Jamaika meiden...
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Anne-Mette
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Jamaika meiden...

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

... könnte man empfehlen, wenn jemand komosexuell oder trans* ist.
Die Basler Zeitung meldet: "Wo Homosexualität nur im Untergrund existiert" und "Nun wurde ein transsexueller Teenager an einer Party von einem Mob getötet".

http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/ ... y/22859115

So wie man sich das vorstellt wird es dort wohl nicht sein: Sonne, Strand, Reggae, Rum - alles easy? Weit gefehlt, wenn man dem Bericht glauben darf.

Gruß
CPG
Julia65

Re: Jamaika meiden...

Post 2 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Ich koche vor Wut.
Jetzt ist ihr schon so ein schrecklicher Tod beschert worden und die Baseler Zeitung setzt sogar nach ihrem Tod noch einen drauf und berichtet von dem Vorfall und scheibt von ihr mindestens 10 mal von "ER".
Was soll das?
Ätzend, ich könnte kotzen!

Julia
Julia65

Re: Jamaika meiden...

Post 3 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Ich habe eben einen Leserbrief geschrieben:

Liebe Redaktion,

durch einen Link in einem Crossdresser Forum wurde ich auf den im Betreff genannten Artikel aufmerksam.

http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/ ... y/22859115

Es ist ja schön, dass Sie über den schrecklichen Vorfall berichten. Allerdings finde ich es sehr bedauerlich, dass der Verfasser des Textes anscheinend überhaupt keinen blassen Schimmer davon zu haben scheint, worüber er da schrieb. Was war denn nun? Es heißt, es ging um einen Transexuellen. In der Überschrift ist aber von Homophobie die Rede. Was hat Homophobie mit Transexualität zu tun?
Homophobie ist doch die Ablehnung (ich will das nicht von Angst sprechen) von Homosexuellen.
Transsexuelle (Transidente) Menschen müssen aber doch nicht Homosexuell sein. Es ist für Betroffene ärgerlich, wenn sie zu der Gruppe der Homosexuellen geschoben werden, obwohl das nicht zutrifft.

Transsexualität hat nichts mit Homosexualität zu tun. Da also nun ein, wie es im Bericht heißt, Transexueller getötet wurde, müsste im Titel von Transphobie, und nicht von Homophobie die Rede sein.

Bei Weiterem Lesen des Artikels stellt sich dann heraus, dass es nicht um einen transsexuellen Mann, sondern um eine transsexuelle Frau geht. Eine Frau, die, rein biologisch männlich ist.
Warum schreibt der Verfasser dauernd von "Er" ? Es war doch eine "Sie".

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Sehr oft werden diese Fehler in den TV-Medien und Zeitungsberichten gemacht.
Häufig wird (z.B. in Berichten über den Weg von Transsexuellen) solange von "Er" gesprochen, bis die GAOP (Geschlechtsangleichende Operation) gemacht wurde. Weil diese ja angeblich "IHN" endgültig zur Frau machen würde. Das ist völliger Blödsinn. Keine Operation macht einen Mann zur Frau. Die OP gleicht den Körper nur dem tatsächlichen Geschlecht an. Es war also schon vorher eine Frau, nur eben mit einem Körper der männlich war.

Warum kann man nicht von "Sie" sprechen, sobald einem die Transsexualität bekannt ist? Warum nicht?
Der Gesetzgeber hat in Deutschland das TSG (Transsexuellengesetz) dahingehend geändert, dass Betroffene nun die GAOP nicht mehr zu machen brauchen, nur um offiziell, also im Ausweis etc, als Frau zu gelten.
Bitte folgen Sie doch in Ihren Artikeln dem Beispiel.

Mit freundlichen Grüßen aus Kiel

Julia Matuscheck
Anne-Mette
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Re: Jamaika meiden...

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

es ist eben von manchen Menschen nicht so gut zu verstehen, ob nun "er" oder "sie".
Ich denke, wenn man freundlichaber bestimmt darauf hinweist, bringt das mehr, als sich die Hasskappe aufzusetzen und zu schreiben (smili)
Da denken die Leute nur: "was ist das für eine olle Meckertante/ein oller Meckertopf???"
Ist auch die Frage, wie sie/er sich gesehen hat und ob es ihr/ihm so wichtig gewesen wäre.

Gut ist immerhin, dass der Artikel veröffentlicht wurde. Neben den von Dir genannten Fehlern waren einige weitere Ungereimtheiten zu verzeichnen, sodass ich einige Zweifel an der Seriösität hatte; aber immerhin...

Ich will das nun nicht genau aufdröseln, aber Homophobie könnte auch transidentische Menschen betreffen.

Gruß
Anne-Mette
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