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Re: Als Trans* eher dezent weiblich?youtube.com/resasrandomstuff)
Verfasst: Mo 4. Mär 2019, 19:48
von Karla
Joe95 hat geschrieben: Mo 4. Mär 2019, 09:07
Das hat mich jetzt neugierig gemacht.
Elizabeth hat geschrieben: So 3. Mär 2019, 22:18
....wenn sie sich wie eine "normale" Frau verhielte...
Wie ist das zu verstehen?
Kommt sie übertrieben rüber oder eher maskulin?
Was wird von ihr erwartet?
Ich hab sie bislang nicht kennengelernt, nach Ansicht meines Bruders (ich sehe ihn im wesentlichen hier als "Normalo" und damit repäsentativ für den Querschnitt der Bevölkerung) hat sie halt etwas bzgl. Weiblichkeit überzogen - 2.Pubertät - hab ich ihm auch gesagt und für sie um Verständnis gebeten.)
Was von ihr erwartet wird:
99%-Passing als Frau - wenn nicht 110% o.K: \Sarkasmus Off
...zu sexy darf sie aber auch nicht sein - würde provozieren...
-> Es allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!
Dezent weiblich! ist daher wohl eine gute Idee, die entsprechende Gratwanderung muß frau halt als Herausforderung sehen!
LG Elly
Re: Als Trans* eher dezent weiblich?
Verfasst: Mo 4. Mär 2019, 20:07
von Zottelhexe
Liebe Phillygirl,
ich bin eine Cis-Frau und Partnerin. Ich habe die Transition meiner Frau von Anfang an begleitet. Anfangs hat sie mit ihrem Outfit oft übertrieben, und deshalb auch viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Inzwischen kleidet sie sich meist dezenter, und auch das MakeUp ist zarter. Sie wird jetzt, trotz mehr Hosen und nicht ganz so kurzen Röcken viel weiblicher wahrgenommen...
Re: Als Trans* eher dezent weiblich?
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 06:54
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo,
ich denke, jede/r hat ein Recht, sich so auszudrücken, wie er/sie das für richtig hält. Mein Stil hat sich im Laufe der Jahre immer mehr konkretisiert und meine Fähigkeit mich mit z.B. Makeup, Kleidung oder Bewegung auszudrücken, ist feiner geworden. Ich brauche nicht mehr den "Dampfhammer", um Weiblichkeit auszudrücken, sondern kann viel mehr mit Kleinigkeiten spielen.
Das dauerte aber auch seine Zeit. Ich musste für mich erst die richtigen Wege finden, meine Weiblichkeit auch so zu zeigen, wie es für mich richtig ist. Und da spielt auch der Aspekt Natürlichkeit, der mir sehr wichtig ist, hinein. Ich muss mich so spüren können, wie das zu mir passt und nicht, damit ich in Schemen passe. Den für mich richtigen Weg habe ich sehr lange gesucht und heute ist das noch nicht abgeschlossen. Es bleibt also spannend.
Re: Als Trans* eher dezent weiblich?
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 08:39
von Joe95
Elizabeth hat geschrieben: Mo 4. Mär 2019, 19:48
hat sie halt etwas bzgl. Weiblichkeit überzogen - 2.Pubertät - hab ich ihm auch gesagt und für sie um Verständnis gebeten.)
Ja, Verständnis ist der richtige Umgang damit. Man bedenke das es nicht selten schon Schulkinder gibt, die einer Ts im Thema "Frau sein" jahrelang vorraus sind.
Uns mag das bewusst sein, vergeht doch kaum ein Tag an dem wir nicht mit dem Thema "Gender" beschäftigt sind.
Aber lasst uns ein wenig gnädig sein mit denjenigen, die sich nicht einmal vorstellen können das es Menschen gibt, die nicht von Kindesbeinen an in ihre Geschlechterrolle hineingewachsen sind.
Re: Als Trans* eher dezent weiblich?
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 08:48
von Tatjana_59
Ich habe Jahre versucht meine Weiblichkeit über Kleidung, Make Up zu definieren, zu zeigen.
Mittlerweile Versuche ich einfach als Frau in der Masse unterzugehen. Das gelingt mir natürlich nicht immer, vielleicht nie.
Zu offensichtlich ist mein Geburtsgeschlecht.
Ich gehe was bis vor zwei/drei Jahren undenkbar gewesen wäre mittlerweile auch ungeschminkt außer Haus.
Nie schlecht angezogen. Aber auch nie mehr nuttig übertrieben angezogen.
Kleidung dezent, außer ich gehe weg, dann kann es schon mal das kleine schwarze sein.....
Oups, fällt mir gerade ein, hatte ich schon lange nicht mehr an.
Bin ich Trans?
Nein, nach abgeschlossener Transition bin ich Frau!
LG Tatjana