Re: 15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser
Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 16:51
Hallo Martina,
wie schon so oft, ein gelungener Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Insbesondere dieser Teil, weil die Situation hier ähnlich/gleich ist.
Mir ging es im Waldschlöchen auch so, es war sehr viel Wehmut dabei, die Julia wieder abzulegen. Wobei es, im Gegensatz zu manch anderer Teilnehmerin, keinen "echten" Männermodus mehr gibt. Es bleibt nur die Rolle als Mann.
Nun zu deiner und auch Lanas Frage warum eigentlich?
Die Frage die mich länger beschäftigt und bei deren Antworten ich mir, nach wie vor, nicht sicher bin ob sie vorgeschoben sind. Berufliches Umfeld ist eines davon. Als Unternehmensberater mit 1,5 Jahren bis zur ATZ-Freistellung ist es für mich fraglich, wo ist der Gewinn für diese Restlaufzeit nach 45 Jahren als (äußerlicher) Mann. Dazu hat es Auswirkungen auf mein unmittelbares Umfeld also Kernfamilie. Meine Mädels wohnen nicht hier, da wäre es umproblematisch. Mein Sohn schon, auf ihn hätte es unmittelbare Auswirkungen. Meine Frau könnte damit, in aller Konsequenz umgesetzt, auch nicht leben. Nach 45 Jahren Beziehung, die ich gerne weiterführen möchte, auch ein Aspekt. Was mich seit einigen Jahren umtreibt, ist die Frage, wieviel Kompromiss ist möglich und wieviel Umsetzung/Leben notwendig? Ein fliessender Prozess, der einige Kommunikation mit der Partnerin und viele Gedanken erfordert.
Was mir aber ungemein hilft, war der persönliche Austausch im Waldschlösschen und ist die Diskussion hier. Es gibt immer wieder Aspkte, die ich gerne einbeziehe und die ich (noch) nicht bedacht habe. Und die Frage, was ist Angst/Vorgeschoben, was eigentlich Tatsächlich. Was mich zu der finalen Frage führt "Alles befürchtete ist eingetreten, was macht die Angst jetzt?"
LG
Julia
wie schon so oft, ein gelungener Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Insbesondere dieser Teil, weil die Situation hier ähnlich/gleich ist.
Spannend finde ich auch, dass es sehr offensichtlich mehr narzistische Führungskräfte gibt, die vielen das Leben schwerer machen, es als es sein sollte. Da fällt mir eine Liedzeile von den Fanta 4 ein "Es könnt′ alles so einfach sein, ist es aber nicht".Martina hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 11:58 Für mich ist nur dieser Grundsatz klar: Ich möchte mich nicht trennen, und solange man gemeinsam auf dem Weg ist, bestimmt immer der langsamere Teil das Tempo. Mir sind deshalb Auszeiten wie diese so wichtig, weil sie den Nährboden für Veränderung und Offenheit mitbringen.
Mir ging es im Waldschlöchen auch so, es war sehr viel Wehmut dabei, die Julia wieder abzulegen. Wobei es, im Gegensatz zu manch anderer Teilnehmerin, keinen "echten" Männermodus mehr gibt. Es bleibt nur die Rolle als Mann.
Nun zu deiner und auch Lanas Frage warum eigentlich?
Die Frage die mich länger beschäftigt und bei deren Antworten ich mir, nach wie vor, nicht sicher bin ob sie vorgeschoben sind. Berufliches Umfeld ist eines davon. Als Unternehmensberater mit 1,5 Jahren bis zur ATZ-Freistellung ist es für mich fraglich, wo ist der Gewinn für diese Restlaufzeit nach 45 Jahren als (äußerlicher) Mann. Dazu hat es Auswirkungen auf mein unmittelbares Umfeld also Kernfamilie. Meine Mädels wohnen nicht hier, da wäre es umproblematisch. Mein Sohn schon, auf ihn hätte es unmittelbare Auswirkungen. Meine Frau könnte damit, in aller Konsequenz umgesetzt, auch nicht leben. Nach 45 Jahren Beziehung, die ich gerne weiterführen möchte, auch ein Aspekt. Was mich seit einigen Jahren umtreibt, ist die Frage, wieviel Kompromiss ist möglich und wieviel Umsetzung/Leben notwendig? Ein fliessender Prozess, der einige Kommunikation mit der Partnerin und viele Gedanken erfordert.
Was mir aber ungemein hilft, war der persönliche Austausch im Waldschlösschen und ist die Diskussion hier. Es gibt immer wieder Aspkte, die ich gerne einbeziehe und die ich (noch) nicht bedacht habe. Und die Frage, was ist Angst/Vorgeschoben, was eigentlich Tatsächlich. Was mich zu der finalen Frage führt "Alles befürchtete ist eingetreten, was macht die Angst jetzt?"
LG
Julia