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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 10:52
von Anne-Mette
Moin,
jetzt mölchte ich dich mal ganz konkret ansprechen, weil mir das "ihr" nun schon mehrmals unangenehm aufgefallen ist.
Es ist viel zu allgemein, wenn du nicht ganz genau Personen benennst.
Schon bei Nennung von Gruppen und eine eventuell vermutete Zugehörigkeit gibt es Probleme; denn nicht alle Personen dieser Gruppe haben die gleichen Wünsche, Forderungen und Eigenschaften.
Einfach "ihr" zu schreiben finde ich noch schwieriger.
Ebenso schwierig finde ich die "Verbissenheit", mit der immer wieder Nebenthemen angesprochen werden, die letztendlich kaum noch etwas mit dem "Grundthema" zu tun haben.
Es würde (nicht nur) diesem Thema sicherlich gut tun, sich mit etwas mehr Gelassenheit auszutauschen.
Gruß
Anne-Mette
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 11:21
von Knäckebrötchen
Hallo Anne-Mette,
ok, ich habe es bewusst vermieden, Namen zu nennen. Weil ich a) niemanden herausgreifen möchte und b) sich dieses Thema ja nicht nur hier, sondern in so gut wie allen Diskussionen immer wieder wiederholt.
Und ich führe nicht Buch, über die diversen Aussagen zu diversen Themen.
Möchtest du, dass ich also konkreter werde? Oder wird das dann wieder als persönlicher Angriff gewertet?
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 11:45
von Anne-Mette
Ich möchte, dass Diskussionen gelassender geführt und sie nicht "in Grund und Boden" geführt werden.
... und dass es auch mal eine Art Pause gibt zum Reflektieren - das wäre auch für die Themenstarterin schön, die sich dann mit dem auseinandersetzen kann, was geschrieben wurde.
Zuschreibungen in der Art "ihr (immer)" halte ich nicht für zielführend.
Crossdresser sind sicherlich in der individuellen Ausprägung ebenso unterschedlich wie transidente/transsexuelle/trans*, nonbinäre oder intergeschlechtliche Menschen.
Selbst bei ziemlich festen Gruppen wie Parteien oder Vereinen können Überraschungen erlebt werden, wenn Personen einfach als Mensch gefragt werden und nicht als Partei- oder vereinszugehörige Person,
die die Leitlinie der Gruppe vertreten darf oder muss.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 13:46
von edeka
Anne-Mette hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 11:45
Ich möchte, dass Diskussionen gelassener geführt und sie nicht "
in Grund und Boden" geführt werden.
das möchte ich unterstreichen. "in Grund und Boden" , oder zu Tode reiten.
Bei manchen - nicht "ihr/euch" sondern z.B. bei Knäckebrötchen - um einen Namen zu nennen (aber auch einigen anderen), habe ich den Eindruck, sie können gar nicht mehr aufhören, jede Antwort erfordert unbedingt wieder eine Antwort, und wieder und wieder ...
Lasst doch mal gut sein. Man braucht sich nicht ständig rechtfertigen, "da hast du mich falsch verstanden", oder den eigenen Standpunkt noch mal in einer anderen Variante an's Ende rücken. Andere haben eine andere Meinung, so isses halt.

Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 14:58
von Maya
Anne-Mette hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 11:45
I.................. "in Grund und Boden" geführt werden.
Ganz genau das denke ich mir auch schon die ganze Zeit.
"Hören die auch noch mal auf?", worauf insbesondere Knäckebrötchen kein Ende findet.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 15:06
von Lavendellöwin
Maya hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 14:58
Ganz genau das denke ich mir auch schon die ganze Zeit.
"Hören die auch noch mal auf?", worauf insbesondere Knäckebrötchen kein Ende findet.
Und das ist jetzt irgendwie besser, als das Thema zu Tode zu reiten, oder wie man es auch nennen kann auszudiskutieren? Alice hat zumindest Inhalt in ihren Posts..oder?
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 15:22
von Maya
Lavendellöwin hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 15:06
Und das ist jetzt irgendwie besser, als das Thema zu Tode zu reiten, oder wie man es auch nennen kann auszudiskutieren? Alice hat zumindest Inhalt in ihren Posts..oder?
Hä? Das hätteste Du doch auch schon viel früher auf Anne-Mettes Post schreiben können. Wieso jetzt erst bei mir?
ascona hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 13:46
...
Bei manchen - nicht "ihr/euch" sondern z.B. bei Knäckebrötchen - um einen Namen zu nennen (aber auch einigen anderen), habe ich den Eindruck, sie können gar nicht mehr aufhören, jede Antwort erfordert unbedingt wieder eine Antwort, und wieder und wieder ...
Lasst doch mal gut sein. Man braucht sich nicht ständig rechtfertigen, "da hast du mich falsch verstanden", oder den eigenen Standpunkt noch mal in einer anderen Variante an's Ende rücken. Andere haben eine andere Meinung, so isses halt.
Das trifft es doch zu 100% auf den Punkt.
Ist ja der reinste Kindergarten.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Di 29. Jul 2025, 16:11
von Christiane
Schade, daß die Beiträge immer recht schnell abbiegen und
Grabenkämpfe daraus entstehen.
Meine Erfahrung - mein Lösungsansatz - fertig.
Mehr muß doch nicht geschrieben werden.
Die anderen können dann für sich selbst entscheiden, ob ihnen
das etwas für ihre eigene Strategie bringt.
Und ich glaub, daß es in solchen Situationen egal ist, wo man sich verortet. So etwas kann uns alle treffen.
LG
Christiane
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Mi 30. Jul 2025, 07:10
von ExUserIn-2026-04-08
Moin,
Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 10:38
nehmt euch dann aber das Recht heraus, andere als "unreif" abzuwerten?
Nein, ich habe nicht bewertet, das hast Du an der Stelle getan. Ich sehe im Reifungsprozess einen lebenslangen Vorgang. Das geht nicht von alleine, sondern setzt eine Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Lebenserfahrungen voraus. Wann, was und wie ist individuell. Das hat auch nicht mit einer Einschätzung von Dritten zu tun. Sie äußert sich darin, wie wir denken, sprechen und handeln. Mit Freiheit hat das nur insofern zu tun, als dass hier die Möglichkeiten breiter möglich sind als in eng vorgegebenen Strukturen. Ich bin heute derselbe Mensch, habe aber nicht mehr dieselbe Persönlichkeit. Die Veränderung der Persönlichkeit nenne ich Reifung.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Fr 1. Aug 2025, 23:37
von Blossom
Violetta CD hat geschrieben: Di 29. Jul 2025, 06:54
Da hätte ich Angst bekommen und wäre wahrscheinlich gerannt.
Das Du diesen Idioten so entschieden entgegen getreten bist, dafür meinen großen Respekt.
Und ich mußte echt lachen




, was Du denen geantwortet hast, hihi.
Wenn ich inzwischen etwas gelernt habe, dann schlagfertig zu sein, verbale Angreifer mundtot zu machen und mich selbst nicht zum Opfer.
Es gab mal Zeiten, da hat es mich wieder depressiv werden lassen. Das lasse ich nicht mehr zu.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Fr 1. Aug 2025, 23:59
von Violetta Arden
...wieso muß hier fast jede Diskussion kindergartenmäßig ausarten? Schreibt man seine Meinung...kriegt man gleich eine verbal "übergebraten"....
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Sa 2. Aug 2025, 00:54
von Vesta
Ein Mathematiker würde jetzt versuchen, drei Negativerlebnisse an einem Tag mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und Warteschlangentheorie zu erklären. Das hilft hier aber nicht weiter.
Meiner Meinung nach ist die Diskussion zu sehr auf Kleidung fixiert. Ich denke, man muss das "Gesamtkunstwerk" (im Wagnerschen Sinne) betrachten:
- Kleidung: Wenn die getragene Kleidung genau Violettas Stil ist, kann das auch sehr authentisch aussehen. Ich war allerdings zu Anfang meiner "Karriere" auch mit Kleidung unterwegs, die nicht mein Stil war. Man braucht einige Zeit, seinen Stil zu finden.
- Körperliche Mängel (im Sinne von Passingmängeln): Was sich nicht ändern lässt, kritisiere ich nicht, und zu medizinischen Maßnahmen möchte ich niemanden drängen, da diese auch Nachteile und irreversible Wirkungen haben.
- Make-Up: Was auf einem Foto super aussieht, kann in natura viel zu viel sein. Oftmals gilt "Weniger ist mehr". Kann ich hier nicht beurteilen.
- Gestik und Bewegungsablauf: Können wir auch nicht beurteilen, wenn wir nicht dabei waren.
- Selbstsicherheit: Wer selbstbewusst seines Weges geht, wirkt viel authentischer als wer unsicher um die Ecken schleicht.
Ich war an dem Tag nicht dabei, aber ich vermute, der letzte Punkt "Selbstsicherheit" war der Entscheidende dafür, dass gleich drei Negativerlebnisse aufeinander trafen. Nach dem ersten Negativerlebnis war Violettas Selbstbewusstsein so weit angeknackst, dass man es ihr ansah und sie für die Pöbler das ideale Opfer war. Gepöbelt wird eher über diejenigen, die Schwäche zeigen. Und, Violetta, was folgt daraus für dich? Negativerlebnis zwei und drei waren direkte Folge des ersten Erlebnisses, und zumindest diese beiden Negativerlebnisse kannst du mMn. besten Gewissens abhaken und vergessen.
Was ich bei solchen Erlebnissen mache, ist, so zu tun, als sei ich nicht angesprochen. Ob das die beste Methode ist, sei dahingestellt.
Einen Tipp habe ich noch, was man präventiv machen kann: Freundlich Grüßen!
Gerade Randgruppen wie Obdachlose oder schlecht integrierte Ausländer freuen sich übern ein paar freundliche Worte,. Das funktioniert aber nur vorbeugend vor einem Erlebnis, eventuell länger vor einer potentiellen Situation, so dass man sich vom sehen her kennt, und es ist auch kein Allheilmittel.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Sa 2. Aug 2025, 09:12
von Martina-NB
@Vesta
Als Ergänzung zu Deiner Liste:
MEINER Meinung nach sind die drei wichtigsten Punkte zur Einordnung Mann/Frau:
Kleidung
Haare
Körperbau (170cm/60kg vs. 190cm/100kg)
Damit (behaupte ich mal) ordne ich 95% der Menschen aus 10m Entfernung von hinten richtig ein.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Sa 2. Aug 2025, 13:20
von Michi
Rusza hat geschrieben: Fr 25. Jul 2025, 08:53
Für einen Teil unserer neuen Mitbürger ist dieses Aussehen ein rotes Tuch.Niemals würden sie zulassen,das sich ihre Frauen,Schwestern oder Töchter so kleiden.
Das erlebe ich etwas differenzierter. Frauen, die nicht wenigstens ihre Haare, sowie alles einschließlich Hand- und Fußgelenke züchtig bedecken, sehen nicht gerade wenige Männer als Freiwild, dass man beliebig belästigen darf. Und das beschränkt sich leider nicht nur auf Geflüchtete und muslimische Männer.
Und wenn sie dann noch bemerken, dass die vermeintlich belästigte Frau einen männlichen Migrationshintergrund hat, kann es schnell in Hass und Gewalt umschlagen, weil sie von ihrer Angst getriggert werden, schwul zu sein, weil sie beim Anblick von "einem Mann in Frauenkleidern" erregt sind. So jedenfalls meine langjährigen Erfahrungen, wobei ich persönlich bisher .. zum Glück .. von körperlicher Gewalt verschont blieb.
Rusza hat geschrieben: Fr 25. Jul 2025, 08:53
Auffallen wirst du so aber auf jeden Fall,denn im Sommer mit Stiefel und Strumpfhose gehen wohl nur wenige Damen.Das gibt natürlich niemanden das Recht,zum pöbeln.
Da gehe ich mit. Wenn man nicht das trägt, was die Mehrheit trägt, fällt man immer auf.
Selbst cis Frauen, die im Sommer noch Gelegenheiten nutzen, um Feinstrumpfhosen zu tragen, greifen dann doch meistens zu hautfarbenen, um weniger aufzufallen, obwohl sonst Schwarz am Bein die alles beherrschende Farbe ist.
Trotzdem gilt: Auffallen ist keine Rechtfertigung, von anderen belästigt, angefeindet und bedroht zu werden.
Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Verfasst: Sa 2. Aug 2025, 15:08
von Lana
MichiWell hat geschrieben: Sa 2. Aug 2025, 13:20
Trotzdem gilt: Auffallen ist keine Rechtfertigung, von anderen belästigt, angefeindet und bedroht zu werden.
Inzwischen wird das vermehrt klargestellt. Schade, dass es immer noch notwendig ist darauf hinzuweisen
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LGL