Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet
Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet - # 2

Anne-Mette
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 16 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Alle sind jedenfalls öffentlich
erreichbar.
Na, das ist eine nette Umschreibung )))(:

Dann ist es also möglich, auch als nicht als "transsexuell geprüfter Mensch" z.B. im VTSM e.V.- Forum sich anzumelden und mitzudiskutieren?

Gruß
Anne-Mette
Frida
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 17 im Thema

Beitrag von Frida »

Hallo, (888)

also ich kann das, was Rosi beschreibt gut verstehen und kann mich in den sachlichen Argumenten und in den Beschreibungen von Transsexualität wiederfinden.

Liebe Grüße, Frida (flo)
Marielle
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 18 im Thema

Beitrag von Marielle »

'nabend Rosi,
Denn es gibt Menschen (ganz viele sogar) für die ist Binärität erstmal völlig in Ordnung.
Mag ja sein. Es gibt leider auch relativ viele Menschen, für die eine diskriminierende Trennung in Schwarze, Weisse und Gelbe ganz OK ist. Es gibt immer irgendjemanden, der bestehende Differenzierungen 'völlig in Ordnung' findet; sonst gäbe es diese Trennungen schlicht nicht. Es lässt sich sicherlich auch jemand finden, für den eine gesetzliche Unterordnung der Frau unter den Mann völlig in Ordnung ist (vermutlich sogar hier). Das macht die Sache an sich aber nicht besser. Und jetzt komm mir nicht mit 'Mehrheit'; die zu sein nehmen nämlich auch die für sich in Anspruch, die uns alle am liebsten in der Geschlossenen sähen.


Ansonsten bestätigt deine Einlassung doch nur, was ich geschrieben habe. Du argumentierst nicht für gesellschaftlichen Fortschritt, sondern für partikulare Interessenslagen von artikulationsfähigen Menschen. Das es dafür leicht verdienten Beifall gibt ist auch keine neue Erkenntnis. Eine systematische Änderung lehnst du ab, weil sie gefühlt! gegen diese individuellen Interessen wirkt. Dabei nimmst du / nehmt ihr allerdings billigend in Kauf, dass sich am grundsätzlichen Problem (der Zuweisung von Geschlecht und daraus folgender Ableitungen und Erwartungen) nichts ändert. Ich nenne das schlicht Egoismus.

Man kann ahnen, warum es manchen Menschen so wichtig ist eine Art 'staatlicher Anerkennung' der eigenen Selbstbestimmung zu haben. Die daraus entstehenden Verhaltensweisen und Forderungen sind und bleiben aber Egoismus; im besseren Fall aufgrund individueller Geschichtsverdrängung, im schlechteren Fall als ganz bewusstes Verhalten, im schlechtesten Fall aus Mangel an Erkenntnisfähigkeit. Das haben wir aber wirklich schon so oft durchgekaut, dass selbst mir langsam die Lust daran fehlt. Mir fehlt sie auch deswegen, weil es viele Menschen gibt die sich als Transsexuelle benennen, die aber ganz ohne diesen Egoismus auskommen.

Aus diesem Grund leben Menschen weiblich gekleidet aber mit Vollbart für sich selbst gut und zufrieden (was z.B. von transsexuellen Menschen überhaupt nicht nachvollzogen werden kann ........
Findest du es nicht selbst etwas schräg, dass grade ein Teil der Menschen, die ständig auf ihr Selbstbestimmungsrecht pochen, das zudem völlig frei von körperlichen Bezügen anzuerkennen sei, anderen dauernd irgendwelche Zuschreibungen an die Backe kleben wollen? (den kategorischen Ausschluss innerhalb deines Satzes muss ich nicht extra erklären, oder?)


Ach, sag mal: Warum hast du eigentlich die Frage nach deinem Vorschlag zum Umgang mit Menschen, die sich (noch) nicht selbst erklären können, in deinem Beitrag so sauber ausgelassen? Gibt es da ein Problem?

EDIT (der Teil war mir beim einfügen verloren gegangen):

Offensichtlich gibt es da ein Poblem:
Über den Weg, dass nur der Mensch selber über sein Geschlecht Auskunft geben kann .......... Dieser Umstand gilt dann selbstverständlich auch für Kinder, Marielle.
Ein Kind soll Auskunft über sein Gechlecht geben? Womöglich noch bevor der Doc es in die Papiere einträgt?


hab es gut

Marielle
Zuletzt geändert von Marielle am Fr 4. Dez 2015, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 19 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Rosi,
nach deinen letzten Beiträgen glaube ich zwar, deine Denkweise etwas besser zu verstehen, insbesondere worin du den Unterschied zwischen transsexuellen und Trans*-Menschen siehst, teilen kann ich diese Auffassungen allerdings nicht. Ich frage mich nun immer wieder: Warum ziehst du da so eine harte Grenze, obwohl die Übergänge doch fließend sind? Wie siehst du z.B. Menschen, die sich als Frau im "falschen" Körper fühlen, ihre Neigung wegen befürchteter Repressalien aber nur als Teilzeitfrau oder gar nicht ausleben. Oder jemand lebt praktisch 100% als Frau, schert sich aber nicht um VÄ/PÄ, HET und GAOP? (Der Einfachheit wegen spreche ich hier nur von MzF. Andersherum gilt das natürlich genauso.)Viele machen während ihres Selbstfindungsprozesses ohnehin mehrere "Stadien" durch.
Wäre es da nicht besser, es gäbe einen Oberbegriff, der beide Kategorien einschließt? Eigentlich gibt es den ja schon: Transgender oder kurz Trans*, aber das entspricht ja nicht deiner Denkweise.
Nach deiner Auffassung soll der Begriff Trans* transsexuelle Menschen unsichtbar machen. Das habe ich nach wie vor nicht verstanden. Ich behaupte eher mal das Gegenteil: Die meisten Leute denken bei Trans* (egal ob mit oder ohne Stern) an Transsexualität. Dazu haben sicher auch zahlreiche Medienberichte und einige prominente Betroffene beigetragen. Teilzeitfrauen, Crossdresser, Bigender und alle anderen, die irgendwie zwischen den Geschlechtern stehen, sind dagegen weit weniger bekannt. So sind es meines Erachtens doch eher letztere, die noch weitgehend an "Unsichtbarkeit" leiden.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
nicole.f
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 20 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Eigentlich wollte ich mich hier ja zurückhalten, aber einen Fakt kann ich nicht auslassen:
Rosi_ hat geschrieben:Hallo Andrea,

versuch einmal Trans* und Transsexualität nicht als Menschengruppen zu betrachten, sondern als "Phänomene" oder auch
als "Marker", die ganz eindeutig und scharf definiert sein können. So wird das dann besser verständlich und vor Allem auch
tauglich um Abseits von persönlichen Befindlichkeiten darüber sprechen zu können.

Es ist ja wesentlich leichter, sich zwischen "Markern" zu erklären, als zwischen Menschengruppen. Wie ich ja schon gesagt
hatte, gibt es selbstverständlich eine Unschärfe oder Vermischung der Phänomene, weshalb meine scharfe Grenzziehung immer
auf das Phänomen bezogen ist, nie aber auf Menschen.

Weil sich Menschen aber in unserem Fall über diese Phänomene definieren oder beschreiben und erklären, ist es eben für das
Verständnis (verstehen) wichtig, das mit den jeweiligen Begriffen (Beschreibungen) die richtigen Wirklichkeiten transportiert
werden.

Gerade in den von Dir angesprochenen Selbstfindungsprozessen sind solche "Marker" besonders wichtig. Je schärfe diese
definiert sind, desto besseren Orientierungswert haben sie für die Menschen in ihrer Findung. Dabei ist es sogar denkbar,
das "Marker" auch mit gar keinen Menschen "besetzt" sind. Von diesen "Markern" kann sich jeder Mensch "abgreifen" was
ihn und seine Wirklichkeit am besten entspricht.
...
Danke
Rosi
Das ist, mit Verlaub, nicht richtig.
Ich habe nun bereits einige Menschen intensiv auf ihrem Weg der geschlechtlichen Selbstfindung und -bestimmung begleiten dürfen und für keinen davon waren diese klaren Trennlinien existent noch hilfreich. Die Trennlinien, die man leicht finden kann, sind allenfalls oberflächlich und klischeehaft. Es gleitet schnell ab, in angeblich geschlechtstypische Kleidungsnormen, Verhaltensweisen und der Frage nach dem "Druck", dem "Leidensdruck" zu körperlichen Veränderungen. Nichts von alledem ist für einen Menschen hilfreich, der noch nicht genau weiß, wohin er_sie gehört. In dieser Phase der Selbstfindung war und ist es für viele, ich würde sogar sagen die meisten, sehr hilfreich und enorm entlastend, wenn man ihnen versichern kann, dass sie sich nicht an diese Klischees und gefühlten Normen, die Trennlinien, wie Du sie nennst, in ihren Gedanken zu halten brauchen. Sie sollen sich zunächst einmal unbefangen und frei davon gedanklich und ggf. auch in der realen Welt erfahren.

Dies stößt dann einen Prozess der wahren Selbstfindung an, in dem dann zu machende Erfahrungen verarbeitet werden können. Dies kann dann irgendwann einmal später dazu führen, dass dabei die Erkenntnis wächst und gesichert wird, "ich bin Mann" oder "ich bin Frau" oder eben aber auch "ich bin nicht zu 100% das eine oder das andere, aber ich bin ich und ich habe reale Bedürfnisse, die ich nun selbsbestimmt leben werde". Alle diese haben das gleiche Recht dazu.

Die Schreckensbilder und Szenarien von zementierten Rollenbilder, von Begutachtungs Kriterien, von Normen und Fristen, haben mich auf meinem Weg jahrelang fertig gemacht. Ich steckte in dieser männlcihen Rolle, aus der es gefühlt kein entrinnen gab und innerhalb dieser Erfahrungswelt war es völlig unmöglich, völlig undenkbar, einen Rollenwechsel von der einen Seite des Binärs zur andere zu wagen. Wie ein breiter Fluss ohne Brücke, das andere Ufer ist zwar in Sicht, man kann sogar mit Personen dort kommunizieren, sie sehen und erleben, aber erreichen? Nein, niemals. Meine Brücke waren gute Texte und dann schlussendlich auch Gespräche von und mit Personen, die mir klar machten, dass ich zu diesem damaligen Zeitpunkt diese Entscheidung Mann/Frau, gar nicht treffen musste, denn das konnte ich ja auch gar nicht. So begann dann endlich eine freie Entwicklung, die mich dann schlussendlich auf diese andere Seite führte, ja. Heute bin ich von dieser anderen Seite auch überzeugt, ich weiß was ich bin und das dies 100% dem entspricht, was ich bereits vor 30-40 Jahren hätte sein und tun sollen, aber nicht konnte.

Meine eigene Erfahrung und die Erfahrung mit einer ganzen Reihe von Klient_innen aus der Beratung sagt mir, dass einem Menschen in der Selbstfindung, wenn da also noch Zweifel sind, eine starre Vorgabe und "klare Trennlinien" ganz und gar nicht hilfreich sind. Das Gegenteil ist hilfreich, das Einreißen der Mauern, in den Köpfen und der realen Welt, der Abbau von Klischees und veralteten Rollenbildern, die Abschaffung von Cis- und Heteronormativität. Dies wären echte Hilfen.

Dies bedeutet dann aber gerade nicht, dass damit Geschlechtergrenzen, Bilder von Mann/Frau oder deren Kategorien abegschafft werden sollten, nein. Es geht nur darum, es zuzulassen und auszuhalten, dass es Menschen gibt, die sich diesem Normendiktat, aus welchen Gründen auch immer, nicht unterwerfen können oder wollen und mit ihrer ganz eigenen Geschlechtlichkeit, nicht zuletzt ausgelöst durch diese Normen, hadern. Öffnen wir uns alle für diese Menschen und erzwingen von ihnen nicht mehr die Entscheidung, sich zu einer der dutzenden trans* Formen und Gruppen zugehörig erklären zu müssen, so nehmen wir Druck von ihnen - Druck, unter dem viele Menschen leiden.

Die Diskussion "transsexuell" vs. trans* findet komischerweise praktisch nur in Deutschland statt. Ich frage mich warum? Kann es vielleicht daran liegen, dass unsere Gesellschaft, der Staat und die Kostenträger die Selbstverortung als "transsexuell" als die einzige Tür zur Selbstverwirklichung geöffnet haben? Das Menschen, die sich dem System unterworfen haben, um ihre damit errungenen Privilegien fürchten? Das sie vielleicht fürchten, das ihr Erreichtes damit im "Wert" geschmälert würde? In den USA bspw. in "transsexual" als Begriff, den es dort sehr wohl gibt und der in etwa das gleiche beschreibt, im öffentlichen und Gruppendiskurs ein klares no-go. Das Wort wird nicht benutzt. Warum? Wenn es so universell zutreffend wäre, dann müsste es doch auch dort verwendet werden?

Ich glaube, dass wir mit der ewigen Diskussion um die Abgrenzung trans* <-> transsexuell eigentlich eine Schattendisussion führen. Es geht nicht um diese Begriffe oder Kategorien, es geht um ganz tiefe persönlich Verletztheit, die nur nicht ausgesprochen wird. Was schade ist, denn so kommen wir nie weiter.

Zumindest für den Bundesverband und die LAG kann ich sagen, dass dort viele Menschen vertreten sind, die nach der klassischen Definition "transsexuell" sind. Sie fühlen sich nicht unsichtbar, ganz im Gegenteil. Sie gestalten den Prozess aktiv mit, vertreten die Belange derer, die sich wie sie definieren und diese werden dann in der großen Gruppe berücksichtigt und nach außen vertreten. Es ist wirklich schade, dass immer sofort auf diese Gruppen "geschossen" wird, obwohl sich die Schützen nie mit den Menschen darin unterhalten haben, nie die Ziele erfragt haben, nicht wissen, wer dort wie vertreten ist, wie gearbeitet wird etc. Komischerweise sind es auch immer die, die am lautesten und heftigsten wettern, die in öffentlich Gruppen, Gremien und Diskursen nicht vertreten sind. Reine APO? Das hat vor 40 Jahren nichts bewirkt und bewirkt auch heute allenfalls kaum etwas. Die, die nun in NRW aktiv sein werden, werden gemeinsam mit allen und den weiteren in NRW tätigen emanzipatorischen Gruppen aktiv werden. Wir werde auch nicht die Welt verändern, aber wir können damit dafür sorgen, dass mehr Gruppen unter dem bunten Dach von trans*, auch die transsexuellen Gruppen, ihre Arbeit besser machen können, dass sie mehr Unterstützung bekommen, dass sie alle gleichermaßen in öffentlichen Diskursen zu Wort kommen und gerade damit dann sichtbar werden.

Viele Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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Anne-Mette
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 21 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

Einem Menschen,
der beispielsweise mit Vollbart lebt und erklärt dass er eine "Frau" ist, wird man dies nicht glauben.

Da sind wir wieder bei der Frage: was macht eine Frau aus - was macht einen Mann aus?

Über die "Bartfrage" hat Marianna schon viel geschrieben: https://fraumitbart.wordpress.com/

Das hat alles nicht (mehr) viel mit dem Eingangsposting zu tun.
Meine Empfehlung: geht dorthin oder versucht, an anderer Stelle mitzumachen und "eure Sichtweisen" unterzubringen - oder auch nicht )))(:

Gruß
Anne-Mette
Andrea aus Sachsen
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 22 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Rosi,
danke für die Antwort!
Rosi_ hat geschrieben:versuch einmal Trans* und Transsexualität nicht als Menschengruppen zu betrachten, sondern als "Phänomene" oder auch als "Marker", die ganz eindeutig und scharf definiert sein können. So wird das dann besser verständlich und vor Allem auch tauglich um Abseits von persönlichen Befindlichkeiten darüber sprechen zu können.

Es ist ja wesentlich leichter, sich zwischen "Markern" zu erklären, als zwischen Menschengruppen. Wie ich ja schon gesagt hatte, gibt es selbstverständlich eine Unschärfe oder Vermischung der Phänomene, weshalb meine scharfe Grenzziehung immer auf das Phänomen bezogen ist, nie aber auf Menschen.
Das Ganze wie üblich etwas schwer zu verstehen — ich versuche es mal mit meinen Worten wiederzugeben:
Es gibt Phänomene (Transsexualität, Transvestitismus, Crossdressing, "¦) und Menschengruppen (Transsexuelle, Trans*-Menschen, Teilzeitfrauen, Crossdresser, "¦). Egal wie genau die Phänomene (du nennst sie "Marker", andere sprechen von "Schubladen") definiert sind, es wird nie möglich sein, jeden Menschen eindeutig einem davon zuzuordnen. Deshalb darf es keinerlei Zuordnungszwang geben.
Wenn du das so in etwa gemeint hast, wären wir zumindest in diesen Punkt einigermaßen der gleichen Auffassung. Nach wie vor kann ich aus deinen Ausführungen aber nicht erkennen, woher deine angebliche "Unsichtbarkeit" herrühren soll.
Rosi_ hat geschrieben:Wenn also nun Menschen antreten unter Trans* und erklären es handelt sich dabei um Transfrauen, Transmänner und insgesamt um Trans*menschen, dann entspricht das nicht dem "Marker" von transsexuellen Menschen. Denn das sind Frauen und Männer.
Rosi_ hat geschrieben:Werde ich anderen Menschen (egal welchen) z.B. als selbsterklärte "Transfrau" entgegentreten, habe ich mir in diesem Moment bereits selbst die Glaubwürdigkeit eine Frau zu sein abgesprochen. Besonders wenn dabei nachgestellt wird, dass man eine transsexuelle Frau sei und damit also eine "Frau" ist, wird an dem Ziel gesägt, das die geschlechtliche Selbstaussage von Menschen eine glaubwürdige Anerkennung finden wird.
Wenn ich das lese, werde ich den Eindruck nicht los, du hast irgendwie "Angst" vor Trans*, was immer du darunter verstehen magst. Dabei ist doch z.B. Transfrau nur ein Begriff. Du würdest diese wohl "Frau mit abweichenden Körpermerkmalen" bezeichnen.
Damit wir und nicht missverstehen: Ich sehe mich auch als Transfrau, verwende diesen Begriff aber nur, wenn über das Phänomen Transsexualität gesprochen wird. Sonst binde ich niemandem meine Besonderheit auf die Nase und bin dann einfach nur Frau, zumindest solange niemand genauer nachfragt.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 23 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Es ist nur ein Unterschied, ob sich ein Mensch
verhält "wie" eine Frau, weil er eine Frau ist, oder ob sich ein Mensch verhält "wie" eine Frau, weil er als Mann glaubt wie sich
Frauen verhalten.
Na, dann frage mal 100 Frauen, wie sie sich "als Frauen" verhalten - und Du wirst dermaßen viele unterschiedliche Antworten bekommen... )))(: (888)

Wenn es (nur) an Körperlichkeiten festzumachen ist, wer/was FRAU oder MANN oder TRANSSEXUELL ist, dann möchte ich es auch gern genau benannt haben, WASS es denn nun eigentlich ist.
Alles Andere hat dann doch wieder (mindestens auch) mit Transidentität zu tun und mit der Möglichkeit, sich als transsexuell selbst zu beschreiben.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 24 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Rosi_ hat geschrieben:Und genau so, wie Du selbst es betreibst, im Zusammenhang mit einem transsexuellen Phänomen dann als "Transfrau" von Dir sprichst, entstehen halt Bilder in den Köpfen der Menschen (wohl nicht in Deinem). Bilder von einer "Transfrau" und nicht von einer Frau
Hallo Rosi,
was meinst du denn, wie die Bilder aussehen, die bei anderen Menschen entstehen? Wie furchterregend müssen die denn sein, wenn sie dir so viel Angst machen?
Andererseits schriebst du doch, dass wir dadurch unsichtbar werden sollen. Wie passt denn das zusammen?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 25 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

So, und nun ist es einmal an mir, Dich, Anne-Mette, in dem nachfolgend dann von Dir Angeführten nicht folgen zu können.
Wie kommst Du jetzt darauf etwas an Körperlichkeiten festzumachen? Welchen Bezug siehst Du? ? ?
na, ich eben nicht

schau hier:

2.
Es gibt aber auch transsexuelle Menschen, die mit ihrem eindeutigen Geschlecht leben, eben halt mit körperlichen gegengeschlechtlichen
Merkmalen*.

in

viewtopic.php?p=129160#p129160

und das würde ich zu gern wissen; an welchen "körperlichen gegengeschlechtlichen Merkmalen" wird das festgemacht?


Gruß
Anne-Mette
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 26 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Tag zusammen,

die "körperlichen gegengeschlechtlichen Merkmale" müssen sich wohl auf das "geschlechtliche Wesen" eines Menschen beziehen, das Rosi weiter oben eingeführt hat. Damit wird eine Art 'Geschlechtskern' des Menschen gemeint sein, von dem man aber nur weiss, dass er nicht zwischen den Beinen zu finden ist. Zu diesem Kern oder Wesen können die Genitalien dann 'gegengeschlechtlich' sein. So ungefähr findet man es auch in den Darstellungen, die von den Anhänger_innen dieser These in nahezu jeder Kommentarspalte im Internet hinterlassen werden. Man könnte das soweit ja auch wirklich stehenlassen, wenn dieser Geschlechtskern nicht, bar jeder tieferen Erkenntnis, als auch nur binär existent, absolut frei von äusseren Einflüssen und als verbindlich anzuerkennen verkauft würde und damit, Nicole und Daenerys haben es deutlich genug beschrieben, Menschen aus einer scheiss Situation in die nächste scheiss Situation getrieben würden. Von verantwortungsvollem Handeln, von Emphatie und Hilfe zur Selbsthilfe keine Spur. Menschenrechte? Hauptsache die eigene Frisur sitzt.


Was ich aber eigentlich schreiben wollte:

Der Spruch
"Frau "tun" ergibt sich aus Frau "sein""
ist so ätzend sexistisch, dass mir und meiner Besten beim Lesen glatt die Brille verrostet ist. Der kommt noch vor der neulich hier zu lesenden Gestrigkeit, nach der es vor ein paar Jahrzehnten Frauen gab "die noch wussten, wie sie sich zu kleiden haben."

Es ist vollkommen egal, wer für sich selbst was für weiblich oder männlich hält oder wessen Genitalien entgegengesetzt zu Irgendwas sind, aber dieser direktive sexistische Müll gehört in die Tonne. Wo bitte kann man hier den Wertekalender auf das aktuelle Datum einstellen?

Marielle
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 27 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Rosi,
ich beginne mal mit etwas Positivem: Mir gefallen deine "Leuchttürme". Diese finde ich besser als "Schubladen", die die Vorstellung von einem Raum erzeugen. In denen muss zwar niemand drin sein und man kann auch daran vorbeigehen, aber es entsteht ein gewisser Zuordnungszwang. Einmal in einem drin, kann man nicht gleichzeitig in einem anderen sein.
"Leuchttürme", die bestimmte Phänomene repräsentieren - ich würde sie vielleicht treffender Orientierungspunkte nennen — wären dagegen irgendwie sinnvoll in der "Landschaft" aufgestellt. Je nach dem, inwiefern einzelne oder mehrere Phänomene auf eine Person zutreffen, könnte so grob das Gebiet abgesteckt werden, in dem sich diese Person bewegt.

Jetzt aber zum anderen Thema:
Rosi_ hat geschrieben:Dein Wortwitz, dass wir auf der anderen Seite dadurch ja unsichtbar werden sollen - und damit alle Probleme sich in Luft aufgelöst hätten, mögen wohl noch
ein paar Andere lustig finden, für die das geschlechtliche Thema auch nur eine amüsante Freizeitbeschäftigung ist.
Das sollte eigentlich kein Wortwitz sein, sondern ich wollte dich nur auf einen Widerspruch in deinen Ausführungen hinweisen. Wenn das etwas lustig rübergekommen sein sollte, war das nicht ganz unbeabsichtigt, denn ich denke, auch bei ernsten Themen kann eine kleine Portion Humor nichts schaden.
Ich erwarte jetzt nicht unbedingt eine Antwort von dir. Ich werde auch nicht weiter nach Unstimmigkeiten in deiner Theorie suchen. Andere Forenmitglieder haben dich ja ebenfalls auf Unzulänglichkeiten hingewiesen. Mir kam es darauf an, aufzuzeigen, dass deine Theorie, auch wenn sie einige Transsexuelle für gut befinden, in sich (noch) nicht ganz schlüssig ist.
Deshalb mein Rat: Geh"˜ erst mal in dich und versuche, die aufgezeigten Unstimmigkeiten zu beseitigen und deine Theorie "rund" zu machen. Gern kannst du dich dabei mit deinen Mitstreitern vom ATME beraten. Wenn du eine brauchbare Lösung präsentieren kannst, können wir weiter diskutieren.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Anne-Mette
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 28 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

... und was sollen nun diese Texte hier?

Gruß
Anne-Mette
Vivian Cologne
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 29 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

So,so, diese jahrealten, gut abgehangenen Kommentare zu noch älteren Blog-Einträgen sollten wir also kennen?

Danke, ohne diese Kenntnis wäre ich wohl nicht so schlau, wie ich jetzt bin ...

Dass die dgti, deren Arbeit ich schätze, für manche Zeigenossen so eine Art Teufelsverschwörung ist, wusste ich ja schon. Aber was hat das eigentlich mit dem Ursprungsthema dieses Threads zu tun? Vielleicht weißt du das ja, Alex.andra?

Vivian
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Re: Landesarbeitsgemeinschaft Trans* gestartet

Post 30 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

@Alex.andra

den Satz mit der dgti habe ich gelöscht. Wenn Du Grund zu einer Auseinandersetzung mit der Arbeit der dgti hast, dann mache das bitte an anderer Stelle und nicht hier.

Anne-Mette
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