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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 15:23
von Michelle_Engelhardt
Hallo Uta,

Vicky sprach aber von vielen TS und nicht von allen.

LG
Michelle

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 16:02
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo Uta,

ein reiner Crossdresser leitet nicht.
Woher weißt Du das denn ? Du schreibst weiterhin:
Mir fehlt dabei irgendwie die Vorstellung unter was ein CD leidet ?
Dir fehlt die Vorstellung, aber Du erlaubst Dir eine Einschätzung. Wie soll ich das verstehen ? Ich kann das nicht nachvollziehen.



Nicht ich habe CD mit TS verglichen, sondern der Artikel.

Ich habe auch nie das seelische Leid von TS bezweifelt. Und mir ist klar, dass diese erheblich sein könnten. Du brauchst mir dafür nicht Auszüge Deines Tagebuchs zu schicken.
Wenn er leidet ist er zu feige zu sich selber zu stehen bzw. es ist Transidentität im Spiel.
Meinst Du CD sind per Definition Leute, Spaß an der Verkleidung haben ? Ich sehe das anders. Vielleicht übersiehst Du, dass viele Betroffene viele Jahre in diesem Prozess benötigen, um zu sich selber zu stehen und das ist nicht zwangsläufig TI oder TS. Es gibt auch Menschen, die stehen zwischen den Geschlechtern und fühlen sich keinem von beiden ganz zugehörig.

Und ich kann Dir sagen, dass kann durchaus mit erheblicher Betroffenheit einhergehen. Glaubst Du, dass TS ein Monopol auf Leid haben ? Ich betone nochmals, die Probleme einer TS unterscheiden sich in vielen Bereichen von denen eines CD und sie sind gravierend. Das heißt nicht, dass es anderen zwangsläufig besser geht.

Wer will den das beurteilen und vor allen Dingen warum ? Ich kann das nicht, aber ich plädiere an dieser Stelle für eine Anerkennung, dass diese Art Geschlechtsfragen auch bei Nicht-TS eine erhebliches Potential an Problemen beinhalten kann. Ein Argument er sei zu feige, wenn er seine Probleme hat, weil er nur sich so anerkennen möge wie er sei, lasse ich nicht gelten. Manche Probleme fangen dann erst an.

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 16:38
von Kerstin
1.) Für so a Käsblatt ist der Artikel nicht soo schlecht das man darüber streiten müßte.
2.) Ihr beschwert euch regelmässig über "Schubladendenken" anderer - gefallt euch aber selbst darin. Wie sollen andere das verstehen?

LG Kerstin

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 17:12
von exuserin-2017-01-24
uta hat geschrieben: Mo 16. Jan 2017, 15:19 Wenn er (CD) leidet ist er zu feige zu sich selber zu stehen bzw. es ist Transidentität im Spiel.
Gruß Uta
Entschuldige mal Uta, Du wirfst Vicky Beleidigung vor, aber obigen Satz von Dir finde ich nun auch vollkommen daneben und abwertend. Geht es Dir um einen Sonderstatus als Leidensopfer? Die Übergänge von CD und TS sind oft fließend, deswegen verstehe ich nicht warum Du hier versuchst eine Trennung und Abgrenzung zu schaffen, wo wir doch alle mehr oder weniger im selben Boot sitzen und zusammen halten sollten.

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 17:33
von exuserin-2017-01-16
Bevor hier jetzt ein Shitstorm gegen mich entfacht wird.
Eventuell hilft auch das gründliche Lesen aller Beiträge.Weiter oben schrieb ich" in dem Moment wo Leidensdruck dazu kommt handelt es sich m.M.n. um Transidentität" dann ist es für mich in der Definition kein Crossdressing mehr!
Und deshalb verwahre ich mich entschieden mit Cd in einen Topf geworfen zu werden oder hat von euch Cd' s wegen seiner Neigung die Arbeit und die Familie verloren?

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 17:41
von exuserin-2017-01-24
Sind Definitionen denn so wichtig? Ich weiß nicht mal was ich bin, ob TS, TI, CD, oder noch "weniger". Es spielt für mich keine Rolle, weil solche Begriffe einfache Dinge total verkomplizieren können. Und ich habe auch richtig viel Mist durch, ich meine so richtig schlimme Dinge, die ich hier und jetzt ganz bestimmt nicht zum Besten gebe. Da helfen mir auch keine abgrenzenden Begriffe, das macht meine Situation nicht besser.

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 18:17
von Michelle_Engelhardt
Viel Mist hat bestimmt jeder von uns durch. Die Frage ist, ob dieser Mist aus der Tatsache resultiert anders zu sein oder ob dieser Mist ohne das Anderssein nicht entstanden wäre. Ich denke, darauf wollte Uta wohl hinaus.

LG
Michelle

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 18:55
von exuserin-2017-01-24
Na wenn ich das schon hier so erwähne, hat es sicher mit der Thematik zu tun. Ich habe nur ein Problem damit, wenn innerhalb einer Gruppe solche Abgrenzungen stattfinden und dann noch auf bestimmte Gruppierungen "rumgetreten" wird, nach dem Motto, "die sind ja weniger Wert". Das zeigt mir dass da einfach noch Verständnis fehlt.

Und es macht einen Unterschied wenn ich sage er oder sie ist feige, anstatt von, er oder sie hat Angst und Befürchtungen. Mir ist auch klar, dass man manchmal den eigenen Schmerz an den falschen Stellen im Außen bekämpfen will und damit nur noch mehr Leid und keine Linderung erzeugt. Deswegen ist es manchmal gut, inne zu halten und die eigenen Motive zu überprüfen.

Aber gut, ich muss mich ja an solchen Diskussionen auch nicht beteiligen.

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 19:16
von Britt
Hallo Mädels,
ich kann nur sagen, dass ich keinen Leidensdruck mehr habe, seitdem ich die Transition gestartet habe und lebe was ich bin.

Liebe Grüße,
Britt

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 19:18
von Michelle_Engelhardt
Huhu Gia.

Das mit dem "feige" fand ich auch ziemlich daneben, da stimmen wir überein. TS sind auch nicht höhergestellt als der Rest der Transgemeinde. Was aber unbestritten sein dürfte ist, das TS mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben als zb. CD/TV. CD/TV gehen ihrer Neigung in den allermeisten Fällen in ihrer Freizeit nach und müssen daher kaum den Verlust ihres Arbeitsplatzes befürchten. Die Nerven von CD/TV werden auch nicht ständig durch die Unfähigkeit von Behörden, Medizinern und Krankenkassen auf die Probe gestellt. Bitte nicht falsch verstehen....ich möchte Utas unglücklich gewählte Äußerung in keinster Weise schön reden, aber gewisse Umstände muss man schon berücksichtigen und können einen gewaltigen Unterschied machen, wenn man TS oder CD/TV ist.

Liebe Grüße
Michelle

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 19:28
von Michi
uta hat geschrieben: Mo 16. Jan 2017, 10:57 Hi ist die Frage was du unter leiden verstehst ? Das was Ts erleben willst du im Traum nicht erleben. gruß Uta
Hallo Uta,

ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich es problematisch finde, wenn man versucht, einen Maßstab an das Leid anderer zu legen.
Wie um alles in der Welt willst du beurteilen können, wie es mir oder anderen TV/CD geht? (Können wir ja gern mal einen Thread drüber machen.)

Schon Wilhelm Busch wusste dazu zu sagen:
Wie klein ist das, was einer ist,
Wenn man's mit seinem Dünkel mißt.
Das haben wir schon viel zu viel in unserer Gesellschaft, dass sich Menschen darüber definieren, dass es ihnen vermeintlich(!) sooo viel schlechter als anderen geht,
was letztlich nur zu Spaltung führt, anstatt zu mehr Gemeinsamkeit.

Liebe Grüße
Michi

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 19:34
von Michelle_Engelhardt
Leid ist so individuell, wie die Menschen selbst. Der eine leidet darunter, im falschen Körper zu sein. Der nächste leidet, weil ein geliebter Mensch todkrank ist. Wieder ein anderer leidet darunter, das er statt 3800 zukünftig nur noch 3600 verdient und ein Vierter leidet darunter, das der Fernseher des Nachbarn größer ist.

Was für den einen kein Beinbruch ist, kann für den nächsten schon die Welt zum Einsturz bringen...so sind wir Menschen nunmal.

LG
Michelle

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 19:39
von Michelle_Engelhardt
Das haben wir schon viel zu viel in unserer Gesellschaft, dass sich Menschen darüber definieren, dass es ihnen vermeintlich(!) sooo viel schlechter als anderen geht,
was letztlich nur zu Spaltung führt, anstatt zu mehr Gemeinsamkeit.
Das Phänomen ist mir noch gut von meiner Oma und ihrer Nachbarin in Erinnerung. Die beiden haben sich oft gegenseitig mit ihren Krankheiten überboten. Häufig ist sowas auch in Wartezimmern zu erleben :mrgreen:

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 19:44
von Simone 65
Hallo. Ich will mich mal einbringen. Ich bin noch nur CD, aber ich weiss nicht ob das so bleibt. Ich habe eine riesen Angst vor einer OP. Ich möchte aber jeden Tag als Frau leben. In meiner Freizeit mache ich das ja schon. Aber diese Zeit, nicht zu wissen. Sicher TS haben noch mehr Probleme.
Ich mache mir Gedanken. Hatte auch ein riesigen Schiss vor meinen Outings.
Ich möchte keine Abgrenzung. Ich habe so viele liebe Mädels kennengelernt, egal ob TS, TV oder CD. Und auch ein paar Schwule und Lesben. Jede, jeder hatt sein Päckchen zu tragen.
Eine nachdenkliche Simone.

Ich leide mehr, durch die Ablehnung, Abgrenzung durch andere Menchen.

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Verfasst: Mo 16. Jan 2017, 21:10
von Michelle_Engelhardt
Uta ist leider raus, was ich sehr schade finde :(