ich bin neu hier und möchte mich gerne vorstellen und erklären, wie ich zu dem Thema CD gekommen bin.
Ich (bzw. mein alter Ego) heiße Lara und bin 35 Jahre alt.
Meine Geschichte ist hoffentlich nicht zu lang (bitte ggf. verschieben), aber ich denke, es hilft vielleicht auch den Frauen hier, zu verstehen, wie sich so eine Vorliebe entwickeln kann.
Mein Weg zum Thema Crossdressing hat eine ganze Weile gedauert und kam eigentlich über Umwege. In meiner Kindheit fand ich schon immer Frauen in sportlichen Badeanzügen total anziehend. Ich fand Frauen darin toll anzusehen und irgendwann kam bei mir das Verlangen auf, auch mal selber auszuprobieren, wie sich so ein Badeanzug am Körper anfühlt. Da ich keine Schwester habe, musste hierfür ein eher altbackener Badeanzug meiner Mutter herhalten. Als ich mal alleine zu Hause war, bin ich hineingeschlüpft und war sofort von diesem Material begeistert.
Zu der Zeit Stand für mich das Material bzw. die Form des Badeanzugs sehr stark im Zentrum meiner Begierde. Dieser Lycra Stoff hatte es mir angetan und begeistert mich bis heute. Heimlich habe ich mir dann von meiner Mutter auch mal eine Lycra Leggings stibitzt (damals gab es die ja noch in allen Varianten als Überbleibsel der Aerobic Welle). Meist habe ich die Sachen getragen, wenn ich alleine zu Hause war. Manchmal aber, und das war dann besonders aufregend, auch unter der Alltagskleidung den ganzen Tag. Badeanzüge waren dabei immer mein Favorit. Die Serie Baywatch wurde natürlich sofort zu meiner Lieblingsserie
Lange Zeit ist es bei diesen ersten Berührungen geblieben. Erst als ich zum Studium auszog und damit auch das Internet entdeckte, wurde die Leidenschaft für Kleidung aus diesem Material stärker. Im Internet fand ich plötzlich Gleichgesinnte, was mir eine große Last nahm, da ich bis dahin doch immer angenommen hatte, alleine mit dieser Vorliebe zu sein und nicht normal zu sein. Plötzlich stellte sich heraus, dass es noch mehr Menschen gibt, die die gleiche Vorliebe für diesen Stoff hatten, wie ich. Das beruhigte mich irgendwie und half mir dabei, diese Vorliebe nicht zu unterdrücken sondern zu akzeptieren.
Es dauerte natürlich nicht lange, bis ich mir, dem Internet sei Dank, meine ersten eigenen Badeanzüge bestellte. Das war ziemlich aufregend und die besagten Anzüge besitze ich auch heute noch. Nach einer Weile kamen dann auch noch Leggings und Ganzanzüge aus Lycra dazu.
Als die Digicams aufkamen, fing ich an, erste Bilder von mir in solchen Outfits zu schießen. Bis dato ging es mir nicht darum weiblich auszusehen oder mich als Frau zu verkleiden, sondern lediglich um das Gefühl des Stoffes. Irgendwann änderte sich das jedoch und ich wollte auf Fotos im Badeanzug auch weiblich aussehen. Warum kann ich nicht genau erklären. Vielleicht einfach weil der Badeanzug bei Frauen mittlerweile nicht mehr angesagt und daher kaum noch zu sehen war (außer im Sportbereich).
Ich machte dann einige (aus heutiger Sicht) lachhafte Versuche mit Bildbearbeitung und "künstlichen Brüsten" in Form von Luftballons und ähnlichem. Die Ergebnisse waren natürlich albern, aber vermutlich war das der Startschuss für die weibliche Seite in mir.
Plötzlich kam das Verlangen auf, zu wissen, wie sich andere weibliche Kleidungsstücke wohl anfühlen mussten. Mein erstes Objekt der Begierde: ein String Tanga. Nach langem hin und her kaufte ich im Supermarkt ein Zweierpack String Tangas aus einem elastischen Satin ähnlichem Stoff. Ich weiß noch, wie nervös ich war, als das Päckchen neben meinen anderen Einkäufen auf dem Band lag. Ich hatte das Gefühl, dass mir auf der Stirn geschrieben steht, dass diese Slips für mich waren.
Zu Hause habe ich die Packung dann mit zittrigen Fingern ausgepackt und meinen ersten String Tanga angezogen. Ein total ungewohntes aber tolles Gefühl, was mich auch ziemlich erregt hat"¦
Eine ganze Zeit ist es dabei geblieben. Mein Fokus war nach wie vor Kleidung aus Lycra. Gedanken an Crossdressing oder ähnliches hatte ich zu der Zeit nicht.
Als ich dann mit meiner damaligen Freundin zusammengezogen bin, hatte ich zum ersten Mal Zugang zu einem Kleiderschrank mit Frauensachen. Ich hatte bis dato eigentlich kein direktes Verlangen danach, mich wie eine Frau anzuziehen. Klar hatte ich Frauen auch da schon beneidet, um ihre tollen Kleidungsstücke, aber der Gedanke mich auch so anzuziehen war noch nicht wirklich greifbar. Durch den nun freien Zugang zu so viel Frauenkleidung wurde aber erneut die Neugier in mir wach.
Als ich dann mal für ein Wochenende alleine war, hat mich die Neugier übermannt und ich habe einige Sachen meiner Freundin angezogen. Nichts Weltbewegendes: Ein kurzen Jeansrock, ein Top und Schuhe mit Absatz. Obwohl ich natürlich überhaupt nicht aussah, wie eine Frau, war das Gefühl toll und in mir wurde das Verlangen geweckt, mehr in diese Richtung zu probieren.
So kaufte ich mir dann kurze Zeit später eine billige Perücke (zur Faschingszeit).
Ich nutzte hin und wieder die Gelegenheit, wenn ich alleine war, und schlüpfte in diverse Sachen meiner Freundin. Ich rasierte mir zum ersten Mal in meinem Leben die Beine, damit es mit Minirock nicht so männlich aussah. Das Gefühl nach der Rasur war toll, einige Tage hinterher war es die Hölle. Es hat gejuckt wie sonst was und ich hatte an den Beinen überall rote Flecken.
Einmal bin ich sogar nachts in Rock, hohen Schuhen und Top vor die Tür gegangen und die Straße auf und ab gelaufen. Allerdings hatte ich zuvor auch einiges getrunken, so dass die Hemmungen weg waren. Ich bin glücklicherweise niemandem begegnet, denn wirklich weiblich habe ich ganz sicher nicht ausgesehen
Nachdem die Beziehung dann irgendwann in die Brüche ging (sie hat mich betrogen), zog ich in eine eigene Wohnung und hatte so nun permanent die Gelegenheit, zu experimentieren mit dieser neuen Welt. Ich kaufte mir im Internet ein paar billige Silikonbrüste und hatte von meiner Ex ein paar Kleidungsstücke vor der Alltkleidertonne gerettet. So hatte ich nun etwas Unterwäsche (ein paar Strings, einen BH) und ein paar Tops.
Ich begann erneut damit, Fotos von mir in diversen Outfits zu schießen. Mein Fokus lag nach wie vor auf Lycra Sachen, aber diesmal als "Frau" mit Perücke und Brüsten.
In dieser Zeit entstand auch der Name Lara für mein neues Ich. Warum gerade Lara, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Ich mochte aber den Klang schon immer. In der Jugendzeit war Tomb Raider mit Lara Croft der Hit, vielleicht ward der Name daher hängen geblieben
Wie auch immer, der Name war geboren und ist bis heute geblieben.
In dieser Single Foto Phase kaufte ich mir dann auch nach und nach ein paar weibliche Kleidungsstücke: Strumpfhosen, nen Rock, Stiefel etc.
Als ich dann meine heutige Frau kennenlernte war die Vorliebe in die weibliche Rolle zu schlüpfen zwar da, aber nichts übermäßig stark. Für mich hatte es eher etwas von einem etwas ungewöhnlichen Hobby und auch etwas sexuelles, da es mich immer erregte, wenn ich in diese Rolle schlüpfte, Fotos machte und mir hinterher die Bilder anschaute.
Dabei blieb es auch, während wir getrennt wohnten.
Als wir einige Zeit zusammen waren, habe ich ihr meine Lycra Vorliebe gestanden. Das war für mich schon ein großer Schritt, da ich bisher mit niemandem darüber reden konnte.
Sie hat toll reagiert, fand es nicht schlimm sondern war eher überrascht, dass es so etwas gibt. Am gleichen Abend hat Sie dann sogar für mich einen Ganzkörper Schwimmanzug von mir angezogen. Ihr könnt Euch vermutlich vorstellen, wie aufregend das für mich war, zum ersten Mal eine Frau in Echt so zu sehen und berühren zu können.
Ich muss aber dazusagen, dass ich nicht erzählt habe, dass ich auch Badeanzüge gerne trage. Da Badeanzüge ja doch eher etwas Weibliches sind, war mir das irgendwie zu peinlich. Sie weiß daher, dass ich Badeanzüge sexy finde und auch das ich gerne Leggings oder Ganzanzüge trage, aber mehr nicht. Meine Frau kann dem Thema sexuell nichts abgewinnen, zieht aber ab und zu mal etwas für mich an, was ich natürlich immer toll finde und ihr hoch anrechne. Sie weiß, dass Sie mich in solchen Outfits immer sofort rumkriegt und hat glaube ich Gefallen daran, dass ich dann so scharf auf Sie bin. Für Sie ist es ok, wenn ich zu Hause in engen Lauftights oder mal nem Ganzanzug rumlaufe. Mittlerweile findet sie meinen Hintern in einer engen Laufhose oder ein enges Lycra Shirt an mir auch sexy
Natürlich würde ich mir wünschen, dass Sie meine Begeisterung für diese Vorliebe teilt, aber ich finde es schon toll, dass Sie sich überhaupt darauf eingelassen hat, obwohl es ihr nichts gibt.
Als wir dann schließlich zusammenzogen, hatte ich erneut Zugriff auf einen Kleiderschrank mit Frauenkleidung und somit auch mehr Auswahl für echte weibliche Outfits für meine Foto Sessions. Lange Zeit ist es auch bei dieser Art des Auslebens geblieben. Ich verwandelte mich hin und wieder in Lara, wenn meine Freundin nicht da war und schoss zahlreiche Fotos. Da meine Frau jedes zweite Wochenende arbeiten musste, hatte ich ausreichend Gelegenheit, dieser Leidenschaft nachzugehen.
Auch nach unserer Hochzeit blieb alles wie gewohnt. Ich hatte zwar schon hin und wieder darüber nachgedacht, ihr von dieser Vorliebe zu erzählen, mich aber immer dagegen entschieden. Zum einen hatte ich natürlich Angst vor der Reaktion oder möglichen Ablehnung, zum anderen hatte ich Ihr ja bereits meine andere Vorliebe "gebeichtet". Irgendwie war dieses in die Rolle der Frau zu schlüpfen, einfach mein ganz persönliches privates Ding. Ich wollte gar nicht, dass Sie da in irgendeiner Form einbezogen wird.
Als dann vor 1 -½ Jahren unsere Tochter zur Welt kam, wurden die Gelegenheiten, alleine zu sein und in die weibliche Rolle zu schlüpfen, immer seltener. Da meine Frau nicht mehr arbeitete hatte ich kaum noch die Chance mich heimlich zu verwandeln. Das Verlangen danach war jedoch da und wuchs zunehmend. War mein Schwerpunkt bisher immer die Lycra Kleidung gewesen, war nun der Drang für die weibliche Seite deutlich stärker. Die Vorliebe für Lycra trat in den Hintergrund, die Vorliebe für meine Rolle als Lara in den Vordergrund.
Bis dato hatte ich mich zwar weiblich angezogen, das Thema Schminken war aber noch kein Thema. Bei Fotos hatte ich das Gesicht immer weggedreht, um die weibliche Illusion nicht zu zerstören. Doch mit steigendem Drang für die weibliche Seite stieg auch der Drang, die Verwandlung noch perfekter zu machen und auch das Thema Schminken mal auszuprobieren.
Als meine Frau für zwei Tage mit unserer Tochter weg war, nutzte ich natürlich direkt die Gelegenheit und machte meine ersten Gehversuche in Sachen Schminken. Seitdem hatte ich kaum Gelegenheiten, mich weiter um das Thema zu kümmern, der Drang ist aber nach wie vor sehr stark und ich freue mich immer insgeheim, wenn sich eine Gelegenheit ankündigt und meine Frau zB mal mit Ihren Freundinnen ausgeht und ich die Nacht für mich habe.
Ich merke, wie ich mich zunehmend mit dem Thema beschäftige. Ich schaue auf YouTube Anleitung für perfektes Augen Make Up oder wie man den Bartschatten verdeckt. Ich finde das einfach alles wahnsinnig spannend und aufregend.
Komischerweise beschäftige ich mich vermutlich momentan mehr mit solchen "Frauenthemen" als meine Frau
Bisher habe ich meiner Frau von meiner weiblichen Seite nichts erzählt. In der Vergangenheit war das Thema für mich nie so wichtig, dass ich den Drang gehabt hätte mich zu Outen. Es war einfach mein persönliches Ding. Mittlerweile fühle ich aber, dass es mich schon sehr belastet, dass ich das Thema so verheimlichen muss. Natürlich ist das auch den Lebensumständen geschuldet, da ich mich nun nicht mehr so frei bewegen kann, wie früher und damit diesen Teil in mir stärker unterdrücken muss.
Der Gedanke daran, dieses Versteckspiel zu beenden, reift in meinen Gedanken langsam heran und ich denke, dass ich mich in absehbarer Zeit bei meiner Frau outen werde. Momentan bin ich aber noch zu zweigespalten und muss auch erst mal rausfinden, was ich mir von einem Outing erwarte.
Wie meine Frau zu diesem Thema stehen könnte, kann ich sehr schlecht einschätzen.
Zum einen liebt Sie mich, weil ich eben kein klassischer Macho bin sondern (wie sie auch sagt) ein femininerer Typ, auf der anderen Seite will Sie einen starken Mann an ihrer Seite.
Ich könnte mir vorstellen, dass Sie dem Thema zwar nicht euphorisch gegenüber steht, aber es zumindest tolerieren würde. Das Thema "warum erzählst du mir das erst jetzt?" könnte da auch eine größere Rolle spielen. Alles Spekulation. Ich hoffe aber, dass ich es bald herausfinde.
Dies ist auch ein Grund, warum ich entschlossen habe, mich hier anzumelden, um mich mit Euch über Erfahrungen auszutauschen.
Als Ergänzung möchte ich aber noch etwas Wichtiges hinzufügen: ich bin nicht Transsexuell und möchte ganz eine Frau sein. Ich bin auch nicht Schwul. Ich bin gerne Mann und finde die Männerwelt in vielen Dingen einfach schön. Ich beneide jedoch die Frauen, um Ihre Möglichkeiten in Sachen Mode und Styling und es macht mir einfach Spaß auch diese Seite an mir auszuleben. Frauen haben so viele tolle Sachen, um ihren Körper zu betonen oder sich sinnlich und sexy zu fühlen. Für Männer ist diese Welt komplett verschlossen (zumindest der Norm nach). Das finde ich sehr schade und ich würde mir wünschen, dass sich das in Zukunft ändert, auch wenn dieser Wunsch wohl wirklich nur ein Wunsch bleiben wird.
So, das war meine Geschichte. Doch etwas länger geworden. Danke, für das Lesen
Vielleicht fördert es ja auch gerade bei den echten Frauen hier im Forum das Verständnis, wie sich so eine Leidenschaft (ich hasse das Wort Fetisch) über Jahre entwickelt.
Ich freue mich auf interessante Gespräche mit Euch!
Liebe Grüße
Lara