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Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 13:56
von Lavendellöwin
heike65 hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 13:48 Nee komplett nicht, nach ein paar Minuten wurde es mir zuviel
Hi Heike,

sehr schade-ist einer meiner Lieblingsfilme..
und "the last unicorn" einer meiner Ankersongs.

Handwerklich ohne Frage ein hervorragender Zeichentrickfilm, aber ich mag auch Miyazaki-Filme
die manche in Zweifel stürzen.

Kurzum, ich liebe den Film und zum Glück sind wir
nicht alle gleich (dr)

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 14:05
von heike65
Was ist ein Ankersong ?

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 14:09
von Lavendellöwin
heike65 hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 14:05 Was ist ein Ankersong ?
Hmm,

zugegeben seltsame Wortschöpfung..
für mich ist das ein Stück Musik welches mich in
schlechten Zeiten hochzieht, Zweifel nimmt und mir
ein Lächeln auf die Lippen zaubert..

Kurzum ein Song der aufbaut und Wohlfühlstimmung
verbreitet..

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 14:15
von heike65
das wäre für mich



oder wenn ich arg daneben bin



Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 14:32
von Nicole Fritz
Hallo Heike und EmmiMarie,

N(W)ickipedia meint zu Einhörnern folgendes: Das Einhorn (lat. unicornis, griech. monókeros) ist ein Fabelwesen von Pferde- oder Ziegengestalt mit einem geraden Horn auf der Stirnmitte. Es wurde im Mittelalter besonders durch den Physiologus bekannt, gilt als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute.

Als reines Fabelwesen ist es geschlechtslos oder non-binär. Die Hörner des Einhorns, die früher einmal gelegentlich für viel Geld angeboten wurden, waren in Wirklichkeit Zähne des Narwals. Nur mit Walen kannte sich kaum jemand aus, und so funktionierte dieses Geschäft. Es wurden auch Einhörner "gezüchtet", indem man bei jungen Ziegen die Hörner zusammen band und so zu einem Horn zusammen wachsen ließ. Ob man das auch mit Ziegenböcken machte, weiß ich nicht. Also wäre auch hier das Geschlecht unklar.

Der Song "Das letzte Einhorn" ist mir irgendwie zu seicht. Nach dem, was ich vorab geschrieben habe, ergreift mich da eher "Mutter" von Rammstein.

Liebe Grüße
Nicole

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 14:43
von Nicole Fritz
Nach den Ärzten passt dann wohl das Video zu meinem Song:


Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 14:56
von ExuserIn-2019-12-22






Wer mag denn bitte keine Einhörner?

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 15:10
von ExUserIn-2026-04-08
Moin,
Nicole Doll hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 13:13 Da dürfte sich erheblich mehr Frau-Gefühl einstellen als ich das wohl jemals erleben werde.
ein interessanter Aspekt. Aber was verstehst Du unter "Frau-Gefühl" ? Erst neulich habe ich gelesen, dass das Gefühl bei Trans-Menschen, die sich ganz als Frau verstehen, keine besondere Auffälligkeit im Hormonspiegel bez. des Geburtsgeschlechte haben. Ist das dann nicht ein Widerspruch ?
Diva hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 12:42 jetzt würden mich die Konsequenzen interessieren. Da bin ich ganz unverblümt ---))) neugierig.
Mir geht es hierbei um den zeitlichen Aspekt in der Entwicklung. Jeder Mensch startet an einem eigenen Punkt ins Leben. Es gibt Talente, soziales Umfeld, etc. Was die Situation des Einzelnen bestimmt. Theodoer Storm schrieb einmal:""Man muss sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man zur Verfügung hat". Alles folgende ist Entwicklung. Der Blick geht also nicht zurück oder besser gesagt, bleibt nicht darin verhaftet, sondern ist aus der aktuellen Situatin nach vorn gerichtet. Die Frage lautet nicht "Was habe ich verpasst?", sondern "Was kann/will ich erreichen ?" Ich habe Jahrzehnte gebraucht, bis ich kapiert habe, dass ich nir so aktiv leben kann. Und aktiv leben ist das Lebenselexier schlechthin.

Natürlich erlaube ich mir auch einen Blick zurück. Aber er ist nicht bedauernd, sondern wohlmeinend. Ich habe in jedem Zeitpunkt meines Lebens die Entscheidungen getroffen, die ich vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen und Möglichkeiten treffen konnte. Diese Sichtweise ist für mich extrem erleichternd geworden. Ich sehe dadurch mein Leben positiv. Viele, nicht nur hier, klagen, was sie alles nicht haben, was sie verpasst haben oder was ihnen vorenthalten wurde. Habe ich früher auch.

Bezogen auf Deine Situation sehe ich das ganz genau so. Du hast Dir Freiheiten erarbeitet, hängst aber scheinbar an einem Punkt der Unzufriedenheit, da Dinge nicht so sind, wie Du sie gerne hättest. So klingt es jedenfalls für mich. Wie wäre es, wenn Du die Perspektive wechselst ? Du hast das Holz geschnitzt, dass Dir zur Verfügung stand. Und Du schnitzt immer noch. "Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist" Warum sich mit Dingen aufhalten, die man nicht ändern kann ? Im Sinne einer Analyse kann ich Deine Worte nachvollziehen. Aber was folgt für Dich persönlich daraus ?

Unsere Entwicklung zur Frau (bei mir eben nicht zur vollständigen Frau) verläuft in anderen Bahnen und dauert wesentlich länger. Mit "Frau" meine ich jetzt nicht das Lebensgefühl, das intrisisch in einem/r steckt, sondern den Prozess der Akzeptanz des eigenen Ichs, der Durchsetzung der eigenen Gefühle in der äußeren Welt. Jungs und Mädchen, Männer und Frauen werden ständig beeinflusst, Dinge zu tun und zu lassen und trotz aller Emanzipation ist das auch heute noch so. Wir haben für uns einen Prozess angestoßen, der uns die Freiheit bringt, in der Öffentlichkeit das zu tun, was wir wollen. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht von einem Gefängnis in das nächste kommen.

Ich glaube nicht, dass wir eine Pubertät vom Mädchen zur Frau brauchen. Frauen und Männer gehen in ihrer Entwicklung in ein neues Gefängnis. Es ist nicht selbstbestimmt, sondern folgt Regeln. Auf Arte gibt es einen Film über die Vulva

Darin beschreiben Frauen recht konkret die Einengungen des weiblichen Lebens. Für Männer könnte man wahrscheinlich gleiches tun. Kernfrage: "Wer oder was bestimmt Dein Leben?" Sind das die Meinungen im Kaffeekränzchen (wer ist Meinugsfürerin?) oder im Feuerwehrverein (Wer ist der Macker?") oder kann man sich frei äußern ? MMn ist die Emanzipation des/r Einzelnen das Entscheidende. Und hiermit schließt sich der Kreis. Wir schnitzen das Holz, das uns zur Verfügung steht. Damit können wir viel weiter sein als viele andere Menschen. Und das macht uns für "Meinungsmacher" gefährlich. Wir gefährden die Meinungshoheit und müssen bekämpft werden. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die einzige Chance, die wir haben, ist selber zum Meinungsmacher zu werden. Meinungsmacher in eigener Sache.

Das ist mein "Einhorn". Es ist nicht nur rosa, sondern kunterbunt...

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 17:49
von Nicole Fritz
Vicky_Rose hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 15:10 Moin,
Nicole Doll hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 13:13 Da dürfte sich erheblich mehr Frau-Gefühl einstellen als ich das wohl jemals erleben werde.
ein interessanter Aspekt. Aber was verstehst Du unter "Frau-Gefühl" ? Erst neulich habe ich gelesen, dass das Gefühl bei Trans-Menschen, die sich ganz als Frau verstehen, keine besondere Auffälligkeit im Hormonspiegel bez. des Geburtsgeschlechte haben. Ist das dann nicht ein Widerspruch ?
Hallo Vicky_Rose,

ich beziehe mich hier auf das, was einige Trans-Frauen hier über die Wirkung der Hormon-Therapie schreiben: "Ich bin viel ausgeglichener, diese ganze Aggression kenne ich nicht mehr" oder ähnliches. Da tut sich doch wohl einiges in der Psyche, auch wenn es bestimmte Leute offensichtlich nicht wahr haben wollen. Aber wie gesagt, eigene Erfahrungen habe ich da nicht. Ich bin weiter Testosteron-gesteuert, leicht reizbar, aufbrausend und dabei in verletzender Weise sarkastisch, was wohl eher als typisch männlich angesehen wird.

Bei einer HT mit Testo-Bocker befürchte ich allerdings in eine schwere Depression verfallen zu können. Damit würde ich mich von Antidepressiva abhängig machen, die nach Aussage einiger guter Bekannter das Gefühl vermitteln willenlos und fremdgesteuert durch ein völlig unbegreifliches Universum zu irren. So etwas muss ich nicht haben. Und da ich Ärzten aus Prinzip nicht traue, bleibt mir hier nur Vorsicht walten zu lassen.

Liebe Grüße
Nicole

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 20:58
von Das_Känguru
Leute bitte, wording! Bitte schreibt was ihr meint, ich weis ihr meint das richtige, und schreibt nicht sowas wie Biofrau. Das ist dya cis heteronormativer Mist, eingeführt von TERFs um uns weiter strikt abgrenzen und das binäre Geschlechtersystem aufrecht halten zu können.
Was soll eine Biofrau den überhaupt sein? Eine die genug Auslauf bekommen hat und nur mit frischem Heu gefüttert wurde und ohne Gentechnik bevor sie zur Schlachtbank geführt wurde?????
Und was ist eine nicht geborene Frau? Also wenn sie nie geboren wurde dann existiert sie nicht oder?

Alle Frauen werden als Frauen geboren. Punkt fertig aus. Da ist nicht dran zu rütteln. Nur bei manchen Frauen wird nach der Geburt beim Ritual der Genitalienbeschau festgestellt, dass sie allen dya cis heteronormativen Erwartungen der Ärzte entsprechen und deshalb bekommen sie den Geschlechtseintrag weiblich und bei manchen Frauen, die leider nicht den genannten Vorstellungen entsprechen, wird dann ein falscher Eintrag vorgenommen. Macht sie das weniger zu Frauen? Nein, nicht im geringsten.

Wenn man schreiben möchte, dass bei der Geburt dieser fehlerhafte Eintrag gemacht wurde dann kann man von trans Frauen und cis Frauen schreiben. Oder von amab Frauen. amab = assigned male at birth (männlich bei Geburt zugewiesen) aber bitte nie von Biofrauen.

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 21:19
von Christiane.LE
Mir fehlt Mutter zu sein.
Liebe Grüße Christiane

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 21:49
von Renée
Hallo,

Ich hatte/habe nie ein sonderliches Problem kein Einhorn bekommen zu habe. Ich würde mich auch wundern wenn es denn vor 30-40 Jahren diesen Hype schon gegeben hätte. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Und dann habe ich ständig in die Falsche Richtung geschaut und mich gewundert warum dort nichts mehr war, was mich wirklich fasziniert bezüglich Kleidung , Faschingskostüme usw. Meine Kinder habe auch keine Einhörner und dies sehen immer noch recht glücklich aus. Ich werde mal bei Gelegenheit fragen ob ihnen das Fehlt. Aber ich denke, ich weiß ganz genau was du meinst. Mein Einhorn ist Ballett und Tanzen im allgemeine.
ich beziehe mich mal auf Lexes Beitrag. Tattoos sind nicht meine Ding, dafür habe ich eine Kette mit einer Ballerina, ein Geschenk von meiner Frau. Das ist mein Anker wie auch das (mühsame) Erlernen des klassischen Tanzes. Und ich grüble auch viel zu oft über hätte - wollte - könnte. Aber Grübeln ist wie Schaukel - man tut etwas - kommt aber nicht vorwärts.
Geh deinen Weg und am besten nicht zurück sehen wenn der Schmerz zu groß ist.

Ich kann mich nur eine Must have in Punkto Kuscheltiere erinnern - Monchhichis und da hatte ich eine Ganze Familie - Vater, Mutter, kleine Tochter und eine Baby-Anhänger zum Umhängen. Das fand ich toll und ich war super stolz.

Re: Von der schrecklichen Gewissheit, niemals ein rosa Einhorn geschenkt zu bekommen

Verfasst: So 24. Mär 2019, 22:26
von ExUserIn-2026-04-08
Das_Känguru hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 20:58 und schreibt nicht sowas wie Biofrau. Das ist dya cis heteronormativer Mist, eingeführt von TERFs um uns weiter strikt abgrenzen und das binäre Geschlechtersystem aufrecht halten zu können.
Mir geht es nur darum, mich verständlich zu machen. Ich lehne Machtfragen und Wertungen in diesem Kontext ab. Das gehört m.E. nicht hierher und kann gerne an anderer Stelle (neuer Fred?) diskutiert werden.