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Re: AUGSBURGER: Frau wollte Mann werden: "Ich erkenne mich im Spiegel nicht mehr"
Verfasst: Fr 23. Feb 2018, 07:50
von Jenina
MichiWell hat geschrieben: Fr 23. Feb 2018, 00:01
...
ich bin etwas verwundert, dass du mir grad das um die Ohren haust, was doch bisher zwischen uns Konsens ist.....
Michi, entschuldige nochmal das das so bei Dir angekommen ist. Ich wollte Dir nix um die Ohren hauen, ich haue nähmlich niemals weil ich eine gaaanz Liebe bin.
Natürlich haben wir Konsens in der Sache, auch wenn ich die Wichtung etwas anders sehe. Das Ist keine Schlechtrednerei sondern nur vorsichtiger, warnender Hinweis. Denn man kann mit seiner eigenen Gesundheit nicht vorsichtig genug sein.
Jenina
Re: AUGSBURGER: Frau wollte Mann werden: "Ich erkenne mich im Spiegel nicht mehr"
Verfasst: Fr 23. Feb 2018, 09:05
von Anke
Hallo,
solche Fälle sind für mich ein deutlicher Beleg, dass das im TSG definierte Verfahren völlig ungeeignet ist. Statt eines "Torwächters" in Form der beiden Gutachter wäre es viel wichtiger, Transsexuelle kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Es gibt eben nicht den einen richtigen Weg, sondern jede muss ihren eigenen finden und das ist richtig schwierig.
Dazu gehört eben auch eine gute Erwartungshaltung zu entwickeln. Von meiner eigenen Transition kenne ich das auch. Da gibt es natürlich Wünsche, Möglichkeiten, Grenzen und die unterschiedlichsten Informationen und das muss alles sortiert und eingeordnet werden. Mit einer professionellen Hilfe, die diesen Namen auch verdient, geht das deutlich besser.
Liebe Grüße
Anke
Re: AUGSBURGER: Frau wollte Mann werden: "Ich erkenne mich im Spiegel nicht mehr"
Verfasst: Fr 23. Feb 2018, 11:59
von Michi
Jenina hat geschrieben: Fr 23. Feb 2018, 07:50
nur vorsichtiger, warnender Hinweis. Denn man kann mit seiner eigenen Gesundheit nicht vorsichtig genug sein.
Auf jeden Fall. Ich würde nie auf die Idee kommen, anderen die körperliche Transition als den ultimativen, einzig glücklichmachenden Weg zu empfehlen. Maßnahmen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind, müssen auf jeden Fall wohl überlegt sein. Dafür bedarf es mehr professioneller Begleitung, anstatt sich zu sehr auf Selbsthilfegruppen zu verlassen.
Und da komme ich zum Beitrag von Anke:
Anke hat geschrieben: Fr 23. Feb 2018, 09:05
Es gibt eben nicht den einen richtigen Weg, sondern jede muss ihren eigenen finden und das ist richtig schwierig.
[...]
Mit einer professionellen Hilfe, die diesen Namen auch verdient, geht das deutlich besser.
Das ist ein großes Problem unseres aktuellen Systems. Und das betrifft nicht nur den vergleichsweise "kleinen" Bereich Transidentität, sondern genau so die Betreuung von Alten und Kranken im Allgemeinen.
Wir stecken einen immensen Aufwand darin hinein, Gutachten zu erstellen, Bedarfe zu ermitteln, sie bis ins kleinste Detail zu splitten und zu bewerten, Anspruchsberechtigungen genauestens zu reglementieren und in einem Dschungel der Zuständigkeiten zu verorten. Es wird jeder Scheiß dokumentiert, als ginge es dabei um Staatsverträge.
Aber um die Menschen selbst wird sich viel zu wenig gekümmert. Dafür ist dann kaum Zeit und nur noch wenig Geld übrig.
Unser krankes System verwaltet in erster Linie das Leid und Elend der Menschen, anstatt es zu lindern.
Das war mein "Wort zum Sonntag".
Michi