugend hatte er nicht die Gelegenheit, das alles zu machen und jetzt holt er das nach.
So viel mal bis jetzt, ich hoffe, dass dir das schon mal ein wenig weiter hilft. Wichtig ist, dass ihr beiden im Gespräch bleibt, mein Eindruck ist, dass der Fall ist. Gut so!
Ich fände es übrigens auch gut, wenn er sich hier zusätzlich selbst anmeldet. Der Dialog und die Auseinandersetzung mit Menschen, denen es ähnlich geht.
Liebe Grüße
Anke
ich finde, gut, wie offen, ehrlich und gleichzeitig respektvoll Du hier schreibst und auftrittst. Ich gehe mal davon aus, dass Du auch mit deinem Partner so umgehst. Cool!
Von meiner Seite erst einmal die schlechte Nachricht: eine wirkliche Erklärung gibt es derzeit nicht, weder für Crossdressing noch für Transsexualität. Es gibt ein paar Hypothesen, aber ich befürchte, dass dir das nicht weiter hilft.
Klar ist aber auch, Crossdressing und Transsexualität (und auch allen anderen Varianten) sind keine Krankheiten. Viele nennen das Normvarianten und es gibt viele Hinweise, dass es das schon sehr früh in der Menschheitgeschichte gab. Zur Krankheit kann es nur dann führen, wenn es unterdrückt und nicht gelebt werden kann.
Da es keine wirkliche Erklärung gibt, versuche ich etwas anderes. Ich berichte dir davon, wie ich die Dinge erlebt habe. Zu meiner Person: ich bin transsexuell und lebe das seit ca. 5 Jahren offen.
Als ich damit angefangen habe, das offen zu leben (Outing bei der Partnerin), da war mir nicht klar, dass ich transsexuell bin. Ich dachte, dass mir Crossdressing genügen würde. Damals habe ich ganz ähnliche Sachen gemacht wie dein Mann. Ich hatte das Gefühl, das meine Weiblichkeit endlich befreit ist und ich ihr möglichst viel Ausdruck geben muss. Endlich konnte ich das offen leben und zeigen, was ich jahrelang unterdrückt und versteckt habe. Es ist ein Gefühl von Befreiung und Erleichterung. Sowohl Crossdressing, als auch Transsexualität sind beide meist angstbesetzt. Es ist einfach wunderbar, zumindest Teile dieser Ängste loslassen zu können.
Dazu kommt natürlich, dass "Sich-Ausprobieren". Wie Du sicher weist, gibt es nicht die eine Version Frau. Jede geht ihren eigenen Weg, das betrifft natürlich auch Kleidung, Schmuck, Schuhe, Körperpflege, etc. Junge Mädchen probieren sich in ihrer Kindheit und Pubertät aus, um herauszufinden, was für sie das Richtige ist. Wenn ich an meine beiden Töchter denke, dann hatte das zeitweise sehr lustige schräge Ergebnisse gebracht. Doch das ging vorbei, heute sind es erwachsene Frauen, die wissen was zu ihnen passt und sich geschmackvoll kleiden.
Dein Mann ist in einer ähnlichen Phase. In seiner Kindheit und Jugend hatte er nicht die Gelegenheit, das alles zu machen und jetzt holt er das nach.
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Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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