Doku Soap - # 10
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ExuserIn-2022-03-18
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Annabelle-R.
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Re: Doku Soap
Ich hoffe doch auch, meinetwegen kann die Geschichte noch viele Folgen habenBeatrix63 hat geschrieben: Nee Mädels, ich glaube Sandra wird uns noch so einige Male,immer an einer spannenden Stelle
, für ein paar Tage zappeln lassen
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Liebe Grüße
Beatrix
lG Annabelle
Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky
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sandra93
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Re: Doku Soap
Eine Zeit lang sagen wir beide gar nichts. "Meinst, du sie spricht noch mit mir?" fragt Lasse mich mit einem sehr schüchternen Gesichtsausdruck. Ich kann meine Freude kaum verbergen: "Versuchs, doch einfach mal?" "Aber, "¦ was soll ich ihr denn sagen?" " ,Ihr"˜ ist schon mal ein guter Anfang und ein wenig Reue wäre auch nicht falsch."
"Weiß, du. Hannah war das süßeste Mädchen, was ich je getroffen habe; und wenn wir zusammen Musik machen, dass ist einfach nur toll und gleichzeitig ist sie auch noch unglaublich hübsch, so zart und verletzlich;" "Sag, es ihr doch einfach so. Ich glaube das freut sie."
Dann steht er plötzlich auf: "Danke", höre ich noch und dann ist er weg. Er hätte beinahe seine Kaffeetasse umgeworfen. Sehr zufrieden bleibe ich zurück, bis die Kellnerin mit der Rechnung kommt. Lasse hat in der Aufregung vergessen zu bezahlen; aber wenn jetzt alles wieder gut wird, dann ist das das kleinste Problem.
Dann schaue ich auf mein Handy. Es ist Lasse: "Sie geht nicht ran. Nur die Mailbox" Wahrscheinlich lässt Sie ihn etwas zappeln. "Gut, so denke ich. Das hat er irgendwie verdient." "Sei hartnäckig" antworte ich.
Auf dem Rückweg werde ich dann nachdenklich und rufe Hannah an. Aber auch bei mir meldet sich niemand. Mit einem Mal werde ich furchtbar nervös. Ich möchte Hannahs Gastfamilie anrufen, aber ich habe keine Nr. Vielleicht hat Lasse ja irgendwelche Nummern. Mit klopfendem Herzen rufe ich ihn an. Er meldet sich sofort und jetzt bekommt er auch Angst. Die Nummer hat er nicht, aber er hat eine Idee; Wir verabreden uns vor Lauras Haus. Das Warten auf den Bus wird unerträglich. Was ist, wenn ich Recht habe und Laura sich was angetan hat? "Die Eltern sind weg, aber ich habe Carlo erreicht. Der kommt ist zwar auch unterwegs, aber er kommt sofort. "Wer ist Carlo?" "Carlo ist der Sohn und Gastbruder von Hannah." "Mir wird klar, dass das Warten auf den Bus völlig daneben ist als ich plötzlich ein Taxi sehe. Ich winke es heran und es hält tatsächlich. Ich steige sofort ein, aber als der Fahrer ein großer bärtiger Typ mit einem Turban mich fragt wo es hingehen soll. "hektisch frage ich Lasse nach der Adresse. Trotzdem erscheint es mir eine kleine Ewigkeit, bis wir da sind.
Dann sehe ich die Blaulichter; und dann den Rettungswagen, direkt vor der Tür. Ich habe das Gefühl, mir schnürt es die Kehle zu; alles erscheint wie in Zeitlupe. Ich sehe die Trage, das hektische Gewusel und dann ist der Wagen auch schon weg. Ich bin wie betäubt, dann höre ich wie durch einen Nebel:
"interer fahre?" "interer fahre?" Es ist der Taxifahrer; dann sehe ich Lasse und Carlo am Straßenrand. Ich mache die Tür auf und winke ihnen zu. Dann werden Sie auch wach und kommen zum Auto. Der Krankenwagen ist inzwischen weg; "Welche Krankenhaus.. fragt der Fahrer. "Marienhospital" ,sagt Carlo und die beiden steigen ein. Auf der Fahrt erzählen die beiden; überall haben leere Tablettenpackungen rumgelegen und Hannah hätte in der Küche auf dem Boden gelegen.
Als wir im Krankenhaus ankommen, zücke ich wie im Traum meine Handtasche und suche nach meinem Portemonai. Der Fahrer schüttelt nur den Kopf und wehr ab. Ich bedanke mich und wire steigen aus.
Als wir dann am Empfang ankommen, sagt man uns, dass sie auf der Intensivstation liegt. Wir könnten aber heute auf keinen Fall zu ihr. Ob, wir Angehörige sind, werden wir gefragt. Sonst dürfe man uns keine Auskunft geben. Wir schütteln alle den Kopf, dann fragt man uns ob wir denn die Tel. Nr von Hannahs Familie hätten. Ich habe keine Ahnung, wer das wissen könnte; schließlich fällt mir Kati ein. Der Sender hat bestimmt eine Nr. Kati geht zwar sofort ran, aber vor lauter Lärm kann ich sie kaum verstehen. Als sie endlich versteht, was los ist, verspricht sie so schnell wie möglich mir Hannahs Eltern zu kommen, aber es wird mindestens noch zwei Stunden dauern. Es scheinen die längsten Stunden unseres Lebens. Keiner von uns sagt etwas. Schließlich kommt ein Pfleger aus der Tür mit der Aufschrift "Intensiv". Ich laufe auf ihn zu, und bekiene ihn, mir zu sagen, wie es Hannah geht. "Ich darf Ihnen das wirklich nicht sagen; selbst wenn wir schon wüsten, ob es gutgehen wird."
"Aber ich muss, muss unbedingt wissen, wie es ihr geht." "Das habe ich doch gerade gesagt: Wir wissen es nicht; also selbst wenn sie verwandt wären, könnte ich im Moment nichts sagen."
Schließlich erscheint Kati mit Hannah Eltern. Die beiden sehen sehr schick, aber auch sehr sorgenvoll aus. Wir stellen uns kurz vor. Ein wenig zuckt ihr Vater, als sich Lasse als ihr Freund vorstellt. Ein wenig später kommt endlich ein Arzt heraus. In Gegenwart von Hannahs Eltern, darf er zwar reden, aber er kann uns leider auch nichts Genaues sagen. Hannah hat einen unglaublichen Mix von Tabletten geschluckt und ist nicht bei Bewusstsein. Vor morgen früh, können sie nichts sagen.
Als ich schließlich zu Hause ankomme spüre ich eine riesige Leere in mir. Ich merke gar nicht, wie ich erschöpft einschlafe.
Ich sitze in der Schule, und werde penetrant auf Englisch ausgefragt, wo ich gestern gewesen bin. Da geht mein Handy. Es ist Hannah: "Bin jetzt im Himmel, kann mich leider nur noch per SMS melden"
Dann wache ich schweißgebadet auf. Mein Handy blinkt wirklich. Es ist Hannah: "Danke" sofort versuche ich, zurückzurufen. Aber sie geht nicht ran. Dann wieder eine Nachricht: "kann nicht sprechen, habe Schläuche im Hals, aber es geht mir wieder gut."
Überglücklich schlafe ich ein.
"Weiß, du. Hannah war das süßeste Mädchen, was ich je getroffen habe; und wenn wir zusammen Musik machen, dass ist einfach nur toll und gleichzeitig ist sie auch noch unglaublich hübsch, so zart und verletzlich;" "Sag, es ihr doch einfach so. Ich glaube das freut sie."
Dann steht er plötzlich auf: "Danke", höre ich noch und dann ist er weg. Er hätte beinahe seine Kaffeetasse umgeworfen. Sehr zufrieden bleibe ich zurück, bis die Kellnerin mit der Rechnung kommt. Lasse hat in der Aufregung vergessen zu bezahlen; aber wenn jetzt alles wieder gut wird, dann ist das das kleinste Problem.
Dann schaue ich auf mein Handy. Es ist Lasse: "Sie geht nicht ran. Nur die Mailbox" Wahrscheinlich lässt Sie ihn etwas zappeln. "Gut, so denke ich. Das hat er irgendwie verdient." "Sei hartnäckig" antworte ich.
Auf dem Rückweg werde ich dann nachdenklich und rufe Hannah an. Aber auch bei mir meldet sich niemand. Mit einem Mal werde ich furchtbar nervös. Ich möchte Hannahs Gastfamilie anrufen, aber ich habe keine Nr. Vielleicht hat Lasse ja irgendwelche Nummern. Mit klopfendem Herzen rufe ich ihn an. Er meldet sich sofort und jetzt bekommt er auch Angst. Die Nummer hat er nicht, aber er hat eine Idee; Wir verabreden uns vor Lauras Haus. Das Warten auf den Bus wird unerträglich. Was ist, wenn ich Recht habe und Laura sich was angetan hat? "Die Eltern sind weg, aber ich habe Carlo erreicht. Der kommt ist zwar auch unterwegs, aber er kommt sofort. "Wer ist Carlo?" "Carlo ist der Sohn und Gastbruder von Hannah." "Mir wird klar, dass das Warten auf den Bus völlig daneben ist als ich plötzlich ein Taxi sehe. Ich winke es heran und es hält tatsächlich. Ich steige sofort ein, aber als der Fahrer ein großer bärtiger Typ mit einem Turban mich fragt wo es hingehen soll. "hektisch frage ich Lasse nach der Adresse. Trotzdem erscheint es mir eine kleine Ewigkeit, bis wir da sind.
Dann sehe ich die Blaulichter; und dann den Rettungswagen, direkt vor der Tür. Ich habe das Gefühl, mir schnürt es die Kehle zu; alles erscheint wie in Zeitlupe. Ich sehe die Trage, das hektische Gewusel und dann ist der Wagen auch schon weg. Ich bin wie betäubt, dann höre ich wie durch einen Nebel:
"interer fahre?" "interer fahre?" Es ist der Taxifahrer; dann sehe ich Lasse und Carlo am Straßenrand. Ich mache die Tür auf und winke ihnen zu. Dann werden Sie auch wach und kommen zum Auto. Der Krankenwagen ist inzwischen weg; "Welche Krankenhaus.. fragt der Fahrer. "Marienhospital" ,sagt Carlo und die beiden steigen ein. Auf der Fahrt erzählen die beiden; überall haben leere Tablettenpackungen rumgelegen und Hannah hätte in der Küche auf dem Boden gelegen.
Als wir im Krankenhaus ankommen, zücke ich wie im Traum meine Handtasche und suche nach meinem Portemonai. Der Fahrer schüttelt nur den Kopf und wehr ab. Ich bedanke mich und wire steigen aus.
Als wir dann am Empfang ankommen, sagt man uns, dass sie auf der Intensivstation liegt. Wir könnten aber heute auf keinen Fall zu ihr. Ob, wir Angehörige sind, werden wir gefragt. Sonst dürfe man uns keine Auskunft geben. Wir schütteln alle den Kopf, dann fragt man uns ob wir denn die Tel. Nr von Hannahs Familie hätten. Ich habe keine Ahnung, wer das wissen könnte; schließlich fällt mir Kati ein. Der Sender hat bestimmt eine Nr. Kati geht zwar sofort ran, aber vor lauter Lärm kann ich sie kaum verstehen. Als sie endlich versteht, was los ist, verspricht sie so schnell wie möglich mir Hannahs Eltern zu kommen, aber es wird mindestens noch zwei Stunden dauern. Es scheinen die längsten Stunden unseres Lebens. Keiner von uns sagt etwas. Schließlich kommt ein Pfleger aus der Tür mit der Aufschrift "Intensiv". Ich laufe auf ihn zu, und bekiene ihn, mir zu sagen, wie es Hannah geht. "Ich darf Ihnen das wirklich nicht sagen; selbst wenn wir schon wüsten, ob es gutgehen wird."
"Aber ich muss, muss unbedingt wissen, wie es ihr geht." "Das habe ich doch gerade gesagt: Wir wissen es nicht; also selbst wenn sie verwandt wären, könnte ich im Moment nichts sagen."
Schließlich erscheint Kati mit Hannah Eltern. Die beiden sehen sehr schick, aber auch sehr sorgenvoll aus. Wir stellen uns kurz vor. Ein wenig zuckt ihr Vater, als sich Lasse als ihr Freund vorstellt. Ein wenig später kommt endlich ein Arzt heraus. In Gegenwart von Hannahs Eltern, darf er zwar reden, aber er kann uns leider auch nichts Genaues sagen. Hannah hat einen unglaublichen Mix von Tabletten geschluckt und ist nicht bei Bewusstsein. Vor morgen früh, können sie nichts sagen.
Als ich schließlich zu Hause ankomme spüre ich eine riesige Leere in mir. Ich merke gar nicht, wie ich erschöpft einschlafe.
Ich sitze in der Schule, und werde penetrant auf Englisch ausgefragt, wo ich gestern gewesen bin. Da geht mein Handy. Es ist Hannah: "Bin jetzt im Himmel, kann mich leider nur noch per SMS melden"
Dann wache ich schweißgebadet auf. Mein Handy blinkt wirklich. Es ist Hannah: "Danke" sofort versuche ich, zurückzurufen. Aber sie geht nicht ran. Dann wieder eine Nachricht: "kann nicht sprechen, habe Schläuche im Hals, aber es geht mir wieder gut."
Überglücklich schlafe ich ein.
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Beatrix
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Re: Doku Soap
Toll, ich habe diese Zeilen so schnell gelesen, daß ich jetzt erst einmal einen Beruhigungstee brauche, um wieder runter zu kommen.
Liebe Grüße
Beatrix
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Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
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ExuserIn-2022-03-18
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Re: Doku Soap
Nachdem ich Fortsetzung der Geschichte gelesen hatte, verstehe ich auch warum Beatrix einen Beruhigungstee braucht 
Extrem spannend geschrieben, super!
Ich bin nach wie vor begeistert von deiner Geschichte
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Georgina_59
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Re: Doku Soap
Super tolle Geschichte ... ich hab sie heute in einem durchgelesen und freue mich schon riesig auf die Fortsetzung 
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sandra93
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Re: Doku Soap
Als ich am nächsten Tag wieder aufwache, ist es bereits kurz vor Mittag. Ich beschließe, heute auf die Schule zu verzichten. Stattdessen könnte ich ja Hannah im Krankenhaus besuchen. Mir ist nicht nach aufbrezeln zumute. Also nur Jeans und ein Langarmshirt und ein bisschen Lidschatten und etwas Lippenstift müssen irgendwie auch sein; sonst fühle ich mich nicht richtig angezogen. Als abschließend ich mich abschließend kurz in dem großen Spiegel vor dem Kleiderschrank betrachte, stelle ich ein wenig verschreckt oder eher verwundert fest, wie sehr mir diese morgendlichen Rituale schon in Fleisch und Blut übergegangen sind. Ich ziehe mir meine Jacke über nehme meine Handtasche und mache mich auf den Weg zur Haltestelle. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen drei Jungs in meinem Alter herum. Sie sehen nicht so aus, würden sie oft zur Schule gehen. Ich merke, wie sie kaum unauffällig zu mir herüberschauen und irgendetwas zueinander sagen. Ich schaue auf den Boden und bin froh, als ich die Straßenbahn kommen sehe. Als ich eingestiegen bin, bemerke ich erleichtert, dass die Typen nicht auch meine Bahn genommen haben. Ich verstehe mittlerweile sehr gut, warum Frauen abends nicht gern allein unterwegs sind. Dann sind meine Gedanken wieder bei Hannah. Hoffentlich wird sie ganz schnell wieder gesund. Ich habe sie vorher nicht angerufen, weil ich sie mit meinem Besuch überraschen möchte. Dann fällt mir ein, ich habe nichts für sie. Also steige ich am Hauptbahnhof aus und kaufe ein paar Pralinen. Als ich schließlich im Krankenhaus ankomme, sagt man mir, dass sie erster Klasse liegt; so mit Einzelzimmer; der Sender scheint hier nicht gespart zu haben. Da ich sie überraschen möchte, klopfe ich nicht an. Dann sehe ich, dass das Bett leer ist. Stattdessen höre ich die Dusche. Leise schleiche ich mich wieder heraus und warte vor der Tür und lese ein wenig. Nach einer Viertelstunde versuche ich es noch einmal. Diesmal höre Hannah fröhlich "Herein" rufen. Als ich dann die Tür öffne, schaffe ich es kaum, meine Überraschung zu verbergen. Hannah liegt im Bett, aber sie ist nicht allein! Lasse ist bei ihr und er sehr frisch geduscht aus. Die beiden lächeln mich sehr entspannt an. Sie scheinen nicht bemerkt zu haben, dass ich soeben schon mal da war. Bevor es peinlich wird, hole ich die Pralinen raus, die wir fröhlich plaudernd sofort wegputzen. Niemand von uns hat im Augenblick Lust über gestern Abend zu sprechen. Als ich gehen will, fast Hannah meine Hand und drückt sie ganz fest: "Danke". Sie drückt so fest, dass es fast etwas weh tut. Als sie loslässt, bemerke ich, dass Lasse meine andere Hand gehalten hat. Dann stehe ich auf und ich merke wie ich Tränen in den Augen bekommen. Ich möchte nicht, dass die beiden das bemerken, schaue etwas nach unten und verabschiede mich.
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Beatrix
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Re: Doku Soap
Ich komme gerade auch aus der Dusche - leider ohne (wie auch immer geartete) Begleitung. Schnief
Liebe Grüße
Beatrix
PS:
Wann geht es weiter ???

Liebe Grüße
Beatrix
PS:
Wann geht es weiter ???
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
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sandra93
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Re: Doku Soap
Als ich zum Ausgang gehe kommt mir auf einmal Kati entgegen. Sie hat ihre gesamte Ausrüstung dabei. "Gut, dass du hier bist. Du kannst gleich bleiben." Etwas verwundert schaue ich sie an. "Also, so etwas wie gestern Abend, das darf ich mir nicht entgehen lassen. Aber wenn ich euch gestern in eurer Aufregung gefilmt hätte, das hättet ihr mir bestimmt nicht verziehen." "Also filmt du jetzt wenigstens das Happy End", vermute ich. "Das auch, aber wir müssen das eine oder andere rekonstruieren." Als ich sie immer noch fragend anschaue fährt sie fort: "Wir spielen einfach die wichtigsten Szenen von gestern nochmal nach. " "Ist das nicht gemogelt?", frage ich zurück. Kati lacht nur: "Das ist ein Privatsender. Da zählt nur die Quote und merken tut das eh keiner."
Sie geht hoch und ich warte. Nach zwanzig Minuten kommt sie zusammen mit Hannah und Lasse herunter. Dann komme noch ein paar Krankenpfleger mit einer Trage und sehr viel Technik. Hannah muss sich hinlegen und wird dann mehrfach hektisch den Gang entlang gerollt. Insgesamt viermal machen Sie das Ganze bis Kati genug Material hat.
Dann sind Lasse und ich dran. Ich soll am Eingang auf ihn warten, ihm entgegenlaufen und ganz aufgeregt alles erzählen. Dann soll ich in Tränen ausbrechen und mich von ihm in den Arm nehmen und trösten lassen. Ich nutzte mein gesamtes schauspielerisches Talent. Es klappt auch recht gut; es gelingt mir sogar zu weinen, aber als Lasse mich dann in den Arm nimmt und mir die Tränen vorsichtig die Tränen aus den Augen wischt, da spüre ich seine Umarmung und wie meine Brüste gegen seinen Oberkörper drücken. Er ist sehr sportlich und ein kleiner Schauder geht von meinen Brustwarzen aus durch den ganzen Körper. Eine Sekunde lang, ist es kein Spiel und ich fühle mich nur unglaublich geborgen in seinen Armen und nach dem ganzen Stress tut das einfach nur gut.
"Danke, super", höre ich wie durch einen Schleier. Dann merke ich, wie Lasse mich langsam loslässt. Ich zwinge mich zu lächeln und Lasse scheint tatsächlich nichts zu merken. Dann räumen wir noch etwas auf und Kati bietet uns an, uns noch nach Hause zu bringen. Lasse hat noch etwas vor, aber ich bin froh nicht mit der U-Bahn zurückzumüssen. Unterwegs bin ich sehr nachdenklich. Ich habe mich von einem Jungen in den Arm nehmen lassen und ich habe als sehr schön empfunden. Ich habe mich beschützt und geborgen gefühlt. Es war nichts erotisches, aber irgendwie doch. Nie würde ich mich zwischen die beiden drängen, dafür gönne ich ihnen ihr Glück zu sehr und ich bin ja auch verliebt. Nicht nur meine Brüste habe ich in seinen Armen gespürt; auch wie zart und verletzlich ich nun bin ist mir mit einem Mal wieder klar geworden. Aber was mir Angst macht ist, wie wohl ich mich in meiner Rolle gefühlt habe.
Als ich wieder zu Hause bin gehe ich ins Bad und schminke mich ab. Dann gehe ich zum Kleiderschrank. Vor den großen Spiegeltüren halt ich inne. Auch mit Jeans und einem einfachen Shirt sehe ich ungeschminkt noch sehr, sehr weiblich aus. Ich ziehe mir den Pullover und die Hose aus. Dann betrachte ich das Mädchen im Spiegel. Der BH mit den Blümchenstickereien und des passende Slip dazu lassen das Bild noch weiblicher erscheinen. Bislang habe ich das Mädchen im Spiegel immer wie ein Kunstwerk betrachtet. Es sollte möglichst perfekt sein und ich wollte meine Rolle auch so perfekt wie möglich spielen.
Das Mädchen im Spiegel, das bin ich, Laura. Laura das bin ich, Laura ich.. Mit einem Mal habe ich eine schreckliche Angst, dass ich nicht wieder zurück in mein altes Leben finden werde.
Wie in Panik such ich nach meinem Fortuna Trikot und irgendwo hatte ich auch noch einen Baseballmütze. Dann fällt mir ein ich habe im Bad noch flexiblen Verband liegen. Ich binde mir mit dem Verband die Brüste ab. Es tut recht weh; dann ziehe ich die Jeans und das Trikot an und verstecke meine langen Haare unter der Baseballmütze. Dann gehe ich wieder zum Spiegel. Aber alles, was ich sehe ist Laura. Etwas sportlich zurechtgemacht und flachbrüstig. Panik ergreift mich. Wo ist Basti? Was ist, wenn ich es hinterher nicht mehr schaffe, als Mann zurechtzukommen? Wo ist Basti? Er scheint so unendlich weit weg. Mir wird klar ich bin gefangen in diesem Körper, wenn auch nur für ein Jahr, ich bin in Lauras Körper gefangen. Ich ahne, wie Hannah sich ihr Leben lang gefühlt hat.
Sie geht hoch und ich warte. Nach zwanzig Minuten kommt sie zusammen mit Hannah und Lasse herunter. Dann komme noch ein paar Krankenpfleger mit einer Trage und sehr viel Technik. Hannah muss sich hinlegen und wird dann mehrfach hektisch den Gang entlang gerollt. Insgesamt viermal machen Sie das Ganze bis Kati genug Material hat.
Dann sind Lasse und ich dran. Ich soll am Eingang auf ihn warten, ihm entgegenlaufen und ganz aufgeregt alles erzählen. Dann soll ich in Tränen ausbrechen und mich von ihm in den Arm nehmen und trösten lassen. Ich nutzte mein gesamtes schauspielerisches Talent. Es klappt auch recht gut; es gelingt mir sogar zu weinen, aber als Lasse mich dann in den Arm nimmt und mir die Tränen vorsichtig die Tränen aus den Augen wischt, da spüre ich seine Umarmung und wie meine Brüste gegen seinen Oberkörper drücken. Er ist sehr sportlich und ein kleiner Schauder geht von meinen Brustwarzen aus durch den ganzen Körper. Eine Sekunde lang, ist es kein Spiel und ich fühle mich nur unglaublich geborgen in seinen Armen und nach dem ganzen Stress tut das einfach nur gut.
"Danke, super", höre ich wie durch einen Schleier. Dann merke ich, wie Lasse mich langsam loslässt. Ich zwinge mich zu lächeln und Lasse scheint tatsächlich nichts zu merken. Dann räumen wir noch etwas auf und Kati bietet uns an, uns noch nach Hause zu bringen. Lasse hat noch etwas vor, aber ich bin froh nicht mit der U-Bahn zurückzumüssen. Unterwegs bin ich sehr nachdenklich. Ich habe mich von einem Jungen in den Arm nehmen lassen und ich habe als sehr schön empfunden. Ich habe mich beschützt und geborgen gefühlt. Es war nichts erotisches, aber irgendwie doch. Nie würde ich mich zwischen die beiden drängen, dafür gönne ich ihnen ihr Glück zu sehr und ich bin ja auch verliebt. Nicht nur meine Brüste habe ich in seinen Armen gespürt; auch wie zart und verletzlich ich nun bin ist mir mit einem Mal wieder klar geworden. Aber was mir Angst macht ist, wie wohl ich mich in meiner Rolle gefühlt habe.
Als ich wieder zu Hause bin gehe ich ins Bad und schminke mich ab. Dann gehe ich zum Kleiderschrank. Vor den großen Spiegeltüren halt ich inne. Auch mit Jeans und einem einfachen Shirt sehe ich ungeschminkt noch sehr, sehr weiblich aus. Ich ziehe mir den Pullover und die Hose aus. Dann betrachte ich das Mädchen im Spiegel. Der BH mit den Blümchenstickereien und des passende Slip dazu lassen das Bild noch weiblicher erscheinen. Bislang habe ich das Mädchen im Spiegel immer wie ein Kunstwerk betrachtet. Es sollte möglichst perfekt sein und ich wollte meine Rolle auch so perfekt wie möglich spielen.
Das Mädchen im Spiegel, das bin ich, Laura. Laura das bin ich, Laura ich.. Mit einem Mal habe ich eine schreckliche Angst, dass ich nicht wieder zurück in mein altes Leben finden werde.
Wie in Panik such ich nach meinem Fortuna Trikot und irgendwo hatte ich auch noch einen Baseballmütze. Dann fällt mir ein ich habe im Bad noch flexiblen Verband liegen. Ich binde mir mit dem Verband die Brüste ab. Es tut recht weh; dann ziehe ich die Jeans und das Trikot an und verstecke meine langen Haare unter der Baseballmütze. Dann gehe ich wieder zum Spiegel. Aber alles, was ich sehe ist Laura. Etwas sportlich zurechtgemacht und flachbrüstig. Panik ergreift mich. Wo ist Basti? Was ist, wenn ich es hinterher nicht mehr schaffe, als Mann zurechtzukommen? Wo ist Basti? Er scheint so unendlich weit weg. Mir wird klar ich bin gefangen in diesem Körper, wenn auch nur für ein Jahr, ich bin in Lauras Körper gefangen. Ich ahne, wie Hannah sich ihr Leben lang gefühlt hat.
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Magdalena
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra,
wieder eine tolle Fortsetzung der Geschichte. Es macht einfach Freude es zu lesen.
Viele Grüße Magdalena
wieder eine tolle Fortsetzung der Geschichte. Es macht einfach Freude es zu lesen.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Lea Michele
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra
Einfach wunderbar, weiter so!!!!
LG Lea Michele

Einfach wunderbar, weiter so!!!!
LG Lea Michele
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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sandra93
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Re: Doku Soap
Die nächsten Wochen verlaufen angenehm normal. Marja und ich haben viel Spaß mit den Jungs vom Fußball und da das die coolsten Typen aus unserem Jahrgang sind, freue ich mich insgeheim über die neidischen Blicke meiner Gastschwester Alina und ihrer nicht mehr ganz so In-Clique. Zu Hause ignoriert sie mich immer noch außer dass sie darüber lästert, was für Schlampen wir wären; so mit den Jungs rumzumachen. Mittlerweile bin ich selbstbewusst genug, um darüber zu stehen. Klar flirten wir ein wenig mit den Jungs, aber Alina fährt da ganz andere Geschütze auf. So heftig, dass die Jungs sich schon darüber lustig machen. Es schmeichelt mir aber schon ein wenig, attraktiv gefunden zu werden. Es stört mich auch nicht mehr so sehr, seid dem Abend, als ich krampfhaft versucht habe in den männlichen Modus zurückzufallen. Immer wenn ich Angst bekommen, ich komme aus meiner weiblichen Rolle nicht mehr heraus, dann denke ich nur an die Nächte mit Marja und sie ist eindeutig eine Frau und es ist wunderbar mit ihr. Das gibt mir dann genügend Selbstbewusstsein mit meiner Frauenrolle locker umzugehen. Öffentlich tauschen wir natürlich kaum Zärtlichkeiten aus, aber der eine oder andere Blick lässt mich den kommenden Abend kaum erwarten.
Plötzlich erreicht mich eine Nachricht vom Kati: "Habe einen Termin für euch; bin um 14.00 bei euch info siehe link." Etwas genervt drücke ich den Link: "Messehostessen gesucht für den Caravan Salon"
Vor einigen Wochen hätte ich den Gedanken einfach nur schrecklich gefunden; mich den ganzen Tag von fremden Typen anglotzen lassen und dazu noch lächeln zu müssen. Toll finde ich den Gedanken immer noch nicht, aber mein schauspielerischer Ehrgeiz ist geweckt. Und eventuell werden wir ja noch toll zurechtgemacht. Kurz vor zwei treffen Marja und Hannah bei mir ein. Beide haben große Taschen mit Klamotten dabei. Trotzdem gebe ich noch meinen Kleiderschrank zur Plünderung frei. Gerade wollen wir loslegen, da klingelt Kati. Sie packt ihre Ausrüstung aus; sogar ein paar Lampen hat sie mit dabei. Zuerst einmal müssen wir die Begrüßungsszene noch mal nachspielen. Das Ganze ist so unnatürlich, dass wir die Szene viermal machen müssen; so sehr müssen wir dabei lachen.
Dann geht es aber an das Anprobieren. Kati sichert uns zu, dass sie alles rausscheidet was zu viel Haut zeigt. Langsam fange ich an, ihr zu vertrauen. Ruckzuck stehen wir nur mit Slip und BH da und das große Anprobieren, kann beginnen. Wir hagen alle ungefähr die gleiche Kleidergröße und wir probieren, die unterschiedlichsten Outfit aus. Aber im Grunde haben wir keine Ahnung, was man am besten zu einem Casting anzieht. Dann wenden wir und an Kati: "Sag, mal wie sollen wir dort eigentlich erscheinen?", fragt Marja schließlich. "Mir wäre es natürlich am liebsten, wenn ihr euch total aufdonnert und dann eine komische Figur macht, zwischen all den anderen. Aber solche Szenen werden die anderen Gruppen genug liefern. Also, wenn ihr genommen werden wollt, und ich finde, ihr habt eine gute Chance, dann müsst ihr professionell wirken: Die wollen mit einem Blick sehen, was Sache ist, das heißt figurbetont, aber möglichst nicht aufreizend und ganz wichtig: Ungeschminkt! Das ist bei Profis üblich, die sehen dann viel besser, was man aus euch machen kann. Ihr hättet euch einfach nur den Link genau durchlesen müssen, aber ihr hattet so viel Spaß, dass ich euch nicht unterbrechen wollte. Marja entscheidet sich schließlich für eine dunkle Leggings und ein dünnen eng anliegendes Shirt, dass bis über den Po reicht; Dazu einen dünnen Gürtel und Stiefeletten. Hannah mag es gerne sehr weiblich; Ein graues, sehr figurbetontes Strickkleid und hautfarbene Seidenstrümpfe mit passend grauen Pumps. Sie sieht zwar chic aus, aber mein Stil wäre es nicht. Weil das Wetter nicht ganz so toll ist, entscheide ich mich ebenfalls für eine dünne schwarze Strumpfhose, mein helles Top ist ein klein wenig weit ausgeschnitten, dazu eine dünne Kette. Zunächst versuche ich es mit einem Rock, aber das sieht mir doch zu damenhaft aus. Schließlich ziehe ich meine Jeansshorts mit den abgeschnittenen Beinen an und dazu dann noch eine dünne Lederjacke. Dann schlüpfe ich meine Stiefeletten. Das ist zwar nicht ganz modellmäßig, aber ich fühle mich dabei natürlicher; Eine recht unpassende Beschreibung, wenn ich bedenke, was an mir noch natürlich ist. Als wir uns gerade auf den Weg machen wollen schneit meine kleine Gastzicke Alina herein: "Ich bin gleich fertig flötet sie; ihr könnt schon mal runtergehen. Ihr Flattertop ist so durchscheinend, dass man den nichtvorhandenen BH sehr deutlich ahnen kann und der rote obwohl sündhaft teure Rock lässt sich schon eher billig aussehen. Ich schaue zu Kati rüber: "Das ist doch nicht dein Ernst; du willst Alina mitnehmen! Das kannst du uns nicht antuen. Ich will mir dieses falsche Gesäusel vor der Kamera nicht den ganzen Nachmittag anhören und auf keinen Fall will ich mit dieser falschen Schlange einen ganzen Tag am Messestand verbringen!" Hannah und Marja unterstützen mich, aber Kati ist zunächst recht hartnäckig; das sei so mit dem Sender vereinbart und sie wollte es uns auch noch sagen, aber dann lief alles so gut und sie hätte die Stimmung nicht zerstören wollen. Als Kati immer noch keine Anstalten macht, nachzugeben, treten wir in einen Sitzstreik. Sie bemerkt, dass es schwierig wird. Dann geht sie raus und kommt fünf Minuten später wieder. "Alles o.k. Alina bleibt hier." Erleichtert machen wir uns auf den Weg. In der Küche treffen wir aus Alina, sie hat verheulte Augen, aber die Blicke die sie uns zuwirft, verhindern jedes Mitleid.
Plötzlich erreicht mich eine Nachricht vom Kati: "Habe einen Termin für euch; bin um 14.00 bei euch info siehe link." Etwas genervt drücke ich den Link: "Messehostessen gesucht für den Caravan Salon"
Vor einigen Wochen hätte ich den Gedanken einfach nur schrecklich gefunden; mich den ganzen Tag von fremden Typen anglotzen lassen und dazu noch lächeln zu müssen. Toll finde ich den Gedanken immer noch nicht, aber mein schauspielerischer Ehrgeiz ist geweckt. Und eventuell werden wir ja noch toll zurechtgemacht. Kurz vor zwei treffen Marja und Hannah bei mir ein. Beide haben große Taschen mit Klamotten dabei. Trotzdem gebe ich noch meinen Kleiderschrank zur Plünderung frei. Gerade wollen wir loslegen, da klingelt Kati. Sie packt ihre Ausrüstung aus; sogar ein paar Lampen hat sie mit dabei. Zuerst einmal müssen wir die Begrüßungsszene noch mal nachspielen. Das Ganze ist so unnatürlich, dass wir die Szene viermal machen müssen; so sehr müssen wir dabei lachen.
Dann geht es aber an das Anprobieren. Kati sichert uns zu, dass sie alles rausscheidet was zu viel Haut zeigt. Langsam fange ich an, ihr zu vertrauen. Ruckzuck stehen wir nur mit Slip und BH da und das große Anprobieren, kann beginnen. Wir hagen alle ungefähr die gleiche Kleidergröße und wir probieren, die unterschiedlichsten Outfit aus. Aber im Grunde haben wir keine Ahnung, was man am besten zu einem Casting anzieht. Dann wenden wir und an Kati: "Sag, mal wie sollen wir dort eigentlich erscheinen?", fragt Marja schließlich. "Mir wäre es natürlich am liebsten, wenn ihr euch total aufdonnert und dann eine komische Figur macht, zwischen all den anderen. Aber solche Szenen werden die anderen Gruppen genug liefern. Also, wenn ihr genommen werden wollt, und ich finde, ihr habt eine gute Chance, dann müsst ihr professionell wirken: Die wollen mit einem Blick sehen, was Sache ist, das heißt figurbetont, aber möglichst nicht aufreizend und ganz wichtig: Ungeschminkt! Das ist bei Profis üblich, die sehen dann viel besser, was man aus euch machen kann. Ihr hättet euch einfach nur den Link genau durchlesen müssen, aber ihr hattet so viel Spaß, dass ich euch nicht unterbrechen wollte. Marja entscheidet sich schließlich für eine dunkle Leggings und ein dünnen eng anliegendes Shirt, dass bis über den Po reicht; Dazu einen dünnen Gürtel und Stiefeletten. Hannah mag es gerne sehr weiblich; Ein graues, sehr figurbetontes Strickkleid und hautfarbene Seidenstrümpfe mit passend grauen Pumps. Sie sieht zwar chic aus, aber mein Stil wäre es nicht. Weil das Wetter nicht ganz so toll ist, entscheide ich mich ebenfalls für eine dünne schwarze Strumpfhose, mein helles Top ist ein klein wenig weit ausgeschnitten, dazu eine dünne Kette. Zunächst versuche ich es mit einem Rock, aber das sieht mir doch zu damenhaft aus. Schließlich ziehe ich meine Jeansshorts mit den abgeschnittenen Beinen an und dazu dann noch eine dünne Lederjacke. Dann schlüpfe ich meine Stiefeletten. Das ist zwar nicht ganz modellmäßig, aber ich fühle mich dabei natürlicher; Eine recht unpassende Beschreibung, wenn ich bedenke, was an mir noch natürlich ist. Als wir uns gerade auf den Weg machen wollen schneit meine kleine Gastzicke Alina herein: "Ich bin gleich fertig flötet sie; ihr könnt schon mal runtergehen. Ihr Flattertop ist so durchscheinend, dass man den nichtvorhandenen BH sehr deutlich ahnen kann und der rote obwohl sündhaft teure Rock lässt sich schon eher billig aussehen. Ich schaue zu Kati rüber: "Das ist doch nicht dein Ernst; du willst Alina mitnehmen! Das kannst du uns nicht antuen. Ich will mir dieses falsche Gesäusel vor der Kamera nicht den ganzen Nachmittag anhören und auf keinen Fall will ich mit dieser falschen Schlange einen ganzen Tag am Messestand verbringen!" Hannah und Marja unterstützen mich, aber Kati ist zunächst recht hartnäckig; das sei so mit dem Sender vereinbart und sie wollte es uns auch noch sagen, aber dann lief alles so gut und sie hätte die Stimmung nicht zerstören wollen. Als Kati immer noch keine Anstalten macht, nachzugeben, treten wir in einen Sitzstreik. Sie bemerkt, dass es schwierig wird. Dann geht sie raus und kommt fünf Minuten später wieder. "Alles o.k. Alina bleibt hier." Erleichtert machen wir uns auf den Weg. In der Küche treffen wir aus Alina, sie hat verheulte Augen, aber die Blicke die sie uns zuwirft, verhindern jedes Mitleid.
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Simone 65
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra. Ich lese im Forum erst wenige Wochen und bin erst kurz auch hier angemeldet. Ich habe erst vor 2 Tagen deine Geschichte gefunden. Ich habe alles, selbst die Kommentare in jeder freien Minute gelesen. Meist auf dem Handy. Die Geschichte finde ich Fantastisch und auch schön. Ich kann nicht genug kriegen. Ich muss wissen wie es weiter geht. LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
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Beatrix
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Re: Doku Soap
Da hab ich doch glatt einen Teil der Geschichte überlesen
, was ich aber gerade flugs nachgeholt habe.
Wieder mal eine (für mich zwei) spannende Fortsetzungen der Geschichte. Weiter so.
Liebe Grüße
Beatrix
Wieder mal eine (für mich zwei) spannende Fortsetzungen der Geschichte. Weiter so.
Liebe Grüße
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
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sandra93
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Re: Doku Soap
Als wir ins Auto steigen, bin ich mit einem Mal mur noch neugierig. Aber unsere Geduld wird auf die Probe gestellt. Schon ab der Oberkasseler Brücke ist nur noch Stop and Go. Als wir nach zehn Minuten immer noch nicht wesentlich weiter sind, obwohl die Navi sagt es seien nur noch 8 Minuten merke ich wie Kati langsam nervös wird. Ursprünglich wollte sie eine halbe Stunde früher da sein, aber unser Styling hat etwas länger gedauert. Sie nimmt ihr straßbesetztes pinkfarbenes Handy. Die Stimme am anderen Ende der Leitung wirkt nicht sehr begeistert. Schließlich schafft Kati es doch sie wieder versöhnlich zu stimmen. Als wir endlich am Messehochhaus ankommen ist alles sehr perfekt ausgeschildert. Überall stehen Hinweise "Global Promotion Casting" Als wir schließlich ankommen sehen wir eine Art großen Check-Inn Schalter vor dem sehr viele Mädchen Schlange stehen. Es geht ziemlich zügig voran und die meisten werden schnell wieder weggeschickt. So richtig verstehen kann ich das nicht, denn es sind einige ausgesprochene Schönheiten unter ihnen. Plötzlich taucht Kati auf. Wir sollen uns in einer anderen Schlange anstellen, wegen der Bilder. Etwas entnervt aber routiniert stellen wir uns in einer anderen Reihe an. Vor uns in der Reihe sind zwei Blondinen mit Haaren bis zu den Pobacken; und die perfekte Modelfigur haben sie auch. Aber Frau gegenüber, Mitte vierzig und mit einem eingefrorenen Lächeln (das war wahrscheinlich ein zweitklassischer Chirurg, wie ich inzwischen weiß) guckt nur kurz auf das Bewerbungsformular "keine 18, tut mir leid" "Aber hier ist doch die Vollmacht von unseren Eltern. Wir dürfen das?" "Wir aber nicht", lautet die kurze Antwort.
Dann sind wir dran. Sie schaut uns gar nicht an, sondern überfliegt nur unsere Formulare. Dann wirft sie Kati und ihrer Kamera einen genervten Blick zu. Dann schaut sie kurz auf und mustert uns mit einem undurchdrinlichen Blick. Dann nickt sie kurz und zeigt zu einer zweiten Schlange. Als wir gerade losgehen wollen, gibt sie uns noch die Formulare wieder. "Bitte noch eine Festnetznummer nachtragen" und dann machen wir uns auf den Weg zur zweiten Schlange. Als ich dran bin, werde ich in kleines Zimmer geführt. Dort sind ein paar Lampen aufgebaut vor einem weißen Hintergrund. Wow, ein Shooting, freue ich mich, aber dann geht es doch enttäuschend schnell. Einmal stehen, drehen etwas lächeln, dann hinsetzen, ganz wenig lächeln, volles Lachen.. gut danke; die nächste." Kati möchte noch etwas filmen, wird aber barsch abgewürgt. "Wenn ihr pünktlich gewesen wärt, dann hätten wir alles wie vereinbart durchziehen können, aber so muss das reichen. Wir verlassen beide enttäuscht den Raum. So ein Fotoshooting, das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Am Ausgang muss ich dann das Formular abgeben. Als ich gerade weitergehen will, bittet man mich den Ausweis zu zeigen. Mir wird heiß und kalt; da steht Bastian drin. "Keine Angst, wir müssen nur sehen ob du schon 18 bist. Und das Foto schaue ich mir auch gar nicht genau an. Dann habe ich eine Idee und zeige ihr meinen Schülerausweis. Dort steht ja "Laura Kampmann" drin. "Es tut mir leid, aber es muss schon etwas Offizielles sein", und sie reicht mir den Schülerausweis zurück. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Das war dann das Ende meiner Modelkarriere noch bevor sie begonnen hat; hinter mir stehen schon zwei Mädeln und werden ungeduldig. Schließlich nehme ich meinen ganzen Mut zusammen uns hole meinen Ausweis aus der Handtasche: "Also, ich möchte den Job unbedingt haben und da steht wirklich drin, dass ich 18 bin." "Dann ist das ja kein Problem.." und sie greift sich meinen Ausweis. Dann stutzt sie natürlich, schaut sich mein Personalausweisfoto ganz genau an, dann schaut sie prüfend in mein Gesicht. "Also mit Transgendern haben wir grundsätzlich kein Problem", als das Wort fällt merke ich, wie die beiden hinter mir plötzlich mucksmäuschen still werden. "Aber wie kann ich sicher sein, dass das nicht der Ausweis von deinem großen Bruder ist?" Dann überlegt sie kurz. "Bring einfach, irgendein Dokument mit, wo dein alter und dein neuer Name draufstehen; den Schülerausweis habe ich ja schon gesehen." Erleichtert sage ich nur leise danke und gehe; im weggehen höre ich die beiden hinter mir noch tuscheln: "Der ist ja unglaublich hübsch; ich wusste gar nicht das die so gut aussehen und die Stimme war auch total normal"
Dann sind wir dran. Sie schaut uns gar nicht an, sondern überfliegt nur unsere Formulare. Dann wirft sie Kati und ihrer Kamera einen genervten Blick zu. Dann schaut sie kurz auf und mustert uns mit einem undurchdrinlichen Blick. Dann nickt sie kurz und zeigt zu einer zweiten Schlange. Als wir gerade losgehen wollen, gibt sie uns noch die Formulare wieder. "Bitte noch eine Festnetznummer nachtragen" und dann machen wir uns auf den Weg zur zweiten Schlange. Als ich dran bin, werde ich in kleines Zimmer geführt. Dort sind ein paar Lampen aufgebaut vor einem weißen Hintergrund. Wow, ein Shooting, freue ich mich, aber dann geht es doch enttäuschend schnell. Einmal stehen, drehen etwas lächeln, dann hinsetzen, ganz wenig lächeln, volles Lachen.. gut danke; die nächste." Kati möchte noch etwas filmen, wird aber barsch abgewürgt. "Wenn ihr pünktlich gewesen wärt, dann hätten wir alles wie vereinbart durchziehen können, aber so muss das reichen. Wir verlassen beide enttäuscht den Raum. So ein Fotoshooting, das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Am Ausgang muss ich dann das Formular abgeben. Als ich gerade weitergehen will, bittet man mich den Ausweis zu zeigen. Mir wird heiß und kalt; da steht Bastian drin. "Keine Angst, wir müssen nur sehen ob du schon 18 bist. Und das Foto schaue ich mir auch gar nicht genau an. Dann habe ich eine Idee und zeige ihr meinen Schülerausweis. Dort steht ja "Laura Kampmann" drin. "Es tut mir leid, aber es muss schon etwas Offizielles sein", und sie reicht mir den Schülerausweis zurück. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Das war dann das Ende meiner Modelkarriere noch bevor sie begonnen hat; hinter mir stehen schon zwei Mädeln und werden ungeduldig. Schließlich nehme ich meinen ganzen Mut zusammen uns hole meinen Ausweis aus der Handtasche: "Also, ich möchte den Job unbedingt haben und da steht wirklich drin, dass ich 18 bin." "Dann ist das ja kein Problem.." und sie greift sich meinen Ausweis. Dann stutzt sie natürlich, schaut sich mein Personalausweisfoto ganz genau an, dann schaut sie prüfend in mein Gesicht. "Also mit Transgendern haben wir grundsätzlich kein Problem", als das Wort fällt merke ich, wie die beiden hinter mir plötzlich mucksmäuschen still werden. "Aber wie kann ich sicher sein, dass das nicht der Ausweis von deinem großen Bruder ist?" Dann überlegt sie kurz. "Bring einfach, irgendein Dokument mit, wo dein alter und dein neuer Name draufstehen; den Schülerausweis habe ich ja schon gesehen." Erleichtert sage ich nur leise danke und gehe; im weggehen höre ich die beiden hinter mir noch tuscheln: "Der ist ja unglaublich hübsch; ich wusste gar nicht das die so gut aussehen und die Stimme war auch total normal"