Michaela_mit_a hat geschrieben: Mi 26. Feb 2020, 17:35
Vielen Dank für eure Anteilnahme. Ich weiß das zu schätzen.
Wie sie mit den Kindern spricht, wenn ich nicht da bin, weiß ich nicht.
Es wird mir nur berichtet, dass ich kein Thema bei ihnen zu Hause bin und nicht über mich geredet wird.
Das kann ich vielleicht auch nicht erwarten, aber wünschen, denn ich werde, egal wie meine Frau es sieht, bis an mein Lebensende ein Elternteil der Mädchen sein.
Mich einfach auszuradieren hilft vielleicht meiner Frau, aber ich bin sicher nicht den Kindern.
Da ich im Moment allerdings nichts, aber auch gar nichts unternehmen kann, was ich nicht schon probiert hätte und sie von einem anderen Weg überzeugen könnte, muss ich vorerst die Krümel nehmen, die mir bleiben und weiter an unserer "nicht partnerschaftlichen Beziehung" arbeiten.
Ruhig, besonnen, sachlich, aber auch traurig

LG, Michaela
Liebe Michaela,
bin nicht so regelmäßig im Forum aktiv und somit erst vor 3 Tagen auf dich und dein Thema aufmerksam geworden!
Nachdem ich nun alle Beiträge dazu gelesen habe, möchte ich dir meine Anerkennung aussprechen, wie Du die
wirklich schwierige Situation bis dato meisterst!
Möchte jetzt nicht die einzelnen teils konträren Sichtweisen der anderen Forenmitglieder in diesem thread bewerten,
das steht mir auch gar nicht zu, aber doch meine Sichtweise auf Grundlage der von dir gemachten Schilderungen hier
darlegen.
Es ist natürlich immer Vorsicht geboten, sich auf eine bestimmte Position festzulegen, da der Gegenpart, eben deine
Frau, hier nicht angemeldet ist und somit ihre Sicht der Dinge und im Besonderen ihre Gefühle nicht schildern kann.
Aber als langjähriger Ehepartner, Familienvater und crossdresser (für carry

: mit selbst empfundenen weiblichen Anteilen
auch im biologisch vorgegebenen Modus und Kleidung!) sehe ich in eurer Lage gerade die Kinder in einer besonderen
Situation, auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung!
Ich kann in weiten Teilen auch die Nöte und Gefühlslage deiner Frau nachvollziehen, habe auch wenig Hoffnung, dass in eurer
Beziehung da noch was zu kitten ist?! Zumal sie schon in einer neuen Beziehung ist und somit auch einer gewissen Einflussnahme
ihres "Neuen" unterliegt.
Ich möchte auch nicht über die Beweggründe deiner Frau für diese frühzeitige neue Beziehung mutmaßen bzw. diese bewerten.
Vielleicht wendet sich ja in einigen Wochen auch das Blatt, Sie besinnt sich eines besseren ... aber das ist eben nicht vorhersehbar!
Wichtig sind
EURE Kinder, die eben
auch immer DEINE Kinder sein werden, unabhängig von deinen weiteren Schritten und Entwicklung.
Und hier ist es ganz wichtig, auch wenn sie ja noch relativ jung sind, sie in deinen Entwicklungsprozess mit einzubinden,
wann immer die Gelegenheit dazu da ist und ohne sie dabei zu überfordern. Weniger Fachbegriffe, aber dafür mehr die
Gefühlslage mit einbringen. Anhand von Beispielen dem ganzen eine gewisse Normalität versuchen zu vermitteln.
An erster Stelle muss da immer die Vaterliebe stehen, der Fürsorgegedanke und das Wohl der Kinder im Blick haben, ohne jedoch
sich selbst zu verleugnen und die eigenen Bedürfnisse unter den Scheffel zu stellen (sprich: der Mutter immer und überall den
Vortritt zu lassen!

)
Sie müssen sich auch bei Michaela gut aufgehoben und geborgen fühlen, eben immer auch ihren Vater hinter den äußerlichen
Veränderungen erkennen und akzeptieren können. Dazu ist ein regelmäßiger Kontakt unabdingbar, zumal eine ggf. negative
Einflußnahme seitens deiner (zutiefst gekränkten??) Frau nicht ganz auszuschliessen ist.
Also auch hier musst du Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen an den Tag legen, so wie du es nun auch im Hinblick auf deine
Transition tust.
Dazu wünsche ich dir ganz viel Kraft und drücke die Daumen, dass deine Frau mit etwas mehr Abstand zumindest im Sinne
des Kindeswohls und deren Recht auf beide Elternteile sich einsichtig und vesrtändnisvoll zeigt.
Ganz liebe Grüße aus der unmittelbaren Nachbarschaft von Flensburg,
Mel
